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GPC - NEWSLETTER 81 # GPC - NEWSLETTER 81 # GPC - NEWS

    Ausgabe 81, 02.09.2008

    Aktuelle Leserzahl: 4974

  Der GPC-Newsletter wird herausgegeben vom
    Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
      Good Practice Center zur Förderung von Benachteiligten

  Ihre Rückmeldung senden Sie bitte an: gpc@bibb.de

   http://www.good-practice.bibb.de

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THEMA DES MONATS
  + Ausbildungsbausteine - ein neues Konzept für die Ausbildung

NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
  + Startschuss zu "Jobstarter Connect" in Berlin
  + Ausbildungsbonus und Berufseinstiegsbegleitung in Kraft getreten
  + Neue Vorgaben bei der SGB II-Antragstellung

NEUES AUS DEM GPC
  + Gewohnte Berufs-Klassifizierung bleibt bestehen
  + Aktuelle Datenbank-Zahlen

NEUES VON LÄNDERAKTIV
  + Initiative "Du schaffst das!"

NEUES AUS DEM BIBB
  + Pilotinitiative DECVET
  + Checkliste Weiterbildung hilft bei der Prüfung von Angeboten

BLICK ÜBER DIE GRENZEN
  + Berufsintegrationscoaching (BIC) in der Schweiz

AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

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THEMA DES MONATS

+ Ausbildungsbausteine - ein neues Konzept für die Ausbildung

Während die Ausbildungsplatzzahlen sich langsam einpendeln, zumindest für die Neubewerber, wird die Berufsausbildung auch inhaltlich weiterentwickelt:

Das BIBB hat im Auftrag des BMBF mit dem Konzept der "Ausbildungsbausteine" gleich drei Neuerungen eingeführt:

  • Bausteinstruktur von 14 Berufsbildern:

    Aus den berufsprägenden oder berufstypischen Arbeits- oder Geschäftsprozessen wurden pro Beruf zwischen fünf und acht Ausbildungsbausteine geschnitten.
  • Ausbildungsbausteine sind kompetenzbasiert

    Lernergebnisse und Kompetenzen werden beschrieben, das heißt, was ein Lernender/eine Lernende nach Absolvierung des Bausteins beherrschen soll. Sie orientieren sich am "Handeln in Situationen".
  • Zusammenfassung von betrieblichen und schulischen Komponenten: 

    Die Bausteine wurden aus der dem Beruf zugrunde liegenden aktuellen Ausbildungsordnung (AO) entwickelt und berücksichtigen ebenfalls die Inhalte des entsprechenden Rahmenlehrplans (RLP) der Berufsschulen.

Was außen vor gelassen wurde - auch im Connect-Erprobungsprogramm des BMBF - ist die Regelung von Teilprüfungen. Stattdessen soll es eine bundesweit einheitliche Dokumentation der Lernergebnisse und der erworbenen Kompetenzen geben.

Damit sind die Ausbildungsbausteine eine zweite Möglichkeit neben den Qualifizierungsbausteinen (BBiG) Teile des beruflichen Handelns zu vermitteln - auch wenn die Zielgruppen der Konzepte sowie die rechtlichen Grundlagen ganz andere sind.

Weitere Infos im GPC-Bericht: 
www.good-practice.de/infoangebote_beitrag3602.php  
 
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NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG

+ Startschuss zu Jobstarter Connect in Berlin

Am 26.08.2008 wurde in Berlin das neue Programm des BMBF "Jobstarter Connect" zur Erprobung von Ausbildungsbausteinen vorgestellt. Vor 370 Teilnehmenden warben der Parlamentarische Staatssekretär Andreas Storm (BMBF) und Katarina Kanschat, Leiterin der Jobstarter-Programmstelle, um rege Beteiligung. Irmgard Frank vom BIBB erläuterte die Entwicklung und den berufspädagogischen Ansatz der Ausbildungsbausteine.

Rege Nachfragen aus dem Publikum zeigten die Bedeutung des neuen Qualifizierungsansatzes auf, betonten jedoch auch die Schwierigkeiten der Projekte, um jungen Menschen zwischen dem Versprechen auf einen Ausbildungsvertrag und der Hoffnung auf die Teilnahme an der Externenprüfung ein seriöses Angebot zu machen.

Interessenbekundungen und Projektskizzen sind bis zum 17.10.2008 bei der Jobstarter-Programmstelle vorzulegen.

Zur Homepage des Programms:
www.jobstarter-connect.de


+ Ausbildungsbonus und Berufseinstiegsbegleitung in Kraft getreten

Die Aufnahme des Ausbildungsbonus und der Berufseinstiegsbegleitung in das SBG III ist jetzt im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden. Die beiden  Programme dienen der weiteren Verbesserung der Ausbildungschancen förderungsbedürftiger junger Menschen.

Durch den Ausbildungsbonus soll es sogenannten Altbewerbern ermöglicht werden, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Pro zusätzlich geschaffenem Ausbildungsplatz kann der Arbeitgeber bis zu 6.000 Euro erhalten. Für die Einstellung behinderter und schwerbehinderter Auszubildender kann sich der Bonus um 30 Prozent erhöhen.

Mit der Berufseinstiegsbegleitung sollen Jugendliche beim Übergang von der allgemein bildenden Schule in eine berufliche Ausbildung unterstützt werden. Es sollen mehr Jugendliche den Schulabschluss schaffen und Ausbildungsabbrüche wegen falscher Berufsvorstellungen zurückgehen.

Die Begleitung beginnt in der Regel mit dem Besuch der Vorabgangsklasse der allgemeinbildenden Schule und endet ein halbes Jahr nach Beginn einer beruflichen Ausbildung. Sie endet spätestens 24 Monate nach Beendigung der allgemeinbildenden Schule. Zunächst werden die Maßnahmen an 1.000 ausgewählten Schulen erprobt. Die Auswahl der Schulen erfolgt im Zusammenspiel von Kultusministerium und Arbeitsagentur.

www.bgblportal.de/BGBL/bgbl1f/bgbl108s1728.pdf

www.good-practice.de/infoangebote_beitrag3544.php 


+ Neue Vorgaben bei der SGB II-Antragstellung

Die Bundesagentur für Arbeit hat eine Neustrukturierung der Erstberatung mit Profiling sowie zur Eingliederungsvereinbarung angewiesen. Offenbar soll das Verfahren beschleunigt werden, mit dem SGB II-Antragsteller in eine Arbeit, Ausbildungsvorbereitung, Weiterbildung oder Arbeitsgelegenheit zu vermitteln sind.

Personen unter 25 Jahren sollen innerhalb von fünf Arbeitstagen nach Antragstellung eine Erstberatung mit Profiling absolvieren. Innerhalb von drei Wochen ist dann eine Eingliederungsvereinbarung zu unterzeichnen.

Insgesamt vier Wochen nach Antragstellung will die BA ein Arbeitsangebot unterbreiten. Wenn innerhalb von drei Wochen nach Antragstellung eine Eingliederungsvereinbarung abgeschlossen wird, verlängert sich die Frist um die Dauer des Zeitraums zwischen dem Tag der Antragstellung bis zum Abschluss der Eingliederungsvereinbarung - maximal jedoch um drei Wochen.

E-Mail-INFO SGB II vom 07.08.2008:
http://www.arbeitsagentur.de/nn_164884/zentraler-Content/E-Mail-Infos/Dokument/E-Mail-Info-2008-08-07.html   
 
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NEUES AUS DEM GPC

+ Gewohnte Berufs-Klassifizierung bleibt bestehen

In Deutschland existieren mehrere offizielle Berufsklassifikationen. Das Statistische Bundesamt führt beispielsweise 99 verschiedene Berufsgruppen auf, die in sechs Berufsbereiche eingeteilt werden.

Die Datenbanken des GPC ermöglichen ebenfalls eine Suchabfrage unter Verwendung des jeweiligen Berufsfeldes. Eine Auswahl unter 99 Berufsgruppen treffen zu müssen, ist für eine Datenbankabfrage allerdings nicht praktikabel.

Die Berufsfelder der GPC-Datenbank orientieren sich deshalb an der ehemaligen Klassifikation der Bundesanstalt für Arbeit zum Berufsgrundbildungsjahr. Ergänzt um die Bereiche Dienstleistung, Handel, Baugewerbe, Medien, Produktion und Umwelt ergeben sich insgesamt 19 Berufsfelder, mit denen eine effiziente Datenbankabfrage ermöglicht werden soll.

www.good-practice.de/datenbanken.php   


+ Aktuelle Datenbank-Zahlen

Zu den Datenbanken des GPC:
www.good-practice.de/datenbanken.php  


> Anbieterdatenbank (2268 Einträge)

NEU: Kreis Gütersloh Bildungsbüro 
http://www.good-practice.de/adb/suche.php?action=view&id=3192 


> Qualifizierungsbausteine (BBiG) (514)

NEU: "Betriebssystem und Datenbank (Servicefachkraft für Dialogmarketing)", AWO-Service GmbH
http://www.good-practice.de/bbigbausteine/search.php?action=view&qb2_baustein_id=684 
 

> Materialiendatenbank (340 Einträge)

NEU: "Unterrichtsplanung und Lerntechniken für heterogene Lerngruppen", Modul der Weiterbildungssequenz "Kompetent fördern und fordern", bfz-Bildungsforschung
http://www.laenderaktiv.de/laenderdb/index.php?action=mat_detail&id_material=1016    

Stellen auch Sie Ihre Materialien und Qualifizierungsbausteine den Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung!

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NEUES VON LÄNDERAKTIV

+ Initiative "Du schaffst das!"

Die Initiative des saarländischen Kultusministeriums und der Bundesagentur für Arbeit ist auf drei Jahre angelegt. Sie enthält zwei Teilprojekte, den Modellversuch "Werkstatt-Schule" im berufsbildenden Bereich und den Modellversuch "Reformklassen" in den allgemeinbildenden Schulen.

In den beiden Teilprojekten soll eine intensive Zusammenarbeit im Bereich der vertieften Berufsorientierung stattfinden. Das Ziel ist die frühe Förderung, ein starker Praxisbezug und eine individuelle Berufswegeplanung.

In die "Werkstatt-Schule" wechseln Schüler aus Erweiterten Realschulen und Gesamtschulen bereits nach acht Schulpflichtjahren, wenn unter normalen   Umständen ein erfolgreicher Schulabschluss nicht mehr möglich scheint. Ein vorgezogener Lernortwechsel in eine berufliche Schule soll ihnen eine zusätzliche Chance bieten.

In den allgemeinbildenden Schulen werden an vier Erweiterten Realschulen und zwei Gesamtschulen so genannte "Reformklassen" eingerichtet. In diesen Klassen sollen Schüler/-innen unterrichtet werden, die einen Hauptschulabschluss erwerben wollen. Die Reformklassen beginnen in der Klasse 7 und führen zum regulären Hauptschulabschluss. In den Reformklassen übernehmen künftig zwei Lehrkräfte - unterstützt von sozialpädagogischen Fachkräften - den gesamten Unterricht.

www.laenderaktiv.de/laenderdb/index.php?id_offer=326&action=bbj_detail&
 
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NEUES AUS DEM BIBB

+ Pilotinitiative DECVET
  
Im Auftrag des BMBF begleitet das BIBB die Pilotinitiative "DECVET - Entwicklung eines Leistungspunktesystems in der beruflichen Bildung". Die Aufgabe der Initiative ist es, Anrechnungspotenziale von Lernergebnissen an den Schnittstellen von

  • Berufsausbildungsvorbereitung und beruflicher Erstausbildung,
  • verschiedenen Ausbildungsrichtungen der betrieblich-dualen Bildung sowie
  • betrieblich-dualer und vollzeitschulischer Berufsausbildung

zu identifizieren. Besonders im letztgenannten Punkt wird eine Chance gesehen, das Defizit der mangelnden Abstimmung zwischen den beiden getrennten berufsqualifizierenden Bildungswegen zu überwinden.

Mit dem Leistungspunktesystem soll die Möglichkeit geschaffen werden, in externen Bildungskontexten erworbene Kompetenzen auf den angestrebten Bildungsabschluss anzurechnen. Hierdurch könnten die Zu- und Übergangsoptionen zwischen den Subsystemen des deutschen Bildungssystems nachhaltig verbessert werden.

Weitere Infos zur berufspädagogischen Einordnung:
www.bwpat.de/ausgabe14/milolaza_etal_bwpat14.shtml 

Projekt-Homepage:
www.decvet.net  


+ Checkliste Weiterbildung hilft bei der Prüfung von Angeboten

Wie kann ich die Qualität des Anbieters und der angebotenen Weiterbildungsmaßnahme beurteilen? Worauf muss ich bei der Auswahl achten? Antworten auf diese und viele weitere Fragen enthält die Broschüre "Checkliste - Qualität beruflicher Weiterbildung", die das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in einer aktualisierten Neuauflage veröffentlicht hat.

Die "Checkliste - Qualität beruflicher Weiterbildung" kann kostenlos im Internetangebot des BIBB heruntergeladen werden unter

www.bibb.de/de/checkliste.htm  

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BLICK ÜBER DIE GRENZEN

+ Berufsintegrationscoaching (BIC) in der Schweiz

Das Angebot im Kanton Luzern soll benachteiligten Jugendlichen dabei helfen, einen Ausbildungsplatz zu finden. Das Berufsintegrationscoaching richtet sich an Neuntklässlerinnen und Neuntklässler, die bisher nur wenig Selbst-, Sozial- und Methodenkompetenz sowie interkulturelle Kompetenzen erlangen konnten.

Jugendliche, die durch ihre schulischen Schwierigkeiten stark benachteiligt sind, werden durch professionelle Betreuer und Betreuerinnen bei der Suche eines Ausbildungsplatzes gezielt gefördert.

Das BIC hat mittlerweile rund 70 Real- und Werkschülerinnen und -schüler auf ihrem Weg zu einem Ausbildungsplatz begleitet. Die ersten Erfahrungen haben gezeigt: Je gezielter die Unterstützung, desto wahrscheinlicher ist der Erfolg. Mehr als die Hälfte der Jugendlichen haben das BIC mit einer konkreten Anschlusslösung erfolgreich abgeschlossen.

Das Berufsintegrationscoaching wird zusätzlich durch Mentoring-Projekte unterstützt.

www.bsbluzern.ch/berufsintegrationscoaching
 
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AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

17. September 2008, Berlin
"Neue Wege für behinderte Menschen: VN-Konvention und Unterstützte Beschäftigung", BMAS
  
2. Oktober 2008, Düsseldorf
Bundesweite Fachtagung "Regionales Übergangsmanagement und kommunale Steuerung - Welche Rolle spielt die Jugendhilfe?", BAG ÖRT
  
Einzelheiten zu den Veranstaltungen und weitere Termine:
www.good-practice.de/tkal
 
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Sie erhalten diesen Newsletter, weil Sie Ihr Interesse an der Arbeit des GPC bekundet haben oder selbst aktiv im Handlungsfeld der Förderung von Benachteiligten in der beruflichen Bildung sind.

Wir freuen uns, wenn Sie Interessenten auf den GPC-Newsletter hinweisen. Leiten Sie den Newsletter einfach weiter mit dem Hinweis, sich bei Interesse an uns zu wenden.

Die alten Newsletter finden Sie hier:
http://www.good-practice.de/newsletter.php

Sollten Sie am Bezug des GPC-Newsletters kein Interesse mehr haben, so senden Sie eine kurze eMail an: gpc@bibb.de
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Vielen Dank für Ihre Rückmeldung an: gpc@bibb.de

Dr. Friedel Schier
Tel: 0228/107 0
Fax: 0228/107 2886

Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center
53043 Bonn