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Verfahren der Kompetenzfeststellung für benachteiligte Jugendliche

Als Teil der Prozessbegleitung der ''Entwicklungsinitiative Neue Förderstruktur für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf", stellt das Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt­ und Sozialpolitik (INBAS) in seinem Infodienst Verfahren zur Kompetenzfeststellung vor. Die im Vergleich recht unterschiedlichen Methoden erlauben differenzierte Aussagen über individuelle Kompetenzen und Potenziale der Jugendlichen.

Mit dem Modellprojekt ''Neue Förderstrukturen für benachteiligte Jugendliche mit besonderem Förderbedarf" wird versucht, bisherige pädagogische Konzepte in der Förderung zu überdenken sowie gemeinsam mit den Jugendlichen Berufsorientierung und Berufsausbildung zu optimieren.

Den meisten Schulabgängerinnen und Schulabgängern fehlen realistische Vorstellungen der beruflichen Anforderungen und Tätigkeiten sowie ihrer persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Von einer immanenten Einschränkung des Berufswahlspektrums sind benachteiligte Jugendliche, die Zielgruppe der Entwicklungsinitiative sind, besonders betroffen.

Das Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt­ und Sozialpolitik (INBAS) www-Link dokumentiert durch wissenschaftliche Begleitforschung innovative Ansätze in der Berufsausbildungsvorbereitung. Neben der Darstellung verschiedener Kompetenzfeststellungsverfahren im aktuellen Infodienst erfolgen Hinweise auf zusätzliche Angebote im Web.

Unter Kompetenzen werden in der Darstellung die Selbstorganisationsdispositionen eines Individuums verstanden. Dabei wird unterschieden zwischen Fach-, Methoden- und Sozialkompetenzen sowie personalen und Handlungskompetenzen.

Vorgestellt werden folgende Instrumente:

  • DIA­TRAIN (DIAgnose und TRAINing), www-Link entwickelt von INBAS Nordrhein-Westfalen. Die Methode ist konzipiert für den Einsatz in Beratungsstellen und Jugendwerkstätten. Angewendet wird sie insbesondere bei Jugendlichen aus Einrichtungen der Jugendberufshilfe.

  • Bei START (Stärken ausprobieren-Ressourcen testen) erfahren Jugendliche durch die Teilnahme an verschiedenen Assessment Centern eigene Stärken und Fähigkeiten. Der Schwerpunkt der Technik liegt auf der  beruflichen Orientierung von benachteiligten Mädchen und Jungen. START ist ein Projekt des Instituts für Maßnahmen zur Förderung der beruflichen und sozialen Eingliederung
    (IMBSE e.V.).
    www-Link

  • Das an der Uni Siegen entwickelte MELBA (Merkmalprofile zur Eingliederung Leistungsgewandelter und Behinderter in Arbeit) www-Link eignet sich bevorzugt für die Arbeit mit individuell Beeinträchtigten, genauer mit psychischen Beeinträchtigungen. Durch standardisierte Fragebögen ist eine einheitliche Nutzung auch für Anwender aus unterschiedlichsten Bereichen möglich.

  • Mit dem weiterentwickelten Testverfahren HAMET 2 (Handwerklich motorischer Eignungstest) www-Link können jetzt neben den Kompetenzen lernbehinderter junger Menschen, die von Schülerinnen und Schülern an Haupt­- und Realschulen, Erwachsenen in der Rehabilitationsphase sowie individuell Beeinträchtigten gemessen werden. Ein Projekt des Berufsbildungswerkes Waiblingen. www-Link

  • Im Modellprojekt neue Förderstrukturen in Rostock wird ebenfalls mit Hilfe von Assessment Centern gearbeitet. Interessant ist dabei, dass diese Träger übergreifend konzipiert und durchgeführt werden. Die Kompetenzfeststellung erfolgt  über ein Eingangs­- und Nachfolge­-Assessment, zwischen denen eine zweimonatige Berufsfelderprobung eingebunden wird. Das vom Aus- und Fortbildungszentrum Schifffahrt und Hafen www-Link in Rostock vorgestellte Projekt richtet sich an die Zielgruppen der Benachteiligtenförderung.

 

INBAS INFO DIENST
Innovationen in der Berufsausbildungsvorbereitung als PDF-Datei

Nr. 2/2002
Entwicklungsinitiative: Neue Förderstrukturen für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf
 PDF Dokument

 

 

Letzte Änderung: 25.05.2011 eMail-direkt »       Seite empfehlen »

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Erstellt am: 30.08.2002 Kommentare hinzufügen »

 
 
 
Querverweis:

INBAS berät, qualifiziert, forscht und publiziert im Querschnittsbereich von beruflicher Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik in nationalen und internationalen Kontexten.

Das Institut organisiert ebenfalls die Regiestelle Kompetenzagenturen. www-Link 
Die Regiestelle ist eingebunden in das Modellprogramm "Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit", welches die Chancen familiär und sozial benachteiligter Jugendlicher steigern soll. Bundesweit sind 15 Agenturen geplant, die sich mit den Gebieten der Programme "Soziale Stadt" www-Link und "Entwicklung und Chance junger Menschen in sozialen Brennpunkten (E&C)" www-Link decken.