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    GPC - NEWSLETTER 50 # GPC - NEWSLETTER 50 # GPC

                Ausgabe 50, 16.12.2005

               Aktuelle Leserzahl: 4.362

        Der GPC Newsletter wird herausgegeben vom
            Bundesinstitut für Berufsbildung
    Good Practice Center zur Förderung von Benachteiligten
      Ihr Feedback richten Sie bitte an: gpc@bibb.de

            http://www.good-practice.bibb.de/

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THEMA DES MONATS
+ Europäischer Qualifikationsrahmen (EQR/EQF)

NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Förderwettbewerb zur Integration türkischer Einwanderer
+ Mehr Qualität im Weiterbildungssektor

NEUES AUS DEM GPC
+ Neue Suchmöglichkeiten
+ Befragung zu GPC-Datenbanken
+ Aktuelle Datenbankeinträge

NEUES AUS DEM BIBB
+ Die Ausbildungsreife im Urteil von Experten
+ Alkohol- und Drogenkonsum bei Auszubildenden und jungen Berufstätigen
+ Jobstarter: Richtlinien für das Ausbildungsstrukturprogramm

AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

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THEMA DES MONATS

+ Europäischer Qualifikationsrahmen (EQR/EQF)

Der Europäische Qualifikationsrahmen (EQR - engl.Abkürzung: EQF) will Niveaus von Tätigkeitsanforderungen und Kompetenzprofilen typisieren - unabhängig von formalen Bildungsabschlüssen. Lernergebnisse werden als Kompetenzen und nicht als Abschlüsse abgebildet.

Die Qualifikationen eines möglichen EQR werden im Hinblick auf drei Arten von Lernergebnissen beschrieben: 

  • Kenntnisse
  • Fähigkeiten 
  • Kompetenzen im weiteren Sinne (persönliche und fachliche)

Zukünftig sollen acht Niveaus von Lernergebnissen eingeführt werden. Dadurch sollen sich Lernergebnisse (auch informell erworbene) bildungsbereichsübergreifend anrechnen und Lernprozesse lernortunabhängig organisieren lassen.
Mit einem kompetenzorientierten, europäischen Referenzrahmen sollen so Bildungsgänge und Bildungsangebote europaweit abschlussneutral dargestellt und aufeinander bezogen werden können.

Die KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN führt dazu einen ausführlichen Konsultationsprozess durch, der noch bis Dezember 2005 mit politischen Entscheidungsträgern, Sozialpartnern, Interessengruppen und Fachleuten für die Qualifikationssysteme in ganz Europa stattfinden wird.

http://www.bibb.de/dokumente/pdf/EQF_de_final-version.pdf (269 KB)

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NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG

+ Wettbewerb zur Integration türkischer Einwanderer

Ein Wettbewerb der Robert-Bosch-Stiftung will die Integration von Mitbürgern türkischer Herkunft in das Gemeinwesen fördern. Lokale Initiativen werden zur Bewerbung aufgefordert. Bewerben können sich Vereine, Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser etc.
Besonders berücksichtigt werden Aktivitäten zur

  • Sprachförderung
  • Kinder- und Jugendarbeit
  • Bildung
  • Freizeitaktivitäten
  • Soziale Maßnahmen
  • Sportliche Aktivitäten
  • Kulturelle Aktivitäten

Der Förderwettbewerb richtet sich an Projekte in der Planung und soll ihre Umsetzung ermöglichen. Die Projektlaufzeit darf zwei   Jahre nicht überschreiten. 
Eine Förderung ist möglich bis zu einer Höhe von 15.000 €.
Abgabetermin für Projektanträge ist der 28. Februar 2006.

Weitere Informationen der Bosch-Stiftung


+ Mehr Qualität im Weiterbildungssektor

Die Qualität von Weiterbildungsanbietern und ihr Lehrgangsangebot wird seit Ende November 2005 durch private   Zertifizierungsagenturen geprüft. Die Bundesagentur für Arbeit hat 20 solcher Zertifizierungsagenturen für den SGB III-Weiterbildungsbereich zugelassen. Damit steht bundesweit ein flächendeckendes Netz von Zertifizierungsagenturen für die   Qualitätsprüfung von Bildungsträgern zur Verfügung.

Das SGB III bestimmt, dass Förderleistungen zur beruflichen Weiterbildung von den Agenturen für Arbeit oder den Job-Centern nur   noch dann erbracht werden können, wenn eine fachkundige Stelle festgestellt hat, dass der Weiterbildungsträger und sein  Bildungsangebot die gesetzlichen Qualitätsanforderungen erfüllen (§§ 84, 85 SGB III).

Die Zertifizierungsagenturen vergeben nach erfolgreicher Prüfung der Anbieter und des Lehrgangsangebots ein Zertifikat.

Pressemitteilung des BMAS (leider nicht mehr online verfügbar)

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NEUES AUS DEM GPC

+ Neue Suchmöglichkeiten

Nach vielen Hinweisen durch Besucher und Nutzer unseres Onlineangebotes haben wir die Volltextsuche verbessert:
Die bisher getrennten Suchbereiche

  • redaktioneller Bereich (Artikel-Suche)
  • Datenbanken (Datenbank-Suche)
  • Seiten der GPC-Partner (BNF-Suche)

sind nun übersichtlich zusammengefasst.

Falls Sie dennoch einmal zu einem Suchbegriff nichts finden sollten, schicken Sie uns bitte ein Mail: gpc@bibb.de 


+ Befragung zu GPC-Datenbanken

Das GPC führt seit Anfang Dezember eine Befragung zu seinen Datenbanken durch:

In die Befragung einbezogen wurden über 2.100 Institutionen der beruflichen Bildung von Benachteiligten.

Die Befragung soll Aufschluss darüber geben, wie der Ertrag des Angebots im Sinne der Einrichtungen und der Nutzer erhöht werden kann.

Die Ergebnisse werden im Januar auf der GPC-Seite veröffentlicht.


+ Aktuelle Datenbankeinträge


> Anbieterdatenbank (2.126)

Neu: A&QUA gGmbH
Bildungsträger, Berlin
http://www.good-practice.de/anbieter


> Qualifizierungsbausteine (BBiG)(361)

Neu: Bodenbelagsarbeiten
(Bauten- und Objektbeschichter/in)
Akademie Klausenhof

http://www.good-practice.de/bbigbausteine


Die Datenbank der Qualifizierungsbausteine (BBiG) spiegelt die aktuellen Entwicklungen in der Benachteiligtenförderung wider.
Stellen auch Sie Ihre Qualifizierungsbilder zur Verfügung.

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NEUES AUS DEM BIBB

+ Die Ausbildungsreife im Urteil von Experten

Im Herbst 2005 hat das BIBB eine Befragung bei knapp 500 Berufsbildungsexperten zur Diskussion um die Ausbildungsreife der   Lehrstellenbewerber durchgeführt.

Alles in allem sehen die Fachleute die Entwicklung der letzten 15 Jahre skeptisch. Sie glauben, dass die Leistungsfähigkeit der   Jugendlichen gesunken sei. Dies gelte insbesondere für das durch die Schule vermittelte Wissen.

Daneben gibt es aber auch Fähigkeiten und Tugenden, deren Entwicklung von einer Mehrheit der Experten und Expertinnen in einem positiven Licht gesehen wird. Dazu gehören zuvorderst Kenntnisse im IT-Bereich, aber auch der englischen Sprache sowie die Selbstsicherheit.

Für die Fachleute ist unstrittig, dass man sich angesichts gestiegener Anforderungen in der Arbeitswelt und wachsender Probleme in den Familien Gedanken um die Ausbildungsreife machen müsse. Genauso besteht weitgehend Konsens darüber, dass selbst eine vorhandene Ausbildungsreife heute keine Garantie mehr für einen Ausbildungsplatz sei und dass auch jemand mit schlechten Schulnoten ausbildungsreif sein könne.

Die Expertinnen und -experten sehen vor allem die Eltern in der Verpflichtung, die Ausbildungsreife ihrer Kinder sicherzustellen. Im   Elternhaus würden gerade solche Tugenden nur unzureichend eingeübt, die zu den wichtigsten Aspekten der Ausbildungsreife zählen:

  • Zuverlässigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Durchhaltevermögen
  • Lern- und Leistungsbereitschaft

Nach Meinung der Expertinnen und Experten muss folgendes getan werden:

  • Eltern müssten ihren Kindern stärker grundlegende Werte vermitteln und die Auseinandersetzung mit der Berufswahl fördern.
  • Die Schule sei verstärkt in die Förderung der Jugendlichen einzubinden. Sie müsse Schlüsselqualifikationen fördern und ihre Lernaufgaben vermehrt praxisbezogen ausrichten. 
  • Die Unternehmen sollten bei der Bewerberauswahl stärker als bisher das Entwicklungspotenzial der Jugendlichen berücksichtigen und mehr schwächere Jugendliche ausbilde. Die Jugendlichen selbst müssten mehr Verantwortung für das eigene Leben übernehmen.

  http://www.bibb.de/de/23667.htm


+ Alkohol- und Drogenkonsum bei Auszubildenden und jungen Berufstätigen

Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat eine explorative Studie zum Zusammenhang von Alkohol- und Drogenkonsum und   Ausbildungsschwierigkeiten bzw. Schwierigkeiten im beruflichen Umfeld durchgeführt.

Im Zentrum der Studie stand die Frage, ob der Konsum von Drogen bei Auszubildenden und jungen Berufstätigen ein relevantes, ernst zu nehmendes Thema in den Betrieben sei. Diese Frage kann aufgrund der Ergebnisse uneingeschränkt mit "ja" beantwortet werden.

Die befragten Experten bestätigten überwiegend, dass Alkohol- und Drogenkonsum von (jungen) Mitarbeitern ein wichtiges, relevantes Thema in den Betrieben ist und in ernst zu nehmender Häufigkeit und Intensität vorkommen.

http://www.bibb.de/de/23581.htm


+ Jobstarter: Richtlinien für das Ausbildungsstrukturprogramm

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will mit dem neuen Programm "Jobstarter" Innovationen und Strukturentwicklung in der beruflichen Bildung fördern.

"Jobstarter" verbindet bisherige Förderinstrumente. Die Initiierung von innovativen, regionalen, bedarfsorientierten und ganzheitlichen Projekten zur Gewinnung von zusätzlichen Ausbildungsplätzen steht im Vordergrund.

Das Programm zielt auf eine bessere regionale Versorgung Jugendlicher mit betrieblichen Ausbildungsplätzen

  • durch die Gewinnung zusätzlicher betrieblicher Ausbildungsplätze und
  • die Verbesserung der Ausbildungsstrukturen in den regionalen Ausbildungsmärkten.

Zur Gestaltung der Fördervorhaben stehen insgesamt 9 Förderbausteine zur Verfügung. Geeignete Einrichtungen in Arbeitsagenturbezirken, deren Angebots-Nachfrage-Relation von Ausbildungsplätzen mit einem Wert < 97,5% beträgt, können Anträge auf Projektförderung stellen.

Anträge können bis zum 09. Februar 2006 beim BIBB eingereicht werden. 
Förderbeginn für die Projekte ist der 01. April 2006.

Förderrichtlinien:

http://www.jobstarter.de/de/82.php

http://www.bmbf.de/de/2313.php

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+ AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

13.01. - 14.01.2006, Berlin
Konferenz: "Das Modell Deutschland auf dem Prüfstand"

19./20.01.2006, Berlin
"JOBSTARTER-Auftaktkonferenz"

30.01. - 01.02.2006, Straßburg (Frankreich)
Europäische Follow up-Konferenz: "Soziale Brennpunke - eine
Herausforderung für eine integrierte Kinder- und Jugendpolitik"


Weitere Informationen:

http://www.good-practice.de/tkal

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Vielen Dank für Ihr Feedback an: gpc@bibb.de

Dr. Friedel Schier
Tel: 0228/107 1305
Fax: 0228/107 2886

Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center
53043 Bonn