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Hier finden Sie Beiträge, Positionen und Stellungnahmen unterschiedlicher Richtung zu aktuellen (bildungspolitischen) Themen rund um die berufliche Benachteiligtenförderung.
Das Good Practice Center des Bundesinstituts für Berufsbildung hat seine Portale für den Übergang Schule - Beruf optisch neu gestaltet und funktional verbessert.
22.000 Euro könnten die öffentlichen Haushalte heute in jeden Jugendlichen investieren, ohne dass zusätzliche Kosten entstehen würden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Sie warnt, dass Belastungen in Milliardenhöhe auf die öffentlichen Haushalte zukommen, wenn weiterhin so viele junge Menschen ohne Ausbildungsabschluss bleiben. Als Fazit fordert sie eine Umkehr: von einer reparierenden Sozialpolitik zu einer präventiven Bildungspolitik.
Während die Arbeitgebervertreter eine deutliche Verbesserung der Situation auf dem Ausbildungsmarkt konstatieren, bezeichnen die Beauftragten der Arbeitnehmer das Ausbildungsjahr 2010 als "enttäuschend". In der Stellungnahme des BIBB-Hauptausschusses zum Berufsbildungsbericht 2011 fanden beide Lager jedoch auch zu gemeinsamen Positionen, vor allem im Hinblick auf den Fachkräftemangel und die Systematisierung des Übergangs Schule/Beruf.
Das Übergangssystem muss dringend reformiert werden, dennoch braucht das deutsche Bildungssystem Übergangsmaßnahmen. Zu diesem Schluss gelangen rund 500 Expertinnen und Experten der Berufsbildung, die im Rahmen des BIBB-Expertenmonitors befragt wurden. Über 300 befragte Jugendliche bestätigen diese Einschätzung.
Eine systemübergreifende Kooperation zwischen SGB II, III und VIII ist bislang nicht regelhaft gesichert. Sie ist vielmehr von der Initiative der einzelnen Institutionen, Gebietskörperschaften und von der Motivation der unterschiedlichen Akteure abhängig. Dies hat häufig zur Folge, dass verschiedene Ziele verfolgt werden, Einzelmaßnahmen nicht abgestimmt sind und sich im ungünstigsten Fall gegenseitig behindern.
Immer weniger Jugendliche finden einen direkten und tragfähigen Einstieg in das Berufs- und Arbeitsleben. Gleichzeitig ist in den letzten zwanzig Jahren eine kaum mehr überschaubare Vielfalt an staatlich finanzierten Angeboten im Übergang Schule-Arbeitswelt entwickelt worden.