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GPC - NEWSLETTER 65# GPC - NEWSLETTER 65 # GPC - NEWS
Ausgabe 65, 04.04.2007
Aktuelle Leserzahl: 4744
Der GPC Newsletter wird herausgegeben vom
Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center zur Förderung von Benachteiligten
Ihr Feedback richten Sie bitte an: gpc@bibb.de
http://www.good-practice.bibb.de
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THEMA DES MONATS
+ Case Management Berufsbildung
NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Arbeitsgruppe schließt Beratungen zum
Nationalen Integrationsplan ab
+ DEICHMANN-Förderpreis gegen Jugendarbeitslosigkeit
+ UN-Sonderberichterstatter Muñoz legt Bericht vor
NEUES AUS DEM GPC
+ Expertise "Schulische Berufsvorbereitung - Tendenzen und
aktuelle Entwicklungen"
+ Aktuelle Datenbankeinträge
NEUES AUS DEM BIBB
+ Weiterbildungs-Innovations-Preis 2008
+ Auswahlbibliografie "Benachteiligtenförderung"
+ Hermann-Schmidt-Preis
AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
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THEMA DES MONATS
+ Case Management Berufsbildung
Die Schweizer Kantone können seit Ende Februar dieses Jahres ihre Projekte zum "Case Management" starten und damit benachteiligte Jugendliche einfacher in die Arbeitswelt integrieren. Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hat hierzu ein Konzept vorgelegt, das die Rahmenbedingungen für die Förderung dieser Projekte festlegt.
Das Case Management im Berufsbildungsbereich erfolgt in Form eines strukturierten Verfahrens. Es koordiniert die Angebote der beteiligten Akteurinnen und Akteure über institutionelle und berufliche Grenzen sowie über die Phase der Berufswahl und den Start der jungen Menschen in die berufliche Grundbildung hinaus.
Das Case Management fokussiert auf die gefährdete Person: sozial benachteiligte und schulisch schwächere Jugendliche. Oberstes Ziel ist es, möglichst vielen Jugendlichen einen ersten nachobligatorischen Ausbildungsweg zu eröffnen. Um dies zu erreichen, werden die Risikogruppen frühzeitig identifiziert, erfasst und laufend beobachtet. Sobald sich ein Risiko (keine Lehre, Lehrabbruch, Scheitern des Abschlusses) zeigt, wird die Stelle bezeichnet, die den Kontakt mit den beteiligten Stellen sucht und gemeinsam mit ihnen und dem Jugendlichen die zu treffenden Maßnahmen festlegt.
Die verantwortliche Stelle stellt sicher, dass die Jugendlichen auf dem Weg von der Schule über die Grundbildung in die Berufswelt durchweg Unterstützung finden und Hilfe zur Selbsthilfe erhalten. Während der Phase der Berufswahl wird insbesondere an der Eigenverantwortung für die Wahl und die Suche einer Ausbildungsstelle gearbeitet. Diese Hilfe wird auch Jugendlichen in der Übergangsphase zu teil, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben.
Für die Umsetzung des Case Managements sind die kantonalen Berufsbildungsämter zuständig. Sie werden vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie unterstützt, das in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz Richtlinien für die Kantone ausgearbeitet hat. Der Bund fördert nur jene Kantone, die über ein kantonales Gesamtkonzept verfügen. Dieses Konzept muss eine verantwortliche Stelle für die Koordination enthalten und aufzeigen, wie bestehende Maßnahmen im Kanton aufeinander abgestimmt werden und wie die Beteiligten zusammenarbeiten.
www.news-service.admin.ch/NSBSubscriber/message/de/10948
www.sbbk.ch/sbbk/projekte/casemanagement.php
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NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Arbeitsgruppe schließt Beratungen zum Nationalen Integrationsplan ab
In ihrem Abschlussbericht haben die Akteure der Arbeitsgruppe "Gute Bildung und Ausbildung sichern, Arbeitsmarktchancen erhöhen" neben den Bereichen Bildung und Arbeit den Schlüsselbereich Ausbildung systematisch analysiert. Nach einer Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes der Integration wurden Problembereiche identifiziert, Zielsetzungen benannt und erforderliche Veränderungen und Maßnahmen erarbeitet.
www.good-practice.de/infoangebote_beitrag2701.php
+ DEICHMANN-Förderpreis gegen Jugendarbeitslosigkeit
Der Schuheinzelhändler Deichmann unterstützt Initiativen, die benachteiligten Jugendlichen eine berufliche Perspektive bieten. Hierzu hat er zum dritten Mal seinen Förderpreis gegen Jugendarbeitslosigkeit ausgeschrieben und belohnt engagierte Ideen mit 100.000 Euro.
Die Ausschreibung richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen, eingetragene Vereine und öffentliche Einrichtungen, die mit innovativen Projekten Arbeitsplätze und Ausbildungsmöglichkeiten für benachteiligte junge Menschen zur Verfügung stellen.
Die Bewerber für den Förderpreis können Ihre Bewerbung bis zum 30.06.2007 einreichen. Weitere Informationen finden Sie unter
+ UN-Sonderberichterstatter Muñoz legt Bericht vor
Im März letzten Jahres war der UN-Sonderbeauftragte für das Recht auf Bildung, Vernor Muñoz, in Deutschland zu Gast, um sich einen Überblick über die deutsche Bildungslandschaft und insbesondere über das hiesige Schulsystem zu verschaffen. Seinen Abschlussbericht zur Lage der deutschen Schulen hat Muñoz am 21. März dem UNO-Menschenrechtsrat in Genf vorgelegt und seine scharfe Kritik am deutschen Schulsystem bekräftigt.
In seinem Bericht fordert Muñoz Deutschland eindringlich auf, das mehrgliedrige Schulsystem noch einmal zu überdenken und die völlig unterschiedliche Schulorganisation der 16 Bundesländer abzuschaffen. Das dreigliedrige Schulsystem, das eine viel zu frühe Aufteilung von Kindern auf bestimmte Schulformen vorsehe, benachteilige vor allem Kinder aus finanziell ärmeren Schichten sowie aus Familien mit Migrationshintergrund oder behinderte Kinder.
Zudem würden Entscheidungen über die weitere Schullaufbahn nach der Grundschule durch Lehrer getroffen, die für die Durchführung solcher Beurteilungen nicht immer ausreichend geschult seien. So belege beispielsweise die Grundschulstudie IGLU, dass 44 % der Einstufungen für den weiteren Schulweg nicht den Merkmalen der Kinder entsprächen. Weil bei diesen Grundschulempfehlungen aber vor allem auf Sprachkenntnisse geachtet würde, würden ohnehin benachteiligte Kinder ausländischer Herkunft zu "doppelt Benachteiligten", da deren Muttersprache nicht Deutsch sei.
Muñoz bemängelt des weiteren die bereits häufig kritisierte Abhängigkeit zwischen dem Bildungserfolg auf der einen Seite und der sozialen Herkunft auf der anderen Seite. Diese Abhängigkeit sei in keinem anderen Industrieland so gravierend wie in Deutschland.
Die Ergebnisse seines Berichts bündelt der UN-Beauftragte in sieben Forderungen. Hierzu gehören u. a. größere Unabhängigkeit der Schulen, Verbesserung der Bildungsinhalte und Methoden, eine Neuorganisation der Ausbildung für Lehrer sowie die besondere Unterstützung individueller Leistungspotenziale und spezifischer Lernfähigkeiten.
http://www.gew.de/Binaries/Binary29288/Arbeits%c3%bcbersetzung_M%c3%a4rz07.pdf
www.gew.de/Deutsche_Schulpolitik_auf_dem_Pruefstand.html
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NEUES AUS DEM GPC
+ Expertise "Schulische Berufsvorbereitung - Tendenzen und aktuelle Entwicklungen"
Wir haben für Sie eine neue Expertise zum Download bereit gestellt: "Schulische Berufsvorbereitung - Tendenzen und aktuelle Entwicklungen", u. a. mit einem Einblick in vielfältige Beeinflussungsaspekte der schulischen Berufsvorbereitung, länderspezifischen Besonderheiten sowie Handlungsempfehlungen und Good Practice Beispielen.
www.good-practice.de/publikationen.php
+ Aktuelle Datenbankeinträge
> Anbieterdatenbank (2240)
Neu: Winkler & Partner
Berufsbildungswerk, Berlin
> Materialiendatenbank(222)
Neu: Thüringer Berufswahlpass
Thüringer Kultusministerium, Erfurt
www.good-practice.de/materialien/index.php
> Qualifizierungsbausteine (BBiG)(478)
Neu: Herstellen, Bearbeiten von Oberflächen und Verbindungen (Tischler/in)
Alice Salomon Berufsschule Linz
www.good-practice.de/bbigbausteine
Stellen auch Sie Ihre Qualifizierungsbilder zur Verfügung!
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NEUES AUS DEM BIBB
+ Weiterbildungs-Innovations-Preis 2008
Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat zum achten Mal seinen Weiterbildungs-Innovations-Preis ausgeschrieben und will damit innovative Konzepte im Bereich der beruflichen und betrieblichen Weiterbildung fördern. Bewerben können sich Bildungsdienstleister, Organisationen und Einrichtungen sowie Unternehmen aus dem In- und Ausland.
Die Konzepte müssen auf die Vermittlung von Fach-, Personal-, Sozial- oder Methodenkompetenzen ausgerichtet sein. Nicht berücksichtigt werden Konzepte zur Berufsvorbereitung und Berufsausbildung Jugendlicher sowie solche, die sich ausschließlich an Hochschulabsolventen und -absolventinnen richten.
Das BIBB vergibt bis zu fünf gleichwertige Preise à 2.500 Euro; die Bewerbungsfrist endet am 31. Juli 2007.
+ Auswahlbibliografie "Benachteiligtenförderung"
Die umfassende Literaturzusammenstellung des Bundesinstituts für Berufsbildung zur Benachteiligtenförderung wurde aktualisiert und steht Ihnen im GPC-Wissensarchiv unter
www.good-practice.de/auswahlbibliographie_bnf.pdf
zur Verfügung.
+ Hermann-Schmidt-Preis
"Attraktivität und Internationalisierung beruflicher Bildung durch Auslandsaufenthalte steigern", so lautet das Thema des vom Verein "Innovative Berufsbildung e.V." ausgelobten Wettbewerbs in diesem Jahr.
Er richtet sich an Initiativen, die in innovativer und wirksamer Form mit ausländischen Partnern zusammen arbeiten, um Auszubildenden einen längeren Auslandsaufenthalt zu ermöglichen und deren interkulturelle Kompetenzen zu fördern.
Mit der von einer Fachjury vergebenen Auszeichnung sind drei Preise verbunden; die Wettbewerbsunterlagen können bis zum 15. Juni 2007 eingereicht werden.
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AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
22. - 23.04.2007, Düsseldorf
"Ausbildungsplätze jetzt! Wandertag nach Düsseldorf"
26.04.2007, Erfurt
"Berufliche Qualifizierung individualisieren - Kooperationen mit Betrieben stärken"
12.-14.09.2007, Düsseldorf
"5. BIBB Fachkongress"
Informationen und Anmeldung unter www.bibb.de/fachkongress
Weitere Termine: www.good-practice.de/tkal
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Dr. Friedel Schier
Tel: 0228/107 1305
Fax: 0228/107 2886
Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center
53043 Bonn