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Kooperative selbstorganisierte Weiterbildung in kleinen und mittleren Betrieben - KOSE


Fragen und Ziele:

Einführung von Gruppenarbeit in der Vor- und Endmontage, Einführung von Verbesserung der Serviceaktivitäten, Einführung von Gruppenarbeit mit Produktkenntnissen in der Montage, Weiterentwicklung von Gruppenarbeit in den Fertigungsinseln, Einführung von Gruppenarbeit in der Glühstraße zur Steigerung der Qualität und Produktivität, Bildung von sporadischen Gruppen im Rahmen von kontinuierlichen Verbesserungs-Prozessen.


Ergebnisse des Modellversuchs:

Zum Abschluss des Modellversuchs »Selbstorganisierte Weiterbildung in kleinen und mittleren Betrieben« fand am 17. und 18. November 1999 in Stuttgart die Fachtagung »Selbstorganisiertes Lernen - Gemeinsam entwickelt von kleinen und mittleren Unternehmen und Bildungsdienstleistern« statt. Dabei wurden Erfahrungen aus zwölf Unternehmen zur Diskussion gestellt.
Die Firmen machten gemeinsam mit einem Bildungsdienstleister einen Schritt in Richtung lernende Unternehmen, die sich schnell und kontinuierlich auf Änderungen im Umfeld einstellen. Unterstützt wurden sie dabei im Rahmen eines vom Bundesinstitut für Berufsbildung geförderten Modellversuchs von der WINKLER-Ausbildungs-GmbH in Villingen und dem Fraunhofer IAO.
Zwölf kleine und mittlere Unternehmen haben erprobt, wie selbstorganisiertes Lernen in Teams funktioniert. Die Mitarbeiter der Unternehmen lernten bei einem Wissensdefizit zur optimalen Arbeitsbewältigung, selbst aktiv zu werden. Dazu untersuchten sie systematisch ihre eigene Arbeit und stellten dabei Mängel in den Abläufen sowie eigene Wissenslücken fest. Bei der Verbesserung der Abläufe wurden beiläufig Kollegen aus anderen Bereichen des Unternehmens als Wissenslieferanten einbezogen. Im Gegenzug nahmen diese Kollegen Wissen und Anregungen aus den unterstützten Bereichen mit. So begann ein Prozess der Wissensdiffusion durch das Unternehmen, der kreative Veränderungen hervorbrachte.
Die mit einer Pilotgruppe erprobten Vorgehensweisen wurden in einem zweiten Schritt gezielt an andere Teams des gleichen Unternehmens weitergegeben. Entsprechend der Bedingungen in den einzelnen Unternehmen wurden unterschiedliche Transferwege entwickelt.
Eingeleitet wurde dieser Prozess von einem Bildungsdienstleister, der seine Moderatorenrolle nach und nach an betriebliche Entwicklungsmoderatoren weitergab. Die angestoßenen Prozesse wurden zunehmend von den Entwicklungsmoderatoren weitergeführt und in andere Bereiche ihrer Unternehmen übertragen.


Veröffentlichungen und Materialien:

  • Infobrief 1-12. Hrsg.: Bildungszentrum Turmgasse BZT. Je 2 S.
  • Abschlussbericht. Von Jürgen Wilke. Stuttgart o.J. um 2001. 154 S.

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Quelle: MIDo - Information und Dokumentation zu Modellversuchen in der außerschulischen Berufsbildung