Teilzeitberufsausbildung

Definition / Erläuterung

Bei berechtigtem Interesse kann gemäß § 8 des Berufsbildungsgesetzes auf gemeinsamen Antrag der Auszubildenden und Ausbildenden in die tägliche oder wöchentliche Arbeitszeit verkürzt werden. Ein "berechtigtes Interesse" liegt vor, wenn der oder die Auszubildende ein eigenes Kind betreut, einen pflegebedürftigen Angehörigen pflegt oder vergleichbare schwerwiegende Gründe vorliegen.

Um die Auszubildenden auch bei einer täglichen oder wöchentlichen Reduzierung der betrieblichen Ausbildungszeiten mit den wesentlichen Betriebsabläufen vertraut machen zu können und sie in dem für die Ausbildung erforderlichen Maß in die betriebliche Praxis einbinden zu können, sollte als Richtschnur eine wöchentliche Mindestausbildungszeit von 25 Stunden nicht unterschritten werden.

Die Teilzeitberufsausbildung führt grundsätzlich nicht zu einer Verlängerung der kalendarischen Gesamtausbildungsdauer. Im Einzelfall kann eine verkürzte tägliche oder wöchentliche Arbeitszeit mit einer Verlängerung der kalendarischen Ausbildungsdauer verbunden werden, wenn die Verlängerung erforderlich ist, um das Ausbildungsziel zu erreichen.

Good Practice

Kinderbetreuung
EJF Müle

Grundausbildungslehrgang und Ausbildung von MüLe. Die Betreuung von kleineren Kindern der Teilnehmerinnen ermöglicht jungen Frauen mit schwierigem familiären Hintergrund die Teilnahme an den Maßnahmen. Es bietet Entlastung und Unterstützung bei der Erziehungsverantwortung der vorwiegend alleinerziehenden Mütter.

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Good Practice

Berufliche Lebensplanung für junge Mütter (BeLeM)
Allgemeine Berufsschule Bremen-Huckelriede

BeLeM ist ein Kooperationsprojekt zwischen Jugendhilfe und Schule. Das Projekt richtet sich an junge, schulpflichtige Mütter, die wegen ihrer Mutterschaft die Schule verlassen müssen und auch später nicht in Regelschulklassen untergebracht werden können. Diese jungen Frauen erlangen keinen Schulabschluss und als Folge daraus später auch keinen Berufsabschluss. Projektziel ist nicht nur den jungen Müttern die Wiedereingliederung in das Schulsystem zu ermöglichen, sondern sich darüber hinaus auch zu einer aktiven Zukunftsgestaltung, insbesondere auch im Bereich der Berufswegplanung zu motivieren und die schwierige Mutter -Kind Beziehung positiv zu fördern.
BeLeM hat Platz für 10 junge Mütter und deren Kinder. Das Projekt arbeitet in drei Bereichen: Schulunterricht, sozialpädagogische Betreuung und Kinderbetreuung. In der täglichen Arbeit hängen diese Bereiche räumlich und inhaltliche unmittelbar zusammen.
Für die Aufnahme in das Projekt werden folgende Kriterien überprüft:
. Mutterschaft oder Schwangerschaft
. Schulpflicht
. fehlender Schulabschluss
. schwierige Lebensbedingungen
BeLeM bietet diesen jungen Müttern neue Perspektiven: Sie können ihren Schulabschluss erwerben, erste Kontakte zur Arbeitswelt durch betriebliche Praktika erhalten und psychosoziale Unterstützung für ihre zukünftige persönliche und berufliche Lebensplanung mit Kind bekommen.

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Praxis-Materialien

Netzwerk Teilzeitberufsausbildung (Eckpunkte)

Handlungsfelder: Übergang in Ausbildung

Zielgruppe: Alle

Kurzbeschreibung: Im gemeinsamen Austausch wurden Benchmarking und Best Practice Modelle für Teilzeitberufsausbildung entwickelt. Die Erfahrungen wurden in die jeweiligen lokalen Kontexte sowie überregionalen...

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Letzte Änderung: 07.10.2011 eMail-direkt »       Seite empfehlen »

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Erstellt am: Mittwoch, 20. Juni 2007 Kommentare hinzufügen »