Definition / Erläuterung
Individuelle Förderung zielt darauf, Kompetenzen auf individuellen Wegen zu entwickeln, das heißt, alle Bildungsprozesse von der einzelnen Person aus zu denken und zu gestalten. Sie unterstützt junge Menschen im Übergang Schule - Beruf, Verantwortung für den eigenen Lern- und Entwicklungsprozess zu übernehmen und fördert ihre Selbstständigkeit. Dem Personal in Schulen, bei Trägern und Betrieben ermöglicht sie eine gezielte individuelle Unterstützung dieses Entwicklungsprozesses.
Die individuelle Förderplanung umfasst den gesamten Prozess der individuellen Förderung: Die pädagogische Diagnose liefert Informationen über die Voraussetzungen, die Grundlage der individuellen Förderung. Der Förderplan bildet eine Art Vertragsgrundlage aller, die am individuellen Förder- und Entwicklungsprozess beteiligt sind, in ihm werden Ziele, Aufgaben, Zeit und Kontrolle festgelegt. Im pädagogischen Prozess, auf den der Förderplan ausgerichtet ist, werden Entwicklungsaufgaben und pädagogische Maßnahmen umgesetzt und förderliche Lernumgebungen gestaltet.
Die Förder- und Entwicklungsplanung verläuft strukturiert, aber als dynamischer Prozess und geht weit über das mechanistische Abarbeiten festgelegter Pläne hinaus. Sie ist als durchgängiges pädagogisches Prinzip zu verstehen und erfordert die Kooperation aller, die am Prozess der Kompetenzentwicklung beteiligt sind.
Praxis-Materialien
Förderplan "Berufliche Integration" (Handreichung)
Handlungsfelder: Berufsorientierung
Zielgruppe: Lernbeeinträchtigte
Kurzbeschreibung:
Der Förderplan "Berufliche Integration" wurde im Projekt "BiZEbS - Beruf im
Zentrum - Eingliederung benachteiligter und behinderter Schülerinnen und Schüler" entwickelt.
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