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GPC - NEWSLETTER 92 # GPC - NEWSLETTER 92 # GPC - NEWS
Ausgabe 92, 06.10.2009
Aktuelle Leserzahl: 5.712
Der GPC-Newsletter wird herausgegeben vom
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Good Practice Center zur Förderung von Benachteiligten
Ihre Rückmeldung senden Sie bitte an: gpc@bibb.de
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THEMA DES MONATS
+ Go east - Dem Osten gehen die Azubis aus
NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Armut und ihre Folgen für den Bildungsverlauf
+ "Meine Chance - ich starte durch"
+ Hauptschüler als Altenpfleger?
+ Europäische Impulse für die Benachteiligtenförderung
+ Landesausschuss NRW empfiehlt kommunale Koordinierung des Übergangs
+ Wanderausstellung »anders? - cool!«
+ Amokläufe können verhindert werden
NEUES AUS DEM GPC
+ Neuer Gastbeitrag von Christian Hampel
+ Altenpflegeausbildung: Einstiegsqualifizierung mit Qualibausteinen
+ Keine Chance(ngleichheit) für Jugendliche mit Migrationshintergrund
+ Überarbeitete Themenseite "Medienkompetenz"
+ Neue Mitarbeiterin im GPC
+ Aktuelle Datenbank-Einträge
NEUES VON LÄNDERAKTIV
+ Bund-Länder-Programm "Startklar"
+ Förderprogramm "Qualifizierung und Beschäftigung junger Menschen"
NEUES AUS DEM BIBB
+ Unbesetzte Ausbildungsstellen - Versäumnisse der Betriebe
+ Forschungsprojekt zur Berufsorientierung junger Frauen
+ Dokumentation der AG BFN-Fachtagung "Berufliche Bildung"
+ Neue Bibliografie "Informell erworbene Kompetenzen"
BLICK ÜBER DIE GRENZEN
+ Neuerscheinung 2010: Journal of European Vocational Education
+ Qualitätssicherung in der europäischen Berufsbildung
AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
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THEMA DES MONATS
+ Go east - Dem Osten gehen die Azubis aus
Nachdem in den letzten Monaten häufig von einer rückläufigen Ausbildungsbereitschaft der Betriebe in Zeiten der Wirtschaftskrise zu lesen war, fallen zur Zeit eher die stark sinkenden Bewerberzahlen auf. Vor allem im Osten Deutschlands bestehen in manchen Branchen große Probleme, die vorhandenen Ausbildungsplätze zu besetzen.
Laut den Daten der Ausbildungsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber bis Mitte August 2009 deutlich geringer als im Vorjahreszeitraum. Seit Beginn des Beratungsjahres am 1. Oktober haben 14 Prozent weniger von ihnen nach einer Lehrstelle gesucht. Während sich in Westdeutschland die Bewerberzahl "nur" um elf Prozent verringerte, ging diese in Ostdeutschland um 26 Prozent zurück.
Dieser Rückgang resultiert auch aus der weiter sinkenden Zahl von Absolventinnen und Absolventen allgemeinbildender Schulen. Dabei wurde dieser sogar noch durch die doppelten Abschlussjahrgänge aufgrund der Verkürzung der gymnasialen Schulzeit auf 12 Jahre in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr gebremst.
Laut Ausbildungsreport des DGB verdienen die Auszubildenden in Ostdeutschland nur 86 Prozent des im Westen üblichen Gehaltes. Dies kann als ein weiterer Grund für die Abwanderung ostdeutscher Jugendlicher angesehen werden.
Das BIBB hat in einer Befragung von mehr als 1.000 Betrieben festgestellt, dass es auch von Seiten der Unternehmen Versäumnisse gibt, aufgrund derer Ausbildungsstellen unbesetzt bleiben. Oft seien erhebliche Defizite beim Vermittlungsprozess zwischen Ausbildungsplatzanbietern und Stellensuchenden erkennbar gewesen.
Der Trend zu einem weiteren Rückgang der Bewerberzahlen ist bereits erkennbar. Auch die Projekte im Rahmen des Jobstarter-Programms haben in den neuen Ländern noch rund 2.500 unbesetzte Ausbildungsplätze in 180 Berufen im Angebot. Daher wurde eine Datenbank mit Länderlisten eingerichtet, in denen freie Stellen und passende Ansprechpartner gefunden werden können.
Monatsberichte der Bundesagentur für Arbeit
Ausbildungsreport 2009 des DGB (PDF, 413 KB)
BIBB REPORT Heft 10/09: "Unbesetzte Ausbildungsplätze - warum Betriebe erfolglos bleiben. Ergebnisse des BIBB-Ausbildungsmonitors":
www.bibb.de/de/52233.htm
Jobstarter-Länderlisten:
www.jobstarter.de/de/2139.php
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NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Armut und ihre Folgen für den Bildungsverlauf
Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) erforscht seit 1998 "Armut und Armutsfolgen bei Kindern". Dabei wird der Bildungsverlauf junger Menschen im Zusammenhang mit der Bedeutung und den Folgen von Armut untersucht. Im Anschluss an die bisherigen drei Studien zur Armut im Vorschul- und Grundschulalter entsteht jetzt die vierte Folgestudie "Lebenslagen und Zukunftschancen von (armen) Kindern am Ende der Sekundarstufe I".
Diese analysiert Armut bei 16-Jährigen und deren Strategien zur Bewältigung. Weiterhin sollen neue theoretische Erkenntnisse und empirisches Wissen ermittelt werden. Die Themenschwerpunkte sind unter anderem Betroffenheit und Lebenslage der Erforschten, Verlauf von Armutskarrieren, Schutzfaktoren und Ansätze sozialer Integration sowie Umfang und Rolle von Hilfsangeboten.
Weiterhin sollen fachliche Handlungsempfehlungen für Praxis und Politik entwickelt werden, um zu Strukturen, Konzepten und Maßnahmen zu gelangen, die jungen Menschen am Übergang von der Schule in den Beruf eine hilfreiche Begleitung und Förderung ermöglichen und soziale Benachteiligung präventiv vermeiden.
Weitere Infos auf der GPC-Themenseite "Sozial Benachteiligte" in der Rubrik Forschung:
www.good-practice.de/3349.php
+ "Meine Chance - ich starte durch"
Unter diesem Motto fördert die Deutsche Telekom in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit 61 benachteiligte Jugendliche durch eine einjährige Einstiegsqualifizierung. Dabei sollen die Jugendlichen in den allgemeinen Ausbildungsbetrieb integriert werden.
Die Voraussetzung für den Erhalt eines Jahrespraktikums war, dass die Jugendlichen zu den Altbewerberinnen und Altbewerbern gehören, maximal einen Hauptschulabschluss mitbringen und sie oder ihre Eltern Hartz IV-Leistungen beziehen.
Die Telekom ist die erste Firma unter den 30 DAX-notierten Großunternehmen, die ein solches Betriebspraktikum anbietet. Neben den 61 Jugendlichen, die hieran teilnehmen, beginnen dieses Jahr weitere 3.500 Auszubildende und duale Studenten ihre Berufsausbildung bei der Telekom.
Pressemitteilung der Deutschen Telekom
+ Hauptschüler als Altenpfleger?
Die in diesem Jahr beschlossene Öffnung der Altenpflege-Ausbildung für Hauptschülerinnen und Hauptschüler mit Abschluss der Klasse 10 wird weiterhin kontrovers diskutiert. Oft wird die mangelnde Ausbildungsreife der Schulabgängerinnen und -abgänger beklagt.
Allerdings greift diese Regelung nur in den wenigen Bundesländern, in denen die Hauptschule die zehnte Klasse beinhaltet. Unterschiede bestehen in den schulischen Regelungen: Die Hauptschule endet in einigen Ländern regulär nach neun, in anderen nach zehnSchuljahren. Neben dem Hauptschulabschluss gibt es in einigen Ländern den erweiterten Hauptschulabschluss, der oberhalb des Hauptschulabschlusses, aber unterhalb der mittleren Reife liegt - dieser bot auch schon vor der Neuregelung den Zugang zur Examensausbildung in der Altenpflege.
Deshalb wird kritisch betrachtet, ob die Öffnung des Pflegeberufs als Maßnahme überhaupt ausreicht, um dem drohenden Fachkräftemangel entgegen zu treten. Eine Studie der Universität Freiburg in Kooperation mit der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege kommt zu dem Ergebnis, dass sich ein großer Teil des Problems lösen ließe, wenn Altenpflegekräfte länger in ihrem Beruf tätig blieben. Altenpflegekräfte arbeiten durchschnittlich 8,4 Jahre in ihrem Beruf, Pflegekräfte in Krankenhäusern dagegen 13,7 Jahre.
Bei einer derart kurzen Verweildauer im erlernten Beruf liegt der Verdacht nahe, dass dieser Situation schlechte Arbeitsbedingungen zu Grunde liegen. Mit der Öffnung der Altenpflege-Ausbildung für weitere Zielgruppen wird möglicherweise von diesem Umstand abgelenkt.
Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) kommentiert die Öffnung der Altenpflegeausbildung positiv: "Für den Zugang zur Altenpflegeausbildung gelten wieder die gleichen Voraussetzungen wie für die Krankenpflegeausbildung. Das ist sachgerecht, weil sowohl in der praktischen Arbeit der Pflegeeinrichtungen als auch in der Ausbildung selbst die Krankenpflege und die Altenpflege immer mehr zusammenrücken. Der Beschluss ist auch ein wichtiger Schritt auf dem Weg hin zu einer einheitlichen Ausbildung in der Pflege."
Artikel 12a Änderung des Krankenpflegegesetzes:
www.buzer.de/gesetz/8873/a162171.htm
Pro und Contra "Ausbildung für Hauptschüler?"
www.altenpflege.vincentz.net
(Kostenlose Registrierung erforderlich)
Pressemitteilung der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege
+ Europäische Impulse für die Benachteiligtenförderung
"Inklusion statt Exklusion" war die zentrale Botschaft der Veranstaltung "Berufliche Förderkonzepte für Benachteiligte - Europäische Impulse für Nordrhein-Westfalen" vom 20. August 2009 in Düsseldorf. Mit rund 300 Teilnehmenden stieß die Veranstaltung auf ein erfreulich hohes Interesse.
Die Verbindung regionaler und europäischer Ansätze bei der beruflichen Förderung Benachteiligter wurde dabei als eine der wichtigen bildungs- wie beschäftigungspolitischen Herausforderungen diskutiert. Eine umfangreiche Dokumentation der Fachtagung mit Präsentationen, Fotos und Tagungsprogramm ist jetzt online verfügbar.
+ Landesausschuss NRW empfiehlt kommunale Koordinierung des Übergangs
Die Forderung, den Aufbau kommunaler Koordinierung zur Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf voranzutreiben, ist nicht neu. Nun spricht erstmals ein Landesausschuss eine klare Empfehlung aus: Die koordinierende Stelle des Übergangs solle in den 54 Kreisen und kreisfreien Städten Nordrhein-Westfalens in kommunaler Trägerschaft liegen, so der Landesausschuss für Berufsbildung NRW.
Durch diese koordinierende Stelle solle die Verantwortung der verschiedenen Akteure gebündelt und gemeinsam wahrgenommen werden. Dadurch könne dem einzelnen Jugendlichen eine passgenaue Vermittlung und Begleitung in Ausbildung und Beschäftigung gesichert und ein auf dem individuellen Qualifizierungsstand basierendes zielgerichtetes Bildungsangebot gemacht werden.
www.good-practice.de/infoangebote_beitrag3958.php
+ Wanderausstellung »anders? - cool!«
Zugewanderte Jugendliche leben aus sehr unterschiedlichen Gründen in Deutschland. Sie sind zu-, nach-, hin- und hergezogen, hier geboren, vertrieben worden oder geflohen. Sie kommen aus unterschiedlichen Ländern, sprechen unterschiedliche Sprachen, haben unterschiedliche Schul- oder Berufsausbildungen und leben in unterschiedlichen sozialen Bezügen.
Die multimediale Wanderausstellung »anders? - cool!« der Jugendmigrationsdienste spiegelt die Sorgen, Freuden und Hoffnungen der Jugendlichen mit Migrationshintergrund wieder. Zugleich zeigt »anders? - cool!« Angebote der Jugendmigrationsdienste auf, mit denen die Jugendlichen Unterstützung bei ihrer sprachlichen, schulischen, beruflichen und sozialen Integration erfahren können.
Die Ausstellung wird vorzugsweise Jugendmigrationsdiensten - aber auch anderen Trägern der Jugendsozialarbeit sowie Einrichtungen, die mit zugewanderten Jugendlichen arbeiten - zwei Wochen lang kostenfrei zur Verfügung gestellt
+ Amokläufe können verhindert werden
Dr. Jens Hoffmann von der TU Darmstadt hat einen Ansatz entwickelt, um zielgerichtete Gewalttaten und Amokläufe in einem frühen Stadium zu erkennen und mit einer Krisenintervention deeskalierend tätig zu werden.
In allen untersuchten Fällen konnten deutliche Risikomerkmale im Verhalten und in der Kommunikation der Täter im Vorfeld der Tat identifiziert werden. Bei allen Tätern waren im Vorfeld der Gewalttat Kränkungen, soziale Brüche oder Verlusterfahrungen zu verzeichnen. Fast alle Jugendlichen reagierten sehr empfindlich auf diese Erfahrungen. Zudem waren in allen Fällen schulische Konflikte erkennbar.
Das von Hoffmann entwickelte Modell zur Risikoeinschätzung und zum Fallmanagement bei zielgerichteter Gewalt und Amok an Schulen wird bereits von einigen schulpsychologischen Diensten und Polizeistellen in der Praxis eingesetzt.
www.institut-psychologie-bedrohungsmanagement.de
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NEUES AUS DEM GPC
+ Neuer Gastbeitrag von Christian Hampel
Unter der Überschrift "Impulse geben - Positionen vertreten - Diskussionen anregen" greift das GPC in Form von regelmäßig erscheinenden Gastbeiträgen aktuell diskutierte Themen der beruflichen Benachteiligtenförderung auf.
Der neueste Gastbeitrag stammt von Christian Hampel, der in der Landesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit NRW in den Bereichen Jugendberufshilfe und Arbeitsmarktpolitik tätig ist. Sein Beitrag trägt den Titel "Der Deutsche Qualifikationsrahmen - eine Chance zur Inklusion benachteiligter Jugendlicher?":
"Der Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR) stellt auch für benachteiligte und beeinträchtigte junge Menschen grundsätzlich eine Chance auf Teilhabe dar. Diese Chance kann jedoch allzu leicht verspielt werden: Wenn ihre erworbenen Kompetenzen nicht anerkannt und adäquat im DQR eingeordnet werden, drohen die Zielgruppen der Jugendsozialarbeit aus dem (Qualifikations-)Rahmen zu fallen."
Der ganze Artikel unter:
www.good-practice.de/infoangebote_beitrag3953.php
+ Altenpflegeausbildung: Einstiegsqualifizierung mit Qualibausteinen
Von Mai bis August 2009 entwickelte das Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (INBAS) in Kooperation mit dem Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung (dip) praxisrelevante Qualifizierungsbausteine für Einstiegsqualifizierungen in der Altenpflege.
Auf der Grundlage des Altenpflegegesetz und der entsprechenden Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für den Beruf der Altenpflegerin und des Altenpflegers wurde ein Themen- und Tätigkeitsspektrum identifiziert, das Teile des Altenpflegeberufes abbildet und für die Einstiegsqualifizierung nutzbar macht.
Die praxisrelevanten Qualifizierungsbilder wurden von Vertreterinnen und Vertretern aus Altenpflegeeinrichtungen, Altenpflegeschulen, Verbänden, der Bundesagentur für Arbeit sowie den Ministerien und zuständigen Stellen der Bundesländer diskutiert und weiterentwickelt und sind nach Berufsausbildungsvorbereitungs-Bescheinigungsverordnung - BAVBVO bundesweit gültig.
Die vier neuen Qualifizierungsbausteine sind in die GPC-Datenbank eingetragen worden. Die direkten Links sind in diesem Newsletter unter "Aktuelle Datenbankeinträge" zu finden.
+ Keine Chance(ngleichheit) für Jugendliche mit Migrationshintergrund
Jugendliche mit Migrationshintergrund haben geringere Chancen auf eine Ausbildungsstelle. Dies zeigt eine aktuelle Expertise der BIBB-Autorinnen Ursula Beicht und Mona Granato, die von der Friedrich-Ebert-Stiftung veröffentlicht wurde.
Der aktuelle GPC-Bericht fasst die Studie "Übergänge in eine berufliche Ausbildung. Geringere Chancen und schwierige Wege für junge Menschen mit Migrationshintergrund" zusammen, in der die Übergangswege junger Menschen in eine Berufsausbildung unter Berücksichtigung der schulischen Voraussetzungen analysiert werden.
Die Ergebnisse zeigen, dass selbst bei gleichen schulischen Voraussetzungen Jugendliche mit Migrationshintergrund schwierigere Übergangsprozesse durchlaufen müssen als Einheimische.
Um Jugendlichen mit Migrationshintergrund den Zugang zu einer Berufsausbildung zu erleichtern, sollten zunehmend deren Kompetenzen und Potenziale ins bildungspolitische Blickfeld gerückt werden. Die Autorinnen fordern deshalb eine breit angelegte Qualifizierungsoffensive zur stärkeren Berücksichtigung der Potenziale von Jugendlichen.
www.good-practice.de/zielgruppen_beitrag3947.php
+ Überarbeitete Themenseite "Medienkompetenz"
Das Angebot der GPC-Themenseiten wird derzeit überarbeitet und aktualisiert. Zum Eintrag "Medienkompetenz" sind Grundlagen-Infos, Projektbeispiele, Veranstaltungsdokumentationen, Literaturhinweise und mehr zusammengetragen worden.
Medienkompetenz bezeichnet die Fähigkeit, Medien und ihre Inhalte den eigenen Zielen und Bedürfnissen entsprechend zu nutzen. Sie unterteilt sich in vier Dimensionen: Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung und Mediengestaltung. Medienkompetenz gilt als eine Schlüsselqualifikation in der Berufsbildung.
Das Projekt Qualiboxx hat als Kooperationspartner des GPC die Patenschaft für die Themenseite "Medienkompetenz" übernommen und an deren Überarbeitung mitgewirkt.
+ Neue Mitarbeiterin im GPC
Das GPC-Team freut sich, Petra Lippegaus-Grünau als neue Mitarbeiterin begrüßen zu können. Sie besitzt Erfahrungen auf unterschiedlichen Ebenen der Benachteiligtenförderung. Ihre Fachgebiete sind insbesondere die Themen Kompetenzfeststellung und Berufsorientierung. Frau Lippegaus-Grünau arbeitet als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im GPC.
Weitere Infos unter:
www.good-practice.de/lippegaus.php
+ Aktuelle Datenbank-Einträge
Zu den Datenbanken des GPC:
www.good-practice.de/datenbanken.php
> Qualifizierungsbausteine (524 Einträge)
NEU: "Alte Menschen bei der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme unterstützen", Altenpfleger/Altenpflegerin
NEU: "Alte Menschen bei der wohn- und lebensraumbezogenen Alltagsbewältigung unterstützen", Altenpfleger/Altenpflegerin
NEU: "Alte Menschen bei ihrer Tagesgestaltung unterstützen", Altenpfleger/Altenpflegerin
NEU: "Alte Menschen in ihrer Beweglichkeit im Rahmen der Selbstpflege fördern und unterstützen", Altenpfleger/Altenpflegerin
> Materialiendatenbank (381 Einträge)
NEU: Materialband "Zusammenarbeit mit zugewanderten Eltern - Mythos oder Realität?"
Hrsg.: RAA - Regionale Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien
NEU: Leitfaden für Lehrkräfte "Berufswahlfahrplan Stadt und Kreis Offenbach"
Hrsg.: IHK Offenbach am Main
Stellen auch Sie Ihre Materialien den Kolleginnen und Kollegen in der Praxis zur Verfügung!
Kontakt: Michael Gräf, 0228-1071304
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NEUES VON LÄNDERAKTIV
+ Bund-Länder-Programm "Startklar"
Das neue Programm zur Berufsorientierung ist eine Zusammenarbeit der Bundesagentur für Arbeit, des BMBF, des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW und des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW. Es richtet sich an Jugendliche der Klassen acht, neun und zehn.
Ziel des Programms ist es, die Jugendlichen in ihrer Ausbildungsplatzwahl und Berufsfindung zu unterstützen. Bereits in der achten Klasse können die Jugendlichen in der Werkstatt einer Berufsbildungsstätte in verschiedenen Berufsbereichen tätig sein und somit den Zusammenhang zwischen erforderlichem Schulwissen und späterem Beruf besser herstellen.
In den Klassen neun und zehn werden dann Langzeitpraktika angeboten, verbunden mit einem individuellen Bewerbungstraining. Durch die Praktika haben die Jugendlichen die Chance, verschiedene Berufsfelder auszuprobieren und sollen sich danach besser für eine Ausbildung entscheiden können.
+ Förderprogramm "Qualifizierung und Beschäftigung junger Menschen", Hessen
Das Ziel der zu fördernden Projekte ist die arbeitsmarktorientierte Vorbereitung und Qualifikation von benachteiligten jungen Menschen zur Aufnahme eines Ausbildungs- beziehungsweise Arbeitsverhältnisses oder die Vermittlung in passende weiterführende Angebote der beruflichen Integration.
Die Projekte sollen sich um eine angemessene Organisation der Übergänge zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sowie um die konkrete Vermittlung der von ihnen beschäftigten/qualifizierten jungen Menschen bemühen. Dazu sind abgestimmte individuelle Hilfe- oder Förderpläne bezüglich der sozialen und beruflichen Integration zu erstellen. Die Projekte müssen in die örtliche Jugendhilfe- und Sozialplanung einbezogen und sollen durch kommunale Mittel mitfinanziert werden.
www.esf-hessen.de/Qualifizierung_von_jungen_Menschen.esf
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NEUES AUS DEM BIBB
+ Forschungsprojekt zur Berufsorientierung junger Frauen
Junge Frauen entscheiden sich häufig für typische "Frauenberufe". Das Forschungsprojekt "Berufsorientierung junger Frauen im Wandel" des BIBB untersucht neue Konzepte junger Frauen im Rahmen ihrer Berufsorientierungsstrategien. Dabei geht es speziell um die Darstellungen und die Wahrnehmung traditioneller und moderner weiblicher Berufstätigkeit. Es sollen Erkenntnisse darüber gewonnen werden, welche Bedeutung geschlechtsbezogene Aspekte in Konzepten und Materialien zur Berufsorientierung für junge Frauen haben.
Ziel des Forschungsprojekts ist es, die Präsentation von Berufen unter dem Blickwinkel geschlechtsbezogener Bilder und Botschaften zu untersuchen. Zusätzlich sollen Empfehlungen zur Gestaltung der Berufsorientierung für junge Frauen erarbeitet und im Hinblick auf ihre Umsetzungsmöglichkeiten geprüft werden. Das Forschungsprojekt soll zur Chancengleichheit von Frauen und Männern in Ausbildung und Beruf beitragen.
Zur Projektbeschreibung:
http://www.good-practice.de/3337.php
> hier Rubrik "Forschung"
+ Dokumentation der AG BFN-Fachtagung "Berufliche Bildung"
Zur Integration von Migrantinnen und Migranten durch berufliche Bildung fand am 07. und 08. Juli 2009 an der TU Darmstadt die AG BFN-Fachtagung "Berufliche Bildung für Menschen mit Migrationshintergrund: Potenziale nutzen - Berufsbildung gestalten" statt.
In vier Foren wurden verschiedene Perspektiven zur Integration durch Bildung zusammengetragen. Die Foren wurden durch Präsentationen zum pädagogischen Handeln in der Einwanderungsgesellschaft und zum bundesweiten Integrationsmonitoring ergänzt.
Die Dokumentation der Fachtagung ist jetzt online verfügbar. Dort können Präsentationen und die Ergebnisse aus den Foren eingesehen werden.
+ Neue Bibliografie "Informell erworbene Kompetenzen"
In der Reihe der BIBB-Auswahlbibliografien steht jetzt eine neue Ausgabe zum Thema "Zertifizierung und Anerkennung informell erworbener Kompetenzen" bereit. Neben den aufgeführten Printmedien sind auch Nachweise zu Online-Dokumenten enthalten, die über die URL direkt mit den jeweiligen Volltexten verlinkt sind.
Auf nationaler und europäischer Ebene wurde in den letzten Jahren die Bedeutung von auf informellem und non-formalem Wege angeeigneten Kompetenzen vielfach thematisiert. Auch vor dem Hintergrund der Gestaltung des Deutschen Qualifikationsrahmens stellt sich die zentrale Frage, wie diese Kompetenzen erfasst, bewertet und - im Sinne einer formalen Anerkennung - auf einer ordnungspolitischen Ebene verankert werden können.
Übersicht der verfügbaren Auswahlbibliografien:
http://www.kibb.de/84.htm
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BLICK ÜBER DIE GRENZEN
+ Neuerscheinung 2010: Journal of European Vocational Education (JEVTR)
Mit Ausgabe III/2009 stellt die CEDEFOP das Erscheinen des European Journal of Vocational Training (EJVT) ein. Einige ehemalige Redaktions-Mitglieder haben sich jedoch zusammengetan, um die Zeitschrift neu zu starten. Sie wird unter dem Namen Journal of European Vocational Training Research (JEVTR) herausgegeben werden.
Die erste Ausgabe ist für das Frühjahr 2010 geplant. Kolleginnen und Kollegen aus der Berufs- und Wirtschaftspädagogik sind gebeten, Manuskripte für die neue Zeitschrift einzureichen. Die Manuskripte müssen auf Englisch eingereicht werden, der Übersetzungsservice der Cedefop steht nicht mehr zur Verfügung.
www.bwp-dgfe.de/aktuelles/info-1909
+ Qualitätssicherung in der europäischen Berufsbildung
Der "Europäische Bezugsrahmen für die Qualitätssicherung in der beruflichen Aus- und Weiterbildung" (EQARF) soll die Mitgliedsstaaten dabei unterstützen, ihre Berufsbildungssysteme durch gemeinsame europäische Bezugsgrößen auf freiwilliger Basis zu verbessern.
Der EQARF ist Teil einer Serie europäischer Initiativen, die darauf zielen, verschiedene Fertigkeiten und Fähigkeiten, die von Lernenden in verschiedenen Ländern oder Lernumgebungen erworben wurden, anzuerkennen.
Dazu gehören der Europass, die europäischen Prinzipien für die Identifizie-rung und Validierung non-formalen und informellen Lernens, das Europäische Leistungspunktesystem für die Berufsbildung (ECVET) und der Europäische Qualifikationsrahmen(EQR).
EQARF schreibt kein spezifisches Qualitätssicherungssystem oder -konzept vor, sondern stellt gemeinsame Grundsätze, Qualitätskriterien, als Richtgröße zu verstehende Deskriptoren und Indikatoren zur Verfügung.
Des Weiteren sollen die Mobilität von Arbeitnehmern und Lernenden sowie das lebenslange Lernen gefördert werden.
BIBB, Neues aus Europa, Ausgabe 18:
www.bibb.de/de/5375.htm
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AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
28. und 29. Oktober 2009, Bonn
Fachtagung "Neue Jugend? Neue Ausbildung?", Beiträge aus der Jugend- und Bildungsforschung, BIBB/DJI
02. und 03. November 2009, Kiel
Fachtagung "Berufsorientierung - Konzepte, Strategien, Entwicklungstendenzen", Ministerium für Bildung und Frauen Schleswig-Holstein, Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Bundesagentur für Arbeit im Auftrag der Arbeitsgruppe "Abschluss und Anschluss" im Rahmen der Qualifizierungsoffensive für Deutschland
03. und 04. November 2009, Fulda
Fachtagung: "Modularisierung in der Berufsausbildung Sprungbrett oder Sackgasse für benachteiligte Jugendliche?", BVkE - Bundesverband kath. Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfe e.V.
11. und 12. November 2009, Bad Boll
Tagung "Bewährungsprobe: Arbeitsmarkt in Krisenzeiten", Evangelische Akademie Bad Boll in Kooperation mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)
Einzelheiten zu den Veranstaltungen im GPC-Terminkalender:
www.good-practice.de/tkal
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Dr. Ursula Bylinski
Tel: 0228/107 2628
Fax: 0228/107 2886
Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center
53043 Bonn