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Männer schneiden in der beruflichen Laufbahn häufig erfolgreicher ab als Frauen und sie ergreifen meist die besser bezahlten und karriereorientierteren Berufe. Dennoch können junge Männer aus bildungspolitischer Perspektive als die problematischere Gruppe gelten. Während in den 70er Jahren das katholische Mädchen vom Land als klassische Bildungsverliererin galt, ist es heute eher der Junge mit Migrationshintergrund.
Je geringer qualifizierend die Schulform ist, desto höher ist der Anteil der Jungen. Während unter deutschen Jungen jeder zehnte die Schule ohne Abschluss beendet, sind es knapp sechs Prozent der Mädchen (unter Ausländern liegt dies Verhältnis bei 22 zu 16 Prozent). Der Männeranteil im Berufsvorbereitungsjahr liegt bei knapp zwei Dritteln und im Berufsgrundbildungsjahr bei 70 Prozent.
Das Berufswahlspektrum der Jungen ist breiter als das der Mädchen, doch sie orientieren sich in ihren Berufswünschen sowie den Ausbildungswegen an tradierten Geschlechterbildern und ergreifen Berufe im handwerklichen und industriellen Bereich. Dies kann sich aufgrund des beruflichen Wandels zunehmend als riskante Strategie erweisen. Beim direkten Übergang von der Schule in die Berufsausbildung sind Männer bereits häufiger von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als Frauen.
Eine jungengerechte Benachteiligtenförderung reagiert hierauf sowohl mit der inhaltlichen Ausrichtung (z.B. mit Arbeit an männlichen Rollenbildern und sozialen Kompetenzen) als auch mit der methodisch didaktischen Gestaltung (z.B. durch die Vermeidung überwiegend schulischer Angebote, da die Aufmerksamkeit von Jungen dabei stärker als die von Mädchen von der geschlechtshomogenen Peer-Group auf sich gezogen wird).
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Letzte Änderung: 01.09.2011 eMail-direkt » Seite empfehlen »
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Erstellt am: Dienstag, 30. Juni 2009 Kommentare hinzufügen »