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        GPC - NEWSLETTER 58# GPC - NEWSLETTER 58 # GPC

                        Ausgabe 58, 01.09.2006

                      Aktuelle Leserzahl: 4.622

              Der GPC Newsletter wird herausgegeben vom
                   Bundesinstitut für Berufsbildung
         Good Practice Center zur Förderung von Benachteiligten
            Ihr Feedback richten Sie bitte an: gpc@bibb.de

                  http://www.good-practice.bibb.de/

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THEMA DES MONATS
        + Vorschläge für mehr Ausbildung

NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
        + Sofortprogramm für junge Migranten
        + Der Bundeshaushalt 2006 im Schwerpunkt berufliche Bildung
        + Förderprogramm "Kompetenzagenturen"

NEUES AUS DEM GPC
        + Interkulturelle Kompetenz
        + Aktuelle Datenbankeinträge

NEUES AUS DEM BIBB
        + Aktivitäten 2005

AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

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THEMA DES MONATS

+ Vorschläge für mehr Ausbildung

Trotz vieler Bemühungen ist die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze rückläufig, während die Zahl der Ausbildungsplatzsuchenden kontinuierlich ansteigt.
Um die angespannte Situation auf dem Ausbildungsmarkt zu verbessern, gibt es mehrere Anregungen:

> So schlägt beispielsweise Uwe Schummer, MdB und Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die berufliche Bildung, folgendes vor:

  • Damit die Unternehmen zusätzliche Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen, ist über gleich bleibende Ausbildungsvergütungen (Einfrieren) zu diskutieren.
  • Betriebe, die ausbilden, sind bei öffentlichen Aufträgen und geichwertigen Angeboten bevorzugt zu berücksichtigen.
  • Ganztagsunterricht der Berufsschule bis 17 Uhr mit einem verstärkten Angebot von Förderkursen für Rechnen, Lesen und Sprechen.
  • Das Kombilohn-Konzept soll auf ein Jahr befristet für die Schulabgänger genutzt werden, die im Oktober keine Qualifizierung gefunden haben.
  • Gemeinsam mit den Kammern, den Sozialpartnern, den Berufsschulen und den Arbeitsagenturen sind Ausbildungskonferenzen vor Ort durchzuführen.

www.uwe-schummer.de/material/060721ausbpakt.pdf (PDF, 95 KB)


> Auch Priska Hinz, MdB und Bildungs- und forschungspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, hat Vorschläge für mehr Ausbildung unterbreitet:

  • Die Ausbildungskosten zwischen ausbildenden und nicht ausbildenden Betrieben sind besser zu verteilen: So sollen zum Beispiel die Prüfungsgebühren auf alle Kammermitglieder umgelegt werden.
  • Mit pädagogisch gut ausgestatteten beruflichen Schulen können auch die Jugendlichen erreicht werden, die vom schulischen Lernen eigentlich die Nase voll haben. Ein erfolgreiches Beispiel seien die "Produktionsschulen" mit hohem Praxisanteil. Eine solche Qualifizierung müsse in die Regelförderung übernommen werden.
  • Die Modularisierung von Ausbildungsgängen ist voranzutreiben: Wenn einzelne Ausbildungsabschnitte absolviert werden könnten und diese anschließend zertifiziert würden, könnten aus Warteschleifen     produktive Lernketten entstehen. Hiermit würde auch lernschwächeren Jugendlichen die Chance auf eine Ausbildung eröffnet.
  • Es muss eine stärkere Verzahnung von Schule und Wirtschaft stattfinden: Praktika müssten in unterschiedlichen Berufszweigen geleistet und besser in den schulischen Alltag eingebunden werden.

www.priska-hinz.de/cms/default/dok/139/139041.htm


> Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) schlägt die unverzügliche Umsetzung eines einmaligen Sofortprogramms vor:

  • Die Berufsausbildungsstellen in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE) sind für einen befristeten Zeitraum um 50.000 Plätze zu erweitern. Dabei ist eine betriebsnahe Ausbildung durch Praktikumsanteile sicherzustellen. Zielgruppe für die zusätzliche außerbetriebliche Ausbildung sollten insbesondere auch junge Migranten sein.
  • Kleinere mittelständische Betriebe (KMU), die neu ausbilden wollen, sind durch ein externes Ausbildungsmanagement rund um die Organisation der Ausbildung zu unterstützen. Beispielhaft ist das Modell "EXAM".
  • Ausbildungsbegleitende Hilfen (AbH) müssen deutlich ausgebaut werden, um die Ausbildung von Jugendlichen mit schlechten Startchancen zu erleichtern. Zusätzlich sind fachliche Unterstützung, Deutsch, Mathematik und sozialpädagogische Begleitung in größerem Umfang anzubieten und mittelfristig fest in das Duale System zu integrieren.

http://www.dgb.de/themen/themen_a_z/abiszdb/abisz_search?kwd=Jugendarbeitslosigkeit&showsingle=1

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NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG

+ Sofortprogramm für junge Migranten

Besonders junge Menschen mit Migrationshintergrund sind von der Lage am Ausbildungsmarkt stark betroffen: Nur 25% der ausländischen Jugendlichen (34% vor 10 Jahren) absolvieren eine duale Ausbildung gegenüber 59% ihrer deutschen Altersgenossen.

Der Vorstand der Bundesagentur für Arbeit (BA) wird daher noch zusätzlich 5.000 außerbetriebliche Ausbildungsplätze in diesem Ausbildungsjahr sowie weitere 2.500 Ausbildungsplätze zum Anfang des nächsten Jahres fördern.

Diese Ausbildungsplätze werden jungen Migranten zur Verfügung gestellt, die sich bereits in früheren Jahren ohne Erfolg um einen Ausbildungsplatz bemüht und ohne zusätzliche Hilfe wenig Chance auf eine Lehrstelle haben.
Die Ausbildung soll in kooperativer Form erfolgen. Das bedeutet, dass die praktische Ausbildung in Kooperationsbetrieben stattfindet und der Maßnahmeträger die Betriebe bei der fachtheoretischen Anleitung und  mit sozialpädagogischen Begleitmaßnahmen unterstützt.

Das Sofortprogramm ist Teil eines Gesamtpakets zur Neuausrichtung der Förderpraxis für bildungsmäßig und sozial benachteiligte Jugendliche, das die Bundesagentur für Arbeit in diesem Jahr auf den Weg bringen will.

http://www.arbeitsagentur.de/ 
< Service von A bis Z > < Veröffentlichungen/Ausschreibungen >
< Öffentliche Ausschreibungen > < Arbeitsmarktdienstleistungen >
< Überregionale Ausschreibungen >

Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen - BaE kooperativ für Migranten (§ 241 ff SGB III)
Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen - BaE integrativ für Migranten (§ 241 ff SGB III)

Ende der Angebotsfrist: Datum 07.09.2006, Uhrzeit: 15.00 Uhr

Bundesagentur für Arbeit: Überregionale Ausschreibungen

http://www.arbeitagentur.de/, Presseinformation Nr. 58 vom 15.08.2006
< Service von A bis Z > < Presse- und Öffentlichkeitsarbeit >
< Archiv   der Presseinformationen >
< BA startet Sofortprogramm für jugendliche Migranten >,
 

+ Der Bundeshaushalt 2006 im Schwerpunkt berufliche Bildung

Der Bundeshaushalt 2006 sieht für das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) einen Zuwachs um 5,6% auf 8,026 Milliarden Euro vor. Ein besonderes Augenmerk gilt - so Bundesministerin Annette Schavan - auch der Qualifizierung junger Menschen.

Ein Blick in den jetzt gültigen Haushalt 2006 zeigt folgendes:

Der Ansatz des Titels 685 01 "Berufliche Bildung" hat sich von 46,5 Mio. Euro auf 42,4 Mio. Euro in diesem Jahr vermindert.
Für die Benachteiligtenförderung stehen 4,7 Mio. Euro zur Verfügung. Im nächsten Jahr ist eine Anhebung geplant.
Gleichzeitig hat sich die "Begabtenförderung in der beruflichen Bildung" von 14,6 Mio. Euro auf 15,2 Mio. Euro erhöht.

www.bundesfinanzministerium.de/bundeshaushalt2006/pdf/epl30/s3003.pdf 
(PDF, 39KB)

www.bundesfinanzministerium.de/bundeshaushalt2006/html/ep30/ep30.html 

www.bmbf.de/de/96.php


+ Förderprogramm "Kompetenzagenturen"

Aufgrund der positiven Bilanz der Pilotphase hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ein Förderprogramm "Kompetenzagenturen" aufgelegt. Mit diesem sollen die Unterstützungsleistungen für besonders benachteiligte Jugendliche weiter verbessert und ausgeweitet werden.

Ziel des neuen Programms ist der Aufbau von Kompetenzagenturen zur beruflichen und sozialen Integration von Jugendlichen auf der Grundlage der in der Modellphase entwickelten Aufgabenprofile, Organisationsformen und Finanzierungsmodelle.

Die Kompetenzagenturen sollen für die Jugendlichen eine "maßgeschneiderte" Abfolge von differenzierten Hilfen aus unterschiedlichen Bereichen organisieren und die regionalen Angebotsstrukturen in der Benachteiligtenförderung verbessern helfen.

Vorhaben werden zunächst im Zeitraum vom 1. November 2006 bis zum 31. Dezember 2007 gefördert. Eine Weiterförderung wird in Aussicht gestellt.
Anträge können bis zum 26.09.2006 gestellt werden.

Informationsveranstaltungen am
05.09.2006 in Berlin-Mitte
06.09.2006 in Bonn-Bad Godesberg
Anmeldungen über http://www.kompetenzagenturen.pt-dlr.de/ 


www.2000-2006.eundc.de/download/sonderdruck_kompetenzagenturen.pdf (PDF, 219 KB)

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NEUES AUS DEM GPC

+ Interkulturelle Kompetenz

Der aktuelle Beitrag zur aktuellen Diskussion:
Die Bertelsmann Stiftung hat Thesen zur "Interkulturelle Kompetenz" vorgelegt. Sie will damit den aktuellen Diskussionsprozess befördern und den Internationalen Kulturdialogs befördern.

Nach Auffassung der Bertelsmann Stiftung ist absehbar, dass der konstruktive Umgang mit kultureller Vielfalt im zwischenmenschlichen Miteinander immer bedeutender wird und zum allgemeinen Bildungsziel eines jeden einzelnen werden wird.

Dabei beschreibt Interkulturelle Kompetenz die Kompetenz, auf der Grundlage bestimmter Haltungen und Einstellungen sowie besonderer Handlungs- und Reflexionsfähigkeiten in interkulturellen Situationen effektiv und angemessen zu interagieren.

www.good-practice.de/infoangebote_beitrag2465.php


+ Aktuelle Datenbankeinträge

> Anbieterdatenbank (2217)

Neu: BBS II Emden, Berufsschule, Niedersachsen
www.good-practice.de/anbieter


> Materialiendatenbank (166)

Neu: Ratgeber zum Thema Schulverweigerung (Sammelband), BuntStift e.V., Kassel
www.good-practice.de/materialien/index.php


> Qualifizierungsbausteine (BBiG)(451)

Neu: Vorbereiten von Obst und Gemüse (Hauswirtschafter/in)(Lw), BBS Ahrweiler
www.good-practice.de/bbigbausteine


Stellen auch Sie Ihre Qualifizierungsbilder zur Verfügung!

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NEUES AUS DEM BIBB

+ Aktivitäten 2005
Das vergangene Jahr haben drei Ereignissen geprägt: die Reform des Berufsbildungsgesetzes (BBiG), die Evaluierung des BIBB durch den Wissenschaftsrat sowie den Wechsel in der Leitung des Instituts.
Der Bericht über die Aktivitäten 2005 enthält einen Überblick über die Veröffentlichungen des Instituts einschließlich der multimedialen Angebote und der Informations- und Dokumentationssysteme.

www.bibb.de/de/26789.htm

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AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

22.09. - 23.09.2006, Berlin
"Partner machen Schule. Bildung gemeinsam gestalten"
3. Ganztagsschulkongress zu Gestaltungsmöglichkeiten von Kooperationen zwischen Schulen und außerschulischen Partnern in der Ganztagsschule

25.09. - 26.09.2006, Berlin-Schönefeld Airport
"Kommunale Infrastrukturen und Konzepte für die Integration junger Menschen mit Integrationshintergrund"
Fachtagung in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit (BAG JAW)

Weitere Informationen:
www.good-practice.de/tkal

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Dr. Friedel Schier
Tel: 0228/107 1305
Fax: 0228/107 2886

Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center
53043 Bonn