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Um eine Ausweitung des Konzeptes "Produktionsschulen" zu fördern, ist in Kassel eine Bundesarbeitsgemeinschaft gegründet worden.
Bundesweit gibt es rund 25 "Produktionsschulen". Diese sind noch Inseln im Berufsbildungssystem. Um das zu ändern, ist in Kassel eine Bundesarbeitsgemeinschaft Produktionsschulen gegründet worden. Die ungewöhnlichen Schulen, die in Deutschland Anfang des 20. Jahrhunderts unter dem Einfluss reformpädagogischer Konzepte ("Lernen am und im Leben") entstanden, kümmern sich vor allem um die berufliche Förderung so genannter benachteiligter Jugendlicher (nach Schätzung von Experten sind dies 10 bis 14 Prozent eines Altersjahrgangs); einige Schulen sind auch in der regulären Berufsbildung tätig. Obwohl ihre Konzepte gelobt werden, sind Produktionsschulen in Deutschland nicht staatlich anerkannt. Anders in Dänemark, wo es etwa 100 Schulen dieser Art gibt.
Jetzt geht der Bund einen ersten Schritt. Aus der bisherigen Duldung soll Anerkennung werden: Im Zuge des bis 2005 angelegten Programms "Kompetenzen fördern - Berufliche Qualifizierung für Zielgruppen mit besonderem Förderbedarf" soll die TU Chemnitz im Auftrag des Bundesbildungsministeriums bis Oktober eine vergleichende Studie zu Produktionsschulen in Dänemark, Österreich und Deutschland vorlegen. Der Chemnitzer Lehrstuhl für Erwachsenenbildung und betriebliche Weiterbildung untersucht die existierenden Konzepte und entwickelt daraus unter anderem eine Handlungsanleitung zur Gründung solcher Schulen.
Letzte Änderung: 24.05.2011 eMail-direkt » Seite empfehlen »
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Erstellt am: 12.03.2003 Kommentare hinzufügen »