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Glossar

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Case Management

Case Management oder Fallmanagement bezeichnet einen kooperativen Prozess, in dem Versorgungsangebote und Dienstleistungen erhoben, geplant, implementiert, koordiniert, überwacht und evaluiert werden. Der individuelle Versorgungsbedarf einer Person soll dabei durch Kommunikation und das Heranziehen verfügbarer Ressourcen abgedeckt werden. Aufgabe ist es, ein zielgerichtetes System von Zusammenarbeit zu organisieren, zu kontrollieren und auszuwerten, das am konkreten Unterstützungsbedarf der einzelnen Person ausgerichtet ist und an deren Herstellung die betroffene Person konkret beteiligt wird.
Case Management führt zwei Systeme zusammen: das individuelle System, in dem durch persönliche Interaktion die Förderung des Selbstmanagements, also ein Empowerment und die Stärkung der Selbstverantwortung des Klienten erreicht werden soll (Case) und das institutionelle System, in dem es um die Koordination von Sach- und Dienstleistungen und den Aufbau von Kooperationsbeziehungen geht (Care).

Case Management oder Unterstützungsmanagement, zunächst als Erweiterung der Einzelfallhilfe in den USA entwickelt, ist inzwischen zu einer methodischen Neuorientierung in der Sozialen Arbeit und im Gesundheitswesen geworden. Im Handlungsfeld Übergang Schule - Beruf basieren viele Konzepte auf dem Case Management (z. B. Kompetenzagenturen), besondere Bedeutung hat das Fallmanagement seit der Umsetzung der Hartz IV-Gesetze bei der Betreuung und Beratung der Arbeitssuchenden.

Quellen:

  Deutsche Gesellschaft für Care und Case Management (DGCC):
Was ist Case Management?

 Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge: Empfehlungen zu Qualitätsstandards für das Fallmanagement


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Coaching

Der Begriff hat seinen Ursprung im Sport und wird heute auch in der Wirtschaft angewendet. Es geht um Leistung, Leistungssteigerung, Motivation und Identifikation mit einer Aufgabe.
Coaching versteht sich als Einzel- oder Gruppenberatungsprozess, der zum Ziel hat, mit Hilfe geeigneter Interventionen Wahrnehmungsblockaden zu lösen und Selbstorganisationsprozesse, die es dem Adressaten ermöglichen, seine Fähigkeiten bei der Lösung von Problemen und der Bewältigung von Arbeitsanforderungen effizienter zu nutzen, in Gang zu setzen.

Quelle:

Hauser, E.: Coaching von Mitarbeitern. In: Rosenstiel, L. (1991): Führung von Mitarbeitern. Handbuch für erfolgreiches Personalmanagement. Stuttgart.


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Cultural Mainstreaming

Beim Cultural Mainstreaming werden die Belange von Menschen unterschiedlicher kultureller Zugehörigkeit oder Herkunft bei allen Entscheidungen und Handlungen berücksichtigt. Ebenso werden ihre eventuell spezifischen Voraussetzungen, Lebensbedingungen und Orientierungen einbezogen. Ziel ist die Sicherung gleicher Teilhabechancen. Cultural Mainstreaming ist analog zum Prinzip des Gender Mainstreaming als Teil eines umfassenden Diversity Managements zu verstehen, also als Teil einer Strategie, die Vielfalt nicht als Problem, sondern als Ressource betrachtet.

Der Begriff umfasst damit sowohl pädagogische Aspekte (z.B. herkunftssensible Kompetenzfeststellungsverfahren) wie politisches Handeln (z.B. Ansätze zur kulturellen Öffnung von Verwaltung). Aufgabe des Cultural Mainstreamings ist zu sichern, dass die Zielgruppen der Migrantinnen und Migranten erreicht werden und dass sie in die Durchführung von Vorhaben gleichberechtigt einbezogen werden. Dahin zielende Ansätze fordern nicht allein die Anpassung der Zugewanderten, sondern auch Veränderungen der Mehrheitsgesellschaft.

Quelle:

Boos-Nünning, Ursula; Bylinski, Ursula: Gender Mainstreaming und Cultural Mainstreaming im Netzwerk. In: BMBF (Hrsg.): Verbesserung der beruflichen Integrationschancen von benachteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch Netzwerkbildung, 2006. S. 46- 54 (PDF, 1,88 MB).


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