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GPC - NEWSLETTER 26 # GPC - NEWSLETTER 26 # GPC - NEWS
Ausgabe 26, 28.11.2003
Aktuelle Leserzahl: 2792
Der GPC Newsletter wird herausgegeben vom
Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center zur Förderung von Benachteiligten
Ihr Feedback richten Sie bitte an: gpc@bibb.de
http://www.good-practice.bibb.de
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THEMA DES MONATS
+ Ausbildungsabgabe
NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Reform des Berufsbildungsgesetzes (BBiG)
+ Qualitätsstandards bei der Kompetenzfeststellung
+ Ausschreibungsempfehlungen der BA
NEUES AUS DEM GPC
+ Barrierefreies Internet
+ Aktuelle Datenbank-Zahlen
+ Aktuelle Veranstaltungen
NEUES AUS DEM BIBB
+ Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe 2003
+ Neue und modernisierte Ausbildungsberufe 2003
HINWEIS
+ Umzug des BIBB/GPC
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THEMA DES MONATS
+ Ausbildungsabgabe
Das Ende des Vermittlungsjahres für Ausbildungsplätze zum 30.09. weist ein rechnerischen Defizit von ca. 24.000 fehlenden Ausbildungsstellen aus. Dies hat Bewegung in die Diskussion um die Finanzierung der
Ausbildung gebracht: Die SPD hat ein "Eckpunktepapier Ausbildungsfinanzierung" erstellt und auch die Grünen denken über eine "Stiftung betriebliche Bildungschance" nach.
Die Gewerkschaft begrüßen diese Entwicklungen; Arbeitgeberverbände und Kammern lehnen eine Abgabe ab.
Unabhängig von der formalen Ausgestaltung einer Abgabe/Umlage/Fonds/Stiftung etc. wird jedes Jahr im Herbst deutlich, dass die Grundpfeiler des Ausbildungsstellenmarktes wanken: Ausgleich von Angebot - Nachfrage und von Ausbildungsreife - Anforderungen; Bereitstellung der Plätze durch Unternehmen und Verwaltungen; private Finanzierung der Ausbildung versus öffentliche Finanzierung der Bildung.
Die so genannten "Benachteiligten" werden zur Schwankungsgröße der wirtschaftlichen Konjunktur. Die Bildungspolitik setzt auf Appelle (Ausbildungsoffensive) oder Zwang (Gesetze) oder den demographischen
Wandel. (Berufliche) Perspektiven für junge Menschen verschwinden im Herbstnebel.
Quellen:
Eckpunkte Ausbildungsfinanzierung, SPD Parteivorstand, Berlin 2003
Alle Zahlen zum Arbeits- und Ausbildungsstellenmarkt finden Sie unter:
http://www.good-practice.de/infoangebote_beitrag784.php
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NEUES AUS DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG
+ Reform des Berufsbildungsgesetzes (BBiG)
Die Bundesregierung will im Verlauf der Legislaturperiode das BBiG novellieren. Ein erster Entwurf soll noch 2003 vorgelegt werden. Das BBiG regelt die Berufsausbildungsvorbereitung, Berufsausbildung und die
Weiterbildung.
Regelungsbedarf besteht aus Sicht des federführenden BMBF in den Bereichen
- Berufsausbildungsvorbereitung
- Internationale Öffnung
- Prüfungswesen
- Berufsschule
Die angekündigte Regelung wird von den Tarifparteien unterschiedlich bewertet:
>>DGB und andere Gewerkschaften
Diese begrüßen die Reform. Ein novelliertes Berufsbildungsgesetz müsse besser und klarer als bisher die Grundlinien für die Sicherung einer zukunftsorientierten Aus- und Weiterbildung festlegen. Die Konjunkturunabhängigkeit von Qualität und Quantität der Ausbildung, Erziehung zur Demokratie, Chancengleichheit und qualifizierte Mitbestimmung sei sicherzustellen. Ein novelliertes BBiG muss nach
Auffassung des DGB
- den Rechtsanspruch auf Ausbildung verwirklichen,
- für die beruflichen Erstausbildung eine moderne Grundlage schaffen,
- den Geltungsbereich gesetzlicher Bestimmungen erweitern,
- die zuständigen Stellen reformieren,
- ein Lebensbegleitendes Lernen für alle ermöglichen,
- der Berufsbildung europäischen Charakter geben,
- die Qualität der Ausbildung nachhaltig sichern.
>>Die Industrie- und Handelskammern (DIHK)
Sie stehen den Plänen zur Novellierung eher kritisch gegenüber. Das Berufsbildungsgesetz habe sich seit seiner Einführung 1969 im Prinzip bewährt. Das Gesetz garantiere die Spielräume, die für die Ausbildung
von Fachkräften notwendig seien. Viele notwendige Reformen in der beruflichen Bildung ließen sich auch jenseits von Gesetzesänderungen erreichen.
Die Industrie- und Handelskammern erwarten folgende Verbesserungen:
- Erweiterung des Geltungsbereichs des Berufsbildungsgesetzes
- Abbau von Ausbildungshemmnissen
- Sicherung der einzelbetrieblichen Finanzierung
- Ausbildung differenzieren
- Weiterentwicklung der Prüfungen
- Stärkung der Leistungsfähigkeit des dualen Partners Berufsschule
- Internationalisierung der Aus- und Weiterbildung
- Beschleunigung von Entscheidungen
- Keine Reglementierung in der Weiterbildung
Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie
>>Über die Grenzen geschaut:
Der Schweizer Bundesrat hat letzte Woche der neuen Berufsbildungsverordnung (nBBV) zugestimmt. Diese tritt, ebenso wie das neue Berufsbildungsgesetz (nBBG), am 1. Januar 2004 in Kraft.
Das revidierte Gesetz bietet neue, differenzierte Wege der beruflichen Bildung. Es wurde ein innovatives und anpassungsfähiges Instrument geschaffen, das eine hohe Flexibilität sowohl innerhalb der Berufsbildung
als auch zwischen der Berufsbildung ermöglicht. Die Berücksichtigung der wachsenden Zahl bildungsmäßiger "Patchwork"-Biografien und die Einführung neuer Qualifikationsverfahren fördern ebenfalls die Durchlässigkeit im Bildungssystem.
Weitere Informationen:
http://www.bbt.admin.ch/themen/berufsbildung/00104/00375/index.html?lang=de
+ Qualitätsstandards bei der Kompetenzfeststellung
Verfahren zur Kompetenzfeststellung kommen eine zentrale Bedeutung in der Benachteiligtenförderung zu. Die zentralen Ausgangspunkte der Förderung sind Potentiale und Förderbedarfe erkennen und feststellen.
Der Fachbeirat Benachteiligtenförderung der Bundesanstalt für Arbeit hat daher am 10.10.03 eine Empfehlung zur "Kompetenzfeststellung in der beruflichen Integrationsförderung" herausgegeben. Es werden zentrale Qualitätsanforderungen an Kompetenzfeststellungsverfahren zu den Bereichen formuliert:
- Strukturen von Kompetenzfeststellungsverfahren
- Prinzipien und Grundlagen der Kompetenzfeststellung
- Bedingungen und Voraussetzungen für die Umsetzung
- Querschnittsanforderungen an alle Verfahren
Die Empfehlung steht auf der Internetseite von hiba:
http://www.hiba.de/download-center/downloads/BNFsonderdruck_internet.pdf
+ Ausschreibungsempfehlungen der BA
Die Bundesanstalt für Arbeit hat aufgrund der neu eingeführten landesweiten Ausschreibungen häufig gestellte Fragen beantwortet und hilfreiche Empfehlungen für vor allem kleineren Träger ausgesprochen.
Empfehlenswert sind u.a. die Gründung von Bietergemeinschaften oder die Beauftragung von Subunternehmen. Eine Liste mit Fragen und Antworten steht auf der Internetseite der BA.
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NEUES AUS DEM GPC
+ Barrierefreies Internet
Der Internetauftritt des GPC wird in eine barrierefreie Website umgewandelt, die den Anforderungen des §4 des Behindertengleichstellungsgesetzes und der "Barriere-Informationstechnik-Verordnung" (BITV) entspricht. Realisiert werden soll ein gleicher Zugang für alle Nutzer, der die gängigen Screenreader und taktilen Ausgabegeräte ebenso unterstützt wie die Navigation mit speziellen Mausersatzgeräten (Joystick, Kopfmaus, Fußmaus etc.).
Mit dem Abschluss der Arbeiten Ende Januar 2004 wird das GPC auch für Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen besser nutzbar sein.
Im Zuge der Umgestaltung wird es für alle Besucher eine wichtige Änderung geben: Statt der Kombination von oberer und linker Seitennavigation finden Sie demnächst alle Menüpunkte in der linken Spalte. Dadurch erhält das GPC-Online-Portal zugleich auch ein behutsam modernisiertes Aussehen.
+ Aktuelle Datenbank-Zahlen
> Anbieterdatenbank (944)
Neu: VHS-Bildungswerk in Thüringen GmbH
Arbeitsamtsbezirk Gotha
http://www.good-practice.de/anbieter
> Good-Practice-Lösungen (83)
Neu: Internetplattform für Ausbildung und Beruf
dobeq GmbH, Dortmund
http://www.good-practice.de/loesungen
> Qualifizierungsbausteine (183)
Neu: Arbeiten im Spritzgießprozess
Schweriner Ausbildungszentrum (SAZ)
http://www.good-practice.de/bausteine
+ Aktuelle Veranstaltungen
08./09. Dezember 2003, Berlin
Interkulturelle Stadt(teil)politik (E&C - Konferenz)
10./11. Dezember 2003, Trier
Unterrichten und Ausbilden in multikulturellen Gruppen
Weitere Veranstaltungen:
http://www.good-practice.de/tkal/
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NEUES AUS DEM BIBB
+ Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe 2003
Das vom BIBB herausgegebene Verzeichnis gibt einen systematischen Überblick über Berufe, die im Dualen System und an Berufsfachschulen ausgebildet werden. Ein statistischer Teil informiert zusätzlich über die Anzahl der Ausbildungsberufe in sämtlichen Berufsbereichen.
Das Verzeichnis ist erschienen beim G.Bertelsmann-Verlag
http://www.bibb.de/de/8031.htm
+ Neue und modernisierte Ausbildungsberufe 2003
Die Erarbeitung neuer und die Modernisierung bestehender anerkannter Ausbildungsberufe im dualen System ist ein zentrales Arbeitsgebiet des BIBB. Sieben neue Berufe gibt es zum 1. August 2003, 21 Berufe wurden modernisiert. Sie werden in der vorliegenden Broschüre kurz beschrieben.
Eine Einführung in das Verfahren der Ordnungsarbeit für Aus- und Fortbildungsberufe, nützliche Adressen sowie eine Übersicht über alle seit 1996 neu geordneten Berufe runden das Heft ab.
http://www.bibb.de/de/8033.htm
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HINWEIS
+ Umzug des BiBB/GPC
Das Bundesinstitut für Berufsbildung und damit auch das GPC zieht innerhalb Bonns um. Daher kann es in der Zeit vom 28. November bis 5. Dezember zu technischen Beeinträchtigungen bzw. Verzögerungen bei
der Bearbeitung von eMails und Anfragen kommen.
Neue Adresse:
BIBB - Bundesinstitut für Berufsbildung
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn
Telefonnummer und Fax bleiben gleich.
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Wir freuen uns, wenn Sie uns auf weitere Interessenten hinweisen, die den GPC-Newsletter erhalten wollen. Senden Sie uns deren eMail-Adresse, oder leiten Sie den Newsletter einfach weiter mit dem Hinweis, sich bei Interesse an uns zu wenden.
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Vielen Dank für Ihr Feedback an: gpc@bibb.de
Tel: 0228/107 1305
Fax: 0228/107 2886
Bundesinstitut für Berufsbildung
Good Practice Center
53142 Bonn