Qualifizierungsbausteine (BBIG)

BBiG-Qualifizierungsbaustein nach BAVBVO:

Alte Menschen bei der Nahrungs- und
Flüssigkeitsaufnahme unterstützen

Zugrunde liegende(r) Ausbildungsberuf(e):

Altenpfleger/-in

Bundesland:

gültig für alle Bundesländer

Datum der Bescheinigung:

04.09.2009

Einsatzbereich:

Betrieb

Bereitsteller des Qualifizierungsbausteins:

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend



Qualifizierungsziel

Die Teilnehmerin/der Teilnehmer unterstützt alte Menschen mit geringfügigem Unterstützungsbedarf bei der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme.
Sie/er passt die notwendigen Unterstützungsleistungen dem Leistungsvermögen des alten Menschen an und berücksichtigt dessen Wünsche und Gewohnheiten.
Sie/er versteht, dass die Nahrungsaufnahme zur Strukturierung des Tagesablaufes sowie zur Gesunderhaltung und zur Lebensqualität alter Menschen beiträgt.

Dauer der Vermittlung
Gesamtdauer:

320 Stunden

Lernorte: Betrieb:

320 Stunden

Bildungsträger:

0 Stunden

Schule:

0 Stunden

Voraussetzungen: keine

Zu vermittelnde Tätigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse

Zu vermittelnde Tätigkeiten Fertigkeiten und Kenntnisse
1. Durchgängig gelten für dieses Qualifizierungsbild folgende Teile der Anlage 1B der AltPflAPrV: 1. Kennenlernen des Praxisfeldes unter Berücksichtigung institutioneller und rechtlicher Rahmenbedingungen und fachlicher Konzepte,
2. Mitarbeiten bei der umfassenden und geplanten Pflege alter Menschen unter Anleitung.
Dauer: 0 Stunden
Angaben zu Methodik und Didaktik: Vgl. dazu den im Rahmen des Projektes entwickelten Handlungsrahmen zur betrieblichen Umsetzung, der als Anregung dienen soll. Den Handlungsrahmen finden Sie im Anhang unter Materialien.
 
Zu vermittelnde Tätigkeiten Fertigkeiten und Kenntnisse
2. Lernt adressatenorientiert, insbesondere mit angemessener Lautstärke und angemessenem Sprechtempo, Kontakt aufzunehmen und diesen zu pflegen, geprägt von Wertschätzung, Höflichkeit, Respekt und Toleranz.

Lernt situationsorientierte Alltagsgespräche zu führen, insbesondere Austausch über Essgewohnheiten, bevorzugte Speisen und Getränke.
Lernbereich 1
Aufgaben und Konzepte in der Altenpflege
Lernfeld 1.4
Anleiten, beraten, Gespräche führen
– Kommunikation und Gesprächsführung
Dauer: 0 Stunden
Angaben zu Methodik und Didaktik:
 
Zu vermittelnde Tätigkeiten Fertigkeiten und Kenntnisse
3. Lernt situationsspezifisches Handeln bei Notfällen, insbesondere das Notfall- und Alarmsystem der Einrichtung und die Erreichbarkeit der verantwortlichen Pflegekraft kennen.

Erkennt Abweichungen vom normalen Schluckvorgang, insbesondere Verschlucken, und kann angemessen darauf reagieren, vor allem durch das Hinzuziehen einer Pflegefachkraft.
Lernbereich 1
Aufgaben und Konzepte in der Altenpflege
Lernfeld 1.3
Alte Menschen personen- und situationsbezogen pflegen
– Handeln in Notfällen, Erste Hilfe
Dauer: 0 Stunden
Angaben zu Methodik und Didaktik:
 
Zu vermittelnde Tätigkeiten Fertigkeiten und Kenntnisse
4. Lernt Besonderheiten der Ernährung und des Flüssigkeitsbedarfs im Alter kennen.

Lernt Einkauf, Lagerung und Zubereitung von Lebensmitteln im häuslichen Bereich und in Institutionen kennen.

Lernt die Vorschriften der Lebensmittelhygiene kennen und hält diese im Umgang mit Speisen und Getränken ein.
Lernbereich 1
Aufgaben und Konzepte in der Altenpflege
Lernfeld 1.3
Alte Menschen personen- und situationsbezogen pflegen
– Pflegerelevante Grundlagen, insbesondere der Anatomie, Physiologie, Geriatrie, Gerontopsychiatrie, Psychologie, Arzneimittelkunde, Hygiene und Ernährungslehre
Dauer: 0 Stunden
Angaben zu Methodik und Didaktik:
 
Zu vermittelnde Tätigkeiten Fertigkeiten und Kenntnisse
5. Bereitet Nahrung und Flüssigkeit mundgerecht zu.

Assistiert alten Menschen unter Anleitung beim Essen und Trinken, insbesondere bei der selbstständigen Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme.

Lernt den Umgang mit einem Ernährungs- und Flüssigkeitsprotokoll kennen.

Lernt die Anwendung verschiedener Hilfsmittel zur Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme kennen und unterstützt alte Menschen unter Anleitung bei der Verwendung.

Lernt die Bedeutung von Essen als soziales Ereignis für alte Menschen kennen.

Lernt Sitten, Gebräuche, Vorlieben, Abneigungen verschiedener alter Menschen im Zusammenhang mit Essen und Trinken kennen.

Lernt psychosoziale Aspekte, insbesondere Verlust der Selbstständigkeit im Zusammenhang mit Essen und Trinken und deren Bedeutung für alte Menschen kennen.

Unterstützt alte Menschen unter Anleitung, für einen ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt zu sorgen.
Lernbereich 1
Aufgaben und Konzepte in der Altenpflege
Lernfeld 1.3
Alte Menschen personen- und situationsbezogen pflegen
– Pflege alter Menschen mit akuten und chronischen Erkrankungen
Dauer: 0 Stunden
Angaben zu Methodik und Didaktik:
 
Zu vermittelnde Tätigkeiten Fertigkeiten und Kenntnisse
6. Lernt Formen der Teamarbeit kennen und gibt notwendige Informationen an die zuständige Pflegefachkraft im Sinne einer Übergabe weiter. Lernbereich 4
Altenpflege als Beruf
Lernfeld 4.1
Berufliches Selbstverständnis entwickeln
– Teamarbeit und Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen
Dauer: 0 Stunden
Angaben zu Methodik und Didaktik:
 
Fundstelle der Ausbildungsordnung:

– Gesetz über die Berufe in der Altenpflege (Altenpflegegesetz – AltPflG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 25. August 2003 (BGBl. I S. 1690), das zuletzt durch Artikel 12b des Gesetzes vom 17. Juli 2009 (BGBl. I S. 1990) geändert worden ist.
– Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für den Beruf der Altenpflegerin und des Altenpflegers (Altenpflege-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung – AltPflAPrV) vom 26. November 2002 (BGBl. I S. 4418), die zuletzt durch Artikel 31 des Gesetzes vom 2. Dezember 2007 (BGBl. I S. 2686) geändert worden ist.

 

Leistungsfeststellung

Die/der Teilnehmende stellt einem alten Menschen Getränke unter Berücksichtigung der Vorlieben bereit und assistiert je nach Ressourcen bei der Flüssigkeitsaufnahme.
Die/der Teilnehmende stellt einem alten Menschen Speisen bedarfsgerecht bereit und assistiert je nach Ressourcen bei der Nahrungsaufnahme.

Vorgehensweise bei der Leistungsfeststellung:
1. Vorbereitendes Gespräch, bei dem die/der Teilnehmende die geplante Vorgehensweise bei der Begleitung erläutert,
2. Durchführung unter Anleitung,
3. Überprüfung der Vorgehensweise anhand der Zielstellung.

Die schriftliche Bestätigung der Übereinstimmung des Qualifizierungsbildes mit den Vorgaben nach § 3 der BAVBVO erfolgte durch:
Institution:

Niedersächsisches Kultusministerium
- Geschäftsstelle Altenpflege SGB III -

zugleich bestätigt durch:
Hessisches Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit
Dostojewskistraße 4, 65187 Wiesbaden
8.9.2009

zugleich bestätigt durch:
Ministerium für Soziales und Gesundheit
des Landes Mecklenburg-Vorpommern
Abteilung Gesundheit, Referat 340 - Heilberufsrecht
Postfach, 19048 Schwerin
6.10.2009

Straße:

Schiffgraben 12

PLZ, Ort:

30159  Hannover



Ergänzende Informationen

Zugrundeliegende Informationsquelle(n)

Der bestätigte Qualifizierungsbaustein orientiert sich an folgenden Arbeitshilfen:

BIBB

INBAS

Angaben zum Entstehungskontext

Nach § 235b SGB III sind seit dem 1. Januar 2009 betriebliche Einstiegsqualifizierungen (EQ) auch im Bereich der Altenpflege möglich.
Einstiegsqualifizierungen finden im Betrieb statt und zielen auf Ausbildungsbewerberinnen und -bewerber
• mit individuell eingeschränkten Vermittlungsperspektiven,
• die auch nach dem 30. September eines Jahres noch nicht in Ausbildung vermittelt sind,
• die noch nicht in vollem Umfang über die erforderliche Ausbildungsbefähigung verfügen
• mit Lernbeeinträchtigungen und sozialen Benachteiligungen.

Im Zeitraum von Mai bis einschließlich August 2009 entwickelte das Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (INBAS) in Kooperation mit dem Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung (dip) im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ein Set von vier praxisrelevanten Qualifizierungsbausteinen für Einstiegsqualifizierungen in der Altenpflege. Auf der Grundlage des Gesetzes über die Berufe in der Altenpflege (Altenpflegegesetz – AltPflG) und der entsprechenden Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für den Beruf der Altenpflegerin und des Altenpflegers (Altenpflege-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung – AltPflAPrV) wurde theoriegeleitet ein Themen- und Tätigkeitsspektrum identifiziert, das Teile des Altenpflegeberufes abbildet und für die Einstiegsqualifizierung nutzbar macht.

Die Materialien wurden im Rahmen von zwei Workshops mit Vertreterinnen und Vertretern von Altenpflegeeinrichtungen, Altenpflegeschulen, Verbänden sowie den Ministerien und zuständigen Stellen der Bundesländer diskutiert und weiterentwickelt.

Erfahrungen bei der Umsetzung

Mit Einstiegsqualifizierungen für die Altenpflegeausbildung liegen bisher noch keine Erfahrungen vor, da das Instrument erstmalig ab dem Ausbildungsjahr 2009/2010 eingesetzt werden kann.

Aufgaben der Berufsschule

Die Regelungen zum Schulbesuch im Rahmen einer betrieblichen Einstiegsqualifizierung sind unterschiedlich, teilweise befinden sie sich bezogen auf EQ für die Altenpflegeausbildung noch im Abstimmungsprozess (Stand August 2009). Deshalb sollte vor Beginn einer EQ geprüft werden, wie die Regelung im jeweiligen Bundesland aussieht. Empfehlenswert ist gegen Ende der EQ eine Hospitation in einer Altenpflegeschule.

Materialien:

Handlungsrahmen zum Qualifizierungsbild 2
Zeugnis nach BAVBVO

Internetverweis: http://altenpflegeausbildung.net/fileadmin/redaktion/eq_apa_gesamt.pdf
eMail-Kontakt: offenbach@altenpflegeausbildung.net

 


 
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