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Beispiel guter Praxis - ein Projektbericht
Wer morgen gut qualifiziertes Personal braucht, muss heute neue Wege gehen. Wie diese aussehen können, zeigt das Beispiel von DB Training, der Aus- und Weiterbildungseinrichtung der Deutschen Bahn, die mit flexiblen modularen Konzepten Un- und Angelernte als Fachkräfte von morgen anspricht. Das Nachqualifizierungsprojekt bietet Beschäftigten, aber auch Arbeitssuchenden Qualifizierungen mit guten Beschäftigungschancen im Verkehrsbereich. Die einzelnen Module enden mit einer Prüfung, können kombiniert werden und führen über Praxiserfahrungen und eine Externenprüfung zum Berufsabschluss.
Wer als (junger) Erwachsener einen Berufsabschluss nachholen will, kann über die sogenannte "Externenregelung" zu Berufsabschlussprüfungen zugelassen werden. Nach welchen Kriterien die zuständigen Stellen über die Zulassung entscheiden und was Bildungsträger in dieser Hinsicht bei Nachqualifizierungen berücksichtigen sollten, darüber geben zwei Berichte Auskunft.
Nachqualifizierung in Süd- und Mittelthüringen als Beispiel guter Praxis
Nachqualifizierung gehört - trotz Fachkräftemangels - noch lange nicht zum Standardangebot in Deutschland. Angebotsstrukturen müssen noch etabliert, Netzwerke gebildet werden. Dieser Herausforderung haben sich die Handwerkskammern Südthüringen mit dem BTZ Rohr-Kloster und die Handwerkskammer Erfurt gestellt. Ihr Konzept, ihr Verbund und ihre Standards bilden ein Beispiel guter Praxis für dieses Handlungsfeld.
Der Verein Werkstatt Frankfurt ist einer der Gewinner des Weiterbildungs-Innovations-Preises (WIP) 2010. Im Mittelpunkt des Projekts "Frankfurter Weg zum Berufsabschluss" steht die Förderung zum selbstständigen Arbeiten und selbstorganisierten Lernen. An- und Ungelernten soll neue berufliche Handlungsfähigkeit durch den Erwerb von Kompetenzen im praxisorientierten Arbeitszusammenhang vermittelt werden.
Die Finanzierung abschlussorientierter Nachqualifizierung ist nach wie vor schwer zu organisieren. Welche Möglichkeiten es dennoch gibt, stellt BBJ Servis in einem Bericht vor, der im Rahmen des vom BMBF im Programm "Perspektive Berufsabschluss" geförderten Projekts "Auf Umwegen zum Berufsabschluss" angefertigt wurde.
Der Innovationskreis Weiterbildung (IKWB) hat sich im Auftrag des Bildungsministeriums das Lernen im Lebenslauf angeschaut. Jetzt hat der IKWB zehn Empfehlungen vorgelegt, die sich an den Staat, die Bildungsträger, Unternehmen, Sozialpartner, Verbände und öffentlichen Arbeitgeber richten aber auch an die einzelnen Bürger und Bürgerinnen.
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Teilnahme und Teilhabe an den Prozessen des Lebenslangen Lernens sind nach wie vor in unserer Gesellschaft ungleich verteilt - so der Schlussbericht der Expertenkommission "Finanzierung Lebenslangen Lernens" vom 28. Juli 2004.
Das GPC entwickelt eine "Datenbank der Qualifizierungsbausteine in der beruflichen Bildung". Die Initiative zu dieser Entwicklung geht aus von dem Modellprojekt "Neue Förderstrukturen".
Berufliche Nachqualifizierung bietet An- und Ungelernten das geeignete Instrumentarium für das Erreichen formaler Qualifizierungen bis hin zu einem Berufsabschluss. Qualifizierung und Beschäftigung werden dabei kombiniert. Der modulare Aufbau ermöglicht differenzierte und individualisierte Qualifizierungswege.