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GPC - NEWSLETTER 63# GPC - NEWSLETTER 63 # GPC - NEWS
Ausgabe 63, 31.01.2007
Aktuelle Leserzahl: 4718
Der GPC Newsletter wird herausgegeben vom
Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center zur Förderung von Benachteiligte
Ihr Feedback richten Sie bitte an: gpc@bibb.de
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THEMA DES MONATS
+ Diskussionen zur Berufsausbildung
NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Chance für Schulverweigerer - Koordinierungsstellen nehmen Arbeit auf
+ 100.000 Jobs für Langzeit-Arbeitslose
+ Modellprojekt für junge Migrantinnen
+ BMWi veröffentlicht neue Förderdatenbank des Bundes
+ Erster nationaler Bildungsbericht von Bund und Ländern
NEUES AUS DEM GPC
+ GPC-Volltextsuche liefert bessere Ergebnisse
+ Aktuelle Datenbankeinträge
NEUES AUS DEM BIBB
+ BIBB-Hauptausschuss empfiehlt Vereinheitlichung von Prüfungsanforderungen
AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
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THEMA DES MONATS
+ Diskussionen zur Berufsausbildung
Bundesbildungsministerin Annette Schavan will die berufliche Bildung an verschiedenen Punkten reformieren. Ziel ist u.a., dass Ausbildungswege außerhalb des dualen Systems anschlussfähig und breite Übergänge zwischen den Teilsystemen geschaffen werden. Dies gilt insbesondere für Maßnahmen in dem dem dualen System vorgelagerten Übergangsbereich und für die vorschulische Berufsausbildung.
So möchte Annette Schavan u.a. die betriebliche Berufsausbildung in einzelne Bausteine untergliedern, so dass es jedem Jugendlichen möglich ist, seine Ausbildungsschritte wie in einem Baukastensystem zusammenzustellen. Jedes dieser einzelnen Module soll anschließend mit einem Zertifikat abgeschlossen werden.
Zur Zeit wird ein Modell von bundesweit standardisierten "Ausbildungsbausteinen" erarbeitet, mit denen Übergangs- und Wiedereinstiegsstrukturen für besondere Personengruppen wie Altbewerber, Ausbildungsabbrecher und Quereinsteiger in die duale Ausbildung geschaffen werden sollen. Bereits in diesem Jahr soll das Modell der Ausbildungsbausteine in ausgewählten Branchen umgesetzt werden.
> Wirtschaft empfiehlt zweistufige Berufsausbildung
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) schlägt vor, die Ausbildung in zwei große Teile zu gliedern: Mit einem "breiten Sockel an Kernkompetenzen", der für mehrere Berufe geeignet ist, sollen die Jugendlichen die wichtigsten Ausbildungsinhalte lernen. Die anschließende Qualifizierung für spezifische Berufe soll über ein "flexibles Angebot an Modulen mit Spezialkompetenzen" erreicht werden.
Auch das Handwerk möchte grundsätzlich die bisherige Form der Ausbildung beibehalten. Das vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) entwickelte "Berufslaufbahnkonzept" ist flexibel zu gestalten: Jeder Jugendliche soll sich seine Berufslaufbahn aus einer "soliden Grundausbildung" und "flexiblen Aufbaumodulen" zusammenstellen können. Die Ausbildungsabschnitte sollen zusammen gerechnet nach wie vor drei Jahre dauern und mit der Gesellenprüfung abgeschlossen werden. Eine Abschlussprüfung ist frühestens nach zwei Jahren möglich, Teilprüfungen auch vorher.
www.dihk.de/inhalt/download/reformmodell.pdf
www.welt.de/data/2007/01/23/1186181.html
"Berufliche Bildung in Deutschland" (Gutachten Euler/Severing):
www.good-practice.de/infoangebote_beitrag2477.php
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NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Chance für Schulverweigerer - Koordinierungsstellen nehmen Arbeit auf
In bundesweit 74 Fördergebieten haben freie Träger der Jugendhilfe, Jugendämter und Schulen Lokale Koordinierungsstellen eingerichtet. Diese Koordinierungsstellen sollen die Chancen von Schulverweigerern auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt verbessern.
In den Anlaufstellen für Schüler/innen sowie Eltern kümmern sich Case-Manager/innen als feste Begleiter vor Ort darum, dass die Jugendlichen wieder regelmäßig zur Schule gehen. Sie bieten ihnen individuelle und auf ihre persönliche Situation zugeschnittene Hilfen an.
Ziel des von der EU und der Bundesregierung aufgelegten Programms ist es, mindestens 1.000 der besonders hartnäckigen Schulverweigerer wieder in den Schulalltag zurückzuführen. Hierfür stehen für 2006 und 2007 insgesamt 21,69 Millionen Euro zur Verfügung.
Auch Bildungsministerin Annette Schavan will die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss halbieren. Dies könne z.B. durch die Verknüpfung von Angeboten beruflicher und schulischer Bildung in "Kooperationsklassen" geschehen. Genaue Pläne für eine gemeinsame Initiative von Bund und Ländern liegen noch nicht vor.
www.bmfsfj.de/Politikbereiche/kinder-und-jugend,did=89650.html
www.ksta.de/html/artikel/1162473230411.shtml
+ 100.000 Jobs für Langzeit-Arbeitslose
Die große Koalition plant ein Programm zur Schaffung von 100.000 sozialversicherungspflichtigen Jobs für erheblich körperlich und psychisch eingeschränkte Langzeit-Arbeitslose, die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine reale Chance haben.
Die Jobs sollen in drei Varianten angeboten werden: als öffentlich geförderte Arbeit in Kommunen und in Integrationsbetrieben, aber vor allem auch in der Privatwirtschaft.Firmen sollen bei der Bereitstellung dieser Arbeitsplätze einen "finanziellen Nachteilsausgleich" erhalten. Bei den Arbeiten ist gedacht an Einkaufsdienste für Senioren, die Unterstützung kultureller Dienstleistungen in Kommunen, aber auch die Teilefertigung für die Industrie.
Anders als bei den Ein-Euro-Jobs sollen diese Beschäftigungsmöglichkeiten zeitlich unbegrenzt sein und nur als Einzelfallentscheidung des Arbeitsberaters vor Ort und für eine genau umrissene Klientel vergeben werden.
www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,456790,00.html
+ Modellprojekt für junge Migrantinnen
Die Kath. Fachhochschule NRW sucht nach Wegen, wie die Kenntnisse junger Migrantinnen beruflich noch besser eingesetzt werden können: "Kulturelle Vielfalt als Impuls für Entwicklung und Wachstum: Wertschöpfung durch Wertschätzung".
Zwei Gremien in Dresden und Köln, denen Experten und Expertinnen aus der Wirtschaft, von Beratungsstellen und Migrations-Organisationen angehören, erarbeiten und erproben Konzepte, die sich an den Erfordernissen des regionalen Arbeitsmarktes orientieren. Im Zeitraum von einem Jahr wollen sie wertschätzende und dialogorientierte Verfahren entwickeln, um interkulturelle Basiskompetenzen junger Migrantinnen beruflich zu nutzen.
www.kfhnw.de/zentrale/forschung/sp_auto_9772.php
+ BMWi veröffentlicht neue Förderdatenbank des Bundes
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) präsentiert die Förderdatenbank des Bundes mit erweiterten Suchmöglichkeiten, zusätzlichen Inhalten und aktualisierter Optik.
Neben detaillierten Informationen zu mehr als 1.000 Förderprogrammen von Bund, Ländern und Europäischer Union umfasst das erweiterte Angebot u.a. einen Förderassistenten, der Schritt für Schritt zum passenden Förderangebot führt, und ein Glossar, das rund 100 Fachbegriffe aus der Förderpraxis erklärt.
Mit der neuen Suchmaske ist die gezielte Auswahl geeigneter Programme möglich. Das Ergebnis kann anhand von Förderkriterien wie Fördergebiet, Förderberechtigte, Förderbereich und Förderart gefiltert werden. Die Datenbank umfasst auch die Förderbereiche "Aus- und Weiterbildung" sowie "Arbeit".
www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Presse/
pressemitteilungen,did=176988.html
+ Erster nationaler Bildungsbericht von Bund und Ländern
Das Bundeskabinett hat im Dezember 2006 den ersten nationalen Bildungsbericht "Bildung in Deutschland" beraten. Diese empirische Bestandsaufnahme gibt erstmals einen Überblick über das gesamte Bildungswesen in Deutschland. Der Bericht wird künftig alle zwei Jahre erscheinen.
Ein wesentliches Ergebnis des ersten Berichts ist, dass Bildungserfolg und soziale Herkunft über alle Bildungsbereiche hinweg stark gekoppelt sind. Dies betrifft vor allem junge Menschen mit Migrationshintergrund. Die Bundesregierung hat deshalb in ihrer Stellungnahme zum Bildungsbericht dem Thema "Migration" besondere Aufmerksamkeit geschenkt.
www.good-practice.de/infoangebote_beitrag2434.php
www.bildungsbericht.de/daten/gesamtbericht.pdf
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NEUES AUS DEM GPC
+ GPC-Volltextsuche liefert bessere Ergebnisse
Deutlich verbessert wurde nun die Zielgenauigkeit der GPC-Volltextsuche. Vor allem die Relevanz der Suchergebnisse wird ab sofort verlässlicher erfasst und auf den Ergebnisseiten wiedergespiegelt: Je bedeutender ein Suchergebnis, desto weiter oben steht es in der Ergebnisliste.
Mit der neu eingesetzten Technik reihen sich auch PDF-Dokumente je nach Relevanz in die aufgelisteten Suchergebnisse ein.
www.good-practice.de/suche.php
+ Aktuelle Datenbankeinträge
> Anbieterdatenbank (2239)
Neu: Kolping-Bildungs-gGmbH Nürnberg
Bildungsträger, Bayern
www.good-practice.de/anbieter
> Materialiendatenbank (218)
Neu: Qualität und Evaluation in der Schulsozialarbeit (Publikation)
Universität Potsdam, Potsdam
www.good-practice.de/materialien/index.php
> Qualifizierungsbausteine (BBiG)(478)
Neu: Fügen mit Schutzgasschweißen (Fachkraft für Abwassertechnik)
Jugend- und Bildungswerk der Arbeiterwohlfahrt Hamburg GmbH
www.good-practice.de/bbigbausteine
Stellen auch Sie Ihre Qualifizierungsbilder zur Verfügung!
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NEUES AUS DEM BIBB
+ BIBB-Hauptausschuss empfiehlt Vereinheitlichung von Prüfungsanforderungen
Der Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hat auf seiner letzten Sitzung in Berlin eine Empfehlung zur Vereinheitlichung von Prüfungsanforderungen in Ausbildungsordnungen verabschiedet.
Die Gliederung der Abschlussprüfungen in Fertigkeits- und Kenntnisprüfungen wurde aufgegeben. Prüfungen richten sich künftig an den jeweiligen beruflichen Handlungskompetenzen aus und nicht mehr an einzelnen Lernzielen.
Betroffen sind alle dualen Ausbildungsberufe, die in Zukunft neu geordnet oder modernisiert werden. Neu geregelt werden in der Empfehlung u.a. die Prüfungszeiten; der Hauptausschuss schlägt feste Prüfungszeiten vor.
Weiterer Bestandteil der Empfehlung ist ein einheitlicher Katalog von Prüfungsinstrumenten, die zukünftig bei den Zwischen- und Abschlussprüfungen sowie bei der neuen, alternativen Form der "Gestreckten Abschlussprüfung" eingesetzt werden können. Die Prüfungsinstrumente wurden einheitlich definiert, und es wird beschrieben, wie sie eingesetzt und gewertet werden sollen. Zu den Prüfungsinstrumenten gehören:
AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
15. - 16.03.2007, Basel
"Evaluation im deutschsprachigen Raum"
Tagung der DeGEval, SEVAL und FHNW-HSA zum Stand der Evaluation in Deutschland, Österreich und der Schweiz
27. - 28.03.2007, Erfurt
"Fachkonferenz Benachteiligtenförderung"
Integrationsförderung: Von Modellen zu Reformen
12. - 14.09.2007, Düsseldorf
"5. BIBB Fachkongress"
Informationen und Anmeldung unter www.bibb.de/fachkongress
Weitere Termine:
www.good-practice.de/tkal
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Dr. Friedel Schier
Tel: 0228/107 1305
Fax: 0228/107 2886
Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center
53043 Bonn