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GPC - NEWSLETTER 54 # GPC - NEWSLETTER 54 # GPC
Ausgabe 54, 27.04.2006
Aktuelle Leserzahl: 4533
Der GPC Newsletter wird herausgegeben vom
Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center zur Förderung von Benachteiligten
Ihr Feedback richten Sie bitte an: gpc@bibb.de
http://www.good-practice.bibb.de/
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THEMA DES MONATS
+ Brücken in die Berufswelt - Vorbild Schweiz
NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Spannung am Ausbildungsstellenmarkt
+ Neue Initiativen für benachteiligte Jugendliche
+ "Schulverweigerung - Die 2. Chance"
+ Ausbildungsreife - was ist das?
+ Erfolgsfaktoren für kommunale Integrationspolitik
NEUES AUS DEM GPC
+ Ein Archiv mit aktuellem Bezug: das GPC-Wissensarchiv
+ LänderAKTIV jetzt mit Zusatzinformationen
+ Aktuelle Datenbankeinträge
NEUES AUS DEM BIBB
+ Berufsbildungsbericht 2006
AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
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THEMA DES MONATS
+ Brücken in die Berufswelt - Vorbild Schweiz
Unter dem Begriff "Brückenangebote" werden in der Zentralschweiz alle nachobligatorischen 10. Schuljahre, Berufswahlklassen, Berufsvorbereitungsklassen und Integrationsklassen zusammengefasst.
Die Brückenangebote sind an der Nahtstelle zwischen der obligatorischen Schulzeit und der beruflichen Grundbildung oder weiterführenden Schulen angesiedelt.
Die Zentralschweizer Kantone arbeiten zwecks Effizienzsteigerung und Kostenersparnis im Bereich der Brückenangebote zusammen.
Es gibt drei verschiedene Brückenangebote:
Durch das Absolvieren eines Brückenangebotes sollen die Jugendlichen befähigt werden, einen ihren Fähigkeiten und Interessen entsprechenden Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu finden.
In allen drei Brückenangeboten erfolgt eine intensive Auseinandersetzung mit
Aufnahmeverfahren
Die Aufnahme wird nach einem festgelegten Verfahren und einheitlichen Kriterien durchgeführt. Die entsprechende Aufnahmeinstanz weist auf Grund der persönlichen Voraussetzungen die Jugendlichen einem passenden Brückenangebot zu. Wer die festgelegten Aufnahmestandards erfüllt, wird in die Brückenangebote aufgenommen, die anderen nicht.
Arbeitszeit der Lernenden
Die Unterrichts- und Lernzeit beträgt mindestens 42 Stunden pro Woche.
Rahmenlehrplan
Der Rahmenlehrplan soll zur Orientierung, zur Transparenz und zur Koordination der Brückenangebote in der Zentralschweiz beitragen. Der Rahmenlehrplan enthält die wichtigsten gemeinsamen Orientierungspunkte für Lehrende und Lernende. Er gibt an Bildung Interessierten, Jugendlichen, Eltern, Lehrpersonen der Sekundarstufe I und II und Betrieben Auskunft über die Angebote und die Anforderungsprofile der Brückenangebote.
Der Rahmenlehrplan Brückenangebote Zentralschweiz wurde von der Bildungsdirektoren-Konferenz Zentralschweiz (BKZ) auf ihrer Sitzung am 22. April 2005 zur Einführung in den Kantonen freigegeben.
Bildungsplanung Zentralschweiz: Brückenangebote
http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba3361.pdf
http://www.bbt.admin.ch/print/berufsbi/publikat/transit/d/ofform.pdf
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NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Spannung am Ausbildungsstellenmarkt
Zur Halbzeit des Berufsberatungsjahres 2005/2006 signalisieren die Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) eine angespannte Lage am Ausbildungsmarkt.
Von Oktober 05 bis April 05 wurden den Agenturen für Arbeit insgesamt 345.900 Ausbildungsstellen gemeldet. Das sind 2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Dies betrifft allein das betriebliche Lehrstellenangebot. Die außerbetrieblichen Lehrstellen haben zugelegt. Gleichzeitig haben 591.500 Bewerber die Berufsberatung eingeschaltet, 4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Im April waren 155.300 Ausbildungsplätze noch unbesetzt, 5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Als nicht vermittelt galten 370.900 Bewerber, mithin 15 Prozent über dem Vorjahr. Somit ist die rechnerische Lücke zwischen nicht besetzten Lehrstellen und unversorgten Jugendlichen deutlich größer als vor einem Jahr: 215.500 (Vorjahr 175.100).
Eine Vorausschau auf das Ende des Berufsberatungsjahres lässt derzeit eine größere Lücke als Ende September 2005 befürchten.
Ausführliche Informationen unter:
> Service von A bis Z > Statistik > Statistik Gesamtangebot > Link und Dateiliste
+ Neue Initiativen für benachteiligte Jugendliche
In seinen "Leitlinien der Bildungs- und Forschungspolitik" von Februar 2006 kündigt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für die zweite Jahreshälfte 2006 ein Programm zur Nachqualifizierung an. Ziel des Programms soll es sein, für die rund 1,3 Millionen jungen Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung individuelle und flexible Qualifizierungswege zu eröffnen. Unter Nutzung der vorhandenen Kompetenzen und mit passenden Ausbildungsmodulen sollen sie beschäftigungsbegleitend zu einem Berufsabschluss gelangen.
Darüber hinaus soll Ende diesen Jahres ein neues Programm starten, um Jugendliche mit schlechteren Startchancen den Einstieg in das Arbeitsleben zu erleichtern. Hierbei soll es insbesondere um die Verbesserung ihrer Ausbildungsreife und eine individuelle Berufsvorbereitung gehen.
http://www.bmbf.de/pub/bildungs_und_forschungspolitik.pdf
+ "Schulverweigerung - Die 2. Chance"
Der Deutsche Verein führt im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das ESF-Modellprogramm "Schulverweigerung - Die 2. Chance" durch (siehe auch GPC-Newsletter Nr. 52).
Ziel des Modellprogramms ist es, schulverweigernde Schüler und Schülerinnen wieder in das Regelschulsystem zu integrieren und auch nach dem Schulabschluss bis zur beruflichen Integration zu begleiten. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen auf örtlicher Ebene "Koordinierungsstellen" eingerichtet werden. Für die Übernahme solcher Koordinierungsstellen können sich öffentliche und anerkannte freie Träger der Jugendhilfe bis zum 31. Mai 2006 beim Deutschen Verein in Berlin bewerben.
http://www.deutscher-verein.de/08-projekte/schulverweigerung
+ Ausbildungsreife - was ist das?
"Mangelnde Ausbildungsreife" - das ist ein Vorwurf, der jungen Menschen häufig gemacht wird, wenn sie sich um einen Ausbildungsplatz bewerben. Unterschiedliche Institutionen haben die Frage beantwortet, was "Ausbildungsreife" eigentlich bedeutet, u. a. das BIBB, der DGB, die "Wirtschaft" sowie ein "Expertenkreis Ausbildungsreife".
In einer im letzten Jahr durchgeführten Befragung von knapp 500 Experten aus der beruflichen Bildung wurde festgestellt, dass in der Öffentlichkeit nicht jeder das Gleiche unter "Ausbildungsreife" versteht und es auch unter den Bildungsverantwortlichen keine einheitliche Definition gibt.
Die Experten sind sich jedoch zunehmend einig, dass diejenigen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Arbeitstugenden, die für alle Ausbildungsberufe wichtig sind, die Ausbildungsreife ausmachen. Übereinstimmung besteht auch darin, dass die Ausbildungsreife nur solche Aspekte umfassen kann, die bereits vor Antritt der Lehre vorhanden sein müssen.
http://www.good-practice.de/infoangebote_beitrag2411.php
+ Erfolgsfaktoren für kommunale Integrationspolitik
In Städten und Gemeinden sind die Auswirkungen erfolgreicher aber auch misslungener Integrationsbemühungen direkt zu spüren. Integration findet vor Ort statt. Viele Kommunen haben dafür innovative Handlungskonzepte entwickelt.
Gemeinsam mit dem Bundesministerium des Innern hat die Bertelsmann-Stiftung 2004 den Wettbewerb "Erfolgreiche Integration ist kein Zufall. Strategien kommunaler Integrationspolitik" durchgeführt, um bundesweit Städte, Landkreise und Gemeinden zu identifizieren, die bei der Integration der Migranten Hervorragendes leisten.
Die Bertelsmann-Stiftung hat im Rahmen ihrer Studie formuliert, wie eine erfolgreiche Integrationspolitik beschaffen sein könnte und die folgenden Handlungsempfehlungen ausgesprochen:
1. Strategie und Konzeption entwickeln
2. Integration als Querschnittsaufgabe verankern
3. Politische Verbindlichkeit herstellen
4. Partizipation sicherstellen und bürgerschaftliches Engagement aktivieren
5. Netzwerke aufbauen
6. Auf Stadtteilebene planen und arbeiten
7. Handlungsfelder bearbeiten: Bildung und Sprache, Beschäftigung und Dialog
8. Arbeitgeber Kommune: die interkulturelle Öffnung der Verwaltung vorantreiben
9. Dienstleister Kommune: Zugangsbarrieren abbauen
10. Erfolge messen: Evaluation und Controlling
Kurzversion der Bertelsmann-Publikation, BMBI
Bestellung der Publikation bei der Bertelsmann-Stiftung
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NEUES AUS DEM GPC
+ Ein Archiv mit aktuellem Bezug: das GPC-Wissensarchiv
Auf GPC-Online finden Sie unter "Positionen und Hintergründe" Beiträge, Positionen und Stellungnahmen unterschiedlicher Richtung rund um die berufliche Benachteiligtenförderung:
Ausgrenzung junger Menschen, Aktivierender Staat, Ausbildungspakt, Ausbildungsplatzumlage, Auswirkungen des Strukturwandels auf die Förderpolitik der Jugendberufshilfe, Begriffliche Bestimmung "Benachteiligte", Europäische Freiwilligendienste, Fachkräftemangel, Forschung in der Benachteiligtenförderung, Hartz-Reformen, Integration und Migration, Kooperation und Vernetzung, Niedriges Lehrstellenangebot, Novellierung des Berufsbildungsgesetzes, Reform des deutschen Berufsbildungssystems, Übergang Schule-Beruf, Vergaberecht und Ausschreibungspraxis, Weiterentwicklung der Benachteiligtenförderung, Zweijährige Berufe.
http://www.good-practice.de/1065.php
+ LänderAKTIV jetzt mit Zusatzinformationen
In unserem Online-Angebot "LänderAKTIV" sind nun weitere nützliche Informationen zu den Ländern bzw. zu den Themen "Berufsorientierung", "Berufsvorbereitung" und "Jugendberufshilfe" abrufbar. Sie befinden sich jeweils in der rechten Spalte der Seiten, die über die Hauptnavigation erreichbar sind:
Berufsorientierung: http://www.laenderaktiv.de/laenderdbhtml/1993.htm
Berufsvorbereitung: http://www.laenderaktiv.de/laenderdbhtml/1992.htm
Jugendberufshilfe: http://www.laenderaktiv.de/laenderdbhtml/1991.htm
Länderseiten: http://www.laenderaktiv.de/laenderdbhtml/2110.htm etc.
LänderAKTIV präsentiert Projekte und Programme der Länder sowie Good Practice-Beispiele und Praxis-Materialien im Übergangsfeld Schule - Beruf.
+ Aktuelle Datenbankeinträge
> Anbieterdatenbank (2178)
Neu: Caritasverband Düsseldorf e. V.
Sonstige, Nordrhein-Westfalen
http://www.good-practice.de/anbieter
> Qualifizierungsbausteine (BBiG)(389)
Neu: Anzucht der Beet- und Balkonpflanzen (Gärtner/in)
Jugendaufbauwerk (JAW) Schleswig-Stadt
http://www.good-practice.de/bbigbausteine
Stellen auch Sie Ihre Qualifizierungsbilder zur Verfügung.
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NEUES AUS DEM BIBB
+ Berufsbildungsbericht 2006
Das Bundeskabinett hat am 25. April 2006 den diesjährigen Berufsbildungsbericht zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Berufsbildungsbericht wird jährlich vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) herausgegeben und informiert über die Berufsbildungspolitik der Bundesregierung. Bei der Erstellung wird das Ministerium vom Bundesinstitut für Berufsbildung unterstützt.
Die Bundesregierung hält daran fest, allen Jugendlichen, die dies wollen und auch können, eine qualifizierte Ausbildung zu ermöglichen. In der Koalitionsvereinbarung hat sich die neue Bundesregierung klar zur Bedeutung von Bildung, Ausbildung und Qualifizierung bekannt. Dieses Bekenntnis soll in den kommenden Jahren konsequent umgesetzt werden. Dabei gilt die "Dualität" der Berufsausbildung auch im übertragenen Sinn: Bei der beruflichen Bildung gehe es immer um die Ausbildung der Jugendlichen, um ihre Lebensplanung, um ihre Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe und die Sicherung ihrer Beschäftigungsfähigkeit. Zugleich gehe es für Wirtschaft und Gesellschaft um die Sicherung des Fachkräftenachwuchses und die Erhaltung der Innovationsfähigkeit.
In diesem Zusammenhang begrüßte das Bundeskabinett die Initiative von Bildungsministerin Schavan für eine strukturelle Weiterentwicklung der beruflichen Bildung.
Der "Innovationskreis berufliche Bildung" mit hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, beruflichen Schulen sowie der Sozialpartner und der Länder soll gemeinsame Strategien für Verbesserungen in der beruflichen Bildung erarbeiten. Ein wichtiges Handlungsfeld unter anderen ist die "Optimierung des Übergangsmanagements". Hierbei geht es um eine möglichst frühe Förderung von Jugendlichen mit Problemen beim Übergang in eine Ausbildung, eine bessere Integration von jungen Migranten sowie eine Nachqualifizierung für junge Erwachsene ohne Berufsabschluss.
http://www.bmbf.de/de/4237.php
http://www.bmbf.de/press/1776.php
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AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
11.05.2006, Stuttgart
"Integration durch Ausbildung"
Kongress zur Ausbildungsbeteiligung von Migranten
31.05.2006, Hannover
"Erfolg im BVJ"
Kompetenzentwicklung und Professionalität der Pädagogen/-innen; BVJ-Tagung des BLK-Modellversuchs "Lernorte im Dialog"
Weitere Informationen:
http://www.good-practice.de/tkal/
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Vielen Dank für Ihr Feedback an: gpc@bibb.de
Dr. Friedel Schier
Tel: 0228/107 1305
Fax: 0228/107 2886
Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center
53043 Bonn