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GPC - NEWSLETTER 97 # GPC - NEWSLETTER 97 # GPC - NEWS
Ausgabe 97, 27.05.2010
Aktuelle Leserzahl: 6.207
Der GPC-Newsletter wird herausgegeben vom
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Good Practice Center zur Förderung von Benachteiligten
Ihre Rückmeldung senden Sie bitte an: gpc@bibb.de
http://www.good-practice.bibb.de
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THEMA DES MONATS
+ Neuer Weg für Auszubildende mit ungünstigen Voraussetzungen
NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Leitfaden zur Kompetenzbilanz im Freiwilligendienst
+ Ausschreibung Konzept Bildungsmonitoring
+ Regionale Karten zur Jugendarbeitslosigkeit
+ Kurzfilm zur Nachqualifizierung von Migrantinnen und Migranten
+ Kürzere Arbeitslosigkeit durch mehr Vermittlerinnen und Vermittler?
+ Ausbildung in Zeitarbeit
+ DJI bietet Überblick über Programme der Berufsorientierung
+ Arbeitslose Jugendliche häufiger sanktioniert
+ Befragung zu ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH)
NEUES AUS DEM GPC
+ Persönlichkeitsentwicklung und Gestaltung der eigenen Biographie
+ Aktuelle Datenbank-Einträge
NEUES VON LÄNDERAKTIV
+ Programm "Teilzeitberufsausbildung - Einstieg begleiten -
Perspektiven öffnen" (TEP), NRW
+ Projekt "Abschlussquote erhöhen - Berufsfähigkeit steigern",
Niedersachsen
NEUES AUS DEM BIBB
+ Datenreport 2010 in der Vorversion erschienen
+ Zweite Schwelle: Schulabschluss und Ausbildungsbereich entscheidend
+ Materialien zum Forum der AG Berufsbildungsforschungsnetz
BLICK ÜBER DIE GRENZEN
+ Negative Folgen der Wirtschaftskrise abwenden
+ Projekt- und Produktportal ADAM
+ Portal zur EU-Bildungspolitik
+ Von "Flexicurity" zu "Mobication"
AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
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THEMA DES MONATS
+ Neuer Weg für Auszubildende mit ungünstigen Voraussetzungen
Die Bundesagentur für Arbeit hat ihr Regelangebot um eine neue Form der Ausbildung ergänzt. Für Jugendliche, die die Voraussetzungen für eine BaE (noch) nicht erfüllen, wird das Pilotprojekt "3. Weg in der Berufsausbildung in Nordrhein-Westfalen" in NRW in die Bundesförderung überführt.
Das Modellprojekt des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW hatte den Nachweis erbracht, dass durch flexible und anschlussfähige Konzepte auch Jugendliche zum Berufsabschluss kommen, deren persönliche und schulische Voraussetzungen dies kaum erwarten ließen. Beachtliche 88 Prozent hatten die Abschlussprüfung geschafft.
Der "3. Weg in der Berufsausbildung" bietet die Chance, die Ausbildungszeit auf bis zu fünf Jahre zu verlängern, wenn individuelle Gründe dies erfordern. Das ist zum Beispiel bei Unterbrechungen der Ausbildung der Fall oder wenn abzusehen ist, dass die Zwischenprüfung nicht erfolgreich sein wird. Allerdings liegt die tatsächliche Verlängerung der Ausbildung im Modellprojekt nur zwischen sechs und zwölf Monaten.
Ein zweiter konzeptioneller Kern ist die Gliederung in Ausbildungsbausteine. Durch diese wird das Lernen übersichtlicher gestaltet, der Lernstand - zum Beispiel vor einer Prüfung - ist besser einzuschätzen. Die individuelle Förderung bildet ein zentrales Element einer solchen individualisierten Ausbildung. Dazu unterstützen Ausbilderinnen und Ausbilder, sozialpädagogische Fachkräfte und Stützlehrkräfte die Auszubildenden in enger Abstimmung mit den Berufskollegs.
Die NRW-Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit hat diese bildungspolitischen Impulse aufgegriffen und finanziert ab Herbst dieses Jahres 400 Plätze. Sie ergänzen das Angebot an außerbetrieblichen Ausbildungsstellen von insgesamt 8000.
Weitere Informationen
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NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Leitfaden zur Kompetenzbilanz im Freiwilligendienst
Im Freiwilligendienst sammeln Jugendliche praktische Erfahrungen und erwerben Kompetenzen. Im Rahmen des Bundesprogramms "Freiwilligendienste machen kompetent" wurde ein Verfahren entwickelt, das den Freiwilligen diese Kompetenzen bewusst macht und ihnen hilft, sie gezielt auszubauen. Am Ende des Prozesses erhalten sie einen Kompetenznachweis.
Das ISS-Projektbüro, das Evaluationsinstitut INBAS-Sozialforschung und die programmbeteiligten Projekte haben dazu die "Kompetenzbilanz im Freiwilligendienst" erarbeitet. Ein Leitfaden fasst die Erfahrungen und Erkenntnisse aus diesem Entwicklungsprozess zusammen.
Im ersten Teil werden Ziele und Grundlagen des Verfahrens beschrieben. Der zweite Teil stellt die Schritte der Kompetenzbilanz vor und gibt praktische Hinweise für die Anwendung.
Leitfaden zur Kompetenzbilanz im Freiwilligendienst (PDF, 7,7 MB)
+ Ausschreibung Konzept Bildungsmonitoring
Unter dem Motto "Den Bildungsgipfel 2010 nutzen!" will der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit Lösungsansätze aufzeigen, um die Situation junger Menschen zu verbessern. Insbesondere geht es um die Förderung von Benachteiligten nach Paragraf 13 SGB VIII "Jugendsozialarbeit" und hier insbesondere um die Gestaltung gelingender Übergänge in Ausbildung und Beruf.
Die Arbeiterwohlfahrt hat als Mitglied im Kooperationsverbund den Auftrag übernommen, ein Konzept "Bildungsmonitoring" zu erarbeiten. Damit sollen politische Veränderungen im Bildungsbereich systematisch und strukturiert erfasst, die Erkenntnisse interessensbezogen bewertet und geeignete Aktivitäten des Lobbying eingeleitet werden.
Hierzu ist ein Werkvertrag zur Entwicklung und Begleitung des Konzepts "Bildungsmonitoring" ausgeschrieben worden. Angebote können noch bis zum 9. Juni eingereicht werden.
www.good-practice.de/awo_bildungsmonitoring_ausschreibungstext.pdf (PDF, 25 KB)
+ Regionale Karten zur Jugendarbeitslosigkeit
Mit dem Online-Angebot "Nationalatlas aktuell" veröffentlicht das Leibniz-Institut für Länderkunde regelmäßig Karten, Grafiken und begleitende Texte zu aktuellen Themen. Vor kurzem wurde ein Beitrag zur Jugendarbeitslosigkeit und zum Ausbildungsmarkt erarbeitet.
Die dort präsentierten zwei Deutschlandkarten zeigen ein regional sehr unterschiedliches Bild: im Westen eine angespannte Situation auf dem Ausbildungsmarkt bei relativ geringer Jugendarbeitslosigkeit; im Osten hingegen eine vergleichsweise günstige Lehrstellensituation gepaart mit hoher Arbeitslosigkeit.
http://aktuell.nationalatlas.de/Lehrstellensituation.4_04-2010.0.html
+ Kurzfilm zur Nachqualifizierung von Migrantinnen und Migranten
"Gut abgeschnitten" heißt ein Video über weiterbildungsbegleitende Hilfen (wbH) in der beruflichen Weiterbildung für Migrantinnen und Migranten. Anhand einer fünfminütigen Dokumentation über einen Nachqualifizierungslehrgang für Friseurinnen und Friseure wird gezeigt, wie sinnvoll wbH sein können, um den Erfolg von Qualifizierungsangeboten zu sichern.
Erstellt wurde der Film von Integra.net, einem Partner des Netzwerks "Integration durch Qualifizierung (IQ)". Das IQ-Netzwerk erarbeitet Strategien, Instrumente, Handlungsempfehlungen, Beratungs- und Qualifizierungskonzepte in den Handlungsfeldern Beratung, Qualifizierung, Kompetenzfeststellung, berufsbezogenes Deutsch, Existenzgründung und Interkulturelle Öffnung.
www.integra-net.org/Video.html
+ Kürzere Arbeitslosigkeit durch mehr Vermittlerinnen und Vermittler?
Im Rahmen des Modellprojekts "Kunden aktivieren - Integrationsleistung verbessern" ist in ausgewählten Dienststellen der BA die Zahl der Vermittlungskräfte erhöht worden. Bis 2012 soll ermittelt werden, ob eine bessere Relation von Arbeitsvermittlerinnen und -vermittler zu Arbeitslosen die regionale Arbeitslosigkeit verringern kann.
Bisherige Studien, die eine solche positive Auswirkung bescheinigten, bezogen sich meist ausschließlich auf Langzeitarbeitslose. Mit dem aktuellen Projekt wird vorrangig die Integration in Beschäftigung von Personen untersucht, die Arbeitslosengeld I beziehen.
Erste Evaluationsergebnisse zeigen auch hier einen günstigen Effekt der besseren Vermittler-Relation. Im Beobachtungszeitraum fanden Kundinnen und Kunden der Arbeitsagenturen bei verbessertem Betreuungsschlüssel schneller aus der Arbeitslosigkeit.
IAB-Kurzbericht 09/2010:
http://doku.iab.de/kurzber/2010/kb0910.pdf (PDF, 765 KB)
+ Ausbildung in Zeitarbeit
In dem Modell "Partnerschaftliche Ausbildung" der Firma Start Zeitarbeit NRW wird schwer vermittelbaren Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, nach einem Kennenlern-Praktikum einen Ausbildungsplatz zu erhalten. Die fachliche Ausbildung findet dann im Betrieb statt, angestellt sind die Auszubildenden bei Start Zeitarbeit.
Zu den Gesellschaftern des Unternehmens zählen das Land NRW, Kommunen, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände. Mit deren Unterstützung können bis zu 50 Prozent der Ausbildungskosten übernommen werden. Start Zeitarbeit erledigt organisatorische Dinge wie Anmeldungen bei der IHK, der Berufsschule und zu Prüfungen.
Damit richtet sich die "Partnerschaftliche Ausbildung" vor allem an kleinere Firmen, die bislang noch nicht ausgebildet haben und Auszubildende ohne Unterstützung nicht finanzieren könnten. Größere Unternehmen können mit Hilfe von Start Zeitarbeit zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen.
+ DJI bietet Überblick über Programme der Berufsorientierung
Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) hat die Ergebnisse einer Recherche veröffentlicht, die das Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (INBAS) und das Deutsche Jugendinstitut (DJI) im 2. Halbjahr 2009 im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durchgeführt haben.
Dazu hat das DJI zwei neue Broschüren veröffentlicht:
Die erste gibt unter dem Titel "Berufsorientierung - Programme und Projekte von Bund und Ländern, Kommunen und Stiftungen im Überblick" einen Einblick über Stand und Entwicklungslinien der Berufsorientierung in Deutschland. Die hier vorgelegte Bestandsaufnahme bildete die Grundlage einer bundesweiten Fachtagung im November 2009 in Kiel.
Berufsorientierung - Programme und Projekte von Bund und Ländern, Kommunen und Stiftungen im Überblick (PDF, 2,2 MB)
Eine zweite Broschüre stellt eine Vielzahl von Programmen und Projekten einzeln in tabellarischer Form vor. Über 50 Programm- und Projektbeschreibungen geben einen Einblick in die aktuellen Aktivitäten in Bund, Ländern, Kommunen und Stiftungen.
www.berufsorientierung.inbas.com
+ Arbeitslose Jugendliche häufiger sanktioniert
Jungen Arbeitslosen werden häufiger die SBG II-Leistungen gekürzt oder gestrichen als älteren Hartz IV-Empfängern: die Sanktionsquote der unter 25-Jährigen lag im Dezember 2009 bei 10,1 Prozent im Vergleich zu 3,2 Prozent bei den 25- bis 64-Jährigen. Auch gelten für unter 25-Jährige besonders scharfe Regelungen: Bei einer Pflichtverletzung wird ihnen die Regelleistung für maximal drei Monate ganz gestrichen. Im Wiederholungsfall werden auch Miet- und Heizkosten nicht mehr übernommen, der Krankenversicherungsschutz kann reduziert werden.
Laut einem aktuellen Kurzbericht des IAB kritisieren auch die Fachkräfte aus den ARGEn und Optionskommunen die scharfen Sanktionen. Sie wünschen gestufte Sanktionen wie bei den Älteren.
Den Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband hat die IAB-Untersuchung dazu veranlasst, eine Pressemitteilung mit der Forderung nach einer Entschärfung der bestehenden Regelungen zu verfassen. Die Sanktionsregelungen gegenüber Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Hartz-IV-Bezug werden darin als unsozial und verantwortungslos bezeichnet.
Der Verband fordert unter anderem, dass künftig nur noch Beraterinnen und Berater, die über eine pädagogische Qualifikation verfügen, für die Jobvermittlung von jungen Menschen eingesetzt werden. Das Fördern müsse Vorrang vor dem Fordern und erst recht vor der Bestrafung haben.
Pressemitteilung des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands:
http://www.der-paritaetische.de/22/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=3769&cHash=b3c30994e7
IAB-Kurzbericht 10/2010:
http://doku.iab.de/kurzber/2010/kb1010.pdf (PDF, 393 KB)
+ Befragung zu ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH)
Im Rahmen einer Masterarbeit an der Universität Magdeburg läuft zurzeit eine Online-Befragung über das Ansehen von abH seitens der Ausbildungsbetriebe. Der Fragebogen soll demnach von Ausbildern, Ausbildungsleitern und Personen des Personalwesens ausgefüllt werden.
Die Befragung soll dazu beitragen, ausbildungsbegleitende Förderungsmaßnahmen zu optimieren, mit dem Ziel, Ausbildungsabbrüche zu verringern. Die Befragung läuft noch bis zum 31.05.2010. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit liegt bei zehn bis fünfzehn Minuten.
https://www.soscisurvey.de/abh
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NEUES AUS DEM GPC
+ Persönlichkeitsentwicklung und Gestaltung der eigenen Biographie
Unter dem Etikett Berufsorientierung bündeln sich ganz unterschiedliche Programme, Projekte, Beteiligte und Interessen. Ein Schwerpunkt liegt auf den Anforderungen des Arbeitsmarktes, an die Jugendliche unter dem Stichwort "Ausbildungsreife" herangeführt werden sollen. Anforderungen aber sind einem ständigen Wechsel unterworfen - Jugendliche müssen also in die Lage versetzt werden, lebenslang immer wieder neue Herausforderungen zu meistern.
Eine neue Expertise des GPC mit dem Titel "Berufsorientierung - Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung" betont daher die individuelle Seite dieses Prozesses. Sie betrachtet Berufsorientierung als individuelle Lernprozess, der lebenslang dauert und drei Aufgaben umfasst: Jugendliche müssen in die Lage versetzt werden, sich selbst zu reflektieren, eigen Interessen, Wünsche und Kompetenzen kennen. Auf diesem Hintergrund können sie sich gezielt mit Anforderungen der Arbeitsmärkte, aber auch der Gesellschaft auseinandersetzen. Beide Seiten - eigene Voraussetzungen und externe Anforderungen - müssen immer wieder abgestimmt werden.
GPC-Bericht "Jugendliche zu Gestaltern ihrer eigenen Biografie machen" mit Link zur Expertise:
www.good-practice.de/infoangebote_beitrag4049.php
+ Aktuelle Datenbank-Einträge
Zu den Datenbanken des GPC:
www.good-practice.de/datenbanken.php
> Materialiendatenbank (472 Einträge)
NEU: Broschüre "Was ich wirklich kann" - Kompetenzfeststellung und Portfolio (G.I.B.INFO Nr. 1/10), G.I.B. - Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH
NEU: Broschüre "Regionales Übergangsmanagement Schule - Berufsausbildung Schaffung einer Datenbasis zum Übergangsgeschehen (Regionales Übergangsmanagement 1)", Deutsches Jugendinstitut e.V.
NEU: Broschüre "Hauptschüler/Hauptschülerinnen an der Schwelle zur Berufsausbildung: Schulische Situation und schulische Förderung (Regionales Übergangsmanagement 2)", Deutsches Jugendinstitut e.V.
Stellen auch Sie Ihre Materialien den Kolleginnen und Kollegen in der Praxis zur Verfügung!
Kontakt: Michael Gräf, 0228-1071304
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NEUES VON LÄNDERAKTIV
+ Programm "Teilzeitberufsausbildung - Einstieg begleiten- Perspektiven öffnen" (TEP), NRW
Damit der Übergang in (Teilzeit)Ausbildung gelingen kann, hat das Land NRW das Programm "Teilzeitberufsausbildung - Einstieg begleiten - Perspektiven öffnen" (TEP) aufgelegt. Es unterstützt junge Mütter (und Väter) bei der Suche nach einem betrieblichen Ausbildungsplatz in Teilzeit und gibt Hilfestellung, um Familie und Ausbildung zu vereinbaren.
Die Teilnehmenden werden gecoacht, qualifiziert und beruflich vorbereitet und während der ersten Ausbildungsmonate individuell begleitet. Auch die ausbildenden Betriebe werden darin beraten, eine Ausbildung in Teilzeit zu vereinbaren und umzusetzen.
http://www.laenderaktiv.de/laenderdb/index.php?id_offer=492&action=bbj_detail
+ Projekt "Abschlussquote erhöhen - Berufsfähigkeit steigern", Niedersachsen
Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen, die voraussichtlich Schwierigkeiten haben werden, den Hauptschulabschluss zu erwerben und den Übergang in Ausbildung zu schaffen. Sie besuchen eine Berufsstarterklasse, das heißt sie nehmen an drei Tagen in der Woche am Unterricht in der Schule teil und absolvieren an zwei Tagen Praktika in Betrieben. Insgesamt gibt es 46 Berufsstarterklassen mit rund 800 Schülerinnen und Schülern.
Zu den konzeptionelle Elemente der Berufsstarterklassen gehören die Berufsstartbegleiter/innen, das heißt qualifizierte sozialpädagogische Fachkräfte, die einer Projektklasse fest zugeordnet sind, eine fünftägige Kompetenzfeststellung zu Beginn, eine individuelle Förderung sowie eine enge Verzahnung von schulischem und beruflichem Lernen.
http://www.laenderaktiv.de/laenderdb/index.php?id_offer=333&action=bbj_detail
IAB, Evaluation des Projekts "Abschlussquote erhöhen - Berufsfähigkeit steigern"
www.iab.de/185/section.aspx/Publikation/k100415a08
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NEUES AUS DEM BIBB
+ Datenreport 2010 erschienen
Die Vorabversion des Datenreports 2010 ist veröffentlicht worden. Der wissenschaftliche Datenteil zum Berufsbildungsbericht des BMBF erscheint in diesem Jahr zum zweiten Mal und enthält Informationen und Analysen zur beruflichen Aus- und Weiterbildung. Zudem gibt es umfassende Informationen zum diesjährigen Schwerpunktthema "Übergänge von Ausbildung in Beschäftigung".
In Kapitel A 7.1 werden die Regelangebote und Programme der Benachteiligtenförderung dargestellt. Diese sind den Handlungsfeldern Berufsorientierung, Berufsvorbereitung, Berufsausbildung und berufliche Nachqualifizierung zugeordnet.
+ Zweite Schwelle: Schulabschluss und Ausbildungsbereich entscheidend
Laut einer aktuellen BIBB-Analyse ist in den Feldern "Elektroberufe", "Industrie-, Werkzeugmechanik", "Bank-, Versicherungsfachleute" und "Gesundheitsberufe ohne Approbation" die Chance auf vollwertige Beschäftigung nahezu unabhängig vom erreichten Schulabschluss. Der Anteil vollwertig Beschäftigter ist hier bei allen Schulabgängern überdurchschnittlich hoch.
Anders sieht es in den Berufsfeldern "Bauberufe", "Holz-, Kunststoffbe- und -verarbeitung", "Land-, Tier-, Forstwirtschaft, Gartenbau" und "Berufe in der Körperpflege" sowie mit Einschränkungen auch bei "Köchen und Köchinnen" aus: Dort ist der Anteil der Erwerbslosen im Vergleich zum Durchschnitt immer höher und der Anteil der vollwertig Beschäftigten immer niedriger.
Generell gilt: Je höher der allgemeine Schulabschluss, desto höher der Anteil an vollwertiger Beschäftigung und desto geringer der Anteil an den Erwerbslosen unter den dual Ausgebildeten.
Artikel "Chancen auf vollwertige Beschäftigung nach Abschluss einer dualen Ausbildung" in BWP 2/2010:
www.bibb.de/veroeffentlichungen/de/bwp/show/id/6199
+ Materialien zum Forum der AG Berufsbildungsforschungsnetz
Die Arbeitsgemeinschaft Berufsbildungsforschungsnetz (AG BFN) veranstaltet in unregelmäßigen Abständen Workshops, Fachtagungen und alle zwei Jahre ein Forum zu aktuellen Themen der Berufsbildungsforschung. Materialien und Vortragsunterlagen zum diesjährigen Forum, das Ende April im BIBB stattgefunden hat, sind jetzt online abrufbar.
In der AG BFN haben sich zahlreiche Institutionen der deutschen Berufsbildungsforschung zusammengeschlossen. Das Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist, die wissenschaftliche Zusammenarbeit zu verbessern,
den Austausch von Forschungsergebnissen, Meinungen und Erfahrungen zu unterstützen sowie relevante Forschungsfelder zu identifizieren und
den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern.
www.kibb.de/474_1054.htm
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BLICK ÜBER DIE GRENZEN
+ Negative Folgen der Wirtschaftskrise abwenden
Die wirtschaftliche Krise hat die Jugendarbeitslosigkeit in den OECD-Ländern von Ende 2007 bis Ende 2009 um sechs Prozent ansteigen lassen. Damit gibt es mittlerweile insgesamt 19 Prozent beziehungsweise 15 Millionen arbeitslose Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren, vier Millionen mehr als noch zwei Jahre zuvor.
In einem aktuellen Bericht der OECD wird behandelt, wie mögliche negative Langzeitfolgen verhindert werden können, unter denen unter Umständen eine ganze Generation zu leiden hätte. Die Autorinnen und Autoren setzen den Fokus auf die betriebliche Ausbildung, durch die gleichzeitig Kompetenzen und Arbeitserfahrung erworben werden können.
Staatliche Unterstützung wird als sinnvoll erachtet, um Ausbildungsabbrüche zu verhindern und die Übernahme nach Ausbildungsende durch den Ausbildungsbetrieb wenn nötig auch finanziell zu unterstützen.
OECD-Arbeitspapier "Rising youth employment during the crisis: How to prevent negative long-term consequences on a generation":
www.olis.oecd.org/olis/2010doc.nsf/linkto/delsa-elsa-wd-sem(2010)6
+ Projekt- und Produktportal ADAM
Das Internetangebot ADAM gibt einen Überblick über die durch das Programm Leonardo Da Vinci geförderten Projekte und ihre Ergebnisse in ganz Europa. Es unterstützt Interessierte und Projektträger bei der Informationssuche. Auch Veranstaltungen und beteiligte Institutionen können recherchiert werden.
Über einen Zugang für Projektträger können eigene Initiativen im Rahmen von Leonardo da Vinci eingestellt und bearbeitet werden. Durch offene Schnittstellen zu vorhandenen Datenbanken wird eine Synchronisation der
eigenen Daten ermöglicht. ADAM bietet zusätzlich eine Suchfunktion für potenzielle Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Leonardo da Vinci-Maßnahmen.
+ Portal zur EU-Bildungspolitik
Die Nationale Agentur Bildung für Europa beim BIBB hat in Kooperation mit dem BMBF das Internetportal "EU-Bildungspolitik" ins Leben gerufen. Hier werden Zusammenhänge der europäischen Politik erläutert und EU-Dokumente zum Download angeboten.
Das Portal gibt einen Überblick über das Themenspektrum der europäischen Bildungspolitik und stellt die wichtigsten Entscheidungen vor. Dabei ist das Ziel, Informationen "aus Brüssel" aktuell und verständlich darzustellen. Die nationale Umsetzung von EU-politischen Initiativen in den einzelnen Mitgliedstaaten ist nicht Thema des Portals.
+ Von "Flexicurity" zu "Mobication"
Im Cedefop-Interview mit dem dänischen Bildungsexperten Ole Christensen geht es darum, welche Kompetenzen und Fähigkeiten benötigt werden, um den europäischen Arbeitsmarkt bis zum Jahr 2020 zu stabilisieren und die gegenwärtige Wirtschaftskrise zu überwinden.
Der EU-Parlamentarier erläutert, dass das Prinzip der "Flexicurity", also die Kombination von flexiblen Arbeitsmärkten und einem hohen Niveau sozialer Sicherung, weiterhin seine Berechtigung habe. Mittlerweile werde aber immer öfter auf den Begriff "Mobication" gesetzt, der sich aus den englischen Wörtern für Mobilität und Bildung zusammensetzt.
Christensen befürchtet, dass es in Zukunft zunehmend Regionen mit einer hohen Zahl von unqualifizierten Arbeitslosen geben wird und gleichzeitig der Bedarf nach gut ausgebildeten Fachkräften nicht gedeckt werden kann. Er plädiert für Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die bei Bedarf auch den Wechsel in ganz neue berufliche Tätigkeitsfelder ermöglichen. Es sei weiterhin wichtig, mit dem europäischen Qualifikationsrahmen die Anerkennung von im Ausland erworbenen Kompetenzen zu ermöglichen und somit die berufliche Integration von Migrantinnen und Migranten zu fördern.
Interview "My heart burns for the unskilled":
www.cedefop.europa.eu/en/news/15481.aspx
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AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
14. Juni 2010, Offenbach am Main
3. Fachveranstaltung "Ausbildungsfähigkeit und Kompetenzfeststellung", Stadt Offenbach am Main
15. Juni 2010, Stuttgart
Tagung "Assistierte Ausbildung - Betriebe für die Ausbildung von benachteiligten Jugendlichen zurückgewinnen", Paritätischer Gesamtverband
16. bis 17. Juni 2010, Mülheim an der Ruhr
Fachtagung "Berufseinstiegsbeleitung - Reflektionen und Irritationen zum Management des Karriereeinstiegs: Berufseinstiegsbegleitung - Handeln in vielen Systemen", IMBSE GmbH
17. Juni 2010, Berlin
Veranstaltung "jugend(ar)mut im vereinten Deutschland. Konzepte - Strategien - Erfahrungen aus Theorie und Praxis", BAG KJS
23. Juni 2010, Berlin
Aktionstag "Jugend Stärken - Neue Wege einer zukunftsorientierten Jugendpolitik", Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Einzelheiten zu den Veranstaltungen im GPC-Terminkalender:
www.good-practice.de/tkal
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Die bisherigen Newsletter finden Sie hier:
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Dr. Petra Lippegaus-Grünau
Thomas Materna
Tel: 0228/107 1324
Fax: 0228/107 2886
Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center
53043 Bonn