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GPC - NEWSLETTER 71 # GPC - NEWSLETTER 71 # GPC - NEWS
Ausgabe 71, 06.11.2007
Aktuelle Leserzahl: 4.950
Der GPC Newsletter wird herausgegeben vom
Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center zur Förderung von Benachteiligten
Ihr Feedback richten Sie bitte an: gpc@bibb.de
http://www.good-practice.bibb.de
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THEMA DES MONATS
+ Wer halbiert die Zahl der Schulabbrecher?
NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ "Nicht an Symptomen herumdoktern"
+ Integration hängt von der Bildung ab
+ Neues Programm des BMBF
+ Wettbewerb "Kulturelle Vielfalt in der Ausbildung"
NEUES AUS DEM GPC
+ "Fakten und Zahlen" aktualisiert
+ GPC-Forum jetzt in Kooperation mit foraus.de
+ BQF-Transfer: Publikationen
+ Aktuelle Datenbankzahlen
NEUES AUS DEM BIBB
+ Die wirtschaftliche Situation der Weiterbildungsanbieter
AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
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THEMA DES MONATS
+ Wer halbiert die Zahl der Schulabbrecher?
Pro Jahr verlassen in Deutschland knapp 80.000 Jugendliche die Schule ohne Abschluss. Diese Zahl wollen die Kultusminister in fünf Jahren halbieren. Auf ihrer Plenarsitzung vom 17. bis 18. Oktober haben sie ein Maßnahmenpaket beschlossen, mit dem sie dieses Ziel erreichen wollen.
Kernbereiche des Programms sind präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Schul- und Ausbildungsabbrüchen sowie die Verbesserung der Ausbildungsreife durch
- Förderung benachteiligter Schüler durch individuelle Kompetenzprofile,
- enge Kooperation von Haupt- und Förderschulen, Erweiterung von Ganztagsangeboten,
- zusätzlichen Sprachunterricht für Kinder mit Migrationshintergrund,
- praxis- und handlungsbezogene Unterrichtsgestaltung.
Ein weiteres umfangreiches Handlungsfeld ist die "verstärkte Begegnung mit der Arbeitswelt" durch:
- die Einführung eines schulspezifischen Curriculums "Berufsorientierung",
- Partnerschaften zwischen Schulen und Betrieben,
- frühzeitige Betriebspraktika,
- die Einführung eines Qualitätssiegels für Berufsorientierung.
Damit der Handlungsrahmen der Kultusminister keine bloße Absichtserklärung bleibt, sind die Aufgaben von Bund, Ländern, Schulen, Eltern und allen weiteren an der Umsetzung Beteiligten genauer festzulegen. Gleiches gilt für die Finanzierung der Maßnahmen.
Die Kultusminister bezeichnen ihr Maßnahmenpaket als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, an der sich auch der Bund und die Wirtschaft beteiligen müssten. Der Bund darf sich jedoch seit der Föderalismusreform nicht mehr an der Finanzierung von Bund-Länder-Programmen für den Schulbereich beteiligen.
Der komplette Maßnahmenkatalog unter:
http://www.good-practice.de/KMK_Handlungsrahmen_Schulabbrecher.pdf (PDF, 145 KB)
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NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ "Nicht an Symptomen herumdoktern"
Menschen ohne Ausbildung stellen den überwiegenden Teil der strukturell Arbeitslosen. Durch den steigenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften und sinkenden Beschäftigungsmöglichkeiten für Ungelernte werden Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung in Zukunft eher noch weniger Chancen haben.
Raimund Becker und Sven Schütte von der Bundesagentur für Arbeit sprechen sich für Prävention statt dem "Herumdoktern an Symptomen" aus. Das Zusammenspiel von Schule, Berufswahl, Betrieb und Weiterbildung funktioniere nicht mehr reibungslos. Deshalb seien grundlegende Reformen des Bildungssystems notwendig. Becker und Schütte schlagen unter anderem vor:
- dass sich Schulen künftig daran messen lassen sollen, wie viele Jugendliche nach dem Abschluss auf Anhieb einen Ausbildungsplatz bekommen.
- dass die bereits vorgenommene Modularisierung einiger Ausbildungsberufe durch das BMBF möglichst bald auf alle Ausbildungen ausgedehnt wird. Jugendliche, die vorerst ohne Abschluss blieben, hätten so die Chance auf eine Teilqualifikation.
Quelle:
"Note Fünf für Deutschlands Bildung"
Frankfurter Rundschau vom 4. August 2007
Die neuen Ausschreibungen der Bundesagentur für Arbeit zur Förderung benachteiligter Jugendlicher:
+ Integration hängt von der Bildung ab
Eine Milieu-Studie über Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland hat das Institut Sinus-Sociovision im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) erstellt. Die Ergebnisse dieser Studie belegen einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Bildungsstand von Migranten und dem Grad ihrer Integration. Dies betrifft beispielsweise die Gleichberechtigung der Geschlechter, die bei guter Bildung und wirtschaftlicher Integration deutlicher ausgeprägt sei.
Der Hauptbefund der Studie ist, dass die Herkunftskultur der Migranten nicht ihre Milieuzugehörigkeit bestimmt. Vielmehr trägt Bildung und eine höhere berufliche Qualifikation wesentlich zur Integration bei.
Vor allem die zweite und dritte Generation von Migranten tue sich in dieser Hinsicht immer noch schwer. Bezogen auf das Problem des Fachkräftemangels in Deutschland besteht weiterhin ein hoher Förderbedarf, um Migrantenkindern den Einstieg in das Berufsleben zu erleichtern.
Auszug aus dem Forschungsbericht (PDF, 272 KB)
+ Neues Programm des BMBF
Aufbauend auf den Ergebnissen des BQF-Programms will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ein Programm zur strukturellen Verbesserung der beruflichen Integrationsförderung auflegen. Das Programm besteht aus zwei Förderinitiativen:
- "Regionales Übergangsmanagement"
Hierbei soll die Schnittstelle zwischen Schule und Berufsausbildung strukturell verbessert werden. Dadurch soll insbesondere die berufliche Integration von Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf gefördert werden. - "Abschlussorientierte Nachqualifizierung"
Wesentliche Zielsetzung der zweiten Förderinitiative ist die Verbesserung der Arbeitsmarktchancen von an- und ungelernten jungen Erwachsenen durch beschäftigungsbegleitende Qualifizierungsmöglichkeiten mit der Option eines anerkannten Berufsabschlusses.
Zur Ausschreibung der Programmbegleitung:
+ Wettbewerb "Kulturelle Vielfalt in der Ausbildung"
Um die Startchancen junger Menschen mit Migrationshintergrund zu verbessern, hat die Bundesregierung einen Wettbewerb ausgelobt, bei dem vorbildliche Good Practice-Beispiele aus Wirtschaft und öffentlichem Dienst ausgezeichnet werden sollen.
Im Rahmen der Kampagne "Vielfalt als Chance" werden Unternehmen, Behörden, öffentliche Einrichtungen und Vereine gesucht, die Jugendliche aus Zuwandererfamilien ausbilden und dabei besonders unterstützen, z.B. durch Deutschkurse. Der Wettbewerb soll dazu beitragen, diese Praxisbeispiele ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken.
Interessenten können sich in diesen vier Kategorien bewerben:
- Öffentlicher Dienst,
- Kleinstunternehmen (bis 50 Beschäftigte),
- Kleine und mittlere Unternehmen (bis 500 Beschäftigte),
- und Großunternehmen (ab 500 Beschäftigte)
Einsendeschluss für die Wettbewerbsteilnehmer ist der 14. Dezember 2007.
http://www.vielfalt-als-chance.de/index.php?id=88
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NEUES AUS DEM GPC
+ "Fakten und Zahlen" aktualisiert
Die wichtigsten Quellen zur Ausbildungs- und Arbeitsmarktstatistik - vom Berufsbildungsbericht bis zur Zahlenfibel des IAB - bietet der Bereich "Fakten und Zahlen", zu finden unter dem Navigationspunkt "Strukturen".
Der Seitenaufbau von "Fakten und Zahlen" wurde deutlich übersichtlicher gestaltet: Neben den Berichten (darunter die monatlich aktualisierten Arbeitslosenzahlen der Bundesagentur für Arbeit) finden Sie nun als "Basisinformationen" ausgewählte Quellen statistischer Daten auf einen Blick. Neu hinzugekommen sind u.a. Statistiken und Erhebungen des BIBB und des DJI.
http://www.good-practice.de/fakten.php
+ GPC-Forum jetzt in Kooperation mit foraus.de
Das Forum Benachteiligtenförderung wird jetzt in Kooperation mit foraus.de, dem Forum für AusbilderInnen, präsentiert. Moderiert und betreut wird das Forum von Dr. Friedel Schier.
Neben der Diskussion konkreter Probleme aus der Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen ist hier auch Platz zur Thematisierung bildungspolitischer und pädagogischer Grundsatzfragen.
Sie finden das GPC-Forum wie gewohnt unter dem Navigationspunkt "GPC-Community".
http://www.foraus.de/community/forumdisplay.php?f=82
+ BQF-Transfer: Publikationen
Im Rahmen der Transferphase des Programms "Kompetenzen fördern - berufliche Qualifizierung für Zielgruppen mit besonderem Förderbedarf (BQF-Programm)" sind zahlreiche neue Veröffentlichungen in Zusammenarbeit mit dem GPC entstanden:
- "Qualitätsstandards für Verfahren zur Kompetenzfeststellung im Übergang Schule - Beruf"
Durch die umfangreiche Darstellung einzelner Qualitätsstandards ist eine Arbeitshilfe für all jene entstanden, die selbst Verfahren zur Kompetenzfeststellung umsetzen und im Dschungel der Verfahren nach Orientierung suchen.
http://www.kompetenzen-foerdern.de/imbse_qualitaetsstandard.pdf
(PDF,540 KB)
Bestellinformation:
http://www.kompetenzen-foerdern.de/Infoblatt_QS.pdf
(PDF, 67 KB) - "Auf dem Weg zu einem abgestimmten Übergangssystem von der Schule in den Beruf"
Im Projekt BerufsWegeBegleitung ist es gelungen, eine funktionierende Struktur eines regionalen Übergangsmanagements für Jugendliche mit besonderen Berufsstartschwierigkeiten im Kreis Offenbach aufzubauen. Das vorliegende Handbuch enthält Arbeitspapiere, Konzeptausarbeitungen und Instrumente für die pädagogische Arbeit.
http://www.kompetenzen-foerdern.de/bibb_bwb_web.pdf (PDF, 2,38 MB)
Bestellformular:
http://www.kompetenzen-foerdern.de/bestellformular_bwb_handreichung.pdf
(PDF, 148 KB) - "Benachteilungssensibles Übergangsmanagement: Argumente und Hinweise für ein ostdeutsches Handlungsmodell"
Der vorliegende Band bündelt die Ergebnisse und Erfahrungen beim Aufbau eines regionalen Kooperationsnetzwerkes zur Verbesserung des Übergangs von der Schule in eine berufliche Ausbildung für Jugendliche mit Migrationshintergrund.
http://www.kompetenzen-foerdern.de/bibb_bqn_web.pdf (PDF, 700 KB)
Bestellformular:
http://www.kompetenzen-foerdern.de/bestellformular_broschuere_bqnrostock.pdf
(PDF, 177 KB) - "Universitäre Ausbildung für die berufspädagogische Integrationsförderung. Dokumentation eines Expertenworkshops am 6. Juli 2007 im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)"
Der vom BIBB durchgeführte Expertenworkshop knüpfte an die Erkenntnisse des BQF-Programms an und thematisierte deren Bedeutung für die Gestaltung des Studiums. In der vorliegenden Dokumentation ist die Diskussion zusammengefasst.
http://www.kompetenzen-foerdern.de/bibb_experten_web.pdf (PDF, 600 KB)
Bestellformular:
http://www.kompetenzen-foerdern.de/bestellformular_doku060707.pdf
(PDF, 157 KB)
+ Aktuelle Datenbank-Zahlen
> Anbieterdatenbank (2251)
NEU: Verein Kiezküchen Ausbildungs gGmbH Bildungsträger, Berlin
http://www.good-practice.de/anbieter
> Materialiendatenbank (320)
NEU: Jugend in eigener Sache - Fit für die berufliche Zukunft (Arbeitsmaterialien) Arbeitsgemeinschaft "Jugend in eigener Sache", Frankfurt am Main
http://www.good-practice.de/materialien/index.php
> Qualifizierungsbausteine nach BBiG (493)
NEU: Herstellen von wassergebundenen Decken (Gärtner/- in, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau) autonome Jugendwerkstätten, Hamburg
Landwirtschaftskammer Hamburg
http://www.good-practice.de/bbigbausteine
Stellen auch Sie Ihre Materialien und Qualifizierungsbausteine zur Verfügung!
Nehmen Sie Kontakt auf mit Frau Britta Reitz: reitz@bibb.de
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NEUES AUS DEM BIBB
+ Die wirtschaftliche Situation der Weiterbildungsanbieter
Weiterbildungsanbieter in Deutschland schätzen ihre aktuelle wirtschaftliche Lage überwiegend positiv ein. Zu diesem Ergebnis kommt die wbmonitor-Klimaindex-Umfrage 2007, die das BiBB in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung bei 1.200 Weiterbildungseinrichtungen durchgeführt hat.
Die Aufschlüsselung der Anbieter nach Finanzierungsquellen offenbart aber deutliche Unterschiede: die Weiterbildungsanbieter, die mehr als die Hälfte ihrer Einnahmen über Aufträge von Betrieben erwirtschaften, äußern sich deutlich positiver als diejenigen, die sich hauptsächlich über öffentliche Mittel finanzieren.
Der wbmonitor-Klimaindex orientiert sich an der Berechnungsweise des bekannten ifo-Geschäftsklimaindex. Die höchstmögliche Punktzahl von 100 entspricht der besten wirtschaftlichen Stimmungslage.
Die vor allem durch Betriebe finanzierten Anbieter erreichen 63 Punkte. Die hauptsächlich von den Arbeitsagenturen finanzierten Anbieter
erreichen nur 21 Punkte. Weiterbildungseinrichtungen, deren Gelder aus den Kassen von Kommunen, Ländern, dem Bund oder der EU stammen, weisen sogar nur einen Klimawert von 17 Punkten auf.
Insgesamt urteilen vor allem jene Weiterbildungsanbieter positiv,
- die nur berufliche Weiterbildung anbieten,
- die neben einer anderen Hauptaufgabe Weiterbildung nur nachrangig anbieten,
- die sich als private oder wirtschaftsnahe Einrichtung einordnen,
- die in Westdeutschland ansässig sind,
- die nicht monofinanziert sind, sondern ihre Einnahmen aus mehreren
- Quellen beziehen.
Die Ergebnisse der wbmonitor-Umfrage 2007:
http://www.bibb.de/de/30488.htm
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AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
16. November 2007, Neuss
vlbs Berufsbildungskongress
23. November 2007, Köln
16. Europäischer Aus- und Weiterbildungskongress
"Fachkräftesicherung im Mittelstand - Krisenmanagement heute beginnen"
Anmeldungen unter www.weiterbildungskongress.de
Weitere Veranstaltungen:
http://www.good-practice.de/tkal
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Dr. Friedel Schier
Tel: 0228/107 1328
Fax: 0228/107 2886
Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center
53043 Bonn