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GPC - NEWSLETTER 73 # GPC - NEWSLETTER 73 # GPC - NEWS
Ausgabe 73, 19.12.2007
Aktuelle Leserzahl: 4.963
Der GPC-Newsletter wird herausgegeben vom
Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center zur Förderung von Benachteiligten
Ihre Rückmeldung senden Sie bitte an: gpc@bibb.de
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THEMA DES MONATS
+ Beratung zwischen Rat und Reklame
NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Bildung in der Stadt
+ Elektronische Vergabeplattform für die BA
+ Förderprogramm "Integration junger Migranten" neu
ausgeschrieben
NEUES AUS DEM GPC
+ Daueraufgabe
+ Aktuelle Datenbank-Zahlen
NEUES AUS DEM BIBB
+ Handlungsvorschläge für die berufliche Qualifizierung
AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
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THEMA DES MONATS
+ Beratung zwischen Rat und Reklame
Das unübersichtliche Bildungsangebot in Deutschland macht es vielen Menschen schwer, passgenaue Maßnahmen zu finden. Bisher bleibt oftmals denjenigen der Zugang zur Beratung verwehrt, die am dringendsten eine Qualifizierung benötigten.
Eine im Auftrag des BMBF erstellte Studie stellt fest, dass die bestehenden Beratungsangebote vor allem die Bedürfnisse der Arbeitnehmer mit einem normalen Arbeitsverhältnis abdecken. Diese Personengruppe verfügt auch über die nötigen Mittel, um Bildungsangebote bezahlen zu können. Gelegentliche oder bildungsferne Lerner, insbesondere Geringqualifizierte, haben jedoch nicht die finanziellen Möglichkeiten, sich an den Kosten einer Beratung zu beteiligen.
Wenn Beratung eine Lotsenfunktion für Ratsuchende wahrnehmen soll, erfordert dies eine Transparenz der Angebote und inhaltliche Unabhängigkeit der Anbieter. Vor allem eine größere Transparenz der Beratungsangebote ist die Voraussetzung dafür, dass ein besserer Zugang und eine höhere Qualität erreicht werden können.
In der Studie wird jedoch kritisch angemerkt, dass die Beratungs- und Bildungsangebote in vielen Einrichtungen eng miteinander verknüpft sind. Hier liegt der Verdacht nahe, dass hauptsächlich die eigenen Angebote beworben werden.
Studie "Bestandsaufnahme in der Bildungs-, Berufs- und Beschäftigungsberatung und Entwicklung grundlegender Qualitätsstandards":
www.bmbf.de/pub/berufsbildungsforschung.pdf (PDF, 2,7 MB)
Harjes, Eckhard: Bildungsbegleitung - Unterstützung und Begleitung junger Menschen im Qualifizierungsprozess, Expertise:
www.good-practice.de/expertise_bildungsbegleitung.pdf (PDF, 296 KB)
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NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Bildung in der Stadt
Der Deutsche Städtetag bestärkt in seiner Aachener Erklärung anlässlich des Kongresses "Bildung in der Stadt" die Wichtigkeit einer kommunalen Bildungslandschaft: hier werde über Erfolg oder Misserfolg von Bildung entschieden und gleichzeitig die Grundlage für die Zukunftsfähigkeit einer Region gelegt. Die Verantwortung der Städte in der Bildung müsse deshalb gestärkt werden.
Die kommunale Bildungslandschaft wird als vernetztes System von Erziehung, Bildung und Betreuung beschrieben. Die Hauptfunktionen seien:
Als Grundlage für regionale Steuerung und Qualitätssicherung soll gemeinsam von Kommunen und Ländern ein umfassendes Bildungsmonitoring als integriertes Berichtswesen entwickelt werden.
Die Länder seien nun aufgefordert, die notwendigen finanziellen Rahmenbedingungen für ein erweitertes kommunales Engagement in der Bildung zu schaffen.
Kongress "Bildung in der Stadt" vom 22./23. Oktober, Aachen:
http://www.staedtetag.de/10/schwerpunkte/artikel/00008/zusatzfenster39.html
+ Elektronische Vergabeplattform für die BA
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) beabsichtigt, die elektronische Vergabe ab dem zweiten Quartal 2008 flächendeckend einzuführen. Sämtliche Ausschreibungen von Arbeitsmarktdienstleistungen werden dann ausschließlich über die eVergabe-Plattform des Beschaffungsamtes des Bundesministeriums des Innern durchgeführt.
Auch die Vergabeunterlagen werden mit der Umstellung auf die eVergabe nur noch elektronisch zur Verfügung gestellt. Zur elektronischen Angebotsabgabe wird eine kostenfreie Software zum Download bereitgestellt.
Zur Nutzung der Vergabeplattform muss sich jeder Interessent auf folgender Internetseite registrieren:
www.evergabe-online.de
+ Förderprogramm "Integration junger Migranten" neu ausgeschrieben
Die Robert Bosch-Stiftung schreibt das Programm "Integration junger Migranten" erneut aus. Bis 30. Januar 2008 können Anträge für praxisbezogene, lokal angelegte Projekte eingereicht werden, die Kinder und Jugendliche aus Migrantenfamilien unterstützen; d.h.: ihre Talente zu entfalten, ihren Schul- und Berufsweg erfolgreich zu gestalten und sie zu befähigen und zu ermutigen, am Gemeinwesen aktiv teilzuhaben. Projekte können mit bis zu 5.000 Euro für maximal zwei Jahre gefördert werden. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass Migranten selbst aktiv an der Planung und Durchführung der Vorhaben beteiligt sind.
Das Programm "Integration junger Migranten" wurde im Jahr 2005 eingerichtet, um Projektideen im Kindergarten, in der Schule und in der Freizeit zu fördern.
Mit dieser Ausschreibungsrunde wird das Programm von der Stiftung Mitarbeit durchgeführt. Anträge können direkt an die Stiftung Mitarbeit gestellt werden.
www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/16554.asp
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NEUES AUS DEM GPC
+ Daueraufgabe
Nach sieben Jahren Aufbau- und Entwicklungsarbeit schließt das GPC am Jahresende seine Projektphase ab.
Ab 2008 stehen wir mit unserem bekannten Angebot aus
konstant für Sie im BiBB zur Verfügung. Die Förderung von Benachteiligten wird so zur Daueraufgabe.
Wir freuen uns, dass die Verstetigung mit vielfältiger Unterstützung möglich geworden ist.
+ Aktuelle Datenbank-Zahlen
> Anbieterdatenbank (2253)
NEU: Ausbildungswerkstatt Metall e.V., Eckernförde
> Materialiendatenbank (331)
NEU: Online-Vorlesung "Fördern und Fordern: Neue Perspektiven der Benachteiligtenförderung" (DVD), TU Darmstadt
www.good-practice.de/materialien
> Qualifizierungsbausteine nach BBiG (498)
NEU: Rasenpflege, Autonome Jugendwerkstätten Hamburg, Landwirtschaftskammer Hamburg
www.good-practice.de/bbigbausteine
Stellen auch Sie Ihre Materialien und Qualifizierungsbausteine zur Verfügung!
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NEUES AUS DEM BIBB
+ Handlungsvorschläge für die berufliche Qualifizierung
Der Hauptausschuss beim BiBB hat in seiner Sitzung am 13.12.2007 "Handlungsvorschläge für die berufliche Qualifizierung benachteiligter junger Menschen" unterbreitet.
In seiner Empfehlung fordert der Hauptausschuss "eine umfassende 'Dualisierung' der beruflichen Förderung von Benachteiligten. Anzustreben ist daher eine grundlegende Reform, die eine horizontale und vertikale Kooperation aller in Betracht kommenden Ministerien und Dienststellen auf allen Ebenen (Bund, Länder, Kommunen) einschließt. Die berufliche Qualifizierung und Integration junger Menschen muss als gesamtgesellschaftliche Aufgabe erkannt und finanziert werden."
Einzelprogramme könnten der Situation quantitativ und qualitativ nicht gerecht werden. Ein konsolidiertes System der beruflichen Integrationsförderung benötige ein durchgängiges Beratungs- und Begleitungssystem sowie zusammenhängende Förderwege.
Weiter fordert der Hauptausschuss eine Nationale Bildungsinitiative "Schul- und Berufsabschluss für Alle". Qualitatives Ziel sei die Entwicklung der Persönlichkeit, Teilhabe an der Gesellschaft und Beschäftigungsfähigkeit. Dies beinhalte auch die Förderung von positiven Arbeits- und Werthaltungen, die Verbesserung der Allgemeinbildung und den Erwerb von Schlüsselkompetenzen. Hieran sollte sich ein gemeinsames Vorgehen von Bund, Ländern und Gemeinden orientieren.
Notwendige Förderangebote für benachteiligte junge Menschen dürften nicht zu Sonderwegen außerhalb des dualen Systems führen.
Empfehlungen des BIBB-Hauptausschusses zur Benachteiligtenförderung:
www.good-practice.de/1532.php
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AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
24. Januar 2008, Zürich (Schweiz)
Tagung "Jugend zwischen Potenzial und Risiko"; Übergänge von der Schule in den Beruf.
www.jacobscenter.uzh.ch/Jugendtagung2008
25.-27. Januar 2008, Loccum
Tagung "Zukunftsbündnis mit der Jugend"; Wie können Jugendliche für Umwelt und Nachhaltigkeit interessiert werden?
www.loccum.de
Weitere Veranstaltungen:
www.good-practice.de/tkal
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ZUM SCHLUSS
Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern eine ruhige und erholsame Pause nach dem Trubel der Jahresendgeschäfte.
Finden Sie Zeit zur Reflexion und zum Kräftesammeln auch im Sinne der jungen Menschen, die auch 2008 auf Ihre Förderung angewiesen sein werden.
Mit herzlichen Wünschen für ein gutes Jahr 2008
Ihr GPC-Team
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Sollten Sie kein Interesse mehr an einem Bezug des GPC-Newsletters haben, so senden Sie eine kurze eMail an: gpc@bibb.de
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Vielen Dank für Ihre Rückmeldung an: gpc@bibb.de
Dr. Friedel Schier
Tel: 0228/107 1328
Fax: 0228/107 2886
Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center
53043 Bonn