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GPC - NEWSLETTER 48 # GPC - NEWSLETTER 48 # GPC - NEWS
Ausgabe 48, 02.11.2005
Aktuelle Leserzahl: 4243
Der GPC Newsletter wird herausgegeben vom
Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center zur Förderung von Benachteiligten
Ihr Feedback richten Sie bitte an: gpc@bibb.de
http://www.good-practice.bibb.de/
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THEMA DES MONATS
+ Medienverwahrlosung und Schulversagen
NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Empfehlungen für ein bundesweites Integrationsprogramm
+ Lage am Ausbildungsmarkt leicht verbessert
+ Sozialbericht 2005
NEUES AUS DEM GPC
+ Ausgrenzung junger Menschen
+ Aktuelle Datenbankeinträge
NEUES AUS DEM BIBB
+ Auswahlbibliographie "Benachteiligtenförderung"
+ Neue Forschungsplanung
AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
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THEMA DES MONATS
+ Medienverwahrlosung und Schulversagen
Schulstatistische Daten belegen, dass insbesondere Jungen in den letzten Jahren in ihren Schulleistungen immer weiter abrutschen. Ein Projekt des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen versucht, diese Entwicklung u.a. durch das Mediennutzungsverhalten der Schüler/innen zu erklären.
Die vorgelegten Zahlen sind erschreckend:
- wegen der festgestellten "Medienverwahrlosung"
Danach sind 50,4% der befragten 446 Hauptschüler/innen als "Vielseher" einzustufen; d.h. sie sehen mehr als 4 Stunden/Tag fern! - wegen des vermuteten Zusammenhangs zwischen Mediennutzung und Schulleistungen. Danach schauen 28% der Hauptschüler länger als bis 22 Uhr fern, hingegen nur 9% der Gymnasiasten. Danach besitzen 51,3% der Migrantenkinder im Alter von 10 Jahren ein eigenes TV-Gerät, hingegen 'nur' 31,9% der deutschen Kinder.
Auch wenn nicht alle Kinder nur Horror, Gewalt und Porno sehen, ist der Zusammenhang zwischen Medienkonsum und Schulleistungen irritierend.
Newsletter April 2005 des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (PDF, 188 KB)
Der Spiegel, Heft 39/2005, S. 20f.
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NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Empfehlungen für ein bundesweites Integrationsprogramm
Ein Drittel der in Deutschland lebenden Kinder und Jugendlichen hat einen Migrationshintergrund. Sie sind entweder in Deutschland geboren und aufgewachsen oder zugewandert. Obwohl diese jungen Menschen eine Menge zu bieten haben, verläuft ihre Integration häufig nicht erfolgreich. Dies betrifft insbesondere die Bildungsbeteiligung und den Zugang zu Ausbildung und Beruf.
Die BAG Jugendsozialarbeit hat nun Empfehlungen für die Ausgestaltung und Weiterentwicklung von Integrationsangeboten für junge Menschen mit Migrationshintergrund vorgelegt.
Aus Sicht der BAG bilden vor allem die Bereiche Sprachförderung, schulische Bildung, berufliche Ausbildung und Qualifizierung, Erwerbstätigkeit sowie jugendspezifische Orientierungs- und Unterstützungsangebote Schlüsselfunktionen für die Integration junger Menschen.
+ Lage am Ausbildungsmarkt leicht verbessert
Die Lage am Ausbildungsstellenmarkt ist am Ende des Berufsberatungsjahres (30.09.) im Durchschnitt weniger angespannt als im vorigen Jahr.
Es gibt weniger "nicht vermittelte Bewerber" (-3.200 auf 40.900) und weniger "unbesetzte Ausbildungsstellen" (-700 auf 12.600). Entsprechend kleiner ist die rechnerische Lücke zwischen Angebot und Nachfrage nach Ausbildungsplätzen.
Dennoch kommen auf einen Bewerber für Landwirtschaftliche Arbeitskräfte/Tierpfleger nur 0,1 Stellen, wohingegen für eine Bewerberin im Bergbau 5,7 Stellen zur Verfügung stehen.
Im Rahmen der Nachvermittlungsaktion des Nationalen Paktes werden die Arbeitsagenturen und die regionalen Kammern ihre Anstrengungen fortsetzen, weitere Jugendliche in Ausbildung zu vermitteln.
Hierzu stehen noch 12.600 offene Ausbildungsstellen, 24.800 unbesetzte Plätze für Einstiegsqualifizierungen und weitere Ausbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten in Bund- und Länderprogrammen sowie bei der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung.
Presseinformation der Bundesagentur für Arbeit Nr. 70 vom 12.10.2005 - online leider nicht mehr verfügbar!
+ Sozialbericht 2005
Der Sozialbericht 2005 gibt einen Überblick über Stand und Entwicklungstendenzen der Sozialpolitik der Bundesregierung.
Die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit stand ganz oben auf der politischen Agenda: Zur Eingliederung Jugendlicher in den Arbeitsmarkt wurden im Jahr 2004 insgesamt rund 5,7 Mrd. Euro ausgegeben, hiervon 4 Mrd. Euro für den Schwerpunkt "Übergang in Ausbildung".
Durch das sinkende Ausbildungsplatzangebot haben es Jugendliche ohne oder mit schlechtem Schulabschluss und benachteiligte Jugendliche besonders schwer. Im Jahr 2003 waren in Deutschland rund 1,36 Mio. Jugendliche im Alter von 20 bis 29 Jahre ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Dies waren 14,9 Prozent aller jungen Menschen dieser Altersgruppe. Die Gruppe mit dem höchsten Anteil an Ungelernten stellten die Jugendlichen mit ausländischer Staatsangehörigkeit.
Eine effiziente schulische Qualifizierung und Ausbildungsvorbereitung muss den gestiegenen beruflichen Qualifikations- und Leistungsanforderungen sowie den Fähigkeiten und Leistungen der Ausbildungsplatzbewerber gerecht werden.
Sozialbericht 2005 (PDF, 1,09 MB)
Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG)
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NEUES AUS DEM GPC
+ Ausgrenzung junger Menschen
Armut und soziale Ausgrenzung bedeutet nicht nur, über kaum finanzielle Mittel zu verfügen, sondern auch mangelnde Teilhabemöglichkeiten in zentralen gesellschaftlichen Bereichen wie z.B. Arbeit, Bildung, Wohnen, Gesundheit und Kultur.
Im Wissensarchiv haben wir für Sie unter der Rubrik "Positionen und Hintergründe" hierzu die Stellungnahme des Deutschen Caritasverbandes zur Verhinderung von Armut und sozialer Ausgrenzung junger Menschen eingestellt.
http://www.good-practice.de/1065.php#2205
+ Aktuelle Datenbankeinträge
> Anbieterdatenbank (2076)
Neu: Jugendwerkstatt Gifhorn
Jugendhilfeträger, Niedersachsen
http://www.good-practice.de/anbieter
> Qualifizierungsbausteine (BBiG)(361)
Neu: Verwendung von Pflanzen
(Gärtner/Gärtnerin)
Akademie Klausenhof
http://www.good-practice.de/bbigbausteine
Die Datenbank der Qualifizierungsbausteine (BBiG) spiegelt die aktuellen Entwicklungen in der Benachteiligtenförderung wider. Stellen auch Sie Ihre Qualifizierungsbilder zur Verfügung.
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NEUES AUS DEM BIBB
+ Auswahlbibliographie "Benachteiligtenförderung"
Zum Themenkomplex "Benachteiligtenförderung" hat das Bundesinstitut für Berufsbildung aus seiner Literaturdatenbank Berufliche Bildung eine Auswahlbibliographie zusammengestellt. Die Bibliographie enthält Literaturnachweise aus den Jahren 2002-2005.
Die Literaturdatenbank des BIBB ist kostenfrei im Internet recherchierbar.
http://www.ldbb.de/
Auswahlbibliographie "Benachteiligtenförderung" (PDF, 408 KB)
+ Neue Forschungsplanung
Das novellierte Berufsbildungsgesetz sieht vor, dass die Forschung des Bundesinstituts für Berufsbildung auf der Basis eines jährlichen Forschungsprogramms durchgeführt wird. Diese Vorschrift greift erstmals für 2006.
Das neue Jahresforschungsprogramm wird durch fünf übergreifende Forschungsschwerpunkte charakterisiert:
- Ausbildungsmarkt und Beschäftigungssystem
- Modernisierung und Qualitätssicherung der beruflichen Bildung
- Lebensbegleitendes Lernen, Durchlässigkeit und Gleichwertigkeit der Bildungswege
- Berufsbildung für Jugendliche mit schlechten Startchancen
- Internationalität der Berufsbildung
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AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
08.11.2005, Frankfurt am Main
"Schulabgänger/-innen ohne Netz und doppelten Boden? Ausbildung trägt!!"
Während der Fachtagung stehen die (Aus-) Bildungssituation und die Belange benachteiligter junger Menschen im Mittelpunkt.
09.11. - 10.11.2005, Nürnberg
ConSozial 2005 - 7. Fachmesse und Congress für den Sozialmarkt in Deutschland
18.11.2005, Köln
"Gleichwertigkeit allgemeiner und beruflicher Bildung - Neue Wege zur Stärkung des dualen Systems"
Europäischer Aus- und Weiterbildungskongress.
Weitere Informationen:
http://www.good-practice.de/tkal/
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Dr. Friedel Schier
Tel: 0228/107 1305
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Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center
53043 Bonn