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GPC - NEWSLETTER 52 # GPC - NEWSLETTER 52 # GPC - NEWS
Ausgabe 52, 23.02.2006
Aktuelle Leserzahl: 4420
Der GPC Newsletter wird herausgegeben vom
Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center zur Förderung von Benachteiligten
Ihr Feedback richten Sie bitte an: gpc@bibb.de
http://www.good-practice.bibb.de/
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THEMA DES MONATS
+ Mehr staatliche Berufsausbildung
NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Klare Zuständigkeiten bei der Qualifizierung Jugendlicher
+ Neues Programm "Die zweite Chance"
+ Infoline Jugendsozialarbeit
NEUES AUS DEM GPC
+ Das GPC in Fakten und Zahlen
+ Aktuelle Datenbankeinträge
NEUES AUS DEM BIBB
+ Europäisches Sprachensiegel: Wettbewerb 2006 eröffnet
+ Taugen zweijährige Berufe?
+ Kriterien zur Ausbildungsreife
AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
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THEMA DES MONATS
+ Mehr staatliche Berufsausbildung
Angesichts des Lehrstellenmangels fordern die Jusos die Einrichtung von mindestens 100.000 Ausbildungsplätzen in staatlichen Berufsausbildungszentren, die gemeinsam von Staat und Unternehmen finanziert werden sollen. "Wir haben eine massive Ausbildungskrise", sagte Juso-Chef Björn Böhning der "Berliner Zeitung".
Das duale System decke schon seit Jahren nicht mehr den tatsächlichen Bedarf an Ausbildungsplätzen ab. Jedes Jahr gebe es Zehntausende von Schulabgängern, die keine Lehrstelle fänden. Hinzu kämen die Hunderttausende aus den Vorjahren, die in berufsvorbereitenden Maßnahmen und anderen Warteschleifen "geparkt" seien.
Böhning fordert eine vollzeitschulische Ausbildung in öffentlicher Verantwortung. Er schlägt vor, zunächst die Qualitätsmaßstäbe für die berufliche Ausbildung neu festzulegen und anschließend die schulischen Ausbildungsgänge so zu stärken, dass diese gleichwertig zum dualen System anerkannt werden könnten.
Priska Hinz, bildungspolitische Sprecherin des Bündnis 90/DIE GRÜNEN, hält dies für den falschen Weg. Man müsse berufsnah ausbilden, was bedeute, dass Inhalte und Qualität gemeinsam mit den Firmen und Kammern entwickelt und festgelegt werden müssten.
Quelle: leider nicht mehr online verfügbar!
http://www.gruene-bundestag.de/cms/presse/dok/106/106956@de.htm
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NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Klare Zuständigkeiten bei der Qualifizierung Jugendlicher
Heinrich Alt, der stellvertretende Vorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), hat vorgeschlagen, die Qualifizierung Jugendlicher mit extrem schlechten Abschlüssen sowie die der Schul- und Berufsschulabbrecher ganz den Ländern zu überlassen. Schließlich sei Schule Ländersache und mithin fielen auch die Versäumnisse bei der schulischen Ausbildung in deren Zuständigkeitsbereich.
Reiner Haseloff, Staatssekretär im Magdeburger Arbeitsministerium plädierte gegenüber dem Tagesspiegel dafür, über Alts Vorstellungen zu diskutieren. Schließlich sei es denkbar, jene Länder, in denen Defizite bei der Schulausbildung nachgewiesen würden, stärker in die Verantwortung zu nehmen für die Vorbereitung der Jugendlichen auf den Beruf.
Die bildungspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion "Bündnis 90 DIE GRÜNEN", Priska Hinz, appelliert an Bundesbildungsministerin Schavan, endlich Klarheit dahin gehend zu schaffen, in wessen Zuständigkeit die nachzuholende Ausbildung Jugendlicher liege und wer diese finanzieren solle.
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/13.02.2006/2349660.asp
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/14.02.2006/2351806.asp
http://www.gruene-bundestag.de/cms/presse/dok/105/105950.htm
+ Neues Programm "Die zweite Chance"
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) will das Modellprogramm "Kompetenzagenturen" ausweiten:
Durch die lokale Zusammenarbeit von Schule, Jugendhilfe und Trägern der Jugendsozialarbeit sollen Schulverweigerinnen und Schulverweigerer neu in Schulen integriert und auch nach dem Schulabschluss bis zur beruflichen Integration begleitet werden. Im Modellprogramm "Kompetenzagenturen" übernehmen diese eine Vermittler- und Lotsenfunktion für die berufliche und soziale Integration besonders benachteiligter Jugendlicher in sozialen Brennpunkten und strukturschwachen ländlichen Regionen.
Innerhalb des Modellprogramms sollen bis zu 200 Kompetenzagenturen eingerichtet werden, die lokal eng mit dem Arbeitsamt, dem Jugend- bzw. Sozialamt, den Schulen sowie anderen Institutionen zusammenarbeiten.
Im Jahre 2006 stehen dafür über 8 Millionen Euro zur Verfügung.
http://www.bmfsfj.de/Politikbereiche/kinder-und-jugend,did=67072.html
http://www.kompetenzagenturen.de/
+ Infoline Jugendsozialarbeit
Die BBJ Zentrale Beratungsstelle für Träger der Jugendhilfe (BBJ ZBSt) stellt für Träger der Jugendsozialarbeit einen neuen Dienst zur Verfügung:
Die BBJ-Infoline Jugendsozialarbeit:
Tel. 0180 500 36 43 (12ct/Minute)
Mail jugend@bbj.de
Ein Expertenteam in Berlin und Brüssel berät telefonisch oder per Mail in Fragen der Entwicklung von Projekten an den Übergängen Schule - Ausbildung - Beruf.
Weitere Informationen der BBJ zur Infoline
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NEUES AUS DEM GPC
+ Das GPC in Fakten und Zahlen
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat Aufbau und Erprobung dieses Angebots für die Akteure in der Benachteiligtenförderung seit Mai 2000 finanziell und ideell unterstützt und mitentwickelt. Zum Ende der Projektförderung wollen wir unsere Arbeit präsentieren.
Unsere Produkte und Leistungen sind:
Der Nutzen des Angebots für die Fach- und Führungskräfte:
Weitere Informationen: http://www.good-practice.de/gpc_beitraggpc.php
Dort haben wir die Entwicklung unserer Online-Angebote in den Jahren 2003 - 2005 dokumentiert.
+ Aktuelle Datenbankeinträge
> Anbieterdatenbank (2147)
Neu: Ausbildung & Arbeit GmbH, Zweigstelle Göttingen
Bildungsträger, Niedersachsen
http://www.good-practice.de/anbieter
> Qualifizierungsbausteine (BBiG)(361)
Neu: Objektlackierungen
(Bauten- und Objektbeschichter/in)
Akademie Klausenhof
http://www.good-practice.de/bbigbausteine
Stellen auch Sie Ihre Qualifizierungsbilder zur Verfügung.
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NEUES AUS DEM BIBB
+ Europäisches Sprachensiegel: Wettbewerb 2006 eröffnet
Projekte und Initiativen, die die Idee der sprachlichen Vielfalt in der beruflichen Bildung verankern wollen, sind aufgefordert, sich am diesjährigen Wettbewerb um das Europäische Sprachensiegel zu beteiligen.
Ziel des Wettbewerbs ist es, das Interesse am Sprachenlernen zu fördern und die Qualität der Sprachvermittlung zu verbessern.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat hierfür Preisgelder in Höhe von insgesamt 6.500 Euro ausgelobt.
Für die Durchführung des Wettbewerbs in Deutschland ist die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) zuständig.
Bewerbungsschluss ist der 28.04.2006.
www.na-bibb.de/eu-sprachensiegel
+ Taugen zweijährige Berufe?
In einer vom BIBB durchgeführten Studie wurde versucht, die Akzeptanz zweijähriger Ausbildungsberufe zu ermitteln. Hierzu wurde eine Befragung bei 1.400 Betrieben durchgeführt.
Die Betriebe wurden zu sieben ausgewählten zweijährigen Ausbildungsberufen befragt - ob sie in diesen Berufen ausbilden und ob sie die ausgebildeten Fachkräfte anschließend beschäftigen würden.
Wesentliche Ergebnisse der Studie sind:
http://www.bibb.de/de/24329.htm
+ Kriterien zur Ausbildungsreife
Im "Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs" wurden auch Aktivitäten zur Optimierung des Vermittlungsprozesses vereinbart. Ein Expertenteam aus Vertretern der Paktpartner, dem Bundesinstitut für Berufsbildung, Experten aus Unternehmen, beruflichen Schulen, dem Psychologischen Dienst sowie der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit hat ein Konzept entwickelt, das eine Beurteilung der Ausbildungsreife von Jugendlichen ermöglichen soll.
In dem Kriterienkatalog werden Definitionen für die folgenden Bereiche vorgeschlagen:
Der Kriterienkatalog enthält darüber hinaus eine praxisnahe Beschreibung allgemeiner Merkmale und Kriterien, die aus Sicht der Betriebe und der übrigen Experten unbedingt vor Beginn einer jeden Berufsausbildung vorliegen sollten.
Der Kriterienkatalog (PDF, 322 KB)
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AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
08.03.2006, Berlin
"Jugendarbeitslosigkeit beenden!"
Impulstagung für einen anderen Übergang Schule - Arbeitswelt
14.03. - 18.03.2006, Genshagen (Deutschland)
"Integrationskonzepte umsetzen, Perspektiven schaffen - Instrumente,
Projekte und Maßnahmen vor Ort.
Ein deutsch-französischer Erfahrungsaustausch"
15.03.- 17.03.2006, Bremen
"Berufliche Bildung, Innovation und Soziale Integration"
14. Hochschultage Berufliche Bildung
28.03. - 29.03.2006, Erfurt
"Das Handlungsfeld der Sozialpädagogik in der beruflichen
Integrationsförderung junger Menschen
Weitere Informationen:
http://www.good-practice.de/tkal
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Dr. Friedel Schier
Tel: 0228/107 1305
Fax: 0228/107 2886
Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center
53043 Bonn