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GPC - NEWSLETTER 79 # GPC - NEWSLETTER 79 # GPC - NEWS
Ausgabe 79, 3.07.2008
Aktuelle Leserzahl: 4775
Der GPC-Newsletter wird herausgegeben vom
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Good Practice Center zur Förderung von Benachteiligten
Ihre Rückmeldung senden Sie bitte an: gpc@bibb.de
http://www.good-practice.bibb.de
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THEMA DES MONATS
+ Unsichere Jungen, erfolgreiche Mädchen
NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Digitale Medien in der Benachteiligtenförderung
+ Neue Zeitschrift "Dreizehn"
+ Strukturelle Benachteiligung von Aussiedlern
NEUES AUS DEM GPC
+ Übergänge ohne System
+ Aktuelle Datenbank-Einträge
NEUES VON LÄNDERAKTIV
+ Dualisierung der beruflichen Grundbildung im Saarland
NEUES AUS DEM BIBB
+ Empfehlung zur Teilzeitberufsausbildung
AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
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THEMA DES MONATS
+ Unsichere Jungen, erfolgreiche Mädchen
Der Nationale Bildungsbericht 2008 analysiert ausführlich den Übergang von der Schule in die Ausbildung. Ein Ergebnis ist, dass sich im Übergang u.a.auch geschlechtsspezifische Auffälligkeiten zeigen: Das Risiko des Scheiterns ist für Jungen und junge Männer in dieser Lebensphase deutlich höher als für Mädchen und jungen Frauen! Diese neue, bisher kaum beschriebene Konstellation scheint an drei Strukturentwicklungstendenzen anzuknüpfen:
Der Jungenanteil an den Übergangsmaßnahmen im Jahr 2006 liegt bei 57 Prozent, mit steigender Tendenz. Die größeren Schwierigkeiten der männlichen Schulabsolventen und -abgänger zeigen sich auch darin, dass sie in allen Maßnahmetypen die Mehrheit stellen.
Ein erhöhtes Scheiternsrisiko trifft dabei vor allem Jungen mit einem geringeren schulischem Vorbildungsniveau, insbesondere diejenigen mit Migrationshintergrund.
Bildungsbericht 2008
http://www.bildungsbericht.de
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NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Digitale Medien in der Benachteiligtenförderung
In der beruflichen Integrationsförderung werden digitale Medien sowohl in Individual- als auch in Gruppenphasen genutzt. Überwiegend handelt es sich dabei um lokale Anwendungen zum Beispiel in Form von Arbeitsblättern. Der berufsbezogene Bereich sowie das Bewerbungstraining sind Schwerpunkte des Einsatzes, internetbasierte Qualifizierungseinheiten eher noch die Ausnahme.
Dies belegt eine aktuelle Studie im Auftrag des Vereins "Schulen ans Netz". Mehr als 700 Akteure der beruflichen Integrationsförderung beteiligten sich im Frühjahr 2008 an dieser Untersuchung. Bis auf wenige Ausnahmen sind sich die Befragten darüber einig, dass die Nutzung digitaler Medien intensiviert werden sollte. Ein besonderes Interesse besteht an modular aufgebauten internetgestützten Lernangeboten.
In der Frage, ob die Jugendlichen tatsächlich in der Lage sind, selbstständig mit digitalen Medien zu lernen, fallen die Antworten uneinheitlich aus: Während knapp über 50% dies bezweifeln, sind knapp unter 50% der Überzeugung, dass die Jugendlichen hierzu teilweise sehr gut fähig sind.
Vor diesem Hintergrund sehen die meisten Befragten auch keine persönliche Entlastung bei der Nutzung digitaler Medien. Im Vordergrund stehen vielmehr die Erwartung einer verbesserten Teilnehmermotivation sowie eine Optimierung der individuellen Förderung.
Die Einzelheiten der Befragung (PDF, 173 KB)
+ Neue Zeitschrift "Dreizehn"
Mit der neuen Zeitschrift "Dreizehn" gibt es wieder ein Printprodukt, in dem speziell die Themen der Jugendberufshilfe /-sozialarbeit behandelt werden. Herausgeber ist der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit.
Der Titel der Zeitschrift stellt einen Bezug zum Paragrafen 13 des SGB VIII - Kinder- und Jugendhilfegesetz - her, der die gesetzlichen Grundlagen der Jugendsozialarbeit liefert. "Dreizehn" soll als Medium dienen, in dem Fachkräfte und Experten aktuelle Entwicklungen und Perspektiven darlegen können.
In der ersten Ausgabe werden unter anderem die aktuellen Ergebnisse des DJI-Übergangspanels vorgestellt. Zudem werden verschiedene Praxisbeispiele beschrieben, die die Gestaltung des Übergangs in die Arbeitswelt veranschaulichen.
Die erste DREIZEHN ist jetzt kostenlos und unverbindlich zu beziehen beim Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit
Bestellung bitte per E-Mail: kooperationsverbund@jugendsozialarbeit.de
+ Strukturelle Benachteiligung von Aussiedlern
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat in einer Bestandsaufnahme zur Kriminalität von Aussiedlern auch die Gründe für das Entstehen von Kriminalität untersucht. Strukturelle Benachteiligungsprozesse spielen hier offenbar eine entscheidende Rolle.
Zuwanderer, die im Alter zwischen 14 und 20 Jahren nach Deutschland kommen, haben grundsätzlich Schwierigkeiten, einen angemessenen Zugang zum Bildungs- und Arbeitsmarktsystem zu finden. Für die Schule sind sie zu spät, für den Arbeitsmarkt jedoch zu früh, das heißt ohne die erforderlichen Qualifikationen, eingewandert.
Besonders deutlich zeigt sich die strukturelle Benachteiligung von jugendlichen Aussiedlern auf dem Bildungs- und Arbeitsmarkt: Sie konkurrieren nicht nur mit einheimischen Deutschen, sondern auch mit Zuwanderern zweiter Generation, haben aber oft vergleichsweise schlechtere Sprachkenntnisse und weniger anerkannte Bildungsabschlüsse.
Bereits in der Schule werden Aussiedler oftmals von vornherein zurückgestuft. Eine Studie zu Entscheidungen von Lehrenden hat festgestellt, dass Aussiedlerkindern beim Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule tendenziell für niedrigere Schulformen empfohlen werden.
Weil Sprachförderunterricht überwiegend an Hauptschulen erteilt wird, sind diese für Aussiedler attraktiv und der Anteil jugendlicher Aussiedler in dieser Schulform besonders hoch. Das BAMF vermutet, dass die Zuwanderung der Aussiedler "vielfach dazu genutzt wurde, das Überleben der Hauptschulen zu sichern".
BAMF, Kriminalität von Aussiedlern - eine Bestandsaufnahme (PDF, 280 KB)
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NEUES AUS DEM GPC
+ Übergänge ohne System
Der nationale Bildungsbericht 2008 beschreibt das Ende der Schulzeit als den Beginn einer Odyssee durch verschiedene berufsvorbereitende oder berufsbildende Maßnahmen. Die Übergänge in eine Ausbildung sowie anschließend in den Arbeitsmarkt verlaufen oftmals kompliziert und langwierig.
Wichtige Eckpunkte und Folgerungen aus dieser Einschätzung sind im GPC-Beitrag zum Bildungsbericht zusammengestellt.
GPC-Bericht zum Nationalen Bildungsbericht
http://www.good-practice.de/strukturen_beitrag3582.php
+ Aktuelle Datenbank-Einträge
> Anbieterdatenbank (2263 Einträge)
NEU: GWB Berufsbildungswerk Köln gGmbH
http://www.good-practice.de/anbieter
> Materialiendatenbank (334 Einträge)
NEU: Wege in den Job (deutsch-türkische Broschüre)
http://www.good-practice.de/materialien/index.php
> Qualifizierungsbausteine nach BBiG (498)
NEU: Warenbeschaffung und Lagerung, inab - Ausbildungs- und
Beschäftigungsgesellschaft des bfw mbH, IHK Kiel
http://www.good-practice.de/bbigbausteine
Stellen auch Sie Ihre Materialien und Qualifizierungsbausteine den Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung!
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NEUES VON LÄNDERAKTIV
+ Dualisierung der beruflichen Grundbildung im Saarland
Das dualisierte BGJ/BGS bereitet durch eine im Betrieb durchgeführte berufliche Praxis (statt in schulischen Werkstätten) besser auf eine Berufsaubildung vor.
Zur Datenbank für Förderprogramme- und Projekte:
http://www.laenderaktiv.de/laenderdb/index.php?action=bbj_search
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NEUES AUS DEM BIBB
+ Empfehlung zur Teilzeitberufsausbildung
Der Hauptausschuss des BIBB hat auf seiner Sitzung am 27. Juni 2008 eine Empfehlung zur Verlängerung bzw. Verkürzung der Ausbildungszeit verabschiedet. Sie bezieht auch die "Teilzeitberufsausbildung" mit ein. Die Empfehlung richtet sich an die für die duale Ausbildung zuständigen Stellen.
Anträge auf Verkürzung der täglichen oder wöchentlichen Ausbildungszeit und auf Verlängerung der kalendarischen Gesamtausbildungsdauer sollen im Sinne förderlicher Bedingungen für die Vereinbarkeit von Berufsausbildung und Familie entschieden werden.
Die Empfehlungen mit den Richtlinien zu einer variablen Ausbildung
http://www.bibb.de/de/49423.htm
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AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
05. - 07. September 2008
Aufbruch in der beruflichen Bildung, Rehburg-Loccum
Weitere Veranstaltungen:
http://www.good-practice.de/tkal/
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Sie erhalten diesen Newsletter, weil Sie Ihr Interesse an der Arbeit des GPC bekundet haben oder selbst aktiv im Handlungsfeld der Förderung von Benachteiligten in der beruflichen Bildung sind.
Wir freuen uns, wenn Sie Interessenten auf den GPC-Newsletter hinweisen. Leiten Sie den Newsletter einfach weiter mit dem Hinweis, sich bei Interesse an uns zu wenden.
Die alten Newsletter finden Sie hier:
http://www.good-practice.de/newsletter.php
Sollten Sie am Bezug des GPC-Newsletters kein Interesse mehr haben,
so senden Sie eine kurze eMail an: gpc@bibb.de
[Betreff: unsubscribe Newsletter]
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung an: gpc@bibb.de
Dr. Friedel Schier
Tel: 0228/107-1328
Fax: 0228/107-2886
Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center
53043 Bonn