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Glossar

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8 Einträge vorhanden

Eignungsanalyse

Die Eignungsanalyse erfasst die fachlichen, methodischen, sozialen und persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie die individuelle Motivation der Teilnehmer und ist Grundlage für eine individuelle Qualifizierungsplanung. Sie basiert auf handlungsorientierten Verfahren. Ziel der ressourcenorientierten Eignungsanalyse ist die Erstellung eines Stärken-Schwächen-Profils unter Berücksichtigung von beruflichen Anforderungen. Dabei sind immer die vorhandenen Entwicklungsmöglichkeiten zu berücksichtigen (Kompetenzansatz). Die Teilnehmenden erhalten Unterstützung, ihre Stärken und Schwächen sowie Entwicklungsmöglichkeiten zu erkennen und Verantwortung für ihr Lern- und Arbeitsverhalten zu übernehmen. Darüber hinaus sollen sie in die Lage versetzt werden, sich entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten und Neigungen zur Orientierung in bestimmten Berufsfeldern zuzuordnen bzw. für die Ausbildung in einem Berufsfeld zu entscheiden.

Die Eignungsanalyse stellt die erste Phase berufsvorbereitender Bildungsmaßnahmen dar.

Quelle:

  BMBF, Berufliche Qualifizierung Jugendlicher mit besonderem Förderbedarf (S.97)


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Einstiegsqualifizierung

Die betriebliche Einstiegsqualifizierung (EQ) wurde zum 1. Oktober 2007 als Leistung für Arbeitgeber gesetzlich verankert (§ 235b SGB III). Sie soll jungen Menschen mit erschwerten Vermittlungsperspektiven ein "Türöffner" in eine betriebliche Berufsausbildung sein. Eine EQ, die mindestens sechs, aber längstens zwölf Monate dauert, dient der Vermittlung und Vertiefung von Grundlagen für den Erwerb beruflicher Handlungsfähigkeit. Die Inhalte einer EQ orientieren sich an den Inhalten eines anerkannten Ausbildungsberufes.

Während der Einstiegsqualifizierung besuchen berufsschulpflichtige Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Berufsschule. Nach erfolgreichem Abschluss stellt die jeweilige Kammer ein Zertifikat aus. Die EQ kann auf die Dauer einer nachfolgenden Berufsausbildung angerechnet werden.

Im Rahmen des Programms erhalten Arbeitgeber auf Antrag als Zuschuss des Bundes zum Unterhalt des Jugendlichen eine monatliche Vergütung erstattet, die sie dem Jugendlichen zahlen. Sach- und Personalkosten tragen die Betriebe selbst. Für Jugendliche, die einer zusätzlichen Förderung bedürfen, kann die Einstiegsqualifizierung als 'EQ plus' mit ausbildungsbegleitenden Hilfen kombiniert werden.

Quellen:

 BA, Sonderprogramm Einstiegsqualifizierung für Jugendliche (EQJ) 

 BMAS, Einstiegsqualifizierung


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Einzelfallhilfe

Einzelfallhilfe ist eine grundlegende sozialpädagogische Interventionsform zur Lösung psychischer, materieller, gesundheitlicher oder sozialer Probleme. Die Konzepte der Einzelfallhilfe gehen davon aus, dass in einer Stärkung des Individuums die erfolgreichste Strategie zur Lösung seiner Probleme zu suchen ist. Sie unterstützt die Adressaten, das Problem zu erkennen, Strategien zur Problemlösung zu entwickeln und diese auch zu realisieren. Dabei bezieht sie die gesamten Lebensverhältnisse, Ressourcen und Bedürfnisse als Orientierungsrahmen sowohl für die Analyse als auch für die Entwicklung realistischer Lösungsstrategien ein.

Quelle:

"Sozialpädagogik in der beruflichen Bildung - Einzelfallhilfe und lebenslagenorientierte Arbeit"/ hrsg. Heidelberger Institut Beruf und Arbeit, hiba-Verlag Lübeck 1993


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Elternarbeit

Bei der Elternarbeit wird die Zusammenarbeit von pädagogischen Einrichtungen und Eltern mit dem Ziel angestrebt, mögliche Spannungen zwischen institutioneller und familiärer Erziehung zu verringern. Durch die Unterstützung der Eltern sollen die Maßnahmeerfolge erhöht werden. Des weiteren bietet die Elternarbeit die Möglichkeit, Lebenswelt und Erfahrungshintergründe der Auszubildenden besser kennenzulernen und somit ein besseres Verständnis für sie entwickeln zu können.

Quellen:

  BMBF, Berufliche Qualifizierung Jugendlicher mit besonderem Förderbedarf (S. 116)

"Sozialpädagogisch orientierte Berufsbildung - Empfehlungen und Informationen für die Ausbildungspraxis in der Benachteiligtenförderung", Petra Druckrey (INBAS),  Herausgegeben vom Bundesminister für Bildung und Wissenschaft, Bonn 1992 (S. 59)


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Erste Schwelle

Als erste Schwelle bezeichnet man den Übergang von der Schulzeit hin in eine berufliche Ausbildung. Betriebe sind zwar der wichtigste Lernort der beruflichen Erstausbildung, berufsschulische und außerbetriebliche Angebote haben jedoch erheblich zugenommen. Der Abstand zwischen Anforderungen der Betriebe einerseits und der Ausbildungsfähigkeit junger Leute nach Abschluss der Sek. I droht sich weiter zu vergrößern.
Die Phase der Berufsorientierung und Ausbildungsvorbereitung erweist sich daher als besonders wichtige und sensible Phase in der Berufsbiographie junger Leute und ist Ansatzpunkt von Fördermaßnahmen.

Quellen:

 Expertise "Interventionsstrategien an der Schwelle von der Schule zum Beruf" (S. 5 ff.)

"Praxis und Perspektiven zur Kompetenzentwicklung vor dem Übergang Schule - Berufsbildung", Herausgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Bonn/Berlin 2006 (S. 14-17)


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Europäischer Qualifikationsrahmen (EQR)

Der Europäische Qualifikationsrahmen - EQR (European Qualifications Framework - EQF) dient als Übersetzungsinstrument, das die nationalen Qualifikationen europaweit vergleichbar und verständlich macht. Das Ziel des EQR ist, die Mobilität von Beschäftigten und Lernenden zwischen den verschiedenen Ländern zu fördern und ihr lebenslanges Lernen zu erleichtern. Der EQR wurde am 23. April 2008 vom Europäischen Parlament und vom Rat angenommen.

Der Rahmen empfiehlt, nationale Qualifikationssysteme oder -rahmen bis 2010 auf den EQR zu beziehen und zu gewährleisten, dass sich alle neuen Qualifikationen, die ab 2012 erteilt werden, auf das geeignete EQR-Niveau beziehen. Das Kernstück des EQR sind acht Referenzniveaus, die beschreiben, welche Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen die Beschäftigten/Lernenden haben, unabhängig davon, wo diese Qualifikationen erworben wurden.

Der EQR gilt für alle Arten von Qualifikationen, von der schulischen über die akademische bis zur beruflichen Bildung. Er bedeutet eine Abkehr vom Lerninput (Dauer eines Lernprozesses, Art der Einrichtung) und eine Verschiebung des Schwerpunktes auf die Lernergebnisse. Zudem fördert der EQR durch die Validierung von nicht formalem und informellem Lernen das lebenslange Lernen. Die meisten Mitgliedstaaten entwickeln derzeit ihre eigenen Nationalen Qualifikationsrahmen (NQR) mit Bezug zum EQR. In Deutschland wird der Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR) entwickelt.

Quellen:

 BIBB, Europäischer Qualifikationsrahmen (EQR) - Förderung von Mobilität und lebenslangem Lernen


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Evaluation

Evaluation ist die systematische Untersuchung des Nutzens oder Wertes eines Gegenstandes. Solche Evaluationsgegenstände können z.B. Programme, Projekte, Produkte, Maßnahmen, Leistungen, Organisationen, Politik, Technologien oder Forschung sein. Die erzielten Ergebnisse, Schlussfolgerungen oder Empfehlungen müssen nachvollziehbar auf empirisch gewonnenen qualitativen bzw. quantitativen Daten beruhen.

Quelle:

  DeGEval, Grundlageninformationen

  DeGEval, Empfehlungen für Auftraggebende von Evaluationen. Eine Einstiegsbroschüre

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Externes Ausbildungsmanagement

Externes Ausbildungsmanagement unterstützt Betriebe in allen Fragen rund um die Ausbildung. Ziel ist, die Betriebe zu entlasten, ihre Ausbildungsbereitschaft zu erhöhen und so zu einer Erhöhung des Ausbildungsangebotes und der Ausbildungsqualität zu kommen. Das Angebot umfasst dabei u.a. administrative Aufgaben, Hilfe bei der Auswahl geeigneter Bewerberinnen und Bewerber sowie Mediation bzw. Moderation bei Konflikten innerhalb des Betriebes oder zwischen beteiligten Lernorten.

Quellen:

 ausbildernetz.de, Grundlageninformationen

 BIBB, Förderrichtlinie zur Durchführung des Programms JOBSTARTER


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