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  GPC - NEWSLETTER 87 # GPC - NEWSLETTER 87 # GPC - NEWS

    Ausgabe 87, 03.04.2009

    Aktuelle Leserzahl: 5.317

  Der GPC-Newsletter wird herausgegeben vom
    Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
      Good Practice Center zur Förderung von Benachteiligten

  Ihre Rückmeldung senden Sie bitte an: gpc@bibb.de

          www.good-practice.bibb.de

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THEMA DES MONATS
+ Weniger ist mehr - Wirksamkeit der Maßnahmen im Übergangssystem

NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Neues Fachkonzept zu berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BvB)
+ qualiboXX-Seminare für das Personal von Bildungsträgern
+ Kampagne zum § 13 SGB VIII
+ Jungen sind die Verlierer im Bildungssystem 
+ Bildung hilft gegen Gewalt
+ Zertifizierung von Teilqualifikationen
+ Leitbild "Berufsausbildung 2015" der Bertelsmann-Stiftung
+ Schulische Berufsorientierung und kommunale Koordinierung

NEUES AUS DEM GPC
+ Benachteiligtenförderung - ein Thema an Berufsschulen?
+ Rubrik "Gastbeiträge" mit neuen Links
+ Neue Themenseite "Jugendliche im Strafvollzug"
+ Aktuelle Datenbank-Einträge

NEUES VON LÄNDERAKTIV
+ Regelangebot "Berufseinstiegsschule", Niedersachsen

NEUES AUS DEM BIBB
+ Berufsbildungsbericht 2009 mit BIBB-Datenreport
+ Berufsorientierung in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten
+ Kosten und Nutzen der betrieblichen Ausbildung

BLICK ÜBER DIE GRENZEN
+ Die Kompetenzwerkstatt des Zukunftszentrums Tirol

AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

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THEMA DES MONATS

+ Weniger ist mehr - Wirksamkeit der Maßnahmen im Übergangssystem

Der Hauptausschuss des BIBB merkt in seiner Stellungnahme zum Entwurf des Bildungsberichts 2009 an, dass die Maßnahmen des Übergangssystems kaum noch zu überschauen sind. Deshalb schlägt er eine Untersuchung der Wirksamkeit der Maßnahmen vor, mit dem Ziel, "das Angebot zu straffen".

Der Hauptausschuss fordert

  • die Sicherstellung individueller Lernbegleitung und ergänzender Hilfen entsprechend dem individuellen Bildungsbedarf der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in allen Programmen;
  • eine engere Kooperation mit der Wirtschaft unter anderem durch hohe Anteile betrieblicher Praktika in allen Maßnahmen mit dem Ziel der Übernahme in Ausbildung.

Die Arbeitgeber betonen in ihrer Stellungnahme, dass die Betriebe auch im Jahr 2009 ihr hohes Ausbildungsengagement fortführen werden. Die Wirtschaft unterstütze innovative Ansätze zur Verbesserung des Übergangsmanagements, solange sie der Integration von Altbewerbern diene, "ohne das Berufsprinzip durch Teilqualifikationen infrage zu stellen".

Die Gewerkschaften sehen die Lage auf dem Ausbildungsmarkt weiterhin kritisch. Betont wird, dass auch der Rückgang der Schulabgängerzahlen das  Problem in den nächsten Jahren nicht entschärfen werde, regionale Unterschiede würden eher zunehmen. Zur Verbesserung der Situation für Jugendliche mit schlechteren Startchancen schlägt die Arbeitnehmerseite folgende Punkte vor:

  • ausbildungsbegleitende Hilfen als Regelangebote für die Betriebe auszubauen;
  • ein Integrationspaket für junge Migrantinnen und Migranten, um deren Ausbildungschancen zu erhöhen;
  • eine Erweiterung bzw. Verstetigung der Berufseinstiegsbegleitung;
  • die Evaluation der Instrumente zur Benachteiligtenförderung, um Aussagen über die Effektivität von Maßnahmen treffen zu können.

Stellungnahme des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung zum Entwurf des Berufsbildungsberichts 2009 (PDF, 79 KB)

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NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG


+ Neues Fachkonzept zu berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BvB)

Am 20. März 2009 ist das überarbeitete Fachkonzept für berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB) veröffentlicht worden (gem. §§ 62/61a SGB III und rehaspezifischer BvB gem. §§ 98ff. SGB III). Die rechtlichen Neuerungen gehen auf das Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente zurück, mit dem u.a. ein Rechtsanspruch auf die Vorbereitung auf einen Hauptschulabschluss eingeführt wurde.

Einige wesentliche Änderungen gegenüber dem abgelösten Fachkonzept:

  • Die Zielgruppendefinition wurde überarbeitet. Junge Menschen, die weder über eine Ausbildungsreife noch über eine Berufseignung verfügen, gehören zukünftig zum Teilnehmerkreis der berufsvorbereitenden Bildungsnahmen.
  • "Aktivierungshilfen" können einer BvB vorgeschaltet werden (nach § 46 Abs. 1 S.1 Nr. 1 SGB III, neu ab 01.01.2009). Die Förderungsmöglichkeit durch Aktivierungshilfen besteht auch für behinderte Menschen.
  • Die im Rahmen des Nationalen Paktes entwickelte "Kriterienkatalogs zur Ausbildungsreife" wird im Fachkonzept berücksichtigt.
  • Der Zeitrahmen für die Eignungsanalyse wird auf bis zu vier Wochen erweitert; dies gilt auch für behinderte Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
  • Zusätzliche individuelle Verlängerungsmöglichkeiten bei der individuellen Förderdauer sind gegeben.
  • Der Rechtsanspruch auf die Vorbereitung auf einen Hauptschulabschluss soll ausgestaltet werden. Gesonderte berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen zum Nachholen eines Hauptschul- bzw. gleichwertigen Schulabschlusses außerhalb des Fachkonzepts sind auf der Grundlage des SGB III nicht mehr vorgesehen.

Geschäftsanweisung 03/2009 der BA 

Das neue Fachkonzept für BvB (PDF, 316 KB)


+ qualiboXX-Seminare für das Personal von Bildungsträgern

Mit einem neuen Fortbildungsangebot unterstützt Schulen ans Netz e.V. im Rahmen des Projekts qualiboXX das pädagogische Personal der  Bildungsträger, die in den Bereichen Berufsvorbereitung und Ausbildungsförderung tätig sind.

In Präsenzseminaren und Blended-Learning-Kursen sollen die Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer die Potenziale der digitalen Medien für die Qualifizierung und individuelle Förderung kennenlernen. Die Seminarteilnahme ist kostenfrei.

In einem auf qualiboxx.de veröffentlichten Interview mit Ulrich Eberle von der Bundesagentur für Arbeit verweist dieser auf die Bedeutung von Medienkompetenz in der Ausbildungsreife junger Menschen und die Notwendigkeit der Medienbildung in der Benachteiligtenförderung.

www.qualiboxx.de


+ Kampagne zum § 13 SGB VIII

Das Jahresthema der Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA) lautet "Jetzt schlägt´s Dreizehn!". Ziel der Kampagne ist es, den Auftrag und die Möglichkeiten, die der § 13 SGB VIII beinhaltet, wieder stärker in den Blick zu rücken und darauf hinzuwirken, dass diese besser genutzt werden können.

Die BAG EJSA will dazu beitragen, dass kommunale Akteure wie die Jugendämter, Sozialdezernate, Jobcenter und Kompetenzagenturen gemeinsam ein abgestimmtes Gesamtkonzept zur Integration von jungen Menschen mit besonderem Förderbedarf entwickeln. Ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zu einem lebendigen und qualitativ guten Netzwerk: Die Jugendlichen müssen selbst zu Wort kommen können.

www.bagejsa.de


+ Jungen sind die Verlierer im Bildungssystem

Die Jungen sind in den Schulen gegenüber den Mädchen benachteiligt. Zu diesem Ergebnis kommt der Aktionsrat Bildung in seinem Jahresgutachten "Geschlechterdifferenzen im Bildungssystem".

Ein Ungleichgewicht lasse sich besonders zum Ende der Grundschulzeit und beim Abitur feststellen. Jungen müssten mehr leisten, um eine Empfehlung für das Gymnasium zu erhalten und schafften nur zu 43 gegenüber 57 Prozent bei den Mädchen das Abitur. Außerdem landeten Jungen häufiger auf Förder- und Hauptschulen, und sie stellten 62 Prozent der Schulabgänger ohne Abschluss.

Der Aktionsrat Bildung fordert die Einstellung von mehr männlichen Erziehern und Lehrern. Weiterhin wird dazu geraten, Jungen und Mädchen phasenweise getrennt zu unterrichten, wenn es nicht möglich ist, beide Geschlechter gleichermaßen zu unterstützen. 

Jahresgutachten 2009 des Aktionsrates Bildung (PDF, 5,1 MB) 


+ Bildung hilft gegen Gewalt

Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen hat die Ergebnisse einer Befragung zum Thema Jugendgewalt veröffentlicht. Die Studie belegt, dass sich höhere Bildungschancen präventiv gegen Jugenddelinquenz auswirken.

Je größer beispielsweise der Anteil junger Migranten ausfällt, die den Realschulabschluss oder das Abitur anstreben, desto niedriger ist deren Gewaltrate. Ergebnisse der Befragung aus Hannover belegen dies: Dort ist in den letzten Jahren der Anteil junger Türken, die eine Realschule oder ein Gymnasium besuchen, von 50 auf rund 70 Prozent gestiegen. Gleichzeitig hat sich dort die Zahl der Mehrfachtäter halbiert.

Forschungsbericht "Jugendliche in Deutschland als Opfer und Täter von Gewalt" (PDF, 2 MB)


+ Zertifizierung von Teilqualifikationen

Das von der BA initiierte Projekt "Optimierung der Qualifizierungsangebote für gering qualifizierte Arbeitslose" soll die Beschäftigungsfähigkeit von Geringqualifizierten erhöhen. Eine Zielsetzung ist auch, Teilnehmerinnen und Teilnehmern an beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen in höherem Umfang als bisher zu ermöglichen, individuell zertifizierte Qualifikationen zu erwerben, die besser und über einen längeren Zeitraum hinweg am Arbeitsmarkt einsetzbar sind.

Die BA hat das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) mit der Durchführung des Projektes beauftragt. Das f-bb kooperiert dabei mit dem Institut für Wirtschaftspädagogik der Universität St-Gallen.

Weitere Infos zum Projekt


+ Leitbild "Berufsausbildung 2015" der Bertelsmann-Stiftung

ufbauend auf einer von der Bertelsmann-Stiftung im Dezember 2007 durchgeführten Online-Befragung unter 1.123 Expertinnen und Experten aus Ministerien, Unternehmen, Verbänden, Gewerkschaften und anderen Organisationen wurden im vergangenen Jahr vier Expertenworkshops durchgeführt. Das Ziel der Workshop-Reihe war es, eine Agenda für den mittelfristigen Reformbedarf in der beruflichen Bildung zu formulieren.

Das Leitbild "Berufsausbildung 2015" zielt auf mittelfristige Reformen im System der beruflichen Bildung ab. Gefordert wird neben einer frühen  Berufsorientierung die Neustrukturierung des Übergangssystems sowie die Differenzierung der Ausbildungsangebote selbst. "Übergangsmaßnahmen"  sollen zukünftig ohne Zeitverlust zu einer qualifizierten Berufsausbildung führen: Für nicht ausbildungsreife Jugendliche sollen "zielgruppenadäquate und kreative Ansätze" genutzt werden; für ausbildungsreife Jugendliche ohne Ausbildunsplatz ist entweder eine duale Ausbildung, eine Ausbildung durch Schulen oder eine Ausbildung bei Bildungsträgern angestrebt.

Leitbild "Berufsausbildung 2015" (PDF, 1,1 MB)


+ Schulische Berufsorientierung und kommunale Koordinierung

Die "Arbeitsgemeinschaft Weinheimer Initiative" hat ihre Positionen zur schulischen Berufsorientierung formuliert: Die kommunale Koordinierung sei eine wichtige Voraussetzung für die Zusammenarbeit zwischen den Schulen und den Partnern. Die zuständigen Schulministerien sollen die Voraussetzung dafür schaffen, dass ein solches integratives Konzept realisiert werden kann.

Position der Weinheimer Initiative (PDF, 301 KB)

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NEUES AUS DEM GPC

+ Benachteiligtenförderung - ein Thema an Berufsschulen?

Im Rahmen der Vorstudie zum BIBB-Forschungsprojekt "Anforderungen an die Professionalität des Bildungspersonals im Übergang von der Schule in die Arbeitswelt" wurden bundesweit die Fortbildungsangebote für Lehrkräfte an beruflichen Schulen im Bereich "Benachteiligtenförderung" und für den "Übergang von der Schule in die Arbeitswelt" ermittelt. 

Die Wichtigkeit und Notwendigkeit von Fortbildungsseminaren im Bereich Benachteiligtenförderung wird zwar allgemein als hoch eingestuft, das tatsächliche Angebot ist aber gering. An den beruflichen Schulen überwiegen Fortbildungskurse zur Fachdidaktik. Ein ausgeprägtes Konzept zur Professionalisierung der Lehrkräfte für das Übergangssystem ist aus Sicht der Studie kaum zu erkennen.

Zum GPC-Bericht:
www.good-practice.de/strukturen_beitrag3836.php 


+ Rubrik "Gastbeiträge" mit neuen Links

Die Redaktion des Good Practice Centers freut sich über das Interesse an der neuen Rubrik der Gastbeiträge. Der erste Artikel von Walter Würfel hat den Anstoß zu weiteren Kommentaren von Leserinnen und Lesern gegeben.

Neu an dieser Stelle ist unser Hinweis auf das Positionspapier des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit zu den Schnittstellen zwischen den Rechtskreisen SGB II, III und VIII. Das zentrale Anliegen des Verbundes ist, die Kooperation der Akteure an den Schnittstellen zu verbessern.

Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit rät dringend dazu, dass die Jugendämter, die Arbeitsagenturen und die Träger der Grundsicherung ihre  Angebote und Maßnahmen für die berufliche Integration junger Menschen besser aufeinander abstimmen. Der Bundesgesetzgeber wird aufgefordert,  hierfür die gesetzlichen Kooperationsbestimmungen zu schärfen. 
 
www.good-practice.de/infoangebote_beitrag3735.php


+ Neue Themenseite "Jugendliche im Strafvollzug"

Das Angebot der GPC-Themenseiten ist um den neuen Eintrag "Jugendliche im Strafvollzug" erweitert worden. Zu diesem Thema sind Grundlagen-Infos, Dokumentationen, Literaturhinweise, Forschungsprojekte und mehr zusammengetragen worden.

In vielen Bundesländern werden Projekte für ein verbessertes Übergangsmanagement durchgeführt. Im Rahmen einer systematischen Wiedereingliederungspolitik von (Ex-)Strafgefangenen gewinnt die Phase des Übergangs von der Haft in die Freiheit zunehmend an Bedeutung. Übergangsmanagement umfasst die systematische Begleitung von Gefangenen beim Übergang und ist darauf ausgerichtet, die Haftentlassenen möglichst nahtlos in Ausbildung, Arbeit und Beschäftigung zu bringen.

Bei einer durchschnittlichen Haftzeit von zwölf Monaten kann der Jugendstrafvollzug mit seinen vielfältigen Qualifizierungsmaßnahmen durchaus als Teil des Übergangssystems angesehen werden.

Zur Themenseite "Jugendliche im Strafvollzug":
www.good-practice.de/3737.php


+ Aktuelle Datenbank-Einträge

Zu den Datenbanken des GPC:
www.good-practice.de/datenbanken.php


> Anbieterdatenbank (2262 Einträge)

NEU: Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, Berlin
www.good-practice.de/adb/suche.php?action=view&id=3215 
 

> Materialiendatenbank (353 Einträge)

NEU: Praxishandreichung "Qualitätsstandards und migrationsspezifische Instrumente zur Kompetenzfeststellung und Profiling". Hrsg.: Koordinierungsstelle Integration durch Qualifizierung (KP-IQ), Düsseldorf
       


Stellen auch Sie Ihre Materialien den Kolleginnen und Kollegen in der Praxis zur Verfügung!
Kontakt: Michael Gräf, 0228/107-1304

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NEUES VON LÄNDERAKTIV

+ Regelangebot "Berufseinstiegsschule", Niedersachsen

Die Berufseinstiegsschule umfasst die Berufseinstiegsklasse und das Berufsvorbereitungsjahr. Beides wird im Vollzeitunterricht durchgeführt und dauert jeweils ein Jahr.

Im Berufsvorbereitungsjahr werden Schülerinnen und Schüler, die auf eine besondere individuelle Förderung angewiesen sind, für eine Berufsausbildung oder eine Berufstätigkeit vorbereitet. In der Berufseinstiegsklasse können sie ihre Kenntnisse und Fähigkeiten für eine Berufsausbildung oder den Besuch einer Berufsfachschule verbessern. Aufgenommen werden Schülerinnen und Schüler ohne Hauptschulabschluss. Sie können in der Berufseinstiegsklasse den Hauptschulabschluss erwerben. Im Einzelfall können auch Schülerinnen und Schüler mit Hauptschulabschluss aufgenommen werden, wenn der Besuch der Berufseinstiegsschule für sie förderlich ist.

Weitere Informationen 

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NEUES AUS DEM BIBB

+ Berufsbildungsbericht 2009 mit BIBB-Datenreport

Mit Erscheinen des Berufsbildungsberichts 2009 hat das BIBB erstmals eigenständig einen Datenreport zum Berufsbildungsbericht veröffentlicht. 
Der Bericht ist jetzt in zwei Teile gegliedert: Einen politischen Teil, der von der Bundesregierung beraten und beschlossen wird sowie einen Datenteil, für den das BIBB verantwortlich zeichnet.

Einige der Ergebnisse des Datenreports:

  • Es gibt nach wie vor eine hohe Zahl von Bewerberinnen und Bewerbern, die sich bereits in den Vorjahren um einen Ausbildungsplatz beworben haben (Altbewerberinnen und Altbewerber).
  • Altbewerberinnen und Altbewerber haben nach Ergebnissen der BA/BIBB-Bewerberbefragung 2008 eine geringere Chance, in eine betriebliche  Berufsausbildung einzumünden, obwohl sie sich in ihren schulischen Qualifikationen kaum von Schulabgängerinnen und Schulabgängern unterscheiden, die erst vor kurzem die allgemeinbildende Schule verlassen haben.
  • Die duale Berufsausbildung weist deutliche geschlechtsspezifische Besonderheiten auf. Frauen sind nicht nur in geringerem Ausmaß in der dualen Berufsausbildung vertreten, die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge konzentriert sich zudem auf weniger Ausbildungsberufe als bei männlichen Jugendlichen.
  • In den letzten Jahren hat sich die Übernahmequote von Auszubildenden nach Abschluss der Ausbildung stetig erhöht. Im Jahr 2007 wurden 59  Prozent aller Auszubildenden von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen.
  • Die Ungelerntenquote in der Bevölkerung ist mit 14,9 Prozent (Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen) nach wie vor sehr hoch. Aufgrund des deutlich höheren Arbeitslosigkeitsrisikos von Ungelernten gibt es hier deutlichen Handlungsbedarf.

Berufsbildungsbericht 2009: 
www.bmbf.de/pub/bbb_09.pdf (PDF, 558 KB)

Online-Präsentation des BIBB-Datenreports: 
www.bibb.de/datenreport 


+ Berufsorientierung in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten

Maßnahmen zur Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten sollen Jugendlichen die Gelegenheit geben, für zwei Wochen in einer Bildungsstätte praktische Erfahrungen in drei berufsspezifischen Werkstätten zu machen. Unter Anleitung eines Ausbilders erproben sie bei praktischer Arbeit Eignung und Neigung zu wahlweise drei Berufen.

Das BMBF fördert in einem auf drei Jahre angelegten Programm die Entwicklung geeigneter Maßnahmen und den Aufbau dauerhafter und langfristig von Bundesmitteln unabhängiger Strukturen, die eine nachhaltige Verbesserung des Übergangsmanagements gewährleisten sollen. Bislang sind bundesweit schon rund 160 Projekte bewilligt worden, vornean das Bundesland Nordrhein-Westfalen mit bisher 36 bewilligten Projekten. Förderanträge können beim Bundesinstitut für Berufsbildung gestellt werden.

www.bibb.de/de/32010.htm 


+ Kosten und Nutzen der betrieblichen Ausbildung

Eine Berufsausbildung lohnt sich für die ausbildenden Betriebe, auch wenn sie zunächst Kosten verursacht. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Erhebung des BIBB, bei der rund 3.000 Betriebe zu Kosten und Nutzen der Ausbildung im Jahr 2007 befragt wurden. Eine große Mehrheit gab an, dass sie mit dem Verhältnis von Aufwand und Ertrag "sehr zufrieden" beziehungsweise "zufrieden" ist.

Entstehende Kosten können oftmals durch eine Übernahme der Auszubildenden und die damit eingesparten Personalgewinnungs- und Einarbeitungskosten  neuer Fachkräfte kompensiert werden. Ein Drittel der Betriebe generiert sogar schon während der Ausbildung einen positiven Nettoertrag, indem sie ihre Auszubildenden produktiv einsetzen.

BIBB-Report "Betriebliche Berufsausbildung: Eine lohnende Investition für die Betriebe":
www.bibb.de/de/51130.htm
 
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BLICK ÜBER DIE GRENZEN

+ Die Kompetenzwerkstatt des Zukunftszentrums Tirol

Die Kompetenzwerkstatt wurde in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München konzipiert. Sie will Jugendliche dabei unterstützen zu  erkennen, was sie beruflich können und wollen.

Es wurde eine stärkenorientierte Methode mit neun Modulen erarbeitet, die die Selbständigkeit und Eigenverantwortung von Jugendlichen im Alter von 13 bis 19 Jahren fördern soll. In einem Gruppenprozess setzen sich die jungen Menschen intensiv mit ihren Interessen, ihren Stärken, ihren Zielen und schließlich mit ihrer Berufswahl auseinander. Das Herzstück ist das Praxisprojekt: Hier sammeln die Jugendlichen wertvolle Erfahrungen, die sie bei ihrer Berufswahlentscheidung nutzen können.

Begleitet werden die Jugendlichen von Personen, die in der Jugendarbeit tätig sind und die die Kompetenzwerkstatt-Schulung für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren am Zukunftszentrum Tirol absolviert haben.

www.zukunftszentrum.at
 
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AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

20. Mai 2009, Berlin
Bundesweite Fachtagung "Weil junge Menschen gleiche Chancen brauchen - Impulse für die Ausbildung von benachteiligten Jugendlichen"
Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit

23. Juni 2009, Stuttgart
Zweiter Fachkongress der "Aktion zusammen wachsen" der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration

Einzelheiten zu den Veranstaltungen im GPC-Terminkalender:
www.good-practice.de/tkal

Stellen auch Sie Ihre Termine dort ein!

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Dr. Ursula Bylinski
Tel: 0228/107 2628
Fax: 0228/107 2886

Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center
53043 Bonn