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    GPC - NEWSLETTER 59# GPC - NEWSLETTER 59 # GPC

                    Ausgabe 59, 04.10.2006

                  Aktuelle Leserzahl: 4.641

            Der GPC Newsletter wird herausgegeben vom
                Bundesinstitut für Berufsbildung
       Good Practice Center zur Förderung von Benachteiligten
          Ihr Feedback richten Sie bitte an: gpc@bibb.de

                http://www.good-practice.bibb.de/

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THEMA DES MONATS
+ Vorrang für Bildung

NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ EQJ-Programm verlängert
+ Freiwilligendienste: Perspektive für benachteiligte Jugendliche
+ Initiative "Aktiv für Ausbildungsplätze"
+ OECD-Bericht "Bildung auf einen Blick 2006"

NEUES AUS DEM GPC
+ Wichtige Informationsquellen
+ Aktuelle Datenbankeinträge

NEUES AUS DEM BIBB
+ Das neue Internetangebot des BIBB

AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
+ BQF-Abschlussveranstaltung 13./14.11.2006

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THEMA DES MONATS

+ Vorrang für Bildung

Bundespräsident Köhler und die Shell-Jugendstudie 2006 fordern einen Vorrang für die Bildung.

Der Bundespräsident fordert größere Anstrengungen für die Bildung in Deutschland, insbesondere die Erhöhung der Chancengleichheit für alle Jugendlichen. Bildungschancen seien Lebenschancen, so Köhler, die nicht von der Herkunft abhängig sein dürften. Auf das Ziel "Bildung für alle" müsse hingearbeitet werden. Hierzu fordert der Bundespräsident eine Erhöhung der Bildungsausgaben.

Horst Köhler sprach sich darüber hinaus für eine bessere frühkindliche Bildung aus, die im übrigen auch ein Gebot der Chancengerechtigkeit sei. Gerade für benachteiligte Kinder sei es wichtig, möglichst frühzeitig in Kindertagesstätten gefördert zu werden. Dies gelte insbesondere für den Umgang mit der deutschen Sprache.

Horst Köhler betonte, dass er aus gutem Grund seine Rede an einer Hauptschule halte. Gerade an Hauptschulen kumulierten die Schwierigkeiten. Es gebe hier einen wichtigen eigenen Bildungsauftrag für praktisches und berufsorientiertes Lernen.

Für seine erste Berliner Rede hat Bundespräsident Horst Köhler die Kepler-Oberschule in Neukölln gewählt, eine Hauptschule, in der jeder dritte Schüler aus einer Einwandererfamilie kommt.

www-Link Die Berliner Rede des Bundespräsidenten


Die Bildungschancen in Deutschland hängen stark vom sozialen Status der Familien ab. Das bestätigt die jetzt erschienene 15. Shell-Jugendstudie 2006.

So besuchen Jugendliche aus sozial besser gestellten Elternhäusern aussichtsreichere Schulformen und durchlaufen in der Regel  hochwertigere berufliche Ausbildungen bzw. Hochschulgänge. Jugendliche aus sozial schwierigeren Verhältnissen finden sich häufiger an Haupt- und Sonderschulen. Dabei erzielen sie auch in der sich anschließenden beruflichen Ausbildung nicht die Ergebnisse, die ihrem Potenzial entsprechen.

Nach Aussagen der Studie sind sich die Jugendlichen der Verknüpfung zwischen ihrer persönlichen Bildung und den daraus resultierenden Chancen durchaus bewusst.

Während Hauptschüler und Hauptschülerinnen mit deutlich geringerem persönlichen Optimismus in die eigene Zukunft blickten (38% sind eher zuversichtlich), tun dies gleichaltrige Jugendliche an Gymnasien mit 57%.

In Bezug auf den Arbeitsplatz zeigt die aktuelle Studie, für die rund 2.500 Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren befragt wurden:  die Jugendlichen sind deutlich stärker besorgt, ihren Arbeitsplatz zu verlieren bzw. keine adäquate Beschäftigung zu finden, als es noch vor vier Jahren der Fall war.

Klaus Hurrelmann, Sozialforscher und Leiter der Shell-Studie, warnt vor einer Verschwendung von Bildungspotenzial. Deutschland verfüge zwar über eine sehr kreative junge Generation, doch diese treffe auf Verhältnisse, die sie nicht ausreichend unterstützten.

www-Link 15. Shell Jugendstudie 2006


+ Hauptschulpreis 2007

Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, die Robert Bosch Stiftung und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände haben im Rahmen der Initiative Hauptschule den "Hauptschulpreis 2007" ausgeschrieben.
Bewerben können sich bundesweit alle Hauptschulen und Schulen, die zum Hauptschulabschluss, zur Berufsbildungsreife oder Berufsreife führen. Die Preissumme beträgt insgesamt 240.000 Euro.

Bundespräsident Horst Köhler wird die insgesamt drei Bundespreise im Frühjahr nächsten Jahres im Rahmen einer Festveranstaltung auf Schloss Bellevue überreichen.

Bewerbungsschluss ist der 5. Januar 2007.

www-Link http://www.hauptschulpreis.ghst.de

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NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG

+ EQJ-Programm verlängert

Das Programm zur Einstiegsqualifizierung Jugendlicher (EQJ) wird um ein Jahr verlängert und ab Oktober 2006 von 25.000 auf 40.000 Plätze aufgestockt.

Die Ergebnisse der Begleitforschung haben gezeigt, dass das Programm von Betrieben und Jugendlichen positiv aufgenommen wird. So absolvieren 57 Prozent der Jugendlichen im Anschluss an eine Einstiegsqualifizierung eine Berufsausbildung.
Mehr dazu:

www-Link Pressemitteilung des BMAS


+ Freiwilligendienste: Perspektive für benachteiligte Jugendliche

Die Bundesregierung will die Freiwilligendienste in Deutschland weiter ausbauen. Damit sollen insbesondere auch benachteiligte Jugendliche gefördert werden. Für sie wird die Bundesregierung verstärkt Plätze im "Freiwilligen Sozialen Jahr" und im "Freiwilligen Ökologischen Jahr" bereit stellen.

Dr. Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, hält dies
für eine gute Starthilfe ins Berufsleben, da gerade die benachteiligten Jugendlichen sich mittels des freiwilligen Engagements sehr gut Kenntnisse und Kompetenzen aneignen könnten.

www-Link Pressemitteilung des BMFSFJ

www-Link Freiwilliges Soziales Jahr und Freiwilliges Ökologisches Jahr von A bis Z


+ Initiative "Aktiv für Ausbildungsplätze"

In Unternehmen mit ausländischen Inhabern sollen bis zum Jahr 2010 rund 10.000 neue Ausbildungsplätze entstehen. Hierfür will sich die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag sowie den deutsch-ausländischen Unternehmerverbänden ins Leben gerufene Initiative "Aktiv für Ausbildungsplätze" einsetzen.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist beabsichtigt, alle regionalen Akteure, die zu einer Erhöhung der Ausbildungsbeteiligung   ausländischer Unternehmen beitragen können, zu einem gemeinsamen Vorgehen zu bewegen. Dabei sollen möglichst konkrete Absprachen und gemeinsame regionale Aktionspläne vereinbart werden.

Als erste bundesweite Maßnahme sind insgesamt acht Regionalkonferenzen in Städten mit hohem Ausländeranteil vorgesehen. Die  Auftaktveranstaltung fand am 25.09.2006 in Berlin statt. Weitere Konferenzorte sind Köln, Ludwigshafen, Frankfurt, Hannover, München, Hamburg und Stuttgart.

In Deutschland haben ausländische Unternehmer eine wachsende Bedeutung. So hat sich ihre Zahl seit den 90er Jahren auf aktuell rund 300.000 Unternehmen fast verdoppelt. Die Beteiligung an der betrieblichen Ausbildung liegt - abhängig von der Nationalität -  zwischen 6 bis 15 Prozent.

Ausländische Unternehmer, die ausbilden, haben somit eine Doppelfunktion: Sie entlasten nicht nur den angespannten Ausbildungsmarkt - knapp 37 % der ausländischen Jugendlichen sind zur Zeit ohne abgeschlossene Berufsausbildung, sondern übernehmen auch eine wichtige Rolle für eine erfolgreiche wirtschaftliche und gesellschaftliche Integration.

www-Link http://www.bmbf.de/press/1874.php


+ OECD-Bericht "Bildung auf einen Blick 2006"

Die OECD hat am 12.09.2006 in Berlin die neue Ausgabe ihres jährlichen Berichts "Bildung auf einen Blick" vorgestellt. Die Veröffentlichung enthält aktuelle Zahlen zu den Entwicklungen und Tendenzen der wichtigsten Bildungssysteme der Welt und ermöglicht mit ihrem internationalen Vergleich die Identifizierung von Stärken und Schwächen des Bildungssystems in Deutschland.

Der OECD-Bericht zeigt, dass die deutsche Bevölkerung im internationalen Vergleich gut ausgebildet und für die Anforderungen   der modernen und Lebens- und Arbeitswelt gerüstet ist. So haben 84% der 25- bis 64-Jährigen mindestens einen Abschluss im  Sekundarbereich II. Das bedeutet: sie haben entweder Abitur oder eine abgeschlossene Berufsausbildung. Der Prozentsatz im OECD-Schnitt liegt bei 67%.
Verbesserungsbedarf besteht jedoch weiterhin hinsichtlich des nach wie vor engen Zusammenhangs zwischen Schulleistungen und sozialer Herkunft sowie der hohen Wiederholerquoten in den Schulen.

Laut Studie gehört Deutschland zu den vom demografischen Wandel am stärksten betroffenen Ländern. Bis 2015 werde die Anzahl der Schüler im Alter bis zu 15 Jahren um 14 Prozent sinken, was erhebliche Auswirkungen auf Klassengrößen, die Anzahl von Lehrpersonal und Bildungseinrichtungen sowie für die Anzahl der für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden Absolventen habe.

In einer Gesellschaft, in der der Anteil der Älteren kontinuierlich wächst, ist die berufsbezogene Fort- und Weiterbildung überaus   wichtig. Deutschland ist gehalten, seine Weiterbildungsbeteiligung deutlich zu verstärken. Hier prüft das Bundesbildungsministerium  derzeit intensiv verschiedene Modelle des Bildungssparens.

www-Link http://www.bmbf.de/press/1871.php

www-Link Wesentliche Aussagen der OECD-Studie (PDF, 1,43 MB)

www-Link Gemeinsame Presseerklärung von BMBF und KMK (PDF, 57 KB)


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NEUES AUS DEM GPC

+ Wichtige Informationsquellen

Ergänzend zu unserem spezifischen Angebot haben wir für Sie eine Sammlung thematischer Links aus den Bereichen Wissenschaft, Politik und Praxis bereit gestellt.

Hier finden Sie interessante Quellen aus

  • Bildung,
  • Berufliche Rehabilitation für behinderte Menschen,
  • Soziales.

http://www.good-practice.de/wegweiser.php


+ Aktuelle Datenbankeinträge

> Anbieterdatenbank (2221)

Neu: Arbeitgeberverband Oberberg e. V., Oberbergische Koordinierungsstelle Ausbildung
Sonstige, Nordrhein-Westfalen

http://www.good-practice.de/anbieter


> Materialiendatenbank(174)

Neu: Methoden der allgemeinen Berufs- und Arbeitsmarktorientierung (Praxishandbuch)
Arbeitsmarktservice Österreich, abif, Österreich

http://www.good-practice.de/materialien/index.php


> Qualifizierungsbausteine (BBiG)(451)

Neu: Sicherer Umgang mit Handmaschinen (Tischler/in)    
BBS Gewerbe und Technik Trier

http://www.good-practice.de/bbigbausteine


Stellen auch Sie Ihre Qualifizierungsbilder zur Verfügung!


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NEUES AUS DEM BIBB

+ Das neue Internetangebot des BIBB

Das Bundesinstitut für Berufsbildung präsentiert sich seit dem 1. Oktober im Internet mit einem neuen Layout. Der neue Auftritt ist ein wichtiger Schritt bei der Umsetzung der Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung (BITV) nach §11 Behindertengleichstellungsgesetz. Damit wird die Zugänglichkeit der Inhalte für Menschen mit bestimmten Einschränkungen und darüber hinaus für alle Nutzerinnen und Nutzer verbessert.

Lesen Sie mehr zu: Barrierefreiheit des BIBB-Internetportals

http://www.bibb.de/de/27218.htm


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AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

13. - 14.11.2006, Berlin

"Abschlussveranstaltung des BMBF-Programms "Kompetenzen fördern - Berufliche Qualifizierung für Zielgruppen mit besonderem Förderbedarf (BQF-Programm)"
http://www.kompetenzen-foerdern.de/

Bitte beachten Sie:
Der Anmeldeschluss zur BQF-Abschlussveranstaltung wurde auf den 13. Oktober 2006 verschoben!


Weitere Termine:
http://www.good-practice.de/tkal

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Dr. Friedel Schier
Tel: 0228/107 1305
Fax: 0228/107 2886

Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center
53043 Bonn