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        GPC - NEWSLETTER 38 # GPC - NEWSLETTER 38 # GPC

                                Ausgabe 38, 15.12.2004

                                Aktuelle Leserzahl: 3434

                Der GPC Newsletter wird herausgegeben vom
                     Bundesinstitut für Berufsbildung
        Good Practice Center zur Förderung von Benachteiligten
                  Ihr Feedback richten Sie bitte an: gpc@bibb.de

                        http://www.good-practice.bibb.de
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THEMA DES MONATS
        + Optimierung der Berufsbildung

NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
        + Jugendkonferenzen verbessern die regionale
                       Vernetzung
        + BLK fördert die sprachliche Bildung von Jugendlichen
        + Brücken in den ersten Arbeitsmarkt

NEUES AUS DEM GPC
        + Programme und Projekte der Bundesländer
        + Aktuelle Datenbankeinträge

NEUES AUS DEM BIBB
        + Hauptausschuss zu Berufsausbildungsvorbereitung und
                        Europass
        + Bildungswege junger Erwachsener im Anschluss an die
                       allgemein bildende Schule
        + Alle Berufe auf einen Blick
        + Reform des Berufsbildungsgesetzes

AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

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THEMA DES MONATS


+ Optimierung der Berufsbildung

Die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) fordert in ihrem Bericht "Aktuelle Handlungsfelder zur Optimierung des Systems der Berufsbildung" dazu auf, allen Absolventen   allgemein bildender Schulen zeitökonomisch zielführende berufliche Bildungsperspektiven zu eröffnen.

Kernforderung des Berichts ist die Verbesserung der Durchlässigkeit zwischen klassischer dualer Ausbildung und vollzeitschulischen Ausbildungsangeboten. Die Weiterentwicklung der Berufsbildung müsse  daher vor allem die Bildung eines austarierten Netzwerks der Ausbildung in berufsbildenden Vollzeitschulen und im dualen System vorsehen.

Weitere Forderungen sind:

  • Berufsbildungsgänge in schulischer Trägerschaft sind als gleichwertige Organisationsform der Berufsbildung anzuerkennen.
  • Duale und vollzeitschulische Ausbildungsgänge müssen miteinander verknüpft werden.
  • Die Durchlässigkeit innerhalb der Teilsysteme beruflicher Bildung ist zu stärken.
  • Absolventen ausbildungs- und berufsvorbereitender Maßnahmen müssen Anschlüsse in berufsqualifizierenden Bildungsgängen finden.

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NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG

+ Jugendkonferenzen verbessern die regionale Vernetzung

Im Rahmen der bundesweit ersten Jugendkonferenz am 26. November 2004 diskutierten Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Schule, Jugendhilfe und Verwaltung die Chancen von hilfebedürftigen Jugendlichen auf eine erfolgreiche Wiedereingliederung in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.

Mit dem Modell der "Jugendkonferenzen" wollen das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit und die Bundesagentur für Arbeit (BA) die Vernetzung und Harmonisierung der Maßnahmen im regionalen Bereich  anstoßen, damit die Integrationsangebote für Jugendliche im Übergang zwischen Schule, Ausbildung und Beschäftigung sowie der Biographie der Jugendlichen besser abgestimmt werden.

Das Sozialgesetzbuch II (SGB II) ermöglicht diese neue Form der Zusammenarbeit zum 1. Januar 2005. Es zielt u. a. auf die intensive Förderung junger Menschen ab, die schon länger arbeitslos sind. Das Gesetz sieht für diesen Personenkreis eine besondere Betreuung vor.
Ein persönlicher Ansprechpartner soll gemeinsam mit dem Jugendlichen eine passgenaue, auf die individuelle Problemlage abgestimmte Integrationsstrategie erarbeiten und ihn bei der Umsetzung begleiten.

Die BA hat einen 8-Punkte-Plan für die Integration von Jugendlichen erarbeitet, den die örtlichen Akteure für Ihre Maßnahmeplanung heranziehen können.

Weitere Jugendkonferenzen werden in Krefeld und Offenbach folgen.
mehr:
Bundesagentur für Arbeit, Empfehlungen zur Einrichtung von Jugendkonferenzen im Rechtskreis SGB II


+ BLK fördert die sprachliche Bildung von Jugendlichen

Die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) hat ein Programm aufgelegt, mit dem innovative Ansätze der Länder zur Optimierung von sprachlicher Bildung und Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund unterstützt und weiter entwickelt werden sollen. Es trägt den Titel "Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund" und hat eine Laufzeit bis 31.08.2009.
Besondere Aufmerksamkeit wird den Schnittstellen Kindergarten-Schule, Schule-Jugendhilfe und dem Übergang Schule-Berufsausbildung gewidmet.

Auch im Themenschwerpunkt 3 "Berufsbildung und Übergänge in den Beruf" geht es um den Einsatz gezielter Sprachförderung. Neben einer Verbesserung der Zugangschancen zu einer qualifizierten   Berufsausbildung und zu berufsqualifizierenden Lern- und Arbeitsprozessen wurden drei verschiedene Module entwickelt:

  • Sprache in der beruflichen Qualifizierung unter Berücksichtigung der Berufssprache
  • Mehrsprachigkeit als Ressource bei der Berufseinmündung
  • Beratung und Förderung von neu zuwandernden Jugendlichen.

Anträge auf Projektförderung können zum 01.01.2005 gestellt werden.
Programmträger: Prof. Dr. Ingrid Gogolin, Institut für International und Interkulturell Vergleichende Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg, E-Mail: mailto:gogolin@erzwiss.uni-hamburg.de

mehr:
http://www.blk-bonn.de/modellversuche/migranten.htm


+ Mit Zusatzjobs in den ersten Arbeitsmarkt

Zusatzjobs sind öffentlich geförderte Arbeitsmöglichkeiten, die gemeinnützig sind und zusätzlich angeboten werden. In welchem Umfang Zusatzjobs geschaffen werden, was im Einzelfall als gemeinnützig und was als zusätzlich gilt, muss das Job-Center vor Ort in Zusammenarbeit mit der örtlichen Wirtschaft, den  Wohlfahrtsverbänden, freien Trägern und der Kommune entscheiden.

Zusatzjobs müssen für die Maßnahmeteilnehmer in jedem Fall eine Brücke in den ersten Arbeitsmarkt sein. Deshalb sind sie auch so arbeitsmarktnah wie möglich zu gestalten. Sie sollen Qualifizierungsanteile enthalten, um die Chancen auf einen Übergang in den ersten Arbeitsmarkt zu erhöhen. Darüber hinaus sollen sie befristet sein, um den Übergang in eine reguläre Beschäftigung nicht zu verhindern.

"Öffentlich geförderte Beschäftigung" ist eines der zentralen Instrumente zur Integration erwerbsfähiger Hilfeempfänger in den allgemeinen Arbeitsmarkt und dient darüber hinaus der Teilhabe und Eingliederung arbeitsloser Menschen in die Gesellschaft.

Von besonderer Bedeutung ist die Integration der unter 25-Jährigen: Diese sollen vorrangig an eine Ausbildung herangeführt werden. Können sie nicht in eine Ausbildung, Qualifizierung oder Arbeit vermittelt
werden, ist deren Beschäftigung so zu gestalten, dass sie die Kenntnisse und Fähigkeiten der Jugendlichen verbessert, die für das Berufsleben nützlich sind.

mehr:
Homepage der Arbeitsagentur

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NEUES AUS DEM GPC

+ Programme und Projekte der Bundesländer

Wir habe unser Wissensarchiv ergänzt: In einer Übersicht über alle Bundesländer haben wir wichtige Programme und Projekte der Länder gelistet, die im Übergang Schule - Ausbildung stattfinden. Unsere   Sammlung ist nicht abgeschlossen und die Liste sicher nicht vollständig. Für Ergänzungen und Hinweise sind wir dankbar:
gpc@bibb.de

mehr
http://www.good-practice.de/1701.php


+ Aktuelle Datenbank-Zahlen

        > Anbieterdatenbank (1617)

          Neu: Fortbildungs-Akademie Reckenberg-Ems gGmbH,
             Bildungsträger, Nordrhein-Westfalen
          http://www.good-practice.de/anbieter


        > Qualifizierungsbausteine (BBiG)(128)

          Neu: Reinigen und Pflegen von Textilien (Hauswirtschafter/in)(LW)
             Kolping Berufsförderungszentrum, Gütersloh

          http://www.good-practice.de/bbigbausteine

Die Datenbank der Qualifizierungsbausteine (BBiG) spiegelt die aktuellen Entwicklungen in der Benachteiligtenförderung wieder.
Stellen auch Sie Ihre Bausteine ein.

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NEUES AUS DEM BIBB

+ Hauptausschuss zu Berufsausbildungsvorbereitung und Europass

In seiner Sitzung am Mittwoch, 8. Dezember 2004, im BIBB in Bonn hat der Hauptausschuss des BiBB u.a. zwei Empfehlungen beschlossen:

  • EUROPASS (Rahmenkonzept zur Förderung der Transparenz von Qualifikationen und Kompetenzen)
  • Empfehlung zur Berufsausbildungsvorbereitung

mehr:
http://www.bibb.de/de/pressemitteilungen.htm


+ Bildungswege junger Erwachsener im Anschluss an die allgemein bildende Schule

Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat in einer Expertise zum Thema "Wege zwischen dem Verlassen der allgemein bildenden Schule und dem Beginn einer beruflichen Ausbildung" festgestellt, dass in den   vergangenen Jahren die Übergangsprozesse von der allgemein bildenden Schule in eine Berufsausbildung schwieriger, komplexer und zum Teil auch langwieriger geworden sind. Dies gilt insbesondere für   leistungsschwächere Jugendliche und für Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Um Klarheit dahin gehend zu erzielen, zu welchen Qualifizierungswegen sich unterschiedliche Maßnahmen und Bildungsgänge verbinden, welche Wege besonders erfolgversprechend sind und wo sich Maßnahmekarrieren aufzubauen drohen, führt das Bundesinstitut in Anlehnung an die BIBB/EMNID-Studie von 1998 nun eine Untersuchung durch, in der Jugendliche und junge Erwachsene in einer breit angelegten Stichprobe nach ihrer Entwicklung seit dem Verlassen der allgemein bildenden Schule befragt werden sollen.

Die gesamten individuellen Bildungs- und Berufsverläufe nach Verlassen der allgemein bildenden Schule sollen erfasst werden. Zielgruppe sind die Schulabgänger der Jahre 1997 bis 2003. Durch die vollständige
Erfassung der Entwicklung seit Schulende sind detaillierte Aussagen z.B. über Warte- und Qualifizierungsschleifen und ggf. Maßnahmekarrieren möglich.

mehr:
http://www.bibb.de/de/wlk16029.htm
Jugendliche ohne Berufsausbildung - Eine BIBB/EMNID Untersuchung


+ Alle Berufe auf einen Blick

Das vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) zusammengestellte "Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe 2004" ist erschienen.

Zur Auswahl stehen 346 "staatlich anerkannte Ausbildungsberufe", die in der Industrie, im Handwerk, im öffentlichen Dienst, in der Landwirtschaft oder in den "Freien Berufen" angeboten werden. Für eine   Ausbildung an einer Berufsfachschule, besteht die Wahl zwischen 122 Berufen. Die Namen der Ausbildungsberufe, die Dauer der Ausbildung und vieles andere mehr kann in dem Verzeichnis nachgeschlagen werden.

Neben einem statistischen Überblick enthält das Verzeichnis auch Informationen über Adressen der für die Berufsausbildung "zuständigen Stellen" (Kammern) aller Ausbildungsbereiche, Ausbildungsregelungen für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen sowie die besonderen Regelungen für die Ausbildung behinderter Menschen.

mehr:
http://www.bibb.de/de/16198.htm


+ Reform des Berufsbildungsbildungsgesetzes

Zur Anhörung der Fraktionen im Bundestagsausschuss für Bildung und Forschung bezüglich der Novellierung des Berufsbildungsgesetzes am 22.11.2004 hat das BIBB u.a. folgende Anregungen gegeben:

In Bezug auf die Sicherung guter Qualität der nach SGB III geförderten BvB-Maßnahmen empfehle sich eine Orientierung an der Vergabepraxis, die in Australien eingeführt worden sei: Statt des Wettbewerbs über   Angebotspreise werde bei vorgegebenen Preisen ausschließlich die Leistungsstruktur, die Kompetenz und Erfahrung der Anbieter bewertet.

Im Hinblick auf die Modalitäten zur Anrechnung von beruflichen Vorkenntnissen auf die Ausbildungszeit biete sich eine Anlehnung an die 2003 vom österreichischen Nationalrat beschlossene Novelle des   Berufsausbildungsgesetzes an (§8b): Dort sei mit der "integrativen Berufsausbildung" sowohl eine vom Lernbedarf der benachteiligten Jugendlichen abhängige Flexibilisierung der Dauer der Ausbildungszeit als auch eine Teilqualifizierung für einen Ausbildungsberuf mit der Möglichkeit der Anrechnung auf eine anschließende reguläre Ausbildung eingeführt worden. Zusätzlich habe man festgelegt, dass die integrative Berufsausbildung vorrangig in Ausbildungsbetrieben stattfinden solle.


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AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

16.12. - 17.12.2004, Bonn
"Herausforderung IT - Ausbildungs- und Beschäftigungschancen für alle Jugendlichen"
Fachkonferenz: Einstiegs- und Qualifizierungschancen für alle Jugendlichen, differenzierte Wege in Ausbildung und Beruf

15.02.2005, Berlin
"Berufliche Integration von Migrantinnen und Migranten ins Handwerk"
Fachtagung der EP ProInteCra

15.02. - 18.02.2005, Karlsruhe
"Learntec 2005"
13. Europäischer Kongress und Fachmesse für Bildungs- und Informationstechnologie

Weitere Informationen:
http://www.good-practice.de/tkal

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Vielen Dank für Ihr Feedback an: gpc@bibb.de

Dr. Friedel Schier
Tel: 0228/107 1305
Fax: 0228/107 2886

Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center
53043 Bonn