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GPC - NEWSLETTER 85 # GPC - NEWSLETTER 85 # GPC - NEWS
Ausgabe 85, 29.01.2009
Aktuelle Leserzahl: 5.188
Der GPC-Newsletter wird herausgegeben vom
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Good Practice Center zur Förderung von Benachteiligten
Ihre Rückmeldung senden Sie bitte an: gpc@bibb.de
http://www.good-practice.bibb.de
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THEMA DES MONATS
+ Soziale Herkunft = Soziale Zukunft?
NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Recht auf Vorbereitung zum Hauptschulabschluss
+ Bund spricht sich für den Einsatz des Berufswahlpasses aus
NEUES AUS DEM GPC
+ Personeller Wechsel im GPC-Team
+ Aktuelle Datenbank-Einträge
NEUES VON LÄNDERAKTIV
+ Erweiterung der LänderAKTIV-Struktur
+ Berufseinstiegsklassen in Niedersachsen
NEUES AUS DEM BIBB
+ Kompetenz des Bildungspersonals
+ BIBB-Erhebung zur Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt
+ Erprobungsphase für den Deutschen Qualifikationsrahmen
BLICK ÜBER DIE GRENZEN
+ Einstieg ins Berufsleben mit Job Caddies
AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
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THEMA DES MONATS
+ Soziale Herkunft = Soziale Zukunft?
Eine Studie über "Soziale Herkunft und Bildungsziele von Jugendlichen" weist auf die Gefahr hin, dass sich eine geringe Bildungsneigung und eine damit oftmals einhergehende Armut über Generationen hinweg verfestigen können. Nicht die Arbeitslosigkeit der Eltern habe den entscheidenden Einfluss auf die Bildungsziele der Jugendlichen: als entscheidende Determinante erweise sich vielmehr der Bildungsabschluss der Eltern.
Laut Untersuchung sind es auch die finanziellen Folgen der elterlichen Arbeitslosigkeit, die sich negativ auf die Bildungsneigungen der Jugendlichen auswirken. Die befragten 15- bis 17-Jährigen streben dann seltener höhere Schulabschlüsse an, wenn Schulden und schlechte Wohnverhältnisse zum Alltag gehören und bei Ausgaben für die Kinder gespart werden muss.
Ein Migrationshintergrund der Eltern habe nicht per se einen negativen Einfluss auf die Bildungsziele der Kinder. Es komme vorrangig auf die Aufenthaltsdauer an: Je länger sich Eltern bereits in Deutschland befänden, desto häufiger strebten Jugendliche einen hohen Schulabschluss an.
IAB-Untersuchung "Soziale Herkunft und Bildungsziele von Jugendlichen im Armutsbereich" (PDF, 188 KB)
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NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Recht auf Vorbereitung zum Hauptschulabschluss
Seit dem 1. Januar 2009 besteht mit dem neuen Paragraphen 61a SGB III der Rechtsanspruch, dass jeder Jugendliche die Chance erhält, den Hauptschulabschluss im Rahmen einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BvB) nachzuholen.
Der Rechtsanspruch werde dadurch erfüllt, dass die Teilnehmenden in einer BvB auf eine Prüfung vorbereitet werden. Eine Nachprüfung im Rahmen der BvB sei möglich, wenn erwartet werden kann, dass die Nachprüfung dann auch erfolgreich absolviert wird.
Der Gesetzgeber gehe davon aus, dass die Länder ihre Anstrengungen, Schüler durch vorrangige Maßnahmen wie zum Beispiel dem Berufsvorbereitungsjahr oder dem Berufsgrundschuljahr zum Hauptschulabschluss zu führen, unverändert fortsetzen.
Geschäftsanweisung der Bundesagentur für Arbeit zum §61a SGB III neu
+ Bund spricht sich für den Einsatz des Berufswahlpasses aus
Die Bundesregierung will die Voraussetzungen für einen flächendeckenden Einsatz des Berufswahlpasses schaffen. Es soll auch geprüft werden, ob sich durch Einführung einer elektronischen Version mehr junge Menschen erreichen lassen.
Mit dem Berufswahlpass lassen sich Materialien und Informationen sinnvoll ordnen und ablegen. Er hilft dabei, diese später im Bedarfsfall schnell und sicher wiederzufinden.
Mit dem Berufswahlpass können Projekte und Maßnahmen im Rahmen der Berufsorientierung, wie zum Beispiel Praktika, Unterrichtsprojekte, schulische und außerschulische Veranstaltungen oder auch Angaben zu besonderen Lernleistungen, dokumentiert werden.
Stellungnahme der Bundesregierung zum zweiten nationalen Bildungsbericht (PDF, 51 KB)
Weitere Infos zum Berufswahlpass:
www.good-practice.de/infoangebote_beitrag775.php
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NEUES AUS DEM GPC
+ Personeller Wechsel im GPC-Team
Herr Dr. Friedel Schier hat das GPC-Team verlassen und andere Aufgaben im Bundesinstitut für Berufsbildung übernommen. Zukünftig steht Ihnen als Ansprechpartnerin Frau Dr. Ursula Bylinski zur Verfügung.
+ Aktuelle Datenbank-Einträge
Zu den Datenbanken des GPC:
www.good-practice.de/datenbanken.php
> Anbieterdatenbank (2263 Einträge)
NEU: p&w praxis und wissenschaft GmbH, Ingolstadt
> Materialiendatenbank (346 Einträge)
NEU: Reader "Produktionsschule Unna - Idee, Konzeption und Umsetzung", Hrsg.: Werkstatt im Kreis Unna gGmbH
Stellen auch Sie Ihre Materialien den Kolleginnen und Kollegen in der Praxis zur Verfügung!
Kontakt: Dr. Ursula Bylinski, 0228/107-2628
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NEUES VON LÄNDERAKTIV
+ Erweiterung der LänderAKTIV-Struktur
Die Navigations-Struktur der LänderAKTIV-Internetseite ist um die beiden Punkte "Übergang" und "Ausbildung" ergänzt worden.
"Übergang" umfasst den Bereich des Übergangsmanagements, in dem regionale oder kommunale Prozesse der beteiligten Institutionen aufeinander abgestimmt werden.
"Ausbildung" bedeutet im Zusammenhang von LänderAKTIV vor allem die betriebliche Ausbildungs(platz)förderung.
+ Berufseinstiegsklassen in Niedersachsen
Mit Wirkung zum 1. August 2009 wird in Niedersachsen das Berufsgrundbildungsjahr als Schulform aufgehoben. Neu eingeführt wird die Berufseinstiegsklasse.
Die ebenfalls neue Organisationsform der Berufseinstiegsschule umfasst dann die Berufseinstiegsklasse und das Berufsvorbereitungsjahr. In der Berufseinstiegsklasse sollen Schülerinnen und Schüler ihre Kenntnisse und Fähigkeiten für eine Berufsausbildung oder den Besuch einer Berufsfachschule verbessern.
In die Berufseinstiegsklassen werden Schülerinnen und Schüler ohne Schulabschluss aufgenommen. Dort könne der Hauptschulabschluss erworben werden. Dieser werde künftig für den Besuch der Berufsfachschule vorausgesetzt.
Gesetz zur Neuordnung der beruflichen Bildung in Niedersachsen (PDF, 330 KB)
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NEUES AUS DEM BIBB
+ Kompetenz des Bildungspersonals
Der Präsident des Bundesinstitut für Berufsbildung, Manfred Kremer, fordert Kompetenzstandards für das Bildungspersonal. In der außerschulischen und betrieblichen Ausbildung gebe es entsprechende Instrumente bislang nur in Ansätzen.
Es sei notwendig, einerseits Kompetenzstandards für das Bildungspersonal zu entwickeln und andererseits eine Infrastruktur zur Qualitätssicherung der betrieblichen Aus- und Weiterbildung in kleineren und mittleren Betrieben zu fördern. Für öffentlich geförderte Bildungsanbieter sollen solche Standards laut Kremer durch Förderrecht verbindlich gemacht werden.
Der vom BIBB verfolgte Ansatz eines bundeseinheitlichen Weiterbildungssystems für das Berufsbildungspersonal, das von der Ausbildereignungsprüfung über den geprüften Berufsausbilder bis zum geprüften Berufspädagogen reiche, sei gut geeignet, um diese Standards zu konstituieren. Gleichzeitig sei ein in den Ausbildungsprozess integriertes Angebot zur Unterstützung und zur Kompetenzentwicklung der ausbildenden Fachkräfte zu entwickeln.
BWP 06/2008 mit dem Thema "Bildungspersonal qualifizieren":
www.bibb.de/de/50399.htm
+ BIBB-Erhebung zur Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt
Im Zeitraum vom 01.10.2007 bis 30.09.2008 wurden bundesweit 616.615 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das sind 9.270 bzw. 1,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor.
Als Ursache für den Rückgang ist im Wesentlichen der Abbau an außerbetrieblichen Ausbildungsplätzen zu nennen, die seit der Wiedervereinigung in Ostdeutschland zum Ausgleich von fehlenden betrieblichen Lehrstellen eingerichtet werden.
Da inzwischen die Zahl der ostdeutschen Jugendlichen sinkt, wurde der Umfang der überwiegend öffentlich finanzierten außerbetrieblichen Ausbildung der zurückgehenden Nachfrage angepasst.
Weitere Ergebnisse der BIBB-Erhebung:
www.bibb.de/de/50557.htm
+ Erprobungsphase für den Deutschen Qualifikationsrahmen
Um die Praxistauglichkeit eines Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) zu prüfen, unterstützt der Hauptausschuss des BIBB eine einjährige Erprobungsphase im Jahr 2009.
Die Erprobungsphase soll der Bildungspolitik und -praxis Aufschluss darüber geben, ob die ausgewählten Deskriptoren die gewünschte Zuordnung von Qualifikationen ermöglichten und die Anschlussfähigkeit zum Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) gewährleistet sei.
Entschließung des Hauptausschusses zur Gestaltung einer Erprobungsphase für den DQR (PDF, 16KB)
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BLICK ÜBER DIE GRENZEN
+ Einstieg ins Berufsleben mit Job Caddies
Mit dem Mentoringprojekt "Job Caddie" will die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG) Jugendlichen während der Ausbildung und beim Übergang ins Berufsleben behilflich sein. "Job Caddie" besteht aus zwei Angeboten, die je nach Problemlage und Zielgruppe angewendet werden.
- Job Caddie als Koordinator/Koordinatorin: Personen mit sozialen und kommunikativen Kompetenzen können Job Caddie als Koordinator bzw. Koordinatorin werden. Der Job Caddie ruft hierbei eine Konferenz mit den beteiligten Akteuren ein (Ausbilder, Eltern, Sozialstellen usw.). Dort wird ein Plan ausgehandelt, wie dem Mentee am Besten geholfen kann.
- Job Caddie als Mentor/Mentorin: dies sind vor allem Führungs- und Fachkräfte der Altersgruppe 50+. Eine solcher Job Caddie wird in einer Schulung auf die Aufgabe als Mentor/Mentorin vorbereitet. Der Kontakt kann je nachdem über kürzere (mindestens 3 Monate) oder längere Zeit (je nach Bedarf länger als 1 Jahr) dauern.
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AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
27. Februar bis 01. März 2009, Loccum
"Zur Bildung befähigen. Wie kann das Bildungsscheitern der jungen männlichen Migranten überwunden werden?", Evangelische Akademie Loccum
Einzelheiten zu den Veranstaltungen im GPC-Terminkalender:
www.good-practice.de/tkal
Stellen auch Sie Ihre Termine dort ein!
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Dr. Ursula Bylinski
Tel: 0228/107 2628
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Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center
53043 Bonn