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Das im Jahr 2004 im Rahmen des Ausbildungspaktes gestartete EQJ-Programm fördert Jugendliche durch eine sechs- bis zwölfmonatige berufliche Einstiegsqualifizierung. Das Ziel ist der Übergang in die duale Berufsausbildung. Die Einstiegsqualifizierung wurde inzwischen als Regelleistung ins SGB III (§ 235b) integriert.
Die Voraussetzung für eine staatliche Förderung durch eine Einstiegsqualifizierung ist, dass Arbeitgeber und Jugendliche einen entsprechenden Vertrag schließen. Der Arbeitgeber muss dann einen Antrag auf Leistung nach dem Sonderprogramm bei der örtlich zuständigen Agentur für Arbeit stellen.
Zur Honorierung ihres Engagements erhalten die Betriebe einen Zuschuss zum Unterhalt der Jugendlichen:
Die Förderdauer hängt von der tatsächlichen Dauer der Einstiegsqualifizierung ab. Sie beträgt mindestens sechs und höchstens zwölf Monate. Die Leistungen werden jeweils für den zurückliegenden Monat ausgezahlt.
Junge Frauen und Männer ohne Aussicht auf einen Ausbildungsplatz erwerben so im betrieblichen Alltag Grundkenntnisse und -fertigkeiten. Sie werden praxis- und alltagsnah auf einen anerkannten Ausbildungsberuf vorbereitet. Idealerweise kann diese Zeit bei gutem Verlauf und nach Rücksprache mit allen Beteiligten auf eine spätere Berufsausbildung angerechnet werden.
Aufgrund der positiven Erfahrungen wurde das ursprünglich für 3 Jahre angelegte Sonderprogramm des Bundes um ein Jahr verlängert und bereits ab Oktober 2006 von 25.000 auf 40.000 Plätze aufgestockt. Im Rahmen der Verlängerung des Ausbildungspaktes am 5. März 2007 wurde zugesagt, die Förderung von jeweils 40.000 Plätzen für die kommenden drei Jahre sicherzustellen. Mit Inkrafttreten des Vierten Gesetzes zur Änderung des Dritten Buches Sozialgesetzbuch - Verbesserung der Qualifizierung und Beschäftigungschancen von jüngeren Menschen mit Vermittlungshemmnissen - zum 1. Oktober 2007 wurde diese Zusage eingelöst.
Das EQJ-Programm wurde auch durch eine Begleitforschung als erfolgreich bewertet. Die Einstiegsqualifizierungen sind ein regelrechter Türöffner in die duale Berufsausbildung. Der Abschlussbericht der Begleitforschung bestätigt die guten Ergebnisse: Im Verlauf der drei Programmjahre stieg die Übergangsquote der Jugendlichen in Ausbildung direkt nach der Einstiegsqualifizierung von Jahr zu Jahr kontinuierlich an. Während im ersten Programmjahr 61,1 Prozent (davon 56,5 Prozent betriebliche Ausbildung) und im zweiten Programmjahr 69,7 Prozent (62,4 Prozent betriebliche Ausbildung) der Geförderten eine Ausbildung beginnen konnten, ist die Quote zuletzt auf 74,7 Prozent (65,5 Prozent betriebliche Ausbildung) angestiegen.
Auch der gewünschte "Klebeeffekt" tritt ein: Nach Angaben der befragten Unternehmen wurde im dritten Programmjahr von 56,5 Prozent der am EQJ-Programm teilnehmenden Unternehmen mindestens ein EQJ-Praktikant in ein Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis übernommen. In allen drei Programmjahren begannen rund drei Viertel der Jugendlichen, die in berufliche Ausbildung einmündeten, eine Ausbildung in dem Beruf, dem die absolvierte Einstiegsqualifizierung zuzuordnen ist.
Neben Ausbildungsbetrieben führten auch solche Unternehmen Einstiegsqualifizierungen durch, die bisher keine Erfahrungen im Bereich Ausbildung hatten. Rund ein Drittel dieser Betriebe sind nach positiven Erfahrungen mit den Einstiegsqualifizierungen zu Ausbildungsbetrieben geworden.
Letzte Änderung: 23.07.2010 eMail-direkt » Seite empfehlen »
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Erstellt am: 08.01.2008 Kommentare hinzufügen »
Informationen zum Ausbildungspakt
BA: Betriebliche Einstiegsqualifizierung

Einstiegsqualifizierungen:
DIHK: Beispiele für Einstiegsqualifizierungen
ZDH: Weiterführende Informationen zur Einstiegsqualifizierung
BMAS: Dokumente zum EQJ-Programm

Materialien: Begleitforschung zum EQJ-Programm
Abschlussbericht der Begleitforschung (Juli 2008) (140 KB)
Weiterführung der Begleitforschung zur Einstiegsqualifizierung, 1. Zwischenbericht (März 2010) (1,25 MB)

Studien zur Einstiegsqualifizierung: