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Erwartungen der Betriebe an Schulabgänger

IHK-Betriebe zur Ausbildungsreife

Der DIHK hat eine Umfrage bei Ausbildungsbetrieben zu deren Haltung nach den Pisa-Erkenntnissen in der beruflichen Ausbildung durchgeführt. Zentrales Ergebnis der Umfrage ist: Die Schule muss besser auf den Einstieg ins Berufsleben und auf die Anforderungen einer qualifizierten Lehre vorbereiten. Viele Betriebe beklagen gravierende Defizite der Schulabgängerinnen und Schulabgänger.

Eine Reihe von Ausbildungsplätzen konnte aufgrund mangelnder Qualifikationen der Bewerberinnn und Bewerber nicht oder nur schwer besetzt werden - so eine Auskunft der befragten 8.432 Betriebe. Die Betriebe senken teilweise die Anforderungen, müssen den Aufwand bei der Suche nach geeigneten Jugendlichen stark erhöhen oder müssen während der Ausbildung zum Teil immense Anstrengungen unternehmen, damit die Jugendlichen erfolgreich ihre Ausbildung abschließen können.

Betriebe legen bei Ausbildungsplatzbewerberinnen und -bewrbern Wert auf das Beherrschen der Grundqualifikationen wie Lesen, Schreiben und Rechnen und ein gutes Allgemeinwissen, auf Teamfähigkeit, Höflichkeit/Freundlichkeit sowie Zuverlässigkeit, Leistungsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein.

Die häufigsten Nennungen bei der Frage nach der Bedeutung bestimmter Kompetenzen

Wissen/Fähigkeiten:

  • Beherrschen der  Grundqualifikationen Lesen, Schreiben, Rechnen             90,6 %
  • Gutes Allgemeinwissen                                                                              68,0 %
  • Beherrschen der Fremdsprache Englisch                                                    29,0 %
  • Wirtschaftliche Kenntnisse                                                                         28,5 %
  • Naturwissenschaften                                                                                  16,6 %
  • Medienkompetenz                                                                                      9,0 %

Sozialkompetenzen:

  • Teamfähigkeit                                                      87,4 %
  • Höflichkeit/Freundlichkeit                                     78,1 %
  • Kritikfähigkeit                                                      48,4 %
  • Konfliktfähigkeit                                                   39,6 %

persönliche Kompetenzen:

  • Zuverlässigkeit                                                    94,0 %
  • Leistungsbereitschaft                                           84,9 %
  • Verantwortungsbewusstsein                                75,0 %
  • Selbstständigkeit                                                 64,5 %
  • Ausdauer/Belastbarkeit                                       59,7 %

Die Prioritätensetzung bei der Nennung der persönlichen Kompetenzen lässt darauf schließen, dass den Betrieben Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Leistungsbereitschaft besonders wichtig sind schon beim Beginn der Lehre.

Rund 46 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass sie in ihren Betrieben Einsatzmöglichkeiten für eher praktisch begabe Arbeitskräfte sehen. 21,6 Prozent der Unternehmen sehen solche Tätigkeiten nicht als reine Anlern- oder Ungelernten-Jobs, sondern können sich vorstellen, damit konkrete Berufsbilder zu verbinden. Genannt werden hier folgende Bereiche:

  • Gehilfinnen-, Gehilfentätigkeiten / Teilfacharbeiter und Teilfacharbeiterinnen in Industrie und Lagerwirtschaft
  • Hotel- und Gastronomie: Küchenhelferinnen/Küchenhelfer, Zimmermädchen, Barkeeperinnen/Barkeeper
  • Reinigung, Raumpflege, Straßenreinigung, Landschaftspflege
  • Hauswirtschaft/Pflege
  • Pack-, Sortier-, Versandtätigkeiten
  • Maschinenführerinnen/Maschinenführer, Fließbandtätigkeiten, Montage
  • Call-Center, Telefonvermittlung, Kundenkommunikation und -service

 

Letzte Änderung: 24.05.2011 eMail-direkt »       Seite empfehlen »

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Erstellt am: 07.08.2003 Kommentare hinzufügen »