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                GPC - NEWSLETTER 43 # GPC - NEWSLETTER 43

                                Ausgabe 43,01.06.2005

                                Aktuelle Leserzahl: 3898

                Der GPC Newsletter wird herausgegeben vom
                     Bundesinstitut für Berufsbildung
        Good Practice Center zur Förderung von Benachteiligten
                  Ihr Feedback richten Sie bitte an: gpc@bibb.de

                        http://www.good-practice.bibb.de

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THEMA DES MONATS
+ Ausbildungsreife

NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Bertelsmann-Preis zum Thema "Junge Generation und Arbeit"
+ ESF-Förderprogramm "Job Plus" in NRW
+ Perspektiven für Benachteiligte in der beruflichen Bildung
+ Rahmenlehrpläne zur Ausbildung der Berufsbildungskräfte

NEUES AUS DEM GPC
+ Expertisen "Berufsorientierungspraktika" und "Kompetenzfeststellung"
+ Aktuelle Datenbankeinträge

NEUES AUS DEM BIBB
+ Online-Communities in der beruflichen Aus- und Weiterbildung

AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

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THEMA DES MONATS

+ Ausbildungsreife

Auf einer Veranstaltung "Fit für die Ausbildung" wird natürlich auch über "Ausbildungsreife" diskutiert - so im letzten Herbst in Düsseldorf.

Egal wie man sich bildungspolitisch in der Debatte um Ausbildungsreife vs. fehlende Ausbildungsplätze verortet, die empirischen Ergebnisse (s.u.) sollten in jedem Fall zur Kenntnis genommen und - wenn möglich  - beachtet werden.

Prof. Jürgen van Buer referierte eine empirische Untersuchung über Berliner Jugendliche beim Eintritt ins Berufsbildungssystem. Folgende Schlaglichter spiegeln die Ergebnisse wider:

  • An keinen der getesteten Jugendlichen mit einfachem Hauptschulabschluss hätte dieses Zertifikat vergeben werden dürfen (S.39).
  • Der größte Teil der Jugendlichen in allen Maßnahmen und Bildungsgängen zeigt Rechtschreibleistungen, die noch in der Primarstufe, maximal in die erste Hälfte des 7. Schuljahres     einzuordnen sind (S.40).
  • Der größte Teil der getesteten Hauptschüler/innen weist Wissenslücken auf, die im Rahmen einer dreijährigen Berufsausbildung ohne besondere Unterstützungsmaßnahmen kaum geschlossen werden können (S.45). 
  • Für 25-30% der Berliner Jugendlichen eines Jahrgangs kann nachgewiesen werden, dass sie am Ende der Sekundarstufe I die notwendigen Kompetenzen und Wissensstrukturen für erfolgreiches     Lernen nicht erworben haben (S. 47).
  • Der allgemeine sowie der erweiterte Hauptschulabschluss stellen keine hinreichend validen Kriterien zur Bestimmung der Ausbildungsreife dar (S.50).

In: Fachtagung "Fit für die Ausbildung", 31.8./1.9. 2004, Düsseldorf, S. 34-52,(Hrsg.) Kausa, Köln


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NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG

+ Bertelsmann-Preis zum Thema "Junge Generation und Arbeit"

Die Bertelsmann-Stiftung wird im September 2005 den mit 150.000 EUR dotierten Carl-Bertelsmann-Preis zum Thema "Junge Generation und Arbeit" vergeben. Mit dem diesjährigen Preis will sie auf die steigende Bedeutung der Beschäftigungsfähigkeit in einer zukunftsfähigen Gesellschaft hinweisen.

Ausgezeichnet werden solche Projekte und Aktivitäten, mit denen Jugendliche unterstützt werden, die besondere Schwierigkeiten beim Übergang von der Schule in die Arbeitswelt haben.

Projektbeschreibung der Bertelsmann-Stiftung


+ ESF-Förderprogramm "Job Plus" in NRW

Nordrhein-Westfalen will die Umsetzung von Hartz IV durch eigene Aktivitäten unterstützen. In einem ersten Schritt hat das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit das Förderprogramm "Job Plus" aufgelegt.

Mit diesem Programm sollen Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Anschluss an eine Arbeitsgelegenheit (Zusatzjob) durch zusätzliche passgenaue Qualifizierungsangebote, Praktika und qualifizierte Unterstützung beim Übergang in den ersten Arbeitsmarkt gefördert werden.

Bei den Zusatzjobs erhalten die Teilnehmenden zusätzlich zu ihrem Arbeitslosengeld II eine Mehraufwandspauschale von 1 bis maximal 2 Euro pro Stunde.

Hier setzt das neue Förderprogramm "Job Plus" an. Es stehen Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds in Höhe von 40 Millionen Euro zur Verfügung. Zunächst sollen ca. 14.000 Zusatzjobs mit dem ergänzenden   Landesprogramm verbunden werden.

Pressemitteilung der Landesregierung NRW - online leider nicht mehr verfügbar!


+ Perspektiven für Benachteiligte in der beruflichen Bildung

In einer Stellungnahme 03/2005 fordert der Bundesverband der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen (vLw) die Verantwortlichen in den Kultus- und Wirtschaftsministerien auf, für die benachteiligten Jugendlichen neue, passgenauere Konzepte zu entwickeln und erfolgreiche fortzuführen. Das sind nach der Meinung des Bundesverbands 

  • Adressatengerechte Programme zur Förderung und Zertifizierung der Ausbildungsreife. Sinnvoll sei hier eine Kooperation von allgemein bildenden Schulen, beruflichen Schulen und Betrieben sowie die    Begleitung der Jugendlichen durch Sozialarbeiter.
  • Dual-kooperative Konzepte, die für die Betroffenen und die Wirtschaft transparente nachvollziehbare Teil- und Einstiegsqualifikationen mit klar definierten Anschlussmöglichkeiten böten.
  • Betriebliche Maßnahmen unter Einbeziehung der Berufsschule, die der Dualität des Ausbildungssystems Rechnung tragen würden.

  http://www.vlw.de/af_stellung/2005/0503.htm


+ Rahmenlehrpläne zur Ausbildung der Berufsbildungskräfte

In der Schweiz soll die Ausbildung von Berufsbildnerinnen und Berufsbildnern geordnet werden. Rahmenlehrpläne regeln die Ausbildung für Lehrkräfte in Lehrbetrieben, überbetrieblichen Kursen und für   Lehrkräfte an Berufsfachschulen sowie an höheren Fachschulen.

Mit dem jetzt vorgelegten Gesetzesentwurf schreibt die schweizerische Berufsbildung erstmals einheitlich konzipierte Mindestanforderungen, konkretisiert als Standards, für die praktische und die schulische   Lehrtätigkeit in allen Kategorien von Ausbildungstätigen vor.

Die ersten Ausbildungsgänge auf der Basis dieser Rahmenlehrpläne sollen Anfang 2006 starten.

Rahmenlehrpläne für Berufsbildungsverantwortliche
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NEUES AUS DEM GPC

+ Expertisen "Berufsorientierungspraktika" und "Kompetenzfeststellung"

Wir haben für Sie zwei neue Expertisen zum Download bereit gestellt:

"Berufsorientierungspraktika - Betriebliche Praktika in der beruflichen Förderung benachteiligter Jugendlicher" mit den Themen:

  • Formen und Ansätze von Praktika
  • Strukturierung von Berufsvorbereitungspraktika in der BNF
  • Handlungsempfehlungen
  • Good Practice-Beispiele

und

"Verfahren zur Kompetenzfeststellung junger Menschen" mit folgenden Themen:

  • Matching the Profiles: Kompetenzen der Jugendlichen mit den
  • Anforderungen der Betriebe zusammen bringen
  • Eignung oder Kompetenz - Lichten des Begriffsdschungels
  • Übersicht über aktuelle Formen und Ansätze von Kompetenzfeststellung
  • Die eigene Herangehensweise - Stärken und Schwächen des eigenen Verfahrens
  • Handlungsleitfaden sowie Good Practice-Beispiele

http://www.good-practice.de/publikationen.php

 


+ Aktuelle Datenbankeinträge

      > Anbieterdatenbank (1893)

      Neu: Jugendwerkstatt "Frohe Zukunft" Halle-Saalkreis e. V.
             Jugendhilfeträger, Sachsen-Anhalt
          http://www.good-practice.de/anbieter


      > Qualifizierungsbausteine (BBiG)(299)

      Neu: Personalmanagement
            (Bürokaufmann/Bürokauffrau)
             Bildungswerk Mülheim a. d. Ruhr e. V.
             Berufsbildungswerkstatt
          http://www.good-practice.de/bbigbausteine

Die Datenbank der Qualifizierungsbausteine (BBiG) spiegelt die aktuellen Entwicklungen in der Benachteiligtenförderung wider.
Stellen auch Sie Ihre Qualifizierungsbilder zur Verfügung.


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NEUES AUS DEM BIBB

+ Online-Communities in der beruflichen Aus- und Weiterbildung

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat die Möglichkeiten untersucht, die die neuen Medien und Technologien für die Förderung des Wissens- und Technologietransfers in der Berufsbildung bieten.

Dazu gehören u. a. auch die "Online-Communities". Hier können Personengruppen oder -netzwerke, die gemeinsame Interessen haben und sich über spezifische Fragen oder Probleme austauschen möchten,   miteinander in Kontakt treten und voneinander lernen. Leitendes Prinzip hierbei ist die Gegenseitigkeit des Gebens und Nehmens.

Eine vom BIBB durchgeführte Online-Befragung zur Nutzung berufsbezogener Online-Communities bestätigt, dass diese Art der Kommunikation von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zum Austausch von Erfahrungswissen genutzt wird. Der Erfolg dieser Communities ist jedoch abhängig von der Initiative,   Motivation und Arbeitssituation der Nutzerinnen und Nutzer.

http://www.bibb.de/dokumente/pdf/Magdeburg-zinke1.pdf

Um die Nutzung von Online-Communities im Rahmen der beruflichen Aus- und Weiterbildung anzuregen und zu unterstützen, hat das BIBB Checklisten und Gestaltungsempfehlungen für deren praktischen Einsatz  entwickelt:

Checkliste [PDF-Dokument]

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AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

10.06.2005, Bonn
Fachseminar zum Thema "Fundraisingstrategien in der beruflichen Bildung"
Marketing, Mitteleinwerbung und Organisationsmodelle bei Vereins- und Stiftungsgründung

14.06.2005, Düsseldorf
Kooperationsveranstaltung "Erste Erfahrungen mit der Zusammenarbeit von Job-Center, Jugendberufshilfe und Jugendsozialarbeit"

15.06.2005, Berlin
"Lebenslanges Lernen - eine Herausforderung für Beschäftigte und Betriebe"

Weitere Informationen:
http://www.good-practice.de/tkal/

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Sie erhalten diesen Newsletter, weil Sie Ihr Interesse an der Arbeit des GPC bekundet haben oder selbst aktiv im Handlungsfeld der Förderung von Benachteiligten in der beruflichen Bildung sind.

Wir freuen uns, wenn Sie uns auf weitere Interessenten hinweisen, die den GPC-Newsletter erhalten wollen. Senden Sie uns deren eMail-Adresse, oder leiten Sie den Newsletter einfach weiter mit dem Hinweis, sich bei Interesse an uns zu wenden.

Sollten Sie kein Interesse mehr an einem Bezug des "GPC-Newsletter" haben, so senden Sie eine kurze eMail an: gpc@bibb.de [Betreff: unsubscribe Newsletter]

Vielen Dank für Ihr Feedback an: gpc@bibb.de

Dr. Friedel Schier
Tel: 0228/107 1305
Fax: 0228/107 2886

Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center
53043 Bonn