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Glossar

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4 Einträge vorhanden

Fallmanagement, beschäftigungsorientiertes

Unter Fallmanagement in der Beschäftigungsförderung wird ein auf den Kunden ausgerichteter Prozess mit dem Ziel der möglichst nachhaltigen Integration in den Arbeitsmarkt verstanden.
Es handelt sich um einen kooperativen Prozess. In diesem werden vorhandene individuelle Ressourcen und multiple Problemlagen methodisch erfasst und gemeinsam Versorgungsangebote und Dienstleistungen geplant, die anschließend vom Fallmanager unter aktiver Mitwirkung des Hilfebedürftigen implementiert, koordiniert, überwacht und evaluiert werden. Der individuelle Versorgungsbedarf eines Kunden wird im Hinblick auf das Ziel der mittel- und/ oder unmittelbaren Arbeitsmarktintegration durch Beratung und Bereitstellung der verfügbaren Ressourcen abgedeckt und seine Mitwirkung eingefordert.

Quelle:

  BA, Grundlageninformationen


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Förderdiagnose

Die Ergebnisse aus der Phase der Förderdiagnose bilden die Grundlage für die Erstellung eines individuellen Förder- und Qualifizierungsplanes. Sie sind somit Ausgangspunkt für die Gestaltung von Lernprozessen und (sozial-)pädagogischen Handlungsstrategien.  Die Förderdiagnose bedient sich verschiedener standardisierter Verfahren zur allgemeinen Kompetenzmessung und Profilerstellung für eine berufliche Eignung. Im Gegensatz zur Eignungsanalyse, die an den beruflichen Einsatzmöglichkeiten des Jugendlichen ansetzt, werden hier auch persönliche Daten aus dem früheren und derzeitigen Leben des Jugendlichen und seinem sozialen Umfeld betrachtet. Daraus wird eine Art skizzenhafter Lebenslauf erstellt.

Quellen:

  BMBF, Berufliche Qualifizierung Jugendlicher mit besonderem Förderbedarf ( S. 92 und 99)

hiba-Weiterbildung Band 10/60, Heidelberger Institut Beruf und Arbeit, hiba GmbH-Verlag, Darmstadt (2000)


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Förderplanung, individuelle

Die individuelle Förderplanung bildet eine Vertragsgrundlage zwischen dem Jugendlichen und dem Team der Mitarbeiter der beruflichen Qualifizierung. Bei der Förderplanung geht es um den Mittel-/Ressourceneinsatz zur Zielerreichung. Handlungsabläufe werden besprochen und festgelegt und die Bedingungen für eine erfolgreiche Integration definiert. Im Verlauf der Förderplanung werden den Zielen Maßnahmen zugeordnet und Indikatoren festgelegt, die eine Überprüfung der Zielerreichung bzw. des Weges, der zur Zielerreichung eingeschlagen wurde, ermöglichen, Aufgabe ist es, kurz-, mittel-, und langfristige Strategien zur Weiterentwicklung individueller Kompetenzen zu entwerfen, deren Umsetzung zu begleiten und die Ergebnisse zu überprüfen und fortzuschreiben. Umfasst werden dabei berufsfachliche, allgemeine schulische und sozialpädagogische Formen der Ausbildung und Betreuung. Das Verfahren bedient sich zwar eines systematischen Ablaufs, jedoch besteht Raum für Anpassungen.

Quellen:

"Individuelle Förderung benachteiligter Jugendlicher und junger Erwachsener - Förderdiagnose, Förderplan und differenzierte Lernangebote", Autorin: Petra Lippegaus, INBAS Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik GmbH, Offenbach am Main, 2000 (S. 55 f.)

  foerderplan.de, Individuelle Förderplanung in der Benachteiligtenförderung


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Freiwilligendienst

Freiwilligendienste basieren auf ehrenamtlichem Engagement. Ziele und Art, Dauer und Umfang, Inhalt und Aufgaben der freiwilligen Tätigkeit sind ebenso festgelegt wie der finanzielle und organisatorische Rahmen oder die rechtliche und soziale Absicherung.
Sie finden i.d.R. in Einrichtungen zum Gemeinwohl statt: im sozialen Bereich, im Sport, in der Kultur, in der Denkmalpflege. Freiwilligendienste werden von gemeinnützigen Organisationen angeboten und von Menschen in freiwilliger Selbstverpflichtung eingegangen.
Die Kombinationen von schulischen oder berufsbildenden Angeboten mit den Freiwilligendiensten können die Bildungs- und Beschäftigungsfähigkeit benachteiligter Jugendlicher verbessern. Die Bedingungen und Möglichkeiten der gesellschaftlichen Integration können so gestärkt werden.

Quellen:

  BMFSFJ: Programm "Freiwilligendienste machen kompetent"

  Wegweiser Bürgergesellschaft: Freiwilliges Engagement 

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