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GPC - NEWSLETTER 37 # GPC - NEWSLETTER 37 #
Ausgabe 37, 10.11.2004
Aktuelle Leserzahl: 3347
Der GPC Newsletter wird herausgegeben vom
Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center zur Förderung von Benachteiligten
Ihr Feedback richten Sie bitte an: gpc@bibb.de
http://www.good-practice.bibb.de
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THEMA DES MONATS
+ Einwanderungsland Deutschland
NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Brücken in den ersten Arbeitsmarkt
+ Schulsozialarbeit an berufsbildenden Schulen
NEUES AUS DEM GPC
+ Empfehlungen des HA eingestellt
+ Aktuelle Datenbankeinträge
NEUES AUS DEM BIBB
+ Stellungnahme des HA zum Entwurf des BBiG
+ Kompetenzen von Migranten
+ Medieneinsatz in der Ausbildung
AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
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THEMA DES MONATS
+ Einwanderungsland Deutschland
Nach Meinung des Sachverständigenrates für Zuwanderung und Integration muss Zuwanderung so gesteuert werden, dass sie den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedürfnissen der Bundesrepublik sowie ihren humanitären Verpflichtungen gerecht wird und den Aufnahme- und Integrationskapazitäten des Landes entspricht.
Eine arbeitsmarktorientierte Zuwanderungspolitik sollte sich auf Qualifizierte und hoch Qualifizierte konzentrieren und vor allem für so genannte "Engpassbranchen" gelten.
Für die hier lebenden Menschen hat jedoch die Integration den höchsten Stellenwert. Die Sprachförderung für neu zugewanderte und bereits hier lebende Menschen mit nichtdeutscher Muttersprache wird zu einer zentralen und dauerhaften Aufgabe für das Bildungssystem und Bildungseinrichtungen. Daneben ist aber auch die berufliche Qualifizierung ein wesentliches Element, um Teilhabe am Arbeitsmarkt zu ermöglichen und Integration zu unterstützen.
Folgende Instrumente unterstützen die Integrationsbemühungen:
- Verordnung über den Arbeitsmarktzugang
http://www.bmwi.de/Navigation/Presse/pressemitteilungen,did=45602.html
- Entwurf einer Integrationsverordnung
http://www.bildungsverband-online.de/intv-entw04-10-04.pdf
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NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Brücken in den ersten Arbeitsmarkt
Zusatzjobs sollen öffentlich geförderte Arbeitsmöglichkeiten, die gemeinnützig sind und zusätzlich angeboten werden. In welchem Umfang Zusatzjobs geschaffen werden, was im Einzelfall als gemeinnützig und was als zusätzlich gilt, muss das Job-Center vor Ort in Zusammenarbeit mit der örtlichen Wirtschaft, den Wohlfahrtsverbänden, freien Trägern und der Kommune entscheiden.
Zusatzjobs müssen für die Maßnahmeteilnehmer eine Brücke in den ersten Arbeitsmarkt sein. Deshalb sind sie so arbeitsmarktnah wie möglich zu gestalten. Sie sollen Qualifizierungsanteile enthalten, um die Chancen
auf einen Übergang in den ersten Arbeitsmarkt zu erhöhen. Darüber hinaus sollen sie befristet sein, um den Übergang in eine reguläre Beschäftigung nicht zu verhindern.
Von besonderer Bedeutung ist die Integration der unter 25-Jährigen: Diese sollen an Ausbildung herangeführt werden. Deren Beschäftigung ist so zu gestalten, dass sie die Kenntnisse und Fähigkeiten der
Jugendlichen verbessern, die für das Berufsleben nützlich sind.
Informationen der Bundesagentur für Arbeit
Gestaltung der öffentlich geförderten Beschäftigung (PDF)
+ Schulsozialarbeit an berufsbildenden Schulen
Niedersachsen schenkt seit Mitte der neunziger Jahre der sozialpädagogischen Betreuung von Jugendlichen an berufsbildenden Schulen eine besondere Aufmerksamkeit. Insbesondere im Berufsvorbereitungsjahr, aber auch in anderen schulischen Ausbildungsangeboten, arbeiten Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen mit dem Ziel der individuellen Förderung und sozialen Stabilisierung der Jugendlichen. Zu den Arbeitsschwerpunkten zählen u.a. die Schullaufbahnberatung, die Berufsorientierungshilfen und stützende Maßnahmen zur Weiterführung der Ausbildung.
Im System Schule kooperieren die sozialpädagogischen Fachkräfte mit den Lehrkräften der jeweiligen Ausbildungsangebote sowie Fachdiensten wie den Beratungslehrkräften.
Die Gesamtkonzeption der Schulsozialarbeit in Niedersachsen ist in den "Materialien zur Schulsozialarbeit an berufsbildenden Schulen" veröffentlicht.
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NEUES AUS DEM GPC
+ Empfehlungen des HA eingestellt
Der Hauptausschuss ist das gesetzliche Beratungsorgan der Bundesregierung in grundsätzlichen Fragen der beruflichen Bildung und das Beschlussorgan des Bundesinstituts für Berufsbildung.
Die Empfehlungen des BIBB-Hauptausschusses zur Benachteiligtenförderung und zur Förderung von Menschen mit Behinderungen sind jetzt online:
http://www.good-practice.de/1532.php
+ Aktuelle Datenbank-Zahlen
>Anbieterdatenbank (1519)
Neu: VHS-Bildungswerk Thüringen GmbH, Standort Roßleben
Berufsbildungswerk, Thüringen
http://www.good-practice.de/anbieter
>Qualifizierungsbausteine (BBiG)(103)
Neu: Herstellen von Bauteilen im Aus- und Trockenbau (Zimmerer/in)
Institut für Beruf und Bildung, München
http://www.good-practice.de/bbigbausteine
Die Datenbank der Qualifizierungsbausteine (BBiG) spiegelt die aktuellen Entwicklungen in der Benachteiligtenförderung wider.
Stellen auch Sie Ihre Bausteine ein.
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NEUES AUS DEM BIBB
+ Stellungnahme des HA zum Entwurf des BBiG
Am 27.10.2004 hat der Hauptausschuss des BIBB eine Stellungnahme zum Entwurf des Berufsbildungsreformgesetzes beschlossen.
Darin wird die Novellierung des Berufsbildungsrechts begrüßt, soweit sie zur Modernisierung und Flexibilisierung der beruflichen Bildung beiträgt; abgelehnt werden Vorschläge, die zu einer Loslösung der beruflichen Bildung vom Beschäftigungssystem führen. Dazu zählt der Ha-Beschluss
http://www.bibb.de/de/15858.htm
+ Kompetenzen von Migranten
Bei der Einstellung von Auszubildenden und Fachkräften mit Migrationshintergrund werden nur selten Mehrsprachigkeit und andere interkulturelle Kompetenzen als Vorteil gewertet. Statt diese Fähigkeiten zu
nutzen, wird dem Migrationshintergrund der Bewerber/innen häufig keine berufliche Bedeutung zugemessen.
Das Forschungsprojekt "Interkulturelle Kompetenzen junger Fachkräfte mit Migrationshintergrund: Bestimmung und beruflicher Nutzen" geht der Frage nach, wie Fachkräfte in ihrem beruflichen Alltag diese Kompetenzen einsetzen und wie Betriebe diese nutzen.
http://www.bibb.de/de/15947.htm
+ Handlungsorientierter Medieneinsatz
Medien haben eine qualitätsstiftende Wirkung, da sie mit der genauen Angabe über Ziele, Inhalte, Arbeitsmittel, Werkstoffe, Übungsanleitung etc. den Lehrenden und Lernenden Prüfungssicherheit sowie den Nachweis der im Lehrgang erworbenen Qualifikationen bieten.
Diese Merkmale kommen nicht nur bei geschlossenen Medien in einem Lehrgangskonzept, sondern auch bei modernen offenen Medien für das Handlungslernen nach dem Leittextkonzept zum Tragen, das an dem Konzept der vollständigen, selbständigen Handlung ausgerichtet ist. Hier ist es nicht nur Medium, sondern gleichzeitig auch Arbeits-, Hilfs- und Strukturierungsmittel im selbstgesteuerten Lernprozess der Lernenden:
In modernen, handlungsorientierten Medien wird ein Arbeitsauftrag vorgegeben, dessen Planung, Ausführung und Bewertung von den Lernenden weitgehend selbst geleistet werden muss. Zeichnungen, Leitfragen, Checklisten und Kontrollbögen unterstützen den Lerner bei der Durchführung der vollständigen Handlung.
http://www.bibb.de/de/15422.htm
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AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
22. - 24.11.2004, Loccum
Tagung: Die Umsetzung der Arbeitsmarktreform und das Ende der Verschiebebahnhöfe
01. - 02.12.2004, Hannover
Kompetenzen fördern - Perspektiven entwickeln, Bundesweite Fachtagung
Weitere Informationen:
http://www.good-practice.de/tkal/
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Tel: 0228/107 1305
Fax: 0228/107 2886
Dr. Friedel Schier
Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center
53043 Bonn