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  GPC - NEWSLETTER 57# GPC - NEWSLETTER 57 # GPC - NEWS

           Ausgabe 57, 09.08.2006

            Aktuelle Leserzahl: 4.638

Der GPC Newsletter wird herausgegeben vom
       Bundesinstitut für Berufsbildung
       Good Practice Center zur Förderung von Benachteiligten
    Ihr Feedback richten Sie bitte an: gpc@bibb.de

          http://www.good-practice.bibb.de/

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THEMA DES MONATS
 + Der Staat fördert Ausbildungsplätze

NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
 + Erfassung und Förderung beruflicher Kompetenzen
 + Integration junger Migranten

NEUES AUS DEM GPC
 + Qualifizierungsbausteine (BBiG)
 + Neue Druckfunktion
 + Aktuelle Datenbankeinträge

NEUES AUS DEM BIBB
 + Neue und neu geordnete Ausbildungsberufe
 + Berufsausbildungsvorbereitung aus betrieblicher Sicht

AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

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THEMA DES MONATS

+ Der Staat fördert Ausbildungsplätze

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stabilisiert auch in diesem Jahr durch die Förderung von 13.000 betriebsnahen Ausbildungsplätzen in den fünf neuen Ländern und Berlin das Ausbildungsangebot in Ostdeutschland. Hierfür werden aus dem Etat des BMBF annährend 90 Millionen Euro bereitgestellt.

Zusätzlich verdoppelt Bundesbildungsministerin Annette Schavan die Zahl der Projekte für neue Ausbildungsplätze. Kern dieser Förderung durch das BMBF ist der Ausbau des Ausbildungsstrukturprogramms "Jobstarter".
Das Programm zielt auf eine bessere regionale Versorgung mit betrieblichen Ausbildungsplätzen durch die Gewinnung von Betrieben bzw. Unternehmen für die Ausbildung.
Ein Schwerpunkt des Programms liegt u.a. in der Stärkung der betrieblichen Ausbildung von benachteiligten Jugendlichen und  Jugendlichen mit Migrationshintergrund.
Anträge sind bis zum 7. September 2006 einzureichen.

Damit hat die Bundesregierung ihre Anstrengungen in diesem Jahr verstärkt - und dies zusätzlich zur laufenden Finanzierung von   Projekten, Programmen, Institutionen etc., die alle die Ausbildungssituation stabilisieren helfen sollen.
Daneben sind die Aktivitäten der Länder zu sehen, die auch viele Initiativen ergreifen, damit die Jugendlichen auf dem Weg von der  Schule in die Arbeitswelt nicht verloren gehen.
Und trotz der öffentlichen Finanzierung herrscht eine angespannte Situation auf dem Ausbildungsmarkt. Warum gelingt es nicht, allen jungen Menschen eine Berufsausbildung als Einstieg in die Berufswelt anzubieten?

http://www.bmbf.de/press/1852.php

http://www.bmbf.de/press/1834.php

http://www.jobstarter.de/

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NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG

+ Erfassung und Förderung beruflicher Kompetenzen

Bei beruflichen Entscheidungsprozessen kann eine diagnostische Unterstützung sehr hilfreich sein. Für Berufe mit vorwiegend manueller Tätigkeit steht mit dem hamet 2 ein Verfahren zur Verfügung, mit dessen Hilfe es möglich ist, praktische und soziale Ressourcen zu erkennen. Berufliche Kompetenzen lassen sich mit dem hamet 2 anforderungsnah, handlungsbezogen und wissenschaftlich gesichert erkennen und fördern.

Die Aufgaben orientieren sich an alltäglichen beruflichen Anforderungen, und die Normierung erfolgte an einer repräsentativen  Gruppe von Auszubildenden ("Berufsschuleinmünder"). Der hamet 2 wurde insbesondere für die berufliche Diagnostik von   Menschen mit erhöhtem Förderbedarf, Benachteiligungen und Behinderungen konzipiert.
Eine Zusammenfassung der Ergebnisse eines BMGS-Modellprojektes finden Sie im Internet unter

http://www.hamet.de/


+ Integration junger Migranten

Die Robert Bosch Stiftung hat ein Programm mit dem Titel "Integration junger Migranten" aufgelegt, um überzeugende Projektideen zur Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund im Kindergarten, in der Schule und in der Freizeit mit bis zu 5.000 EUR zu fördern.

Voraussetzung für eine Förderung ist es, dass die Migranten selbst aktiv an der Planung und Durchführung der Vorhaben beteiligt sind. Besonders berücksichtigt werden Projekte, die Einheimische und Migranten gemeinsam gestalten; die ehrenamtliches Engagement Einbeziehen, und die sich auch an die Eltern junger Migranten wenden.

Anträge können z.B. Initiativgruppen, Bürgerbüros, Vereine, Schulen, Kindertagesstätten, Kirchengemeinden oder Migrantenorganisationen stellen. Sie sind bis Ende 2006 einzureichen.

http://www.bosch-stiftung.de/junge_migranten

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NEUES AUS DEM GPC

+ Qualifizierungsbausteine (BBiG)

Die Informationsseite zu den Qualifizierungsbausteinen (BBiG) ist um drei Neuerungen erweitert worden:

  1. Bestätigte Beispielbausteine:

    Das Handwerk hat eine ganze Reihe von Beispielbausteinen entwickelt. Die bereits anerkannten Bausteine mit bundesweiter Gültigkeit werden nun bei der Anzeige mit dem Hinweis "bereits bestätigt" versehen. Nähere Auskunft zur Verwendung dieser Qualifizierungsbausteine erteilt die Zentralstelle für Weiterbildung im Handwerk (ZWH).
  2. Qualifizierungsbausteine für den Beruf des Gärtners/der Gärtnerin:

    Für alle sieben Fachrichtungen des Gartenbaus hat der Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) beispielhafte Qualifizierungsbausteine entwickelt. Diese sind praxisgerecht in der Berufsausbildungsvorbereitung einsetzbar.
    Weitere Informationen erhalten Sie beim Zentralverband Gartenbau, Referat Berufsbildung.
  3. Schulische Qualifizierungsbausteine:

    Neben Betrieben und Bildungsträgern setzen auch Berufsschulen Qualifizierungsbausteine in der Berufsvorbereitung ein. Fünf Bundesländer, die im Rahmen des BQF-Programms gefördert wurden, werden mit ihren Entwicklungen vorgestellt.

http://www.good-practice.de/bbigbausteine


+ Neue Druckfunktion

Die redaktionellen Artikel unter "Aktuelles", "Handlungsfelder" und "Zielgruppen" können nun mittels Druckfunktion zu Papier gebracht werden: Sobald Sie die Druckfunktion Ihres Browsers (Internet Explorer, Firefox, Netscape etc.) benutzen, werden die Texte automatisch formatiert, also im Ausdruck lesbar gemacht. Bei den Datenbank-Seiten des GPC führt demgegenüber der Link  ,Druckansicht' zu einer eigenständigen Druckversion.

Möglich wurde diese Funktion durch den Einsatz so genannter "Stylesheets" (CSS). Diese legen die Formateigenschaften von Webseiten fest und können von allen modernen Browsern gelesen werden.


+ Aktuelle Datenbankeinträge

> Anbieterdatenbank (2207)

Neu: Berufsbildende Schulen Goslar-Baßgeige/Seesen
             Berufsschule, Niedersachsen
http://www.good-practice.de/anbieter


> Qualifizierungsbausteine (BBiG)(447)

Neu: Grundlagen Freihandschmieden 
            (Metallbauer/in)
             Berufsbildende Schule I - Technik Kaiserslautern
http://www.good-practice.de/bbigbausteine


Stellen auch Sie Ihre Qualifizierungsbilder zur Verfügung!


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NEUES AUS DEM BIBB

+ Neue und neu geordnete Ausbildungsberufe

21 neue bzw. neu geordnete Ausbildungsberufe sind pünktlich zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres am 1. August 2006 gestartet. Zu den vier neuen Berufen, die am 01.08. in Kraft getreten sind, gehören:

  • der Kaufmann bzw. die Kauffrau für Dialogmarketing,
  • die Servicefachkraft für Dialogmarketing,
  • die Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice sowie
  • der bzw. die Fachangestellte für Markt- und Sozialforschung.

http://www.bibb.de/de/15981.htm

Sowohl für diese Berufe als auch für 17 modernisierte Berufe der dualen Berufsausbildung sind in den vergangenen Monaten die  Ausbildungsordnungen neu erarbeitet bzw. überarbeitet worden.
Wie das Verfahren gestaltet ist, wer die inhaltlichen Eckpunkte bestimmt und wie lange beispielsweise eine Ausbildung dauert, hierüber informiert eine neue Veröffentlichung des BIBB mit dem Titel: "Ausbildungsordnungen und wie sie entstehen".

www.bibb.de/pub/ausbildungsordnungen (PDF, 907 KB)


+ Berufsausbildungsvorbereitung aus betrieblicher Sicht

Um die Akzeptanz der Berufsausbildungsvorbereitung in Betrieben und des Vermittlungsinstruments "Qualifizierungsbausteine" von Seiten der Betriebe zu ermitteln, hat das BIBB über 3.000 Betriebe befragt. Die jetzt erschienene Veröffentlichung "Berufsausbildungsvorbereitung aus betrieblicher Sicht" stellt folgendes fest:

  • Die überwiegende Zahl der befragten Betriebe war über die Möglichkeit, Berufsausbildungsvorbereitung eigenständig durchzuführen, "nicht" bzw. "weniger gut" informiert. Besser informiert waren ausbildende Betriebe und solche, die bereits Erfahrungen mit benachteiligten Jugendlichen gemacht hatten.
  • Obwohl die befragten Betriebe Maßnahmen zur Integration benachteiligter Jugendlicher in Ausbildung oder Arbeit sehr positiv bewerteten, waren sie überwiegend der Meinung, dass Berufsausbildungsvorbereitung nicht ihre Aufgabe sei.
  • Dass die Betriebe dazu beitragen sollen, benachteiligte Jugendliche in den Arbeitsmarkt zu integrieren, sahen eher größere Betriebe als ihre Aufgabe. Die überwiegende Anzahl der befragten Betriebe äußerte sich dahin gehend, dass eine Berufsausbildungsvorbereitung über ihre Leistungsfähigkeit hinausgehe.
  • Mehr als die Hälfte der untersuchten Betriebe gab an, dass eine Berufsausbildungsvorbereitung im eigenen Unternehmen eher nicht in Frage komme. Über zwei Drittel der Betriebe äußerten sich dahin gehend, dass ihre Arbeitsanforderungen den Einsatz von lernbeeinträchtigten oder sozial benachteiligten Jugendlichen nicht zulasse.

Die Studie ist im Buchhandel zum Preis von 16,90 € zu beziehen.

http://www.bibb.de/de/26088.htm

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AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

24.08.2006, Bonn
"Multimediale Berufsausbildung im Einzelhandel. Neue Chancen?"
Fachtagung mit Präsentation von multimedialen Lernarrangements für die Ausbildung im Einzelhandel

29.08.2006, Hamm
"Netzwerk statt Konkurrenz - Gemeinsam stark für Jugendliche"
Fachtagung zu regionaler Vernetzung von Beratungs- und Unterstützungssystemen im Übergang von der Schule in den Beruf

06.09.2006, Köln
"Schulische Berufsvorbereitung durch Dualisierung"
Abschlussveranstaltung des o. a. Projekts des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes NRW

Weitere Informationen:
http://www.good-practice.de/tkal

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Dr. Friedel Schier
Tel: 0228/107 1305
Fax: 0228/107 2886

Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center
53043 Bonn