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Von Ragna Melzer
Immer mehr Kommunen greifen das Konzept des Lokalen Übergangsmanagements auf und setzen es gemeinsam mit den lokalen Akteuren um. Viele freie Träger drohen nun zum Opfer der damit verbundenen, überaus dynamischen Prozesse zu werden. Immer öfter haben sie das Gefühl, dass diese - von ihnen selbst geforderten - Entwicklungen systematisch an ihnen vorbei gehen und sie schlichtweg den Anschluss verpassen. Aber wie können sie auf diese massiven Umbrüche reagieren?
Seit Jahren fordern die freien Träger der Jugendsozialarbeit eine bessere Abstimmung der Aktivitäten und Angebote vor Ort, um allen jungen Menschen einen erfolgreichen Start ins Berufsleben zu ermöglichen. Inzwischen gilt das Konzept des Lokalen Übergangsmanagements als tragfähiger Ansatz, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Dies führt dazu, dass sich die Angebots- und Kooperationsstrukturen am Übergang Schule-Beruf grundlegend verändern.
Wollen freie Träger auch in Zukunft kompetent und erfolgreich in diesem Bereich agieren, haben sie nur eine einzige Chance: Sie müssen ihre eigene Rolle kritisch hinterfragen und ihre Aktivitäten konsequent an den Problemlösungsansätzen vor Ort ausrichten. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn freie Träger finden sich derzeit in einem Dilemma wieder, das von einer diffusen und teilweise widersprüchlichen Selbst- und Fremdwahrnehmung bestimmt ist.
So werden freie Träger oftmals, und vielleicht auch nicht ganz unberechtigt, als Teil des Problems wahrgenommen, weil:
Ließe man dies so stehen, würde man die definitiv vorhandenen Potentiale freier Träger für die Gestaltung der Übergänge Schule-Beruf bewusst ausblenden. Freie Träger müssen sich deshalb deutlich stärker als Teil der Lösung ins Gespräch bringen und ihren 'Mehrwert' offensiver deutlich machen. Dies können sie auch guten Gewissens tun, weil sie
Zugespitzt lässt sich die Herausforderung für die freien Träger so formulieren: Sie müssen sich kritisch mit den veränderten Anforderungen und den eigenen Perspektiven am Übergang Schule-Beruf auseinandersetzen und ihr Engagement konsequent an lokalen Problemlösungsansätzen ausrichten. Sie müssen ihre Netzwerkarbeit professionalisieren und ihre Angebote auf einem hohen fachlichen Niveau weiterentwickeln. 'Last but not least' müssen sie ihren sozialpolitischen Auftrag endlich wieder ernst nehmen und sich nicht auf die - manchmal vielleicht auch ganz bequeme - Rolle des Dienstleisters reduzieren (lassen).
Erstellt am: 09.03.2010 eMail-direkt » Seite empfehlen »
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Letzte Änderung: 07.12.2010 Kommentare hinzufügen »

Ragna Melzer ist Referentin für Jugendberufshilfe beim AWO Bundesverband e.V.
























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