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Im Programm "Kompetenzagenturen" des BMBFSFJ übernimmt eine regionale Stelle Beratungs-, Vermittlungs- und Lotsenfunktionen zur beruflichen und sozialen Integration besonders benachteiligter Jugendlicher.
Verfolgt wird ein am Individuum ausgerichteter, "passgenauer" Unterstützungs- und Förderungsansatz nach dem Handlungskonzept des Case-Managements.
Eine Kompetenzagentur nimmt eine Mittlerfunktion zwischen dem Jugendlichen und dem vorhandenen Spektrum von Angeboten des Bildungssystems ein. Dazu zählen insbesondere die Schule, die Jugendhilfe, Unternehmen, die Arbeitsagentur, das Jobcenter und der freien Träger bis hin zu Sport- und Kulturangeboten sowie Gemeinwesenarbeit.
Zur Zeit gibt es Kompetenzagenturen an 200 Standorten.
Quellen:
http://www.kompetenzagenturen.de
http://kompetenzagenturen.inbas.com
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Der Kompetenzansatz begreift die Probleme von Jugendlichen nicht als individuelle Defizite, sondern sucht nach Potenzialen, die in individuellen Bewältigungsstrategien der Jugendlichen liegen. Die Jugendlichen werden mit all ihren Stärken und Schwächen als Persönlichkeit ernst genommen. Kompetenzen, die nicht nur im Rahmen der formellen Bildung, sondern auch im Alltag erworben wurden, sollen identifiziert, den Jugendlichen bewusst gemacht und für die Entwicklung genutzt werden.
Quellen:
BMBF, Berufliche Qualifizierung für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf (S. 90)
Ketter, P.-M. (2001): Der Kompetenzansatz in der Benachteiligtenförderung, in: Fülbier, P./Münchmeier, R. (Hg.), Handbuch Jugendsozialarbeit, Münster (S. 822)
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Unter Kompetenzen versteht man persönliche Voraussetzungen (Dispositionen), die es ermöglichen, in einer Situation selbstorganisiert zu handeln. Nicht das Wissen, sondern dessen Anwendung steht im Vordergrund. Daneben umfassen Kompetenzen aber auch Emotionen, Einstellungen, Erfahrungen, Antriebe, Werte und Normen.
Als Kompetenzfeststellung werden gezielte pädagogische Arrangements bezeichnet, mit denen jungen Menschen im Übergang Schule - Beruf Gelegenheiten gegeben werden, ihre vorhandenen Kompetenzen selbst festzustellen und diese externen Beobachterinnen und Beobachtern zu zeigen. Die Ergebnisse der Kompetenzfeststellung bilden die Grundlage für eine gezielte Kompetenzentwicklung im Rahmen einer individuellen Förderung.
Kompetenzen lassen sich feststellen durch handlungsorientierte Verfahren, bei denen Verhaltensweisen systematisch beobachtet und bewertet werden. Neben der direkten Beobachtung können auch Rückschlüsse auf Kompetenzen gezogen werden, z. B. durch eine Selbstreflektion im Rahmen biografischer Verfahren oder durch Selbst- oder Fremdbeschreibungen.
Quellen:
Erpenbeck, John; von Rosenstiel, Lutz: Handbuch Kompetenzmessung. Erkennen, verstehen und bewerten von Kompetenzen in der betrieblichen, pädagogischen und psychologischen Praxis. Stuttgart 2003
Lippegaus-Grünau, Petra: Kompetenzen erkennen und entwickeln. Sozialpädagogisch orientierte Kompetenzfeststellung im Übergang Schule - Beruf dargestellt am Beispiel einer Diagnose- und Trainingseinheit für benachteiligte Jugendliche. Offenbach a. M. 2009
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Eine Kooperation ist die freiwillige Zusammenarbeit von Unternehmen, Organisationen oder Organisationsstrukturen. Zu unterscheiden ist dabei die horizontale Kooperation, bei der verschiedene Institutionen miteinander koordiniert werden, und die vertikale Kooperation, bei der verschiedene Arbeitsebenen innerhalb derselben Institution zusammenarbeiten. Der Grad der Kooperation kann dabei von dem reinen Austausch von Informationen über das Abstimmen von Maßnahmen bis hin zur gemeinsamen Zusammenarbeit am selben Prozess reichen. Zugrunde liegt in der Regel das Erkennen einer gemeinsamen Problemlage, zu deren Lösung eine Zusammenarbeit förderlich erscheint. In der sozialen Arbeit liegt diese Problemlage meist in der Komplexität und Multidimensionalität der Notlagen, die die Fähigkeiten eines einzelnen Lernortes überschreiten.
Quellen:
BLK, Kooperation in der Benachteiligtenförderung
"Fachlexikon der sozialen Arbeit", hrsg. vom Deutschen Verein für Öffentliche Arbeit und Private Fürsorge, 3. Auflage, Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-17-006716-8 (S.581)
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