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  GPC - NEWSLETTER 84 # GPC - NEWSLETTER 84 # GPC - NEWS

    Ausgabe 84, 05.12.2008

       Aktuelle Leserzahl: 5.115

  Der GPC-Newsletter wird herausgegeben vom
    Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
      Good Practice Center zur Förderung von Benachteiligten

  Ihre Rückmeldung senden Sie bitte an: gpc@bibb.de

   http://www.good-practice.bibb.de

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THEMA DES MONATS
 + Der Erfahrung einen Wert verleihen

NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
 + Bundesrat beschließt Integrationskurse
 + Durch Weiterqualifizierung zur sicheren Beschäftigung

NEUES AUS DEM GPC
 + Themenseiten erneuert
      + Aktuelle Datenbank-Einträge

NEUES VON LÄNDERAKTIV
 + Regionales Angebot "Partnerbetriebe für jede Schule in NRW"

NEUES AUS DEM BIBB
 + Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt in den neuen Ländern
 + Ausbildungsregelungen für behinderte Menschen

BLICK ÜBER DIE GRENZEN
 + Qualitätsprofil für überbetriebliche Kurse

AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

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THEMA DES MONATS

+ Der Erfahrung einen Wert verleihen

Die Schweiz stellt nach dem Berufsbildungsgesetz berufliche und außerberufliche Praxiserfahrungen sowie die fachliche und allgemeine Bildung mit formalen Ausbildungen gleich. Gleiche Handlungskompetenzen führen zu gleichen Titeln; es soll keine Rolle spielen, wie eine Person diese Handlungskompetenzen erworben hat.

Die "Validierung von Bildungsleistungen" dient dabei als Verfahren, mit dem erworbene Kenntnisse offiziell als Ausbildungstitel oder Teile eines Titels anerkannt werden können. Das Verfahren gliedert sich in vier Teile:

  • Information und Beratung
    Interessierte Personen erhalten Informationen über ihre Chancen zur Anerkennung oder über Qualifikationsverfahren, die zu einem anerkannten Titel führen können.
  • Bilanzierung
    In dieser Phase stellt die zu bewertende Person ein Dossier zusammen, mit der sie belegt, welche Handlungskompetenzen des anvisierten Berufes sie bereits besitzt.
  • Beurteilung
    Das Dossier wird von Expertinnen und Experten auf dem Hintergrund von herkömmlichen Qualifikationsverfahren bewertet.
  • Anrechnung und Zertifizierung
    In der Phase der Anrechnung wird eine Bestätigung der Lernleistung ausgestellt. Eventuell werden ergänzende Maßnahmen vorgegeben, die noch absolviert werden müssen. Die Zertifizierung erfolgt dann in der Verantwortung der herkömmlichen Ausbildungsgänge.

Die Validierung von Bildungsleistungen soll vor allem die Durchlässigkeit des Bildungssystems fördern: Unnötige Ausbildungs-Schleifen für bereits bestehende, nachweisbare berufliche Handlungskompetenzen können so entfallen.

Weitere Informationen unter
www.validacquis.ch

Nationaler Leitfaden "Validierung von Bildungsleistungen" (PDF, 804 KB)

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NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG

+ Bundesrat beschließt Integrationskurse

Der Bundesrat will Jugendlichen mit Migrationshintergrund den Weg in die Berufsausbildung erleichtern. Er hat deshalb eine Gesetzesinitiative beschlossen, die die Einführung eines speziellen Integrationskurses vorsieht.

Jugendliche mit Migrationshintergrund sollen bereits im letzten Jahr ihrer Schulausbildung eine berufsbezogene Förderung erhalten. Der Kurs soll die Vermittlung von "Bildungssprache" und berufsrelevanter Informationen umfassen.

Der Bundesrat begründet seinen Vorstoß damit, dass bestehende Fördermöglichkeiten erst nach der Schulzeit greifen und dadurch den Übergang in die Ausbildung verzögerten.

Gesetzentwurf zur Änderung des Aufenthaltsgesetzes und der Integrationskursverordnung (PDF, 27 KB)


+ Durch Weiterqualifizierung zur sicheren Beschäftigung

Die Bundesregierung will die Beschäftigungssicherheit durch Weiterqualifizierung erhöhen.

Dafür soll das Sonderprogramm "WeGeBau" für ältere und
geringqualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer flächendeckend ausgebaut werden, um durch berufsbegleitende Weiterbildung Entlassungen vorzubeugen.

Durch "WeGeBau" können Personen gefördert werden, die keinen Ausbildungsabschluss besitzen oder seit mindestens vier Jahren in einem anderen als dem erlernten Beruf tätig sind.

Maßnahmenpaket "Beschäftigungssicherung durch Wachstumsstärkung" (PDF, 79 KB)

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NEUES AUS DEM GPC

+ Themenseiten erneuert

Vor gut einem Jahr hat das GPC sein Online-Angebot um die Themenseiten und ein Glossar ergänzt. Neue Informationen haben wir laufend eingepflegt. Aktuelle Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis machen jedoch auch Überarbeitungen erforderlich.
Wir haben jetzt das Thema "Kompetenzfeststellung" neu gefasst. Weitere Themen stehen zur Nachbearbeitung an.

Wir möchten Sie herzlich bitten, uns Ihre Anregungen, Ergänzungen und Kritik zu den Themen zuzusenden, damit die Neufassung auch den Stand des Wissens im Feld widerspiegelt.

www.good-practice.de/themen.php


+ Aktuelle Datenbank-Einträge

Zu den Datenbanken des GPC:
www.good-practice.de/datenbanken.php


> Anbieterdatenbank (2267 Einträge)

NEU: ZukunftPlus e.V., Bremen


> Qualifizierungsbausteine (BBiG) (514)

NEU: "Grundlagen der manuellen Holzbearbeitung" (Tischler/in), Berufliche Schulen Rendsburg, Schleswig-Holstein
 

> Materialiendatenbank (344 Einträge)

NEU: E-Book "Regionale Ausbildungsoffensive", Lernende Region Tölzer Land gGmbH

Stellen auch Sie Ihre Materialien und Qualifizierungsbausteine den Kolleginnen und Kollegen in der Praxis zur Verfügung!

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NEUES VON LÄNDERAKTIV

+ Regionales Angebot "Partnerbetriebe für jede Schule in NRW"

In NRW zeigt sich eine positive Entwicklung, was die Zahl der Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen angeht.

Es lässt sich allerdings feststellen, dass es zwischen einzelnen Regionen im Land noch Unterschiede im Bestand an Partnerschaften gibt und dass noch Potenziale von und für kleinere und mittlere Unternehmen des Handwerks hinsichtlich von Partnerschaften mit Schulen auszuschöpfen sind.

Um die positive Entwicklung in NRW weiter voranzutreiben, haben im Rahmen von "Partnerbetriebe für jede Schule in NRW" die beiden Handwerkskammern Aachen und Münster damit begonnen, regionale Unterstützungsmodelle zu entwickeln, die speziell kleinen und mittleren Handwerksbetrieben den Aufbau von Partnerschaften mit Schulen erleichtern soll.

Projektpartner ist der Westdeutsche Handwerkskammertag (WHKT), der die beiden Kammern in ihrer Arbeit begleitet und den Erfahrungstransfer unter den Kammern landesweit initiiert.

Partnerbetrieb für jede Schule in NRW

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NEUES AUS DEM BIBB

+ Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt in den neuen Ländern

Im Oktober 2008 wurde eine erste vorläufige Vermittlungsbilanz für das Berichtsjahr 2007/2008 vorgelegt; darin deutet sich eine Wende auf dem Ausbildungsmarkt an: In Ostdeutschland blieben rund 2.800 betriebliche Ausbildungsstellen unbesetzt.

Die Datenlage zu "Angebot" und "Nachfrage" in der Ausbildung wurde nun von einer Autorengruppe des BiBB untersucht. Zwei Ergebnisse sind besonders hervorzuheben:

  • Die Lage auf dem Ausbildungsstellenmarkt in den neuen Bundesländern wurde 2008 erstmalig durch den massiven demografischen Einbruch mitgeprägt, der sich in den kommenden Jahren fortsetzen und zu einem beträchtlichen Nachwuchsmangel für die Betriebe führen wird.
  • Jugendliche ohne bzw. mit schwächeren Abschlüssen scheinen trotz der verschärften Marktlage nur bedingt den Rückgang an qualifizierten Bewerbern ausgleichen zu können. Die Betriebe suchen dezidiert nach "ausreichend geeigneten" Auszubildenden; sie scheinen nur begrenzt bereit zu sein, aus ihrer Sicht "nicht ausbildungsreife" Bewerber in eine Ausbildung zu übernehmen.

www.bibb.de/de/50069.htm


+ Ausbildungsregelungen für behinderte Menschen

  In Deutschland gibt es derzeit etwa 1.000 verschiedene Ausbildungsregelungen für behinderte Menschen, für die wegen Art und Schwere ihrer Behinderung eine Berufsausbildung in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf nicht in Betracht kommt.

Der BIBB-Hauptausschusses hat auf Anregung des Ausschusses für Fragen behinderter Menschen (AFbM)eine differenzierte Bestandsaufnahme der bestehenden Regelungen und deren Anwendung bei den zuständigen Stellen anfertigen lassen.

Die Ergebnisse der Untersuchung bei ca. 500 zuständigen Stellen sind im Abschlussbericht nun veröffentlicht:
"Die Ausbildungsregelungen für behinderte Menschen unter Berücksichtigung quantitativer und qualitativer Kriterien und Fragestellungen"

www.bibb.de/wdp

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BLICK ÜBER DIE GRENZEN

+ Qualitätsprofil für überbetriebliche Kurse

Der schweizerische Verband der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie Swissmem hat zusammen mit anderen Verbänden zehn Qualitätsstandards für überbetriebliche Kurse definiert:

Ab Lehrbeginn 2009 sind Anbieter von überbetrieblichen Kursen dazu verpflichtet, aktiv mit den Berufsfachschulen und Lehrbetrieben zusammen zu arbeiten. Informationen sollen bedürfnisgerecht, glaubwürdig und zeitgerecht aufgearbeitet und den Lernenden zur Verfügung gestellt werden.

Weiterhin soll die Lernzielerreichung überprüft und dokumentiert werden. Die Leistung und das Verhalten der Lernenden soll nach objektiven Kriterien beurteilt werden.

Berufsbildung aktuell zum Thema:
www.bbaktuell.ch/pdf/bba4855a.pdf (PDF, 59 KB)
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AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

  15. bis 16. Dezember 2008, Paderborn
  Fachtagung "Kompetenzfeststellung in der Jugendsozialarbeit - Chancen und
  Risiken durch den Deutschen Qualifikationsrahmen", IN VIA Akademie

  Einzelheiten zu den Veranstaltungen im GPC-Terminkalender:
  www.good-practice.de/tkal

  Stellen auch Sie Ihre Termine dort ein!
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Sie erhalten diesen Newsletter, weil Sie Interesse an der Arbeit des GPC bekundet haben oder selbst aktiv im Handlungsfeld der Förderung von
Benachteiligten in der beruflichen Bildung sind.

Wir freuen uns, wenn Sie weitere Interessenten auf den GPC-Newsletter hinweisen. Leiten Sie den Newsletter einfach weiter mit dem Hinweis, sich bei  Interesse an uns zu wenden.

Die bisherigen Newsletter finden Sie hier:
www.good-practice.de/newsletter.php

Sollten Sie am Bezug des GPC-Newsletters kein Interesse mehr haben,
so senden Sie eine kurze eMail an: gpc@bibb.de
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Vielen Dank für Ihre Rückmeldung an: gpc@bibb.de

Dr. Friedel Schier
Tel: 0228/107 0
Fax: 0228/107 2886

Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center
53043 Bonn