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Flexible und individuelle Lernformen in der Personalentwicklung FILIP
Fragen und Ziele:
Im Zuge der Einführung von prozessorientierter Produktionsorganisation scheint es sinnvoll, auch die Qualifizierungsplanung in das Arbeitsfeld zu verlegen. Dabei kommt den fachlichen Vorgesetzten (meist untere bis mittlere Führungskräfte) die Rolle der Qualifizierungsberatung zu.
Darüber hinaus müssen sie aber auch Coachingfunktion übernehmen und ihre Mitarbeiter motivieren und sie bei der Umsetzung ihrer Qualifizierungsstrategie anleiten und unterstützen. Dafür fehlt ihnen in der Regel Methodenwissen wie zum Beispiel: Verfahren zur Erstellung einer Qualifikationsmatrix, Kenntnis verschiedener Lernformen und didaktischer Konzepte, Kenntnis von verschiedenen Lerntypen und Lernstilen und den dafür angemessenen Lernarrangements.
Im Modellversuch wird zusammen mit Führungskräften sowie betrieblichen Bildungsfachleuten (Ausbildern, Weiterbildungsverantwortlichen etc.) ein Beratungskonzept entwickelt, das Führungskräften der unteren und mittleren Ebene Sicherheit geben soll bei der Unterstützung der Kompetenzentwicklung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Wichtiges Hilfsmittel ist dabei eine Sammlung an PE-Instrumenten - angefangen bei einer Anleitung zur Erstellung einer Qualifikationsmatrix über Beschreibungen unterschiedlicher Lernformen und Weiterbildungsmöglichkeiten bis hin zu Evaluationsmethoden zur Erfassung des Anwendungserfolgs der Bildungsaktivität. Aus diesen Verfahren und Instrumentarien können Führungskräfte und betriebliche Weiterbildungsverantwortliche die für ihr Unternehmen geeigneten Bausteine auswählen und zu einer individuellen Toolbox zusammenstellen.
Ergebnisse des Modellversuchs:
Es wurde eine Expertenbefragung (30 Führungskräfte und Personalmanager) zur Einschätzung des Qualifikationsbedarfs durchgeführt. Ein Ergebnisbericht steht ab Frühjahr 2005 zur Verfügung.
Ein Prototyp der Toolbox als Instrumentensammlung für Vorgesetze wurde zusammengestellt ("PE-Instrumente für Führungskräfte") und wird seit Herbst 2004 in der betrieblichen Praxis erprobt. Die Projektgruppen in den am Modellversuch beteiligten Unternehmen wählen die für ihr Unternehmen oder ihre Abteilung geeigneten Bausteine aus und stellen sie zu einer individuellen Toolbox zusammen. Kriterien für die Auswahl sind die Kompetenzanforderungen, die sich aus den Arbeitsprozessen ergeben. Unterstützung finden die Führungskräfte bei Bildungsberatern: Diese beraten nicht nur bei der Auswahl der geeigneten Instrumente, sondern helfen auch, allgemein formulierte Materialien für den Einsatz im eigenen Betrieb anzupassen.
Veröffentlichungen und Materialien:
- Mohr, Barbara: Tätigkeitsbericht. Nürnberg: fbb.
1.8.2003 - 31.12.2003. 2004. 4 S., Anh.
1.1.2004 - 31.12.2004. 2005. Ordner. Getr. Pag.
1.1.2005 - 31.12.2005. 2006. 13 S., Anh.
1.1.2006 - 31.12.2006. 2007. 13 S., Anh.
- Krauß, Alexander: Tätigkeitsbericht. Wenzenbach: ISOB.
1.8.2003 - 31.12.2003. 2004. 6 S.
1.1.2004 - 31.12.2004. 2005. 12 S. (Auch als CD-ROM.)
1.1.2005 - 31.12.2005. 2006. 20 S.
1.1.2006 - 31.12.2006. 2007. 17 S. (Auch als CD-ROM.)
- Aktuelle Informationen aus der Modellversuchspraxis. Faltbl.
Dokumente - Neue Aufgaben für Vorgesetze: Lernberater und Coach. Hrsg.:
f-bb. Info-Blatt. Nürnberg 2004
- Geldermann, B., Mohr, B.: Selbstevaluation der Beschäftigten als Kernelement arbeitsplatznahen Lernens. In: Bundesinstitut für Berufsbildung (Hrsg.): Berufsbildung für eine globale Gesellschaft. Perspektiven im 21. Jahrhundert. Dokumentation des 4. BIBB-Fachkongresses. Berlin, Bonn 2003
- Krings, U., Mohr, B.: Individualisierung in der Weiterbildung - eine Chance für Unternehmen? In: berufsbildung. 84(2003)S. 41-43
- Krauß, Alexander, Mohr, Barbara: Prozessorientierung in der betrieblichen Weiterbildung - neue Funktionen für Führungskräfte In: BWP 5 (2004) S.33-36
Dokumente - Krauß, A., Mohr, B.: Vorgesetzte werden zu Gestaltern und Förderern informeller und non-formaler Lernprozesse im Betrieb. In: GdWZ 02(2005)
- Mohr, B.: Prozessorientiertes Wissensmanagement in der betrieblichen Weiterbildung. f-bb-Newsletter 01/2005
- Weitere Publikationen
Link FILIP s.o.
- Mohr, Barbara: Referat "Selbstlernkompetenz als Kernelement arbeitsplatznahen Lernens". Rosenheim 2004. Firmeninformationsveranstaltung
- Powerpoint-Folien zu:
- AK "Prozessorientierung". Berlin 2004
- AK "Wissensmanagement". Ulm 2004
- Hochschultage Darmstadt. 2004
- Firmeninformationsveranstaltung "Lernen und Prozessoptimierung am Arbeitsplatz". Rosenheim April 2004
- Krauß, A.; Mohr, B.: Arbeitspapier/Referat "Gestaltung von Wissensmanagement im betrieblichen Alltag". Bericht aus dem MV FILIP anläßl. BIBB-AK Wissensmanagement. März 2004
- Arbeitspapiere/Materialien:
- Firmeninformationen zu FILIP
- Beschreibung der Aktivitäten der Erprobungsphase
- Protokoll des 1. Netzwerktreffen des Firmennetzes Weiterbildung (OBB)
- Protokoll des 1. Netzwerktreffen des Firmennetzes Weiterbildung (BOB)
- Erhebung betrieblicher Anforderungen an ein Beratungskonzept:
- Leitfaden für Interviews
- Feedback zum Erstgespräch ALPMA GmbH
- Feedback zum Erstgespräch MBM GmbH
- Feedback zum Erstgespräch Netzsch Mohnopumpen GmbH
- Feedback zum Erstgespräch Stadtwerke Rosenheim
- Krauß, Alexander; Mohr, Barbara: Reflexive Mitspieler als Subjekte beruflicher Bildung - eine Herausforderung für das Wissensmanagement als Kommunikationsform individualisierter Lernstrategien im Betrieb. In: Wissensmanagement in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Bielefeld 2006. (Berichte zur beruflichen Bildung. 277.) S. 89-115 ISBN 3-7639-1077-8
Dokumente - Mohr, Barbara: Flexible und individuelle Lernkonzepte in der Personalentwicklung: In: 14. Hochschultage Berufliche Bildung, Bremen 2006.
Dokumente - Mohr, Barbara: Prozessorientierung in der betrieblichen Weiterbildung - neue Funktionen für Führungskräfte. Vortrag Seminar "Berufliche Weiterbildung" der Deutschen Rentenversicherung Bund, Würzburg 2006.
Dokumente - Mohr, Barbara: Wieviel Qualität bringt Weiterbildung? Vortrag Donau-Universität Krems "Qualität im Human Resource Management", Krems 2006.
Dokumente - Krauß, Alexander; Mohr, Barbara: Das Erfahrungswissen der Mitarbeiter in betrieblichen Veränderungsprozessen nutzen. In: BWP 5 (2005) 31-33
- Krauss, Alexander; Mohr, Barbara: Abschlussbericht. Nürnberg/Wenzenbach Mai 2008. 180 S.
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