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GPC - NEWSLETTER 83 # GPC - NEWSLETTER 83 # GPC - NEWS
Ausgabe 83, 12.11.2008
Aktuelle Leserzahl: 5.093
Der GPC-Newsletter wird herausgegeben vom
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Good Practice Center zur Förderung von Benachteiligten
Ihre Rückmeldung senden Sie bitte an: gpc@bibb.de
http://www.good-practice.bibb.de
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THEMA DES MONATS
+ Bildungsgipfel: Initiativen für die Berufsausbildung
NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Fachkundige Akteure der Berufseinstiegsbegleitung gesucht
+ Online-Plattform für Qualität in der Berufsausbildung
+ qualiboXX - eine neue Community für Fachkräfte
+ Programm für ein "Lernen vor Ort"
+ Sachverständigenrat für Integration und Migration gegründet
NEUES AUS DEM GPC
+ Das GPC wird evaluiert
+ Aktuelle Datenbank-Einträge
NEUES VON LÄNDERAKTIV
+ Ausbildungsinitiative "Fit for Work 2008", Bayern
NEUES AUS DEM BIBB
+ Das BIBB definiert die Berufsfelder
BLICK ÜBER DIE GRENZEN
+ Verbundausbildung in der Schweiz
AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
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THEMA DES MONATS
+ Bildungsgipfel: Initiativen für die Berufsausbildung
Auf dem Dresdener Bildungsgipfel haben Bundesregierung und Länder Ziele und Maßnahmen für die Berufsausbildung benannt. Wurde bislang vor allem die Halbierung der Zahl der Schulabbrecher gefordert, so ist diese Maßgabe jetzt ausdrücklich auch auf die Zahl der jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss erweitert worden.
Das Motto lautet "Jeder soll eine Schul- und Berufsabschluss schaffen können!" In diesem Zusammenhang sind gemeinsame Maßnahmen mit der Wirtschaft - wie die Ausbildungsbaisteine - vorgesehen, um die Ausbildung im dualen System weiter zu stärken.
Darüber hinaus starten Bund und Länder die Initiative "Abschluss und Anschluss", um die Ausbildungsvorbereitung und den Übergang in die Berufsausbildung, insbesondere für Benachteiligte, zu verbessern:
- Die Möglichkeiten der Anrechung von Übergangsmaßnahmen und vollzeitschulischer Ausbildung soll ausgebaut werden. Aus Übergangszeiten sollen Ausbildungszeiten werden.
- Durch eine systematische Kompetenzfeststellung soll Jugendlichen der Übergang von der allgemeinbildenden Schule in die Berufsschule und in das duale System erleichtert werden.
- Der Bund will die Voraussetzungen für den flächendeckenden Einsatz des Berufswahlpasses schaffen.
- Berufsorientierung soll an allen allgemeinbildenden Schulen und Förderschulen verbindlich durchgeführt werden.
Weitere Beschlüsse des Bildungsgipfels unter
www.bmbf.de/pub/beschluss_bildungsgipfel_dresden.pdf (PDF, 190 KB)
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NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Fachkundige Akteure der Berufseinstiegsbegleitung gesucht
Für die Berufseinstiegsbegleitung (BerEb) nach § 421s des SGB III wird ab 2009 fachlich qualifiziertes Personal gesucht. Zu den wichtigsten Aufgaben der BerEb gehört die Unterstützung bei der
- Erreichung des Abschlusses einer allgemeinbildenden Schule;
- Berufsorientierung und Berufswahl;
- Ausbildungsplatzsuche;
- Stabilisierung des Ausbildungsverhältnisses.
Die BerEb soll bestehende Projekte ergänzen, die eventuell bereits vor Ort stattfinden. Der Auftragnehmer ist verpflichtet, mit diesen Initiativen zusammenzuarbeiten. Der Personalschlüssel Berufseinstiegsbegleitung zu Teilnehmer beträgt 1:20.
Für jeden Teilnehmer ist ein individueller Förderplan zu erstellen. Auch die Eltern der Jugendlichen sind gezielt in die Begleitung des Berufswahlprozesses mit einzubeziehen.
Folgende Voraussetzungen muss das Bildungspersonal unter anderem erfüllen:
- eine Qualifikation als Meister, Techniker oder Fachwirt mit Ausbildereignungsprüfung oder als Sozialpädagoge;
- der Auftragnehmer muss im regionalen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt verankert und vernetzt sein;
- zudem soll er aktuelle Kenntnisse über das länderspezifische Schul- und Bildungssystem besitzen.
Das Ende der Angebotsfrist ist der 27. November 2008.
+ Online-Plattform für Qualität in der Berufsausbildung
Der Berufsbildungsausschuss der IHK Frankfurt hat ein Konzept zur kontinuierlichen Qualitätsverbesserung der Berufsausbildung erarbeitet. Auf einer Online-Plattform werden den interessierten Betrieben Qualitätsinformationen und -kriterien für die gesamte Berufsausbildung geboten.
Das neu erstellte Angebot stellt die Berufsausbildung als Prozess dar. Jeder Teilprozess, wie zum Beispiel "Ausbildungsverträge korrekt abschließen", kann angeklickt werden; weitere Informationen sind dort hinterlegt.
IHK Frankfurt am Main, Qualität in der Berufsausbildung
+ qualiboXX - eine neue Community für Fachkräfte
Das Fachportal will neue Lehr- und Lernmethoden in die berufliche Integrationsförderung einbinden: durch das Lernen mit interaktiven Kurssequenzen, Planspielen, Simulationen und dynamischen Modellen. Das virtuelle Lernzentrum ist eingebettet in eine webbasierte Kommunikations- und Arbeitsplattform.
Für die tägliche Arbeit mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen wird ein umfangreiches Unterstützungsangebot in Form von webbasierten Lernangeboten bereitgestellt. Der einzelne Bildungsträger kann sich kostenfrei auf dem Portal anmelden. Mitarbeiter und auch Jugendliche können dann über "qualiboXX" kommunizieren und ihre Arbeit organisieren.
"qualiboXX" wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Im Trägerverein "Schulen ans Netz e.V." sind neben den Gründungsmitgliedern Bundesministerium für Bildung und Forschung und Deutsche Telekom zahlreiche weitere Unternehmen und Körperschaften engagiert.
Mehr Informationen zum Projekt unter www.qualiboxx.de
+ Programm für ein "Lernen vor Ort"
Das BMBF hat gemeinsam mit den Vertretern deutscher Stiftungen das Programm "Lernen vor Ort" vorgestellt. Es ist ein Bestandteil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung.
"Lernen vor Ort" ist das größte Programm des Bundes zur Weiterentwicklung des lebensbegleitenden Lernens. Städte, Landkreise und Regionen sollen dabei unterstützt werden, gute Ansätze des Bildungsmanagements weiter auszubauen.
In den nächsten Monaten will eine Jury Modellprojekte auswählen. Ab Herbst 2009 sollen dann 25 bis 30 Kommunen für die Laufzeit von drei Jahren starten. Besonders erfolgreiche Projekte können anschließend um zwei Jahre verlängert werden. Das BMBF und der Europäische Sozialfonds stellen für die Gesamtlaufzeit rund 60 Millionen Euro zur Verfügung.
+ Sachverständigenrat für Integration und Migration gegründet
Acht deutsche Stiftungen haben den "Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration" ins Leben gerufen. Das Expertengremium will Stellung zu integrations- und migrationspolitischen Themen nehmen. Die Stiftungen wollen in den nächsten drei Jahren rund 1,7 Millionen Euro in den Aufbau des Sachverständigenrates investieren.
Zu den Aufgaben des Rates zählen Bestandsaufnahmen, Entwicklungsanalysen, kritische Politikbegleitung und die Information der Öffentlichkeit. Mit dem "Integrationsbarometer" soll die Akzeptanz der Entwicklung von Integration und Migration sowie entsprechender Konzepte, Institutionen und Maßnahmen auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene erhoben werden.
www.svr-migration.de
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NEUES AUS DEM GPC
+ Evaluation des GPC in Auftrag gegeben
Nach Ablauf der Projektphase und der Übernahme als BIBB-Daueraufgabe soll das GPC evaluiert werden.
Insgesamt geht es um die Frage, wie es dem GPC gelingt, "Gute Praxis" in die Benachteiligtenförderung hineinzutragen und die Fachkräfte auf den aktuellen Stand der Forschung und des Wissens zu bringen. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, das GPC zum Kernangebot für ein bundesweites "Kompetenzzentrum zur Förderung von benachteiligten jungen Menschen in der Berufsbildung" zu machen.
In den nächsten Tagen werden wir einige Fragen zum Angebot des GPC an unsere Interessenten und Förderer verschicken. Bitte beteiligen Sie sich an der Weiterentwicklung und füllen Sie den kurzen Fragebogen aus.
+ Aktuelle Datenbank-Einträge
Zu den Datenbanken des GPC:
www.good-practice.de/datenbanken.php
> Anbieterdatenbank (2267 Einträge)
NEU: Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerk, Husum
http://www.good-practice.de/adb/suche.php?action=view&id=3204
> Qualifizierungsbausteine (BBiG) (514)
NEU: "Beratung und Verkauf im Einzelhandel" (Verkäufer/in), Bildung und Beruf GmbH lingua viva Sprachenschule, Baden-Württemberg
http://www.good-practice.de/bbigbausteine/search.php?action=view&qb2_baustein_id=686
> Materialiendatenbank (342 Einträge)
NEU: "Kompetenzerfassung in pädagogischen Handlungsfeldern - Theorien, Konzepte und Methoden", Bildungsforschung, Bd. 26
http://www.good-practice.de/materialien/index.php?id_material=1020&action=mat_detail&blocksize=10&offset=0&id_federal_state=&id_activity=&id_category=&id_target_group=&id_school_type=&formsubmit=true&id_website=2
Stellen auch Sie Ihre Materialien und Qualifizierungsbausteine den Kolleginnen und Kollegen in der Praxis zur Verfügung!
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NEUES VON LÄNDERAKTIV
+ Ausbildungsinitiative "Fit for Work 2008", Bayern
Ziel der Initiative ist es, dass für jeden ausbildungsfähigen und ausbildungswilligen Jugendlichen ein Ausbildungsplatz zur Verfügung gestellt wird.
Die Unterstützung der Ausbildung von Abgängern der Praxisklassen bayerischer Hauptschulen ist auf eine längere Förderung ausgerichtet. Auch die Verbundausbildung wird finanziell unterstützt. Gleichzeitig werden Jugendliche aus ungünstigen Regionen finanziell unterstützt, wenn sie wegen eines weiter entfernt liegenden Ausbildungsplatzes auswärtig untergebracht sind.
Mit der Kampagne "Fit for Work - 2008" soll Jugendlichen und Betrieben eine gezielte Unterstützung der Ausbildung gegeben werden.
http://www.laenderaktiv.de/laenderdb/index.php?id_offer=467&action=bbj_detail
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NEUES AUS DEM BIBB
+ Das BIBB definiert die Berufsfelder
Die Verwandtschaft von Tätigkeiten sollte in amtlichen Klassifikationen das Kriterium für die Zusammenfassung von Berufen sein. Dies wird zur Zeit jedoch durch zusätzliche Kriterien wie "Wirtschaftszweig" oder "zu verarbeitendes Material" aufgeweicht. Mit der Einführung der 54 BIBB-Berufsfelder soll diese Unstimmigkeit beseitigt werden.
Das BIBB hat einzelne Berufgruppen daraufhin untersucht, wie ähnlich die in ihnen enthaltenen Berufe im Hinblick auf die ausgeübten Tätigkeiten sind. Dies schließt an die ursprünglichen Zuordnungskriterien der Klassifikation der Berufe des Statistischen Bundesamtes von 1992 an.
Die neue Systematik soll die Analyse von Berufswechseln und beruflicher Flexibilität sowie der Veränderungen von Berufen erleichtern. Außerdem unterstütze sie die Projektion des zukünftigen Arbeitskräftebedarfs nach Qualifikationen, die das BIBB zusammen mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung plant.
Berufsfeld-Definitionen des BIBB auf Basis der Klassifikation der Berufe 1992 (PDF, 561 KB)
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BLICK ÜBER DIE GRENZEN
+ Verbundausbildung in der Schweiz
Als Verbundausbildung bezeichnet man die Zusammenarbeit von Unternehmen in der betrieblichen Ausbildung. Kann ein Betrieb aufgrund seiner Größe, eventueller Spezialisierung, etc. nicht alleine ausbilden, so ist es ihm über eine Verbundausbildung möglich, mit anderen Betrieben gemeinsam die Anforderungen des Ausbildungsberufes zu erfüllen.
Beim schweizerischen Lehrbetriebsverbund handelt es sich um eine spezielle Organisationsform der beruflichen Grundbildung. Zwei oder mehrere Betriebe mit sich ergänzenden Tätigkeiten schließen sich zu einem Verbund zusammen und bilden Lernende gemeinsam aus. Damit sollen auch hoch spezialisierte Betriebe motiviert werden, sich an der beruflichen Grundbildung zu beteiligen.
Mit dem neuen Berufsbildungsgesetz hat der Lehrbetriebsverbund eine gesetzliche Grundlage erhalten und wird als eigener Lernort anerkannt. Der Bund unterstützt den Aufbau von Lehrbetriebsverbünden durch Anschubfinanzierungen, den Aufbau eines nationalen Netzwerks von Beraterinnen und Beratern, Erfahrungsaustausch unter bestehenden Verbünden und Wissenstransfer.
Die Leiterinnen und Leiter von schweizerischen Lehrbetriebsverbünden haben sich in der Vereinigung Lehrbetriebsverbünde Schweiz (VLS) organisiert und befassen sich mit Fragen der beruflichen Grundbildung und der Lehrstellenförderung.
www.verbunde.ch
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AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
24. November 2008, Berlin
Kongress der "Aktion zusammen wachsen"
Bundesweite Servicestelle "Aktion zusammen wachsen" Berlin
Einzelheiten zu den Veranstaltungen im GPC-Terminkalender:
www.good-practice.de/tkal
Stellen auch Sie Ihre Termine dort ein!
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Vielen Dank für Ihre Rückmeldung an: gpc@bibb.de
Dr. Friedel Schier
Tel: 0228/107 0
Fax: 0228/107 2886
Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center
53043 Bonn