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Obgleich Mädchen und Frauen seit mehren Jahren als die Gewinner des Bildungssystems verstanden werden können - sie scheitern seltener in der Schule, haben oft die besseren Schulabschlüsse und ihr Anteil im Übergangssystem ist geringer - haben sie auf dem Arbeitsmarkt schlechtere Chancen und erhalten eine geringere Vergütung als Jungen und Männer mit vergleichbarer Qualifikation, Tätigkeit und Leistung. Ihre vorhandenen Potenziale werden nicht ausgeschöpft, während es gleichzeitig in Deutschland an Fachkräften mangelt. Dies wird unter anderem daran deutlich, dass sie sich in ihrer Berufswahl auf ein deutlich kleineres Spektrum an Berufsfeldern beschränken.
Quellen:
Girls'Day, Der Girls'Day-Mädchen-Zukunftstag
ibv, Potentiale junger Frauen nutzen
BIBB, Welche Rolle spielt das Geschlecht bei der Berufswahl?
BIBB, Genderkompetenz in der Aus- und Weiterbildung - Strategien, Nutzen, Umsetzung
BIBB, Junge Frauen in der Berufsausbildung - neue Chancen und alte Probleme?
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Medienkompetenz bezeichnet die Fähigkeit, Medien und ihre Inhalte den eigenen Zielen und Bedürfnissen entsprechend zu nutzen. Sie unterteilt sich in vier Dimensionen: Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung und Mediengestaltung. Medienkompetenz gilt als eine Schlüsselqualifikation in der Berufsbildung.
Quelle:
Baacke, Dieter: Zum Konzept und zur Operationalisierung von Medienkompetenz (1998)
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Bei der Modularisierung im Rahmen des Berufskonzeptes werden Module als einzeln zertifizierbare Qualifikationen verstanden. Die Zertifizierung erfolgt nach betriebs- und trägerübergreifenden Standards. Diese Zertifikate bescheinigen die Beherrschung der im Modul beschriebenen beruflichen Kompetenzen und werden in einem Qualifizierungspass dokumentiert. Die einzelnen Module bleiben nur Teil eines Ganzen und können in ihrer Summe eine Abschlussprüfung nicht ersetzen. Die höhere Flexibilität des Ansatzes ist hervorzuhebender Vorteil für die Benachteiligtenförderung. Sie ermöglicht die Kooperation kleinerer Betriebe und schafft somit neue Ausbildungsplätze. Insbesondere An- und Ungelernten erhalten eine zweite Chance, durch modularisierte Nachqualifizierung noch einen Abschluss zu erreichen.
Quellen:
BMBF, Berufliche Qualifizierung Jugendlicher mit besonderem Förderbedarf (S. 80)
Kloas, Peter-Werner "Modulare Berufsbildung: Eine Perspektive für die Benachteiligtenförderung", in: Fülbier, P./Münchmeier, R. (Hrsg.), Handbuch Jugendsozialarbeit 2001, Votum-Verlag, Münster (S. 546 ff)
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