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GPC - NEWSLETTER 89 # GPC - NEWSLETTER 89 # GPC - NEWS
Ausgabe 89, 18.06.2009
Aktuelle Leserzahl: 5.497
Der GPC-Newsletter wird herausgegeben vom
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Good Practice Center zur Förderung von Benachteiligten
Ihre Rückmeldung senden Sie bitte an: gpc@bibb.de
http://www.good-practice.bibb.de
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THEMA DES MONATS
+ Instrumente zur Verhinderung von Ausbildungslosigkeit
NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Neuerungen bei Instrumenten der Benachteiligtenförderung nach SGBIII
+ Kinder mit Behinderungen sollen Schule wählen dürfen
+ Interaktives Portal zur Berufsorientierung
+ Medienbildung für gesellschaftliche Teilhabe
+ Newsletter "Perspektive Berufsabschluss"
NEUES AUS DEM GPC
+ Aktuelle Forschungsprojekte in der beruflichen Integrationsförderung
+ Neue Themenseite "Ausbildungsbausteine"
+ Aktuelle Datenbank-Einträge
NEUES VON LÄNDERAKTIV
+ "Jahr der inklusiven Bildung", Schleswig-Holstein
NEUES AUS DEM BIBB
+ Ausschreibung "Jobstarter - für die Zukunft ausbilden"
+ Neue und modernisierte Ausbildungsberufe 2009
+ Studie zum Ausbildungsplatzangebot 2009 jetzt verfügbar
BLICK ÜBER DIE GRENZEN
+ Neue europäische Benchmarks für die Bildungspolitik
+ Europäisches Berufsbildungsprogramm "Leonardo da Vinci" aufgestockt
AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
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THEMA DES MONATS
+ Instrumente zur Verhinderung von Ausbildungslosigkeit
Bestandsaufnahme:
Das Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (INBAS) hat eine Expertise zu den neuen arbeitsmarktpolitischen Instrumenten seit 2007 veröffentlicht. Untersucht wurde
- der Beschäftigungszuschuss gemäß Paragraph 16a SGB II;
- der Eingliederungs- und Qualifizierungszuschuss für jüngere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer;
- die Einstiegsqualifizierung für Jugendliche;
- die sozialpädagogische Begleitung sowie
- die vertiefte und erweiterte Berufsorientierung.
Hohe Förderzahlen, die einigermaßen den Planzahlen entsprechen, weisen nur die vertiefte Berufsorientierung und die Einstiegsqualifizierung auf. Die vertiefte Berufsorientierung wird auch deshalb als erfolgreich angesehen, weil in fast allen Bundesländern Landesprogramme entstanden sind und umgesetzt werden. Allerdings wendet sich nur ein Teil dieser Programme gezielt an benachteiligte Jugendliche.
Im Ergebnis der Studie wird festgestellt, dass die neuen arbeitsmarktpolitischen Instrumente nur bedingt dazu beitragen, Jugendliche mit Vermittlungshemmnissen zu qualifizieren und ihre Beschäftigungschancen zu verbessern.
Erfahrungen:
Erste Erfahrungen mit der Umsetzung der neuen Instrumente hat auch der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit im Rahmen einer Tagung behandelt. Bezogen auf die Berufseinstiegsbegleitung sei das Engagement aller Beteiligten und deren Austausch entscheidend. Die Kooperationsbereitschaft der Schulen müsse noch intensiviert werden, damit die Berufseinstiegsbegleitung besser in den schulischen Alltag eingebunden werden kann. Problematisch habe sich ausgewirkt, dass die Schulen oft nicht in den Auswahlprozess einbezogen waren.
Handlungsempfehlungen:
In der vom BIBB im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung erstellten Studie "Jugendliche ohne Berufsabschluss - Handlungsempfehlungen für die berufliche Bildung" wird die Etablierung eines Mentorensystems im Sinne der Berufseinstiegbegleitung nach Paragraph 421s SGB III empfohlen. So könne auf der Einzelfallebene eine bildungsbiografisch sinnvolle Ausrichtung und Umsetzung der Bildungsangebote im Zuge der persönlichen Begleitung des jeweiligen Jugendlichen erfolgen. Vorgeschlagen werden eine kontinuierliche Beobachtung ihres individuellen Entwicklungsstands und eine aktive Begleitung ihres Werdegangs durch feste, also möglichst nicht wechselnde Bezugspersonen.
Auf der übergeordneten Ebene sei eine systematische Planung und Abstimmung der kommunalen Bildungsangebote in Form eines regionalen Übergangsmanagements von großer Bedeutung. Bei dezentraler Steuerung des Übergangs unter Mitwirkung der Kommunen könne sich zugleich auch manches Steuerungsproblem auf der übergeordneten Ebene entschärfen. Die Mannigfaltigkeit der Maßnahmen des Übergangssystems biete durchaus Spielräume für flexible Problemlösungen vor Ort.
INBAS-Expertise im Auftrag des Paritätischen Gesamtverbandes "Neue arbeitsmarktpolitische Instrumente für Jugendliche" (PDF, 960 KB)
Ergebnisse der Tagung des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit vom 20. Mai 2009 in Berlin:
www.good-practice.de/tagung_impulse_ausbildung.pdf (PDF, 214 KB)
Studie "Jugendliche ohne Berufsabschluss - Handlungsempfehlungen für die berufliche Bildung":
www.bibb.de/de/51639.htm
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NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Neuerungen bei Instrumenten der Benachteiligtenförderung nach SGB III
Ab August 2009 treten einige rechtliche Änderungen bei der Benachteiligtenförderung in Kraft. Diese betreffen unter anderem
- die eigenständige Rechtsgrundlage der Paragraphen 242 SGB III;
- den Wegfall der Begrenzung der Förderungsfähigkeit auf das erste Ausbildungsjahr;
- die Fortsetzung einer abgebrochen Ausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen;
- den Wegfall der Übergangshilfen;
- die Bescheinigung bereits absolvierter Ausbildungsinhalte bei vorzeitiger Vertragsauflösung.
Darüber hinaus entfällt die gesonderte Trägerpersonalfortbildung. Die Qualität des eingesetzten Personals ist nach der Neuregelung die Aufgabe des Auftragnehmers. Dieser muss demnach die laufende Qualifizierung des eingesetzten Personals sicherstellen (jährlich ein Drittel des Personals für drei Tage).
Übersicht über Neuerungen bei den Instrumenten der Förderung Jugendlicher im SGB III:
www.good-practice.de/VortragThate.pdf (PDF, 377 KB)
+ Kinder mit Behinderungen sollen Schule wählen dürfen
Seit März 2009 gilt in Deutschland eine UN-Konvention, nach der behinderte Kinder das Recht haben, eine Regelschule zu besuchen. Das Sonderschulwesen soll schrittweise abgebaut werden, die allgemeinen Schulen sollen inklusives Lernen ermöglichen und für Barrierefreiheit sorgen.
Die derzeitige Situation sieht anders aus: nur 15,7 Prozent der behinderten Schülerinnen und Schüler gehen gemeinsam mit nichtbehinderten zur Schule. 80 Prozent der Sonderschülerinnen und -schüler erreichen keinen Schulabschluss, 90 Prozent erlangen keinen Beruf.
Auf der Konferenz "Vereint für gemeinsame Bildung" Anfang Mai in Berlin haben Bildungswissenschaftler und Experten aus der schulischen Praxis darüber diskutiert, wie weitere Schritte zur Umsetzung der UN-Konvention aussehen können.
Zum Beispiel könne die Orientierung an Kompetenzen und Bildungsstandards dazu genutzt werden, ein inklusives Bildungsverständnis voranzutreiben. Standards sollen das nach "oben offene" Bildungsminimum definieren, auf das jedes Kind einen Anspruch hat.
Dokumentation der Konferenz "Vereint für gemeinsame Bildung" vom 6. und 7. Mai 2009
+ Interaktives Portal zur Berufsorientierung
Das neue Internet-Portal "beroobi" von Schulen ans Netz e.V. bietet multimediale und interaktive Einblicke in den Arbeitsalltag verschiedener Berufe. Junge Frauen und Männer, die bereits in ihrem Beruf arbeiten, stellen diesen auf verschiedenen Ebenen vor und lassen die Jugendlichen mit Video- und Audiosequenzen an ihrem Berufsleben teilhaben.
Das Projekt versteht sich als Türöffner zu bereits bestehenden Angeboten der Berufsorientierung, Berufsberatung und beruflichen Bildung. Es werden bewusst Ausbildungswege in Zukunftsbranchen und Innovationsbereichen (Industrie, Handwerk, Bau, Naturwissenschaften, Technik und IT) in den Blick genommen.
+ Medienbildung für gesellschaftliche Teilhabe
Im Bericht "Kompetenzen in einer digital geprägten Kultur" einer Expertenkommission des BMBF wird die Medienbildung als unverzichtbarer Baustein für die Persönlichkeitsentwicklung, gesellschaftliche Teilhabe und die Beschäftigungsfähigkeit verstanden.
Darin wird auch das Potenzial digitaler Medien zur Förderung junger Menschen aus benachteiligten Milieus hervorgehoben. Die Medienbildung könne sich auf die Selbstbilder der Jugendlichen und die Erfahrungen in ihren Lebensräumen beziehen und darüber einen Zugang ermöglichen. Digitale Medien erlauben eine sehr individuelle Förderung, und durch ihre multimedialen Codes (zum Beispiel visuelle Darstellungen) ist es möglich, an zielgruppenspezifischen Zugangsweisen anzusetzen.
Der Bericht schließt mit der Forderung an Bund und Länder, die Medienbildung innerhalb ihrer Zuständigkeiten voranzubringen. Der Bund wird gesondert aufgefordert, mit einer Initiative zur Medienbildung in der Ausbildung zusammen mit den Sozialpartnern ein Signal zu setzen.
Bericht "Kompetenzen in einer digital geprägten Kultur":
www.bmbf.de/pub/kompetenzen_in_digital_kultur.pdf (PDF, 109 KB)
+ Newsletter "Perspektive Berufsabschluss"
Die zweite Ausgabe des Newsletters zum Programm "Perspektive Berufsabschluss" ist erschienen. Er informiert über das BMBF-Programm mit den zwei Förderinitiativen "Regionales Übergangsmanagement" und "Abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung".
Der Schwerpunkt der zweiten Ausgabe des Newsletters ist das Thema Datengrundlagen. Die wissenschaftlichen Begleitungen stellen ihre ersten Ergebnisse und Erfahrungen nach einjähriger Beobachtung und Beratung der Programmvorhaben vor.
Newsletter Nr. 2 (PDF, 496 KB)
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NEUES AUS DEM GPC
+ Aktuelle Forschungsprojekte in der beruflichen Integrationsförderung
Die Zusammenstellung "Aktuelle Forschungsprojekte in der beruflichen Integrationsförderung" ist im Rahmen von kontinuierlich stattfindenden Expertengesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Fachhochschulen und Universitäten entstanden.
Die aufgeführten Forschungsprojekte haben unterschiedliche Schwerpunktsetzungen und greifen jeweils spezifische Forschungsfragen auf. Die vorgenommene Clusterung stellt einen Versuch dar, einerseits die thematischen Schwerpunkte des Handlungsfeldes zu spiegeln und andererseits die laufenden Projekte entsprechend thematisch zuzuordnen.
Neben den Projekten von Fachhochschulen und Universitäten finden sich in der Zusammenstellung auch Forschungs- und Entwicklungsprojekte des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), die im Jahr 2006 begonnen haben beziehungsweise noch andauerten.
www.good-practice.de/forschung_bnf.pdf (PDF, 147 KB)
+ Neue Themenseite "Ausbildungsbausteine"
Das Angebot der GPC-Themenseiten ist um den neuen Eintrag "Ausbildungsbausteine" erweitert worden. Zu diesem Thema sind Grundlagen-Infos, Dokumentationen, Literaturhinweise, Forschungsprojekte und mehr zusammengetragen worden.
Ausbildungsbausteine sind zeitlich abgegrenzte standardisierte und didaktisch begründete Teilmengen der geltenden Ausbildungsordnung eines Ausbildungsberufes, die sich an berufstypischen und einsatzgebietsüblichen Arbeits- und Geschäftsprozessen orientieren. Sie umfassen in der Summe das gesamte Berufsbild sowie sämtliche Inhalte (Mindeststandards).
Zur Themenseite "Ausbildungsbausteine":
www.good-practice.de/3854.php
+ Aktuelle Datenbank-Einträge
Zu den Datenbanken des GPC:
www.good-practice.de/datenbanken.php
> Good Practice-Lösungen (96 Einträge)
NEU: "Integrierte Sprachförderung im Fachunterricht", Berufsfeld Handwerk.
Gesellschaft für berufsbildende Maßnahmen (GFBM)e.V.
http://www.good-practice.de/gp/suche.php?action=view&id=689
> Materialiendatenbank (365 Einträge)
NEU: Arbeitshilfe "Zwischen Schule und Arbeitswelt - Freie Träger im Lokalen Übergangsmanagement - Arbeitshilfe zur strategischen Positionierung freier Träger im Kontext eines lokalen Übergangsmanagements"
Hrsg.: AWO Bundesverband e.V., Berlin
NEU: Studie "Berufliche Bildung sozial benachteiligter junger Menschen - Steuerung und Gestaltung durch Qualitätsentwicklung, Akkreditierung und Bildungsstandards"
Hrsg.: BBJ Consult AG, Berlin
Stellen auch Sie Ihre Materialien den Kolleginnen und Kollegen in der Praxis zur Verfügung! Kontakt: Michael Gräf, 0228-1071304
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NEUES VON LÄNDERAKTIV
+ "Jahr der inklusiven Bildung", Schleswig-Holstein
"besser zusammen" - unter dieser Überschrift steht das "Jahr der inklusiven Bildung" 2009 in Schleswig-Holstein. Mit Informationstagen, Diskussionsrunden und anderen Veranstaltungen und Veröffentlichungen soll das Konzept der "inklusiven Bildung" in der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.
In Schleswig-Holstein wird mit 45 Prozent bereits fast die Hälfte der Förderschüler integrativ in Regelschulen unterrichtet. Das ist die höchste Quote aller Flächenländer in Deutschland. Kern dieser Entwicklung ist die Umstrukturierung der Sonderschulen in Förderzentren.
Am "Jahr der inklusiven Bildung" 2009 beteiligen sich nicht nur Schulen, sondern auch viele Verbände und Institutionen. Auch die Deutsche UNESCO arbeitet eng mit dem Ministerium zusammen.
www.laenderaktiv.de/laenderdbhtml/2110.htm
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NEUES AUS DEM BIBB
+ Ausschreibung "Jobstarter - für die Zukunft ausbilden"
Das BMBF fördert aus Bundesmitteln und aus Mitteln des ESF das Programm "Jobstarter - für die Zukunft ausbilden". Das Programm zielt in der fünften Förderrunde insbesondere auf eine nachhaltige Fachkräftesicherung durch betriebliche Ausbildung, europäische Öffnung und Steigerung der Attraktivität dualer Berufsausbildung. Der Fokus liegt dabei auf bisher nicht ausbildenden Unternehmen, Unternehmen in ausgewählten Branchen oder Unternehmen von Inhabern und Inhaberinnen mit Migrationshintergrund.
Themenschwerpunkte sind
- Ausbildungsinitiativen in ausgewählten Branchen;
- Entwicklung des betrieblichen Ausbildungsangebots für ausgewählte Zielgruppen;
- Entwicklung und Stabilisierung regionaler Ausbildungsstrukturen;
- Anschlussfähigkeit und Flexibilität durch zusätzliche Qualifikationsmöglichkeiten während der dualen Ausbildung;
- Europäische Ausbildungskooperationen.
Der Projektzeitraum kann bis zu 36 Monate betragen. Der Beginn der Förderung von Projekten dieser Ausschreibungsrunde ist ab dem 1. November 2009 möglich. Anträge können bis zum 31. Juli 2009 im BIBB eingereicht werden.
Bekanntgabe der Förderrichtlinien:
www.jobstarter.de/de/2011.php
+ Neue und modernisierte Ausbildungsberufe 2009
Zu Beginn des Ausbildungsjahres 2009 gehen am 1. August voraussichtlich sieben neue oder modernisierte Ausbildungsberufe an den Start.
Die neuen Ausbildungsberufe sind:
- Bergbautechnologe/Bergbautechnologin
- Industrieelektriker/Industrieelektrikerin
- Werkfeuerwehrmann/Werkfeuerwehrfrau
Modernisiert wurden:
- Fotograf/Fotografin
- Keramiker/Keramikerin
- Musikfachhändler/Musikfachhändlerin
- Technischer Modellbauer/Technische Modellbauerin
BIBB-Präsident Kremer appellierte an die Wirtschaft, in den neuen Ausbildungsberufen auszubilden und gerade jetzt, wo die Situation auf dem Arbeits- und Lehrstellenmarkt schwierig sei, die Ausbildungsbereitschaft insgesamt hoch zu halten.
Umfassende Beschreibungen der neuen und modernisierten Ausbildungsberufe 2009 enthält eine gleichnamige Broschüre des BIBB:
www.bibb.de/berufe
Weitere Infos zu neuen und modernisierten Ausbildungsberufen enthält Kapitel A5.1.2 des BIBB-Datenreports, der jetzt in der endgültigen Fassung vorliegt:
www.bibb.de/datenreport
+ Studie zum Ausbildungsplatzangebot 2009 jetzt verfügbar
Wie bereits im letzten GPC-Newsletter berichtet wurde, ist in diesem Jahr mit einem rückläufigen Angebot an Ausbildungsplätzen zu rechnen. Dies ist das zentrale Ergebnis einer Telefonumfrage bei rund 1.000 Betrieben, die das Bundesinstitut für Berufsbildung im April 2009 in Kooperation mit der WSF Wirtschafts- und Sozialforschung, Kerpen durchgeführt hat.
Welche Gründe hierfür maßgebend sind, welche Wirtschaftsbereiche und Regionen hiervon besonders betroffen sind und ob das Angebot noch ausreicht, eine hinreichende Versorgung des aktuellen Schulabgänger-Jahrgangs sicherzustellen, zeigen weitere Befragungsergebnisse, die in dem jetzt online vorliegenden Bericht vorgestellt werden.
Bericht "Rückläufiges Ausbildungsplatzangebot im kommenden Ausbildungsjahr zu erwarten":
www.bibb.de/de/51586.htm
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BLICK ÜBER DIE GRENZEN
+ Neue europäische Benchmarks für die Bildungspolitik
Die EU-Mitgliedsstaaten haben auf der Sitzung des Europäischen Rates am 12. Mai 2009 in Brüssel einen neuen strategischen Rahmen beschlossen, mit dem sie ihre Zusammenarbeit in der allgemeinen und beruflichen Bildung vertiefen wollen.
In diesem Zusammenhang wurden Benchmarks zur Beobachtung des Fortschritts bei der allgemeinen und beruflichen Bildung festgelegt. Dies betrifft unter anderem:
- Frühzeitige Schul- und Ausbildungsabgänger
Bis 2020 soll der Anteil der 18- bis 24-Jährigen, die nur die untere Sekundarstufe besucht und diese eventuell nicht abgeschlossen haben und keine weiterführende Schul- oder Berufsbildung durchlaufen weniger als zehn Prozent betragen.
- Schülerinnen und Schüler mit schlechten Leistungen bei den Grundkompetenzen
Bis 2020 soll der Anteil der 15-Jährigen mit schlechten Leistungen in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften unter 15 Prozent liegen.
Weitere Infos unter:
http://ec.europa.eu/education/news/news1383_de.htm
BIBB-Info "Neues aus Europa":
www.bibb.de/de/5375.htm
+ Europäisches Berufsbildungsprogramm "Leonardo da Vinci" aufgestockt
Das BMBF hat das Programm "Leonardo da Vinci" angesichts der steigenden Nachfrage nach Auslandsaufenthalten aufgestockt. Mit rund 800.000 Euro können in diesem Jahr fast 500 Auszubildende zusätzlich gefördert werden.
Der Innovationskreis Berufliche Bildung hatte sich 2007 in seinen Empfehlungen für die weitere europäische Öffnung der beruflichen Bildung und für eine Verdoppelung der Zahl der Auslandsqualifizierungen ausgesprochen.
In diesem Jahr werden erstmals mehr als 10.000 Auszubildende aus Deutschland einen Teil ihrer dualen Ausbildung, zwischen drei Wochen und neun Monaten, in einem ausländischen Betrieb absolvieren.
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AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
07.-08. Juli 2009, Darmstadt
AG BFN-Fachtagung "Berufliche Bildung für Menschen mit Migrationshintergrund"
09. Juli 2009, Nürnberg
ARGE-Jugendkonferenz und Bildungskonferenz der Stadt Nürnberg "Übergang Schule-Beruf"
Einzelheiten zu den Veranstaltungen im GPC-Terminkalender:
www.good-practice.de/tkal
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Wir freuen uns, wenn Sie weitere Interessenten auf den GPC-Newsletter hinweisen. Leiten Sie den Newsletter einfach weiter mit dem Hinweis, sich bei Interesse an uns zu wenden.
Die bisherigen Newsletter finden Sie hier:
www.good-practice.de/newsletter.php
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Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center
53043 Bonn