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GPC - NEWSLETTER 95 # GPC - NEWSLETTER 95 # GPC - NEWS
Ausgabe 95, 04.02.2010
Aktuelle Leserzahl: 5.934
Der GPC-Newsletter wird herausgegeben vom
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Good Practice Center zur Förderung von Benachteiligten
Ihre Rückmeldung senden Sie bitte an: gpc@bibb.de
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THEMA DES MONATS
+ Ausbildungsmarkt 2010 - Im Zeichen der Wirtschaftskrise
NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Ausbildungsbonus wenig nachgefragt
+ Arbeitslosengeld nach Abschluss einer Ausbildung ohne Vergütung
+ "Übergänge mit System - Gemeinsam sind wir stark"
+ Ungleiche Chancen beim Übergang in die weiterführende Schule
+ Tagungsbericht und neue Internetseite der Weinheimer Initiative
+ Positionspapier der BAG ÖRT
+ Immer weniger traditionelle Beschäftigungsverhältnisse
+ Interkulturelles Begleitprojekt zu Perspektive Berufsabschluss
+ Kritik an Bertelsmann-Studie "Sonderweg Förderschulen"
+ Bundesweiter Wettbewerb "Von der Schule in den Beruf"
NEUES AUS DEM GPC
+ Das GPC auf der Didacta 2010
+ Überarbeitete Themenseite "Kompetenzfeststellung"
+ Aktuelle Datenbank-Einträge
NEUES VON LÄNDERAKTIV
+ Modellprogramm "Passgenau in Arbeit (PIA)", Hessen
NEUES AUS DEM BIBB
+ Stellungnahme des Hauptausschusses zum DQR-Entwurf
+ Was bedeutet "Migrationshintergrund"
+ Qualifizierungskurse für Migranten zur Ausbildereignungsprüfung
BLICK ÜBER DIE GRENZEN
+ Neues Forschungsprojekt GOETE
+ Einwanderung in Europa - Herausforderung Integration
AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
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THEMA DES MONATS
+ Ausbildungsmarkt 2010 - Im Zeichen der Wirtschaftskrise
Angenommen wurde, dass der demografische Wandel und die bereits spürbar sinkende Zahl von Absolventinnen und Absolventen allgemein bildender Schulen dazu führen, dass sich die Lage für Ausbildungssuchende zunehmend entspannt. Im Jahr 2009 wurde diese Entwicklung aber durch die Wirtschaftskrise gebremst. Sie trug dazu bei, dass bundesweit 52.590 Ausbildungsplätze weniger als im Vorjahr angeboten wurden.
Die aktuelle Erhebung des BIBB zur Versorgungslage auf dem Ausbildungsstellenmarkt beinhaltet auch eine Prognose für das Jahr 2010. Demnach soll das Nachfragepotenzial nach dualer Berufsausbildung weiterhin deutlich sinken. Im Osten Deutschlands werden Betriebe vor weiter wachsenden Problemen stehen, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen.
Auch soll sich die Versorgungslage für Ausbildungsplatzsuchende in diesem Jahr noch nicht grundlegend verbessern. Trotz des demografischen Wandels verhindere die wirtschaftliche Situation ein ausgeglichenes Verhältnis von Bewerberinnen und Bewerbern einerseits und freien Ausbildungsstellen andererseits. Zurzeit sei die wirtschaftliche Erholung noch nicht so gefestigt, dass mit einer Stabilisierung des betrieblichen Ausbildungsplatzangebots zu rechnen ist.
Für 2010 ist laut BIBB-Erhebung auch mit sinkenden Absolventenzahlen aus dem schulischen Berufsvorbereitungsjahr, Berufsgrundbildungsjahr und der Berufsfachschule (ohne voll qualifizierende Abschlüsse) gegenüber 2009 zu rechnen. In Westdeutschland werde der Rückgang 2,8 Prozent betragen, in den neuen Bundesländern und Berlin soll er bei 13,8 Prozent liegen.
Je nach Branche ist die Situation auf dem Ausbildungsmarkt unterschiedlich. Handwerksbetriebe beklagen seit längerem einen Mangel an Lehrlingen. Knapp 10.000 Ausbildungsplätze konnten laut Zentralverband des Deutschen Handwerks im letzen Jahr nicht besetzt werden. Mit der lebendigen Imagekampagne "Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht von nebenan." wird derzeit versucht, Jugendliche für einen der 151 Ausbildungsberufe des Handwerks zu begeistern.
Nach Schätzungen der IG Metall wird es in der Metall- und Elektrobranche im Jahr 2010 mindestens zehn Prozent weniger Ausbildungsplätze geben. Gleichzeitig warnt die Gewerkschaft davor, die Zukunftsaussichten junger Menschen von der jeweiligen Wirtschaftslage abhängig zu machen. Die IG Metall fordert eine geänderte Finanzierung der Ausbildung, beispielsweise durch einen Branchenfonds, in den alle Betriebe einer Branche einzahlen, egal ob tarifgebunden oder nicht.
Die Unsicherheit der Jugendlichen über deren Berufslaufbahn geht auch nach der Ausbildung weiter. Laut einer Kurzstudie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) haben knapp zwei Drittel der Azubis kurz vor Ende ihrer Ausbildung keine Übernahmezusage. Und selbst wenn junge Menschen übernommen werden, erfolgt dies meist nur zeitlich befristet. Lediglich 38 Prozent der befragten Azubis, die bereits eine Übernahmezusage haben, werden in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen.
GPC-Bericht zur BIBB-Erhebung über neu abgeschlossene Ausbildungsverträge 2009:
www.good-practice.de/infoangebote_beitrag4016.php
Zur BIBB-Erhebung:
www.bibb.de/de/53060.htm
Zur Kampagne des Handwerks:
www.handwerk.de/die-wirtschaftsmacht/kampagne.html
DGB-Studie zur Übernahmesituation von Auszubildenden 2009/2010 (PDF, 87 KB)
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NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Ausbildungsbonus wenig nachgefragt
Mit der Einführung des Ausbildungsbonus wollte die Bundesregierung einen Anreiz für Betriebe schaffen, zusätzliche Ausbildungsmöglichkeiten für sogenannte Altbewerberinnen und Altbewerber einzurichten. Bis zum Jahr 2010 sollten so rund 100.000 neue Ausbildungsplätze geschaffen werden.
Der momentane Stand ist allerdings eher ernüchternd. Zu Beginn dieses Jahres sind lediglich 29.663 bewilligte Anträge zur Leistung eines Ausbildungsbonus zu verzeichnen gewesen.
Mitte letzten Jahres hatte der Deutsche Bundestag bereits eine Ausweitung des Ausbildungsbonus beschlossen. Auszubildende, die in der Krise aufgrund von Insolvenz, Schließung oder Stilllegung des ausbildenden Betriebes ihren Ausbildungsplatz verlieren, sollen an anderer Stelle ihre Ausbildung beenden können. Für deren Förderung kann in solchen Fällen darauf verzichtet werden, dass die geschaffene Ausbildungsstelle eine zusätzliche ist, wie es ursprünglich beim Ausbildungsbonus erforderlich war.
Des Öfteren wurde schon gefordert, dass über nicht beanspruchte Mittel des Ausbildungsbonus andere Maßnahmen finanziert werden könnten. So hatte die IG Metall beispielsweise einen "Übernahmebonus" vorgeschlagen. Diesen sollten Betriebe erhalten, die trotz Kurzarbeit Auszubildende für mindestens ein Jahr übernehmen.
+ Arbeitslosengeld nach Abschluss einer Ausbildung ohne Vergütung
Laut einer Entscheidung des Bundessozialgerichts besteht nach Abschluss einer Ausbildung ohne Ausbildungsvergütung ein Anspruch auf ein fiktiv zu bemessendes Arbeitslosengeld entsprechend der erworbenen Qualifikation.
Im vorliegenden Fall hatte die behinderte Klägerin erfolgreich eine Ausbildung in einem Berufsbildungswerk absolviert. Anstelle einer Ausbildungsvergütung hatte sie dort ein Ausbildungsgeld in Höhe von 93 Euro monatlich erhalten. Nach der Ausbildung war sie arbeitslos. Die Bundesagentur für Arbeit bewilligte ein Arbeitslosengeld von täglich 8,80 Euro, bemessen an der tariflichen Ausbildungsvergütung vergleichbarer Auszubildender mit Ausbildungsvergütung (in Höhe von 17,07 Euro).
Mit ihrer Klage gegen die Bundesagentur hatte die Klägerin in allen Instanzen Erfolg. Ihr Arbeitslosengeld wird jetzt anhand eines fiktiven Arbeitsentgelts von täglich 64,40 Euro berechnet. Für die Bemessung des Arbeitslosengeldes anhand einer Ausbildungsvergütung vergleichbarer Auszubildender gebe es keine Rechtsgrundlage.
Bundessozialgericht: Medieninformation Nr. 54/09
+ "Übergänge mit System - Gemeinsam sind wir stark"
Diese Initiative der Bertelsmann-Stiftung will den gegenwärtigen Dschungel an Übergangsmaßnahmen in ein effizientes und transparentes System umwandeln. Ausbildungsreife Jugendliche ohne Ausbildungsplatz sollen gleich nach dem Ende ihrer Schulzeit ausgebildet werden, möglichst im dualen System. Sollte dies nicht möglich sein, soll die Ausbildung in außerbetrieblichen oder vollzeitschulischen Alternativen erfolgen.
Für nicht ausbildungsreife Jugendliche sollen individuelle Ansätze genutzt werden, um deren Ausbildungsreife herzustellen. Wer diese erlangt hat, soll daraufhin ein verbindliches Ausbildungsangebot erhalten.
In der Startphase des Projekts wird zusammen mit den fünf Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen ein Konzept zur Umsetzung entwickelt.
Projekt-Homepage "Übergänge mit System"
+ Ungleiche Chancen beim Übergang in die weiterführende Schule
Das neue Sonderheft "Bildungsentscheidungen" der Zeitschrift für Erziehungswissenschaft (ZfE) widmet sich dem Übergang am Ende der Grundschule in das Sekundarschulsystem und gibt einen Gesamtüberblick über alle jüngeren Studien aus Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie.
Der Übergang in die weiterführende Schule stelle die Weichen für die Bildungs- und Berufsbiografien der Schülerinnen und Schüler. Zehn Jahre nach dem PISA-Schock werde der Bildungserfolg aber immer noch stark von der sozialen Herkunft bestimmt.
Die Beiträge des Sonderheftes befassen sich auch mit den Bildungserwartungen der Eltern, dem Erleben des Übergangsprozesses durch die Kinder sowie dem Einfluss der ethnischen Herkunft auf den Übergang.
www.mpib-berlin.mpg.de/de/presse/2010/zfe.html
+ Tagungsbericht und neue Internetseite der Weinheimer Initiative
In der Arbeitsgemeinschaft Weinheimer Initiative haben sich Vertreterinnen und Vertreter von Stiftungen, Städten und Landkreisen sowie Expertinnen und Experten aus dem Bereich Übergang Schule-Arbeitswelt zusammengeschlossen.
Der vorliegende Tagungsbericht dokumentiert das erste Jahresforum der Initiative. Der Leitgedanke der gemeinsamen Erklärung lautet: Um allen Jugendlichen eine aussichtsreiche berufliche Perspektive zu eröffnen, muss auf der lokalen Ebene bei der Gestaltung des Übergangs Verantwortung übernommen werden.
Weiteres zum Inhalt und Bestellmöglichkeit gegen Erstattung der Portokosten in der GPC-Materialien-Datenbank
Die neu gestaltete Homepage der Weinheimer Initiative bietet Infos über die Arbeitsgemeinschaft und stellt die Vollversion sowie eine Zusammenfassung der Weinheimer Erklärung zur Verfügung. Zukünftig sollen Praxisbeispiele kommunaler Koordinierung bereitgestellt werden.
+ Positionspapier der BAG ÖRT
Angelehnt an die Empfehlungen der Weinheimer Initiative hat die Bundesarbeitsgemeinschaft örtlich regionaler Träger der Jugendsozialarbeit (BAG ÖRT) ein Positionspapier herausgegeben. Es beschreibt die Herausforderungen, vor denen das lokale Übergangsmanagement steht und formuliert notwendige zukünftige Handlungsschritte aus Sicht der Träger der Jugendsozialarbeit.
Ein entscheidender nächster Schritt sei es, die Steuerungsverantwortung im Übergangsmanagement vor Ort systematisch zu verankern und ein verantwortliches Gremium zu bestimmen, das die Angebotsstruktur vor Ort koordiniert.
Am 20. Januar 2010 hat in Berlin die Tagung "Übergänge erfolgreich gestalten! - Lokale Kooperation und Vernetzung am Übergang Schule-Beruf" stattgefunden. Die Präsentationen zu den Vorträgen auf der Veranstaltung sind bereits auf der Homepage der BAG ÖRT einzusehen.
Positionspapier "Lokales Übergangsmanagement weiterentwickeln!":
www.bag-oert.de/de/webfm_send/486 (PDF, 40 KB)
+ Immer weniger traditionelle Beschäftigungsverhältnisse
Unbefristete Anstellungen in Vollzeit sind immer weiter auf dem Rückzug. Nur noch rund 60 Prozent aller Beschäftigten zwischen 25 und 64 Jahren befinden sich in einem solchen Normalarbeitsverhältnis. Nur die Niederlande, die Schweiz, die Türkei, Spanien, Polen, Griechenland und Italien weisen in Europa noch weniger unbefristete Vollzeitstellen auf.
Die neue Arbeitsmarktstudie der Bertelsmann-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) zeigt auch, dass das Normalarbeitsverhältnis bei Frauen stärker als bei Männern zurückgegangen ist. Die Zunahme der Beschäftigung bei Frauen wurde demnach vor allem über Teilzeitarbeit erzielt.
Studie "Traditionelle Beschäftigungsverhältnisse im Wandel" (PDF, 2,04 MB)
+ Interkulturelles Begleitprojekt zu Perspektive Berufsabschluss
Im Programm "Perspektive Berufsabschluss" ist der Bereich Cultural Mainstreaming als Querschnittsthema verankert. Dies beinhaltet zum Beispiel die Verzahnung von Sprachförderung und Berufsbildung, die Anerkennung von Auslandsqualifikationen und zielgruppenspezifische Förderung.
Jetzt ist ein interkulturelles Begleitprojekt mit dem Titel "Mit MigrantInnen für MigrantInnen - Interkulturelle Kooperation zur Verbesserung der Bildungsintegration" gestartet. Ziel ist es, regionale Migrantenorganisationen als aktive Netzwerkpartner zu gewinnen und für die bildungspolitischen Themen des Förderprogramms zu sensibilisieren.
In acht Pilotregionen des Programms soll "das Empowerment von Migrantinnen und Migranten beziehungsweise deren Organisationen in den regionalen Netzwerken gestärkt werden". Ein weiteres Projektziel ist die Gründung interkultureller regionaler Dachverbände von Migrantenorganisationen mit kommunaler Regelförderung.
www.perspektive-berufsabschluss.de/de/528.php
Der Arbeitskreis "Migration und Nachqualifizierung" aus dem Programm Perspektive Berufsabschluss (Talentregion Ostwestfalen-Lippe) hat Diskussionsergebnisse zu dem Papier "Berufliche Nachqualifizierung - Anregungen für Netzwerkpartner" zusammengefasst. Darin werden diejenigen Themenfelder beschrieben, die sich nach den bisherigen Beratungen von Menschen mit Migrationshintergrund als besonders relevant herausgestellt haben.
Papier "Berufliche Nachqualifizierung - Anregungen für Netzwerkpartner" (PDF, 104 KB)
+ Kritik an Bertelsmann-Studie "Sonderweg Förderschulen"
Der Verband für Blinden- und Sehbehindertenpädagogik hat in einem offenen Brief Kritik an der Studie "Sonderweg Förderschulen: Hoher Einsatz, wenig Perspektiven" geäußert. Das Gutachten wurde von Prof. Dr. Klaus Klemm im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung erstellt. Der Verband unterstützt das Ziel der Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und teilt die Kritik der Bertelsmann-Studie an der stagnierenden Integrationsquote und den unklaren Standards in der Diagnostik.
Aus Sicht des Verbandsvorstandes schadet das Gutachten den Bemühungen zum Aufbau einer inklusiven Schule jedoch mehr als dass es ihnen nützt. Demnach würden in der Studie die Ergebnisse empirischer Studien unzulässig verallgemeinert, die UN-Konvention nur selektiv zitiert und eine unhaltbare Modellrechnung der Gesamtkosten aufgestellt.
Der Verband für Blinden- und Sehbehindertenpädagogik fordert die Bertelsmann-Stiftung auf, das Gutachten in dieser Form zurückzuziehen und in einer grundsätzlich überarbeiteten Version der Öffentlichkeit erneut zu präsentieren.
GPC-Bericht zur Bertelsmann-Studie:
www.good-practice.de/zielgruppen_beitrag3978.php
Kritik des Verbandes für Blinden- und Sehbehindertenpädagogik (PDF, 3 MB)
+ Bundesweiter Wettbewerb "Von der Schule in den Beruf"
Mit dem "Hidden Movers Award" der Deloitte-Stiftung sollen in diesem Jahr Netzwerkprojekte ausgezeichnet werden, die junge Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützen. Dabei stehen vor allem Kooperationen von gemeinnützigen Organisationen und Unternehmen vor Ort, Netzwerke zwischen Schulen und lokalen Arbeitsagenturen, Streetworker-Projekte in Zusammenarbeit mit Institutionen und/oder der Wirtschaft im Vordergrund.
Besonderes Augenmerk wird beim "Hidden Movers Award 2010" auf die Projekte kleiner Einrichtungen gelegt, die an der Basis aktiv sind. Einsendeschluss ist der 19. März 2010. Die besten Projekte werden am 30. Juni 2010 mit insgesamt 50.000 Euro öffentlich ausgezeichnet und können in die Förderung der Deloitte-Stiftung aufgenommen werden.
Hidden Movers Award 2010
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NEUES AUS DEM GPC
+ Das GPC auf der Didacta 2010
Vom 16. bis 20. März findet in Köln die Bildungsmesse Didacta statt. Rund 800 Aussteller aus 15 Ländern zeigen ihre Angebote aus den Bereichen Kindergarten, Schule, Hochschule, Ausbildung, Qualifikation und Weiterbildung.
Das GPC ist mit einem eigenen Info-Angebot am BIBB-Stand in der Ausstellungshalle mit dem Bildungsschwerpunkt Ausbildung/Qualifikation vertreten. Am Freitag, 19. März, wird ein Vortrag zum Thema "Berufseinstiegsbegleitung - Unterstützung individueller Wege in den Beruf?" gehalten.
+ Überarbeitete Themenseite "Kompetenzfeststellung"
Das Angebot der GPC-Themenseiten wird derzeit überarbeitet und aktualisiert. Zum Eintrag "Kompetenzfeststellung" sind Grundlagen-Infos, Verfahren, Forschungsprojekte, Tagungsdokumentationen, Literaturhinweise und mehr zusammengetragen worden.
Als Kompetenzfeststellung werden gezielte pädagogische Arrangements bezeichnet, mit denen jungen Menschen im Übergang Schule-Beruf Gelegenheiten gegeben werden, ihre vorhandenen Kompetenzen selbst festzustellen und diese externen Beobachterinnen und Beobachtern zu zeigen. Die Ergebnisse der Kompetenzfeststellung bilden die Grundlage für eine gezielte Kompetenzentwicklung im Rahmen einer individuellen Förderung.
Mehr Infos unter:
www.good-practice.de/2925.php
+ Aktuelle Datenbank-Einträge
Zu den Datenbanken des GPC:
www.good-practice.de/datenbanken.php
> Materialiendatenbank (465 Einträge)
NEU: Studie "Zur Lage der Kinder in Deutschland 2010: Kinder stärken für eine ungewisse Zukunft", UNICEF Deutschland
NEU: Angebotskatalog "Wege ins Berufsleben - Angebote und Maßnahmen für Jugendliche in Offenbach", Stadt Offenbach am Main
Stellen auch Sie Ihre Materialien den Kolleginnen und Kollegen in der Praxis zur Verfügung!
Kontakt: Michael Gräf, 0228/107-1304
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NEUES VON LÄNDERAKTIV
+ Modellprogramm "Passgenau in Arbeit" (PIA), Hessen
Ziel des Programms ist die "Förderung der Integrationsfähigkeit und Integration von besonders benachteiligten Personen in den ersten beziehungsweise zweiten Arbeitsmarkt" sowie das System der Erwerbsintegration in den Regionen weiterzuentwickeln und innovative Ansätze zur Verbesserung der Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt zu erproben und anzuwenden.
Es werden fünf Maßnahmen zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und als Hilfen zur Erwerbsintegration in freier Kombination angeboten:
- Kompetenzen fördern;
- Innovation und Hilfen zur Verbesserung sowie Herstellung der Beschäftigungsfähigkeit von Klientel des SGB II und SGB XII;
- Kommunale soziale Leistungen zur Eingliederung;
- Beratung und Hilfen bei Existenzgründungen;
- Organisationsentwicklung und interne Weiterbildung.
Zur Verbesserung der Chancengleichheit von Frauen und Männern sollen die Landkreise und kreisfreien Städte differenzierte Maßnahmen für Frauen und Männer erproben und anwenden.
Programm "Passgenau in Arbeit" (PIA)
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NEUES AUS DEM BIBB
+ Stellungnahme des Hauptausschusses zum DQR-Entwurf
Der Hauptausschuss des BIBB hat eine weitere Stellungnahme zur Entwicklung eines Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) verabschiedet. Unter anderem seien die folgenden Positionen unbedingt zu beachten:
- Handlungskompetenz ist die leitende Beschreibungskategorie des bildungsbereichsübergreifenden und lernergebnisorientierten DQR.
- Qualifikationsprofile werden grundsätzlich nach den gleichen Methoden und Prinzipien auf der Grundlage einheitlicher Kriterien zugeordnet.
- Entscheidend für die Zuordnung der Qualifikationen zu einem bestimmten Niveau ist deren Wertigkeit nach Maßgabe der Deskriptoren und nicht der Bildungsweg, auf dem sie erworben werden.
- Ergebnisse von Untersuchungen zu Fragen der Anerkennung non-formal und informell erworbener Kompetenzen sind bei der weiteren Erarbeitung des DQR zu berücksichtigen.
Stellungnahme des BIBB-Hauptausschusses (PDF, 82 KB)
+ Was bedeutet "Migrationshintergrund"?
In der öffentlichen Debatte über Migration werden die Begriffe Ausländer, Migrant, Zuwanderer, Person mit Migrationshintergrund, ethnischer Hintergrund oder Ähnliches benutzt. In der Forschung zu Migrantinnen und Migranten wird zunehmend das Konstrukt Migrationshintergrund verwendet, das nicht nur selbst Zugewanderte, sondern auch Personen mit familiär vermittelter Migrationserfahrung einschließt.
Verschiedene Definitionen des Begriffs Migrationshintergrund haben große Auswirkungen auf quantitative Aussagen und Statistiken. Anders als "Staatsangehörigkeit" ist Migrationshintergrund nicht eindeutig und einheitlich definiert, sondern wird vielmehr in verschiedenen Untersuchungen in unterschiedlicher Weise operationalisiert.
Ein neuer Artikel des BIBB soll zur Transparenz und differenzierten Verwendung des Begriffs beitragen. Dies soll dem besseren Verständnis der Forschung des BIBB zur beruflichen Bildung von Menschen mit Migrationshintergrund dienen.
+ Qualifizierungskurse für Migranten zur Ausbildereignungsprüfung
Zukünftige Ausbilderinnen und Ausbilder mit Migrationshintergrund können sich von nun an in speziellen Kursen auf die Prüfung nach der Ausbildereignungsverordnung (AEVO) vorbereiten.
In 34 Städten werden für 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer Fortbildungen angeboten, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen von JOBSTARTER gefördert werden.
Auf der Jobstarter-Homepage sind alle Standorte und Kontaktpersonen verzeichnet:
www.jobstarter.de
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BLICK ÜBER DIE GRENZEN
+ Neues Forschungsprojekt GOETE
Im Zentrum des europäischen Forschungprojekts "Governance of Educational Trajectories in Europe (GOETE)" stehen die Bildungsverläufe von Kindern und Jugendlichen vom Übergang aus dem Primar- in den Sekundarbereich bis zum Übergang in weiterführende allgemeine oder berufliche Bildungsgänge.
Die Studie fragt nach der sozialen Einbettung und Regulierung von Bildungsverläufen und nimmt sowohl das Zusammenspiel formaler, non-formaler und informeller Bildung als auch das Verhältnis von Bildung und sozialer Unterstützung in den Blick. Der Fokus liegt auf Zugängen, Bewältigung und Relevanzen von Bildung in den Bildungsverläufen benachteiligter Jugendlicher.
+ Einwanderung in Europa - Herausforderung Integration
Der Titel der aktuellen Ausgabe der WZB-Mitteilungen des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung lautet "Herausforderung Integration. Einwanderung in Europa: Konflikte, Konzepte, Kulturen".
Die Themen sind unter anderem der Stand einer EU-weit einheitlichen Integrationspolitik, die lokale Integration vor Ort in den Kommunen (anhand der Beispiele Berlin, Brüssel und Barcelona) und der Einfluss des Rechtsstatus von Migrantinnen und Migranten auf deren Bildungschancen.
www.wzb.eu/publikation/wzb-mitteilungen.de.htm
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AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
16. Februar 2010, Offenbach am Main
Fachveranstaltung "Was können Tests zur Berufsorientierung leisten? - Standards, Anforderungen und Möglichkeiten", Stadt Offenbach am Main
24. Februar 2010, Frankfurt am Main
Fachtagung "Qualität in der Vielfalt - Die hessenweite Strategie OloV", INBAS GmbH
3. März 2010, Nürnberg
Jahresforum der Weinheimer Initiative "Wirksamkeit kommunaler Koordinierung im Übergang Schule-Arbeitswelt"
Einzelheiten zu den Veranstaltungen im GPC-Terminkalender:
www.good-practice.de/tkal
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Dr. Ursula Bylinski
Tel: 0228/107 2628
Fax: 0228/107 2886
Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center
53043 Bonn