Sie befinden sich hier: Startseite | Handlungsfelder | Berufsorientierung
Um Schüler und Schülerinnen beim Übergang von der Schule in Ausbildung, Studium und Beruf noch zielgerichteter beraten und unterstützen zu können, verstärken Kultusministerkonferenz und Bundesagentur für Arbeit ihre Zusammenarbeit.
Doris Ahnen, die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, und Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, haben am 15.10.2004 eine gemeinsame Rahmenvereinbarung über die Zusammenarbeit von Schule und Berufsberatung unterzeichnet.
Die Vereinbarung zielt u. a. darauf ab, eine engere Abstimmung bei der bedarfsgerechten Ausgestaltung der Förderangebote der Länder und der BA zu erzielen und deren Wirksamkeit im Hinblick auf eine erfolgreiche berufliche Integration zu erhöhen.
Angespannte Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt
Während im Zeitraum von 1992 bis 2003 die Zahl der Abgängerinnen und Abgänger aus allgemein bildenden Schulen von 777.300 auf 933.600 kontinuierlich gestiegen ist, hat sich die Anzahl der Ausbildungsplatzangebote von 721.800 auf 572.500 verringert. Da von dieser nach wie vor schwierigen Situation am Ausbildungsmarkt insbesondere Schülerinnen und Schüler ohne Schulabschluss sowie benachteiligte Jugendliche betroffen seien, liege einer der Schwerpunkte der Rahmenvereinbarung in der Förderung gerade dieser Personengruppen, so Ahnen. Deshalb würden die Länder auch ihre Anstrengungen weiter verstärken, die Zahl der Schulabgängerinnen und -abgänger ohne Abschluss deutlich zu reduzieren.
Berufswahlvorbereitung
Schule und Berufsberatung stehen gemeinsam in der Pflicht, allen Jugendlichen eine Berufswahlvorbereitung anzubieten. Diese soll spätestens zwei Jahre vor der Schulentlassung einsetzen. Hierbei ist es Aufgabe der Schule, grundlegende Kenntnisse über die Wirtschafts- und Arbeitswelt zu vermitteln und über die Grundlagen der Berufswahlentscheidung zu informieren. Über Praktika und Besuche von Betrieben erhalten die Jugendlichen Einblicke in die Arbeitswelt. Die Schulen unterstützen die Angebote der Berufsberatung, indem sie Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme anhalten.
Übergang Schule - Beruf
In der derzeit schwierigen Situation ist eine engere Zusammenarbeit zwischen Schule, Berufsberatung und Wirtschaft beim Übergang von der Schule in den Beruf besonders wichtig. Um Brüche zu vermeiden, müssten vor allem jene Jugendlichen frühzeitig begleitet werden, deren Übergang voraussichtlich gefährdet sei, so Doris Ahnen.
In dem Zusammenhang weist Heinrich Alt auch auf den "Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in Deutschland hin", in dem sich Wirtschaft und Bundesregierung - in enger Zusammenarbeit mit den Ländern - verpflichtet haben, allen ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen jungen Menschen ein Angebot auf Ausbildung zu machen.
Quelle: Presseinformation der KMK vom 15.10.2004
Letzte Änderung: 23.05.2011 eMail-direkt » Seite empfehlen »
Noch keine Kommentare vorhanden
Erstellt am: 20.10.2004 Kommentare hinzufügen »