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Glossar

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17 Einträge vorhanden

Alphabetisierung / Grundbildung

Um die steigenden Anforderungen in Gesellschaft und Arbeitswelt zu bewältigen, brauchen alle Erwachsenen ein Mindestmaß an Lese- und Schreibfertigkeiten, diese sind Teil einer ausreichenden Grundbildung. Der Begriff der Grundbildung bezeichnet Kompetenzen in den Grunddimensionen kultureller und gesellschaftlicher Teilhabe, wie: Rechenfähigkeit, Grundfähigkeiten im IT-Bereich, Gesundheitsbildung, finanzielle Grundbildung sowie soziale Grundkompetenzen. Grundbildung orientiert sich somit an der Anwendungspraxis von Schriftsprachlichkeit im beruflichen und gesellschaftlichen Alltag.

Um den funktionalen Analphabetismus in Deutschland deutlich zu verringern, wurde 2010 eine nationale Strategie für Grundbildung und Alphabetisierung für die Jahre 2012 bis 2016 vereinbart.

Ein Bestandteil der Maßnahmen der Bundesregierung ist der Förderschwerpunkt "Arbeitsplatzorientierte Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die geförderten Projekte sollen das Interesse von Unternehmen und Akteuren am Arbeitsmarkt steigern, Alphabetisierungs- und Grundbildungsangebote am Arbeitsplatz einzurichten und durchzuführen.

Quellen:

 BMBF: Vereinbarung über eine gemeinsame nationale Strategie für Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener in Deutschland 2012 - 2016

BMBF: Bekanntmachung von Richtlinien zur Förderung von Projekten zum Förderschwerpunkt "Arbeitsplatzorientierte Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener"


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Altbewerber

Unter "Altbewerber" lassen sich all die Jugendlichen fassen, die sich schon einmal für eine Ausbildung in einem früheren Jahr beworben haben.

Der Anteil der Altbewerber unter den Lehrstellenbewerbern ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Ihre Einmündungschancen verschlechtern sich noch weiter, je länger ihre erstmalige Bewerbung zurückliegt.

Im Vergleich zu den Bewerbern, die erstmalig auf Lehrstellensuche sind, verfügen Altbewerber zwar nicht über schlechtere Schulabschlüsse, dennoch sind ihre Chancen, tatsächlich in eine Berufsausbildung einzumünden, geringer.

Quellen:

 Joachim Gerd Ulrich, Elisabeth M. Krekel: Zur Situation der Altbewerber in Deutschland - Ergebnisse der BA/BIBB-Bewerberbefragung 2006

 Joachim Gerd Ulrich, Simone Flemming, Elisabeth M. Krekel: Zwiespältige Vermittlungsbilanz der Bundesagentur für Arbeit


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An- und Ungelernte

Zu der Gruppe der An- und Ungelernten werden in der Benachteiligtenförderung Jugendliche und junge Erwachsene ohne abgeschlossene Berufsausbildung gezählt. Es handelt sich dabei um eine sehr heterogene Gruppe: junge Menschen mit abgebrochenem Studium, mit abgebrochener Berufsausbildung, Berufsrückkehrende, arbeitslose An- und Ungelernte, beschäftigte An- und Ungelernte, Erwachsene mit einem nicht mehr verwertbaren Berufsabschluss oder Personen, deren Abschluss in Deutschland keine Anerkennung findet. Gemeinsam ist dieser Gruppe, dass sie aus Alters- und/oder persönlichen (familiären, sozialen) Gründen keine Ausbildung mehr beginnen können/wollen.
Die Einbindung in den Arbeitsmarkt hängt vor allem von der persönlichen formalen Qualifikation ab. An- und Ungelernte tragen daher ein verstärktes Arbeitsmarktrisiko. Mittels der berufsbegleitenden Nachqualifizierung kann jedoch zu einem späteren Zeitpunkt ein Berufsabschluss mittels Externenprüfung bei der zuständigen Stelle nachgeholt werden.

Quellen:

  IAB-Werkstattbericht Heft 15


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Analphabetismus

Von Analphabetismus im engeren Sinne wird gesprochen, wenn eine Person zwar einzelne Wörter lesend verstehen bzw. schreiben kann - nicht jedoch ganze Sätze. In diesen Fällen unterschreitet die schriftsprachliche Kompetenz die Satzebene. Diese Art von Analphabetismus betrifft mehr als vier Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung.

Von funktionalem Analphabetismus spricht man bei Unterschreiten der Textebene, d.h., dass eine Person zwar einzelne Sätze lesen oder schreiben kann, nicht jedoch zusammenhängende - auch kürzere - Texte. Gemeint ist ein erwachsener Personenkreis, nicht junge Menschen, die noch der Schulpflicht der allgemeinbildenden Schulen unterliegen. Schriftlichsprachliche Kompetenzen Erwachsener werden heute als notwendige Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und für die individuelle Verwirklichung von Chancen betrachtet. In der Arbeitswelt setzen auch einfache Beschäftigungen häufig das Lesen schriftlicher Arbeitsanweisungen voraus.

Von funktionalem Analphabetismus sind mehr als vierzehn Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung betroffen. Das entspricht einer Größenordnung von 7,5 Millionen funktionaler Analphabetinnen und Analphabeten in Deutschland.

Quelle:

  Grotlüschen, Anke; Riekmann, Wibke:  leo. - Level-One Studie Literalität von Erwachsenen auf den unteren Kompetenzniveaus. Presseheft. Hamburg 2011

  Projektträger im DLR e. V. (Hg.): Zielgruppen in Alphabetisierung und Grundbildung. Bonn 2011

 

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Arbeitslosengeld

Arbeitslosengeld (ALG) ist eine Leistung der deutschen Arbeitslosenversicherung, die bei Eintritt der Arbeitslosigkeit und abhängig von weiteren Voraussetzungen gezahlt wird. Anspruch auf Arbeitslosengeld haben Arbeitnehmer, die arbeitslos sind, sich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet und die Anwartschaftszeit erfüllt haben. Die Anwartschaftszeit gemäß § 142 SGB III erfüllt derjenige, der in den zwei Jahren vor Beginn der Arbeitslosigkeit 360 Tage in einer beitragspflichtigen Beschäftigung gestanden hat oder aus sonstigen Gründen versicherungspflichtig zur Arbeitslosenversicherung war (z. B. Kindererziehungszeiten, Wehrdienst- und Zivildienstzeiten). Die Höhe des ALG I beträgt für Arbeitslose mit Kindern 67 %, für alle anderen 60 % des Netto-Leistungsentgelts.


 

Quellen:

  SGB III, Paragraphen 136 bis 164


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Arbeitslosengeld II

Arbeitslosengeld II (ALG II) ist die Grundsicherungsleistung für erwerbsfähige Hilfebedürftige nach dem SGB II. Es wurde in Deutschland zum 1. Januar 2005 durch das so genannte "Hartz-IV-Gesetz" eingeführt. Es  fasst die frühere Arbeitslosenhilfe mit der Sozialhilfe auf Leistungsniveau des soziokulturellen Existenzminimums zusammen. Trotz der Bezeichnung als Arbeitslosengeld ist Arbeitslosigkeit keine Voraussetzung, ALG II kann auch ergänzend zu anderem Einkommen und dem Arbeitslosengeld I bezogen werden. Neben dem ALG II als Leistung zur Sicherung des Lebensunterhaltes werden Leistungen erbracht, welche die Hilfebedürftigkeit beenden oder verringern sollen, vor allem dadurch, dass der Hilfeempfänger in Erwerbsarbeit eingegliedert wird oder eine Erwerbsarbeit beibehalten kann. Die dem ALG II entsprechende Leistung für Personen, die nicht erwerbstätig sein können, ist die Sozialhilfe nach dem SGB XII.

 

Quellen:

  SGB II, §§ 7 - 13: Berechtigte für Leistungen gemäß SGB II sowie §§ 19-27: ALG II

  Merkblatt der Arbeitsagentur für Arbeit zum ALG II


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Arbeitsmarkt, zweiter

Als Zweiten Arbeitsmarkt bezeichnet man einen Arbeitsmarkt, in dem Arbeitsplätze oder Beschäftigungsverhältnisse nur mithilfe von öffentlichen Fördermitteln erhalten oder geschaffen werden können, Mit dem zweiten Arbeitsmarkt wird das Ziel verfolgt, Arbeitslosigkeit zu verringern und den von Arbeitslosigkeit betroffenen Personen den späteren Übergang in den normalen ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Dies geschieht häufig mittels Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik wie Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen oder finanzielle Zuschüssen.

Quellen:

Das Lexikon der Wirtschaft. Grundlegendes Wissen von A bis Z. 2. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus 2004. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2004.

  http://www.iab.de/389/section.aspx/Publikation/i950720f04

  http://www.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=8W0T0F


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Assessment Center

Das Assessment-Center-Verfahren ist ein Instrument zur Eignungsdiagnostik. Seine Einsatzgebiete sind vor allem bei Bewerbungs- und Auswahlverfahren erprobt. Jugendlichen kann damit z.B. die Entscheidung für einen Beruf erleichtert werden. Eine Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben werden gestellt und von geschulten Beobachtern nach vorgegebenen Kriterien bewertet. Die Ergebnisse fließen in ein differenziertes Fähigkeitsprofil mit Informationen über berufliche Stärken, Kompetenzen und zukünftige Potenziale ein. Das Assessment-Center-Verfahren stellt somit ein hilfreiches Instrument zur Feststellung der Berufseignung dar.

Quellen:


Fülbier, P./Münchmeier, R. (Hrsg.), Handbuch Jugendsozialarbeit 2001, Votum-Verlag, Münster (S.971)

  IMBSE, Assessment Center News 

  IMBSE, Das Assessment-Center-Verfahren: Einführung


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Assistierte Ausbildung

Die assistierte Ausbildung ist ein neues Modell einer kooperativen Ausbildung. Sie versucht, die Kluft zwischen den Anforderungen der Betriebe und den Voraussetzungen der Jugendlichen zu überwinden, indem sie eine reguläre betriebliche Berufsausbildung durch umfassende Vorbereitungs- und Unterstützungsfunktionen flankiert. Neben Betrieb und Berufsschule kommt ein dritter Partner hinzu: Bildungsträger übernehmen die Rolle eines Dienstleisters für beide Seiten - für die Jugendlichen wie für die Betriebe.

Das Modell erlaubt, sehr individuell auf die Voraussetzungen und Bedürfnisse der einzelnen Auszubildenden wie auch der jeweiligen Betriebe einzugehen. Auszubildende können z. B. auf die Ausbildung vorbereitet und gezielt zum passenden Betrieb geführt werden. In der Ausbildung erhalten sie die im Einzelfall notwendige persönliche und fachliche Unterstützung bis zum Ausbildungserfolg. Betriebe werden je nach Bedarf entlastet oder unterstützt, etwa bei der Auswahl der Auszubildenden, beim Ausbildungsmanagement, in Krisensituationen oder sie bei der Qualifizierung des Ausbildungspersonals, z. B. für eine gezielte Förderung der Auszubildenden. So entstehen nicht nur flexible und passgenaue Hilfen für Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf und die Betriebe, sondern auch verlässliche und kontiniuierliche Dienstleistungsangebote.

Quelle:

  Dokumentation des Expertenworkshops: "Gemeinsam Zukunftschancen sichern - neue Formen kooperativer Ausbildung"

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Ausbildung, duale (in einem anerkannten Ausbildungsberuf)

Die Berufsausbildung hat die für die Ausbildung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit in einer sich wandelnden Arbeitswelt notwendigen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit) in einem geordneten Ausbildungsgang zu vermitteln. Sie hat ferner den Erwerb der erforderlichen Berufserfahrungen zu ermöglichen.

Ein anerkannter Berufsabschluss kann entweder betrieblich - in bestimmten Berufen auch vollzeitschulisch - oder in einer sonstigen Berufsbildungseinrichtungen außerhalb der schulischen und betrieblichen Berufsbildung erworben werden (außerbetriebliche Berufsbildung), wobei sowohl die betriebliche wie die außerbetriebliche Ausbildung in Kooperation mit der Berufsschule erfolgt.

Gesetzliche Grundlagen für die Berufsausbildung sind das Berufsbildungsgesetz (BBiG) und die Handwerksordnung (HwO). Für anerkannte Ausbildungen sind keine bestimmten Zugangsvoraussetzungen vorgeschrieben. Die Einstellungsbedingungen können von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich sein. Die Ausbildung dauert je nach Beruf 2 bis 3 ½ Jahre, die Struktur der Berufe wird kontinuierlich an neue ökonomische Entwicklungen angepasst.

Quellen:

  BBiG, dort § 1 (3)

BA, Ausbildung Beruf Chancen (Website eingestellt)

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Ausbildung, schulische

Verschiedene Berufsabschlüsse  können an staatlich anerkannten Fachschulen und Berufsfachschulen erworben werden . Theorie und Praxis werden hier in vollzeitschulischer Form vermittelt (geregelt nach Bundes- oder Landesrecht). Dazu gehören die bundeseinheitlich geregelten Gesundheits- und sozialpädagogischen Berufe (z.B. Gesundheits- und Krankenpfleger/in), Sekretariats- und Fremdsprachenberufe (z.B. Fremdsprachenkorrespondent/in) sowie Berufe, die nach Landesrecht ausgebildet werden (z. B. Technische Assistenten verschiedener Fachrichtungen). Der fachbezogene Unterricht erfolgt projektorientiert, zusätzlich  werden auch allgemein bildende Fächer angeboten. Betriebspraktika  ergänzen  i.d.R. diese Form der Ausbildung. Die Ausbildung endet mit einem anerkannten Berufsabschluss. Häufig sind für schulische Ausbildungsgänge (z.B. Erzieher/in, Logopäde/in) der mittlere Bildungsabschluss oder ein Mindestalter Voraussetzung. Verschiedene Ausbildungen vermitteln neben dem Berufsabschluss auch höhere Bildungsabschlüsse bis hin zur allgemeinen Hochschulreife.

Quellen:

Step on!, Schulische Ausbildung (Seite nicht mehr erreichbar)

BA, Ausbildung Beruf Chancen (Website eingestellt)


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Ausbildungsabbruch

Ausbildungsabbrüche sind Vertragslösungen, die einen Abbruch der dualen Ausbildung zur Folge haben. Vertragslösungen liegen immer dann vor, wenn Ausbildungsverträge vor Ablauf der im Berufsausbildungsvertrag genannten Ausbildungszeit gelöst werden. Nicht jede Vertragslösung bedeutet aber einen Ausbildungsabbruch: Viele Auszubildende wechseln den Betrieb oder den Beruf innerhalb des dualen Systems. Bei Ausbildungsabbrüchen wirken individuelle und strukturelle Ursachen sowie berufsspezifische Bedingungen zusammen.

Quellen:

  Uhly, Alexandra: Weiterhin hohe Quote vorzeitig gelöster Ausbildungsverträge. In: bwp 2/2012, S. 4-5

  Hochschule der Bundesagentur für Arbeit: Mit Beratung Ausbildungsabbrüche verhindern. Dokumentation einer Fachtagung im Oktober 2013


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Ausbildungsbausteine

Ausbildungsbausteine sind zeitlich abgegrenzte standardisierte und didaktisch begründete Teilmengen der geltenden Ausbildungsordnung eines Ausbildungsberufes, die sich an berufstypischen und einsatzgebietsüblichen Arbeits- und Geschäftsprozessen orientieren. Sie umfassen in der Summe das gesamte Berufsbild sowie sämtliche Inhalte (Mindeststandards).

Ausbildungsbausteine sehen keine Prüfungen bzw. Zertifizierungen vor, die Prüfungsregelungen der geltenden Ausbildungsordnungen bleiben also unverändert (Zwischen- und Abschlussprüfungen).
 
Ausbildungsbausteine erhalten das Berufsprinzip, da die Unteilbarkeit der Ausbildung als konstitutives Prinzip bestehen bleibt. Erst die Absolvierung aller Bausteine begründet die Beruflichkeit; eine Zersplitterung der Ausbildung findet nicht statt.

Ausbildungsbausteine beschreiben das gesamte Berufsbild lernergebnisorientiert: Entscheidend sind die nach Absolvierung der Ausbildung erworbenen Fertigkeiten der Lernenden/Auszubildenden. Dabei liegt ein Kompetenzverständnis zugrunde, das sich am Lernfeldkonzept der KMK orientiert.

Quellen:

  BIBB, Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis (BWP) 4/2008


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Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH)

Ausbildungsbegleitende Hilfen unterstützen junge Menschen, die in einer betrieblichen Ausbildung sind und bei denen der erfolgreiche Ausbildungsabschluss gefährdet ist. Die Maßnahmen umfassen Stützunterricht zum Abbau von Sprach- und Bildungsdefiziten und zur Förderung des Erlernens von Fachpraxis und Fachtheorie sowie individuelle sozialpädagogische Unterstützung und Begleitung zur Sicherung des Ausbildungserfolges. Das Angebot wird von Bildungsträgern im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit erbracht. Dabei soll die Aufnahme, Fortsetzung sowie der erfolgreiche Abschluss einer erstmaligen betrieblichen Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen ermöglicht und ein Ausbildungsabbruch verhindert werden.

Quellen:

  BMBF, Berufliche Qualifizierung Jugendlicher mit besonderem Förderbedarf (S. 23)

  SGB III, dort § 75


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Ausbildungsmanagement, externes

Externes Ausbildungsmanagement unterstützt Betriebe in allen Fragen rund um die Ausbildung. Ziel ist, die Betriebe zu entlasten, ihre Ausbildungsbereitschaft zu erhöhen und so zu einer Erhöhung des Ausbildungsangebotes und der Ausbildungsqualität zu kommen. Das Angebot umfasst dabei u.a. administrative Aufgaben, Hilfe bei der Auswahl geeigneter Bewerberinnen und Bewerber sowie Mediation bzw. Moderation bei Konflikten innerhalb des Betriebes oder zwischen beteiligten Lernorten.

Quellen:

 ausbildernetz.de, Grundlageninformationen

 BMBF, Förderrichtlinie zur Durchführung des Programms JOBSTARTER


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Ausbildungsreife

In der Fachdiskussion hat sich die Definition des Nationalen Pakts für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in Deutschland durchgesetzt: Demnach kann eine Person als ausbildungsreif bezeichnet werden, wenn sie die allgemeinen Merkmale der Bildungs- und Arbeitsfähigkeit erfüllt und die Mindestvoraussetzungen für den Einstieg in die berufliche Ausbildung mitbringt. Dabei geht es nicht um spezifische Anforderungen einzelner Berufe (Berufseignung). Fehlende Ausbildungsreife zu einem gegebenen Zeitpunkt schließt nicht aus, dass diese zu einem späteren Zeitpunkt erreicht werden kann.

Der Begriff Ausbildungsreife steht allerdings im Spannungsfeld unterschiedlicher Interessen. Die Befürworter bündeln in ihm die Anforderungen der Wirtschaft an Ausbildungsstellenbewerberinnen und -bewerber und bieten so einen Orientierungsrahmen für Jugendliche, Eltern, Schulen, Betriebe und Berufsberatung.  Die kritischen Stimmen sehen in der Ausbildungsreife eine konjunkturabhängige Messlatte. Diese könne in Zeiten fehlender Ausbildungsplätze genutzt werden, um Jugendlichen die notwendigen Voraussetzungen für eine Ausbildung und somit den Bewerberstatus abzusprechen.

Quellen:

  Nationaler Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in Deutschland: Kriterienkatalog zur Ausbildungsreife (S.13). Hrsg.: Bundesagentur für Arbeit Nürnberg  

  Eberhard, Verena: Das Konzept der Ausbildungsreife - ein ungeklärtes Konstrukt im Spannungsfeld unterschiedlicher Interessen. Ergebnisse des BIBB. 2006 (PDF, 1,27 MB)

 


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Außerbetriebliche Berufsausbildung (BaE)

Die Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE) ist eine spezifische Form der dualen Berufsausbildung für benachteiligte Jugendliche, denen nach der Teilnahme an berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen eine Ausbildungsstelle in einem Betrieb auch mit ausbildungsbegleitenden Hilfen nicht vermittelt werden kann.. Sie wird durch die Bundesagentur für Arbeit gefördert. Die praktische Ausbildung absolvieren die Auszubildenden in einer eigenen Ausbildungseinrichtung (z.B. bei einem Bildungsträger) bzw. in kooperierenden Betrieben. Neben einer fachpraktischen Unterweisung erhalten die Jugendlichen auch Förderunterricht und eine sozialpädagogische Begleitung. Der Berufsschulunterricht findet in Berufsschulen statt. Nach dem ersten Jahr ist der Übergang in eine betriebliche Ausbildung anzustreben.

Quellen:

SGB III, §76

BA, Geschäftsanweisungen zur außerbetrieblichen Berufsausbildung


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