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  GPC - NEWSLETTER 82 # GPC - NEWSLETTER 82 # GPC - NEWS

    Ausgabe 82, 13.10.2008

       Aktuelle Leserzahl: 5.044

  Der GPC-Newsletter wird herausgegeben vom
    Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
      Good Practice Center zur Förderung von Benachteiligten

  Ihre Rückmeldung senden Sie bitte an: gpc@bibb.de

   www.good-practice.bibb.de

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THEMA DES MONATS
+ Kreditsystem der Berufsbildung (ECVET)

NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Förderungsbedürftige Jugendliche

NEUES AUS DEM GPC
+ Aktuelle Forschungsarbeiten
+ Aktuelle Datenbank-Einträge

NEUES VON LÄNDERAKTIV
+ Projekt "Keine(r) ohne Abschluss"

NEUES AUS DEM BIBB
+ Qualifizierung von An- und Ungelernten
+ Das Prüferportal

BLICK ÜBER DIE GRENZEN
+ Bildungs- und Berufsberatung in Österreich

AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
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THEMA DES MONATS

+ Kreditsystem der Berufsbildung (ECVET)

Die Europäische Kommission hat mit dem ECVET (European Creditsystem for Vocational Education and Training) ein Bewertungssystem vorgeschlagen, das dazu beitragen soll, Lernleistungen der Berufsbildung transparenter zu machen. Das österreichische Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK) hat nun die Praktikabilität von ECVET untersucht. Es wurden sowohl förderliche aber auch hinderliche Faktoren in den geltenden rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen der beruflichen Erstausbildung (Schule und Lehre) identifiziert.

Hauptergebnisse der Untersuchung waren u.a.:

  • In der schulischen als auch in der dualen Berufsausbildung müssen die Lehr- bzw. Ausbildungspläne stärker lernergebnisorientiert formuliert werden. Dazu ist es notwendig, adäquate Methoden zur Beschreibung von Kenntnissen, Fähigkeiten und Kompetenzen zu entwickeln.
  • Es ist eine stärkere Gliederung der Qualifikationen vonnöten. Zur leichteren Übertragung von Einheiten von einem Qualifikationssystem bzw. einem Lernkontext in einen anderen (Durchlässigkeit) müssen Lehr- bzw. Ausbildungspläne modular gestaltet werden. Jede dieser Einheiten muss separat bewertet und zertifiziert werden können.

Die Autorinnen des Untersuchungsberichts empfehlen:

Wenn ECVET mittel- bis langfristig als "System" etabliert werden soll, um die Durchlässigkeit innerhalb des österreichischen Qualifikationssystems zu fördern, würde dies eine Umgestaltung der beruflichen Bildung nach sich ziehen (Lernergebnisformulierung, Vergabe von Kreditpunkten, Modularisierung der Lehr- bzw. Ausbildungspläne etc.).
Es bedürfe daher einer ausgedehnten politischen Diskussion aller bildungspolitischen StakeholderInnen über die möglichen Ziele, die man mit der Einführung von ECVET verfolgen will.

Forschungsbericht: Umsetzung von ECVET in der beruflichen Erstaubildung (PDF, 2,5 MB) 

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NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG

+ Förderungsbedürftige Jugendliche

Die Bundesregierung hat den Entwurf eines "Gesetzes zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente" verabschiedet. Mit dem Gesetz sollen Menschen schneller in Erwerbstätigkeit integriert werden als bisher.Dazu führt die Bundesregierung u.a. einen Rechtsanspruch für benachteiligte junge Menschen ein, damit diese im Rahmen von berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen auf den nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses vorbereitet werden können.
Damit soll ein wichtiger Baustein für weitere Qualifizierungsschritte gelegt werden. Der Anspruch der Vorbereitung auf einen Hauptschulabschluss im Rahmen einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (SGB III § 61a-neu) gilt jedoch nur für jene junge Menschen, die bereits ihre Vollzeitschulpflicht nach den Gesetzen der Länder erfüllt haben.

Das novellierte Gesetz wendet sich an "Förderungsbedürftige Jugendliche" und nicht mehr nur an Auszubildende wie das SGB III bisher. Damit wird eine Fördermöglichkeit für alle Jugendlichen geschaffen, die lernbeeinträchtigt und sozial benachteiligt sind.
Weitere Neuerungen sind die Hineinnahme der Altenpflege (SGB III § 240-neu) in den Förderbereich des SGB III sowie die Bescheinigungspflicht von Ausbildungsabschnitten in der außerbetrieblichen Ausbildung (SGB III § 242 Abs.4-neu).

BMAS, Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente (PDF, 342 KB)

www.bundesrat.de
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NEUES AUS DEM GPC

+ Aktuelle Forschungsarbeiten

Die Themenseiten des GPC wurden um Informationen über aktuelle Forschungsprojekte erweitert. Dazu wurde eine neue Rubrik "Aktuelle Forschung" eingerichtet. In Zusammenarbeit mit der KIBB-Wissenslandkarte kann die dort vorhandene Datenbankstruktur genutzt werden; Voraussetzung ist, dass die Forscherinnen und Forscher ihre Projekte dort einstellen.

www.good-practice.de/themen.php

+ Aktuelle Datenbank-Einträge

Zu den Datenbanken des GPC:
www.good-practice.de/datenbanken.php


> Anbieterdatenbank (2267 Einträge)

NEU: Die Kette e.V., Bergisch Gladbach
http://www.good-practice.de/adb/suche.php?action=view&id=3197


> Qualifizierungsbausteine (BBiG) (514)

NEU: "Grundkenntnisse Kosmetik (Kosmetiker/in)", Diakonie Neumünster Zentrum für Berufliche Bildung
http://www.good-practice.de/bbigbausteine/search.php?action=view&qb2_baustein_id=687
 

> Materialiendatenbank (342 Einträge)

NEU: "Hochschultage Berufliche Bildung 2008 (Veranstaltungsdokumentation)" Themen unter anderem: Berufliche Förderpädagogik, Berufliche Rehabilitation, Produktionsschulen. bwp@ Universität Hamburg
Zur Dokumentation


Stellen auch Sie Ihre Materialien und Qualifizierungsbausteine den Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung!

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NEUES VON LÄNDERAKTIV

+ Projekt "Keine(r) ohne Abschluss", Rheinland-Pfalz

Mit diesem neuen Projekt soll der Anteil der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne einen Abschluss in Form der Berufsreife deutlich gesenkt werden. Das Projekt "Keine(r) ohne Abschluss" soll zum neuen Schuljahr mit zwei Modellschulen im Land starten, im darauf folgenden Schuljahr sollen acht weitere Schulen hinzukommen.

In der "Realschule plus" wird Schülerinnen und Schülern, die nach der 9. Klasse nicht die Berufsreife erreicht haben, eine neue zweite Chance gegeben.

Das Projekt sieht eine maximale Klassenstärke von 16 Schülerinnen und Schülern ebenso vor wie eine intensive Verknüpfung mit der Praxis in Betrieben und mit fächerübergreifender Projektarbeit.

Zusammen mit außerschulischen Kooperationspartnern - beispielsweise Kammern, Arbeitsagenturen oder Unternehmen - sollten konkrete Maßnahmen für berufs- und arbeitsmarktorientierte Qualifikationen entwickelt werden.

www.laenderaktiv.de/laenderdb/index.php?id_offer=464

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NEUES AUS DEM BIBB

+ Qualifizierung von An- und Ungelernten

Im Rahmen des Forschungsprojektes "Abschlussbezogene Qualifizierung an- und ungelernter Beschäftigter als betriebliches Handlungsfeld" wurde festgestellt, dass berufsbegleitende Kurse zum Nachholen von Abschlüssen kaum existieren. Jedoch haben Betriebe, die ihre an- und ungelernten Mitarbeiter als Zielgruppe für die Personalentwicklung entdeckt haben, gute Voraussetzungen, auch umfangreichere Qualifizierungsmaßnahmen zu entwickeln und umzusetzen.

In einigen Betrieben ist es gelungen, abschlussbezogene Nachqualifizierungen zu etablieren und deren Konzepte an die betrieblichen Bedürfnisse anzupassen. Es gibt also durchaus Lösungsmodelle zur Aufhebung des Konflikts zwischen betrieblichem Qualifizierungsinteresse und der Vermittlung einer marktgängigen Qualifikation.

Der jetzt vorliegende Abschlussbericht bietet zudem Hinweise, unter welchen finanziellen und organisatorischen Bedingungen beziehungsweise mit welcher Gestaltung der Lernsituation abschlussbezogene betriebliche Qualifizierungen ausgeweitet werden können.

Abschlussbericht (PDF, 86 KB)


+ Das Prüferportal

Mit dem neuen Prüferportal des BIBB sollen Prüferinnen und Prüfer bei ihrer Aufgabe unterstützt werden. Das Portal will den Zugang zu wichtigen Informationen rund um das Prüfungswesen erleichtern und ein Forum zum Austausch mit anderen Prüferinnen und Prüfern bieten.
Das Online-Portal bietet u.a. Inhalte zu Rechtsgrundlagen, Rechtsprechung, Prüfungsausschuss, Prüfungsaufgaben, Prüfungsdurchführung, Prüfungsstrukturen, Prüfungsinstrumente, Materialien und Links.

  www.prueferportal.org

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BLICK ÜBER DIE GRENZEN

+ Bildungs- und Berufsberatung in Österreich

Jugendliche mit türkischem und serbisch-montenegrinischem Migrationshintergrund werden im österreichischen Bildungssystem benachteiligt. Eine Studie im Auftrag des Arbeitsmarktservice (AMS) verdeutlicht die Defizite bei der Bildungs- und Berufsberatung.

Beratungsleistungen werden demnach nur selten von Migranten in Anspruch genommen, gleichzeitig besteht bei ihnen jedoch ein erhöhter Bedarf an Unterstützung.

Die Studie gibt auch Handlungsempfehlungen, um die Beratungsleistungen zu verbessern. Vor allem sollen die Jugendlichen dort unterstützt werden, wo man sie auch tatsächlich alle erreichen kann: in der Schule.

GPC-Bericht "Beratung für Jugendliche mit Migrationshintergrund in Österreich":

www.good-practice.de/strukturen_beitrag3614.php

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AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

  20. Oktober 2008, Wittenberg
  "Fokus Jugend 2008 - Jugendberufshilfe",
  Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt

  Einzelheiten zu den Veranstaltungen im GPC-Terminkalender:
  www.good-practice.de/tkal

  Stellen auch Sie Ihre Termine dort ein!
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Sie erhalten diesen Newsletter, weil Sie Ihr Interesse an der Arbeit des GPC bekundet haben oder selbst aktiv im Handlungsfeld der Förderung von Benachteiligten in der beruflichen Bildung sind.

Wir freuen uns, wenn Sie Interessenten auf den GPC-Newsletter hinweisen. Leiten Sie den Newsletter einfach weiter mit dem Hinweis, sich bei Interesse an uns zu wenden.

Die alten Newsletter finden Sie hier:
www.good-practice.de/newsletter.php

Sollten Sie am Bezug des GPC-Newsletters kein Interesse mehr haben, so senden Sie eine kurze eMail an: gpc@bibb.de
  [Betreff: unsubscribe Newsletter]

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung an: gpc@bibb.de

Dr. Friedel Schier
Tel: 0228/107 0
Fax: 0228/107 2886

Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center
53043 Bonn