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Förderung von Benachteiligten in der Berufsbildung

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Lernmodule beruflicher Bildung

IT-Grundlagenqualifizierung (Informationstechnologische Grundqualifizierung)

Berufsbildungsbereich:

Berufsvorbereitung

Qualifikationsbereich:

Medienkompetenz

Berufsfeld(er):

Übergreifend / keine Auswahl

Beruf(e):

Übergreifend / keine Auswahl

Zielgruppe(n):

Abschluss, mit
Abschluss, ohne

 

Der Qualifizierungsbaustein "IT-Grundlagenqualifizierung" ist im Rahmen des Modellvorhabens "Nordverbund", eines vom BMBF geförderten Modellprojektes der vier genannten norddeutschen Bildungsträgern, entstanden. Gegenwärtig wird er in Grundlehrgängen eingesetzt, um später in allen berufsorientierenden Lehrgängen eingesetzt zu werden.

Berufsbildpositionen, Ausbildungsrahmenpläne und Rahmenlehrpläne: Alle Berufe, Baustein für die Berufsorientierung beim Angermünder Bildungswerk, dem Bremer Arbeiter-Bildungs-Centrum, der Jugendbildung Hamburg und dem Schweriner Ausbildungszentrum (Nordverbund)
Lehr- und Lernziele: Die Teilnehmenden sind in der Lage, die grundlegenden Funktionen von Hard- und Software zu benennen, die Aufgaben von Betriebssystemen zu beschreiben und die wichtigsten Anwendungen ohne Fehler durchzuführen. Sie sind zudem fähig, ein Bewerbungsschreiben nach vorgegebenem Layout anzufertigen und auszudrucken. Schließlich können sie Suchdienste im Internet aktivieren.
Dauer und Umfang: 80 Stunden
Voraussetzungen: Es sind keine spezifischen Voraussetzungen nötig. Parallel hierzu werden allerdings Kompetenzen der Jugendlichen in entsprechenden handlungsorientierten Verfahren ermittelt.
Abschlussaufgabe: Multiple-Choice-Test zur Hard- und Software, handlungsorientierte Prüfaufgaben zur Textverarbeitung und zum Internet/Kommunikation.
Nachweis, Zertifizierung, Dokumentation und Anerkennung: In der Struktur einheitliche Zertifikate der vier Träger über eine erfolgreiche Teilnahme, Verhandlungen mit den Kammern sind geplant, damit die von den Bildungsträgern ausgestellten Zertifikate als belastbare Qualifizierungsnachweise Anerkennung finden.
Qualifizierungselement 1:

Grundlagen von Hard- und Software, Grundlagen des Betriebssystems
 
Gelernte Kenntnisse und Fertigkeiten Die TeilnehmerInnen sind imstande, die Komponenten der Datenverarbeitung sowie die Peripheriegeräte zu benennen und deren Aufgaben im Gesamtsystem darzustellen. Die TeilnehmerInnen sind in der Lage, zwischen den Softwaretypen zu unterscheiden. Die Jugendlichen können den Systemstart- und Systembeendevorgang beschreiben und ohne Fehler durchführen. Die TeilnehmerInnen sind fähig, Ordner und Dateien gezielt zu finden oder abzulegen, eigene Ordner anzulegen, zu verschieben und zu kopieren. Die TeilnehmerInnen können Daten auf verschiedenen Medien sichern. Die TeilnehmerInnen sind in der Lage, bei der Frage „Wie mache ich das?" mit der Hilfefunktion eine Lösung zu finden.
Theoretische Grundlagen Hardware im Zusammenhang mit dem inneren Aufbau des PC, Peripheriegeräte, Aufgaben der Hardware, Begriff Software, Begriff Systemsoftware, Begriff Anwendersoftware, Begriff Standardsoftware, Betriebsbereitschaft des PC herstellen, Verbindung zwischen den Hardwarekomponenten herstellen, Programme zur Verfügung stellen und verwalten, Handhabung der Maus und Tastatur, Verwaltungsstruktur der Dateien, Ordner und Dateien, Arbeiten mit der Hilfe.
Praxis, Vertiefung, Projekte Die TeilnehmerInnen wissen, dass personenbezogene Daten sowie andere rechtlich geschützte Daten nicht ohne Einverständnis der Betroffenen öffentlich zugänglich gemacht werden dürfen. Die Jugendlichen sind fähig, die wichtigsten ergonomischen Aspekte eines PC-Arbeitsplatzes zu benennen und praktisch umzusetzen.
Alltags- und Lebenswelt-bezug Kauf eines PC, Einrichten eines PC-Arbeitsplatzes, Benutzen eines PCs, Verwaltung der persönlichen Daten.
Lernkontrolle Praktische Aufgaben, Planungs- und Problemlösungsaufgaben, mündliche Abfrage, Projektarbeit.
Materialien Qualifizierungsbaustein "Computer selbst zusammenbauen", IFA-Verlag, Online-Lernen bei www.younguser.de
Qualifizierungselement 2:

Textverarbeitung
 
Gelernte Kenntnisse und Fertigkeiten Die TeilnehmerInnen sind imstande, die Tastatur zu bedienen und beherrschen das gezielte Auffinden und Speichern von Texten. Die Jugendlichen können eigene und fremde Texte überprüfen und im Ausdruck verbessern. Die TeilnehmerInnen sind in der Lage, erste Texte in vielfältiger Weise zu gestalten. Die TeilnehmerInnen sind fähig, ein Bewerbungsanschreiben in Anlehnung an DIN 5008 zu erstellen und eigene Briefköpfe zu gestalten. Die Jugendlichen beherrschen es, Texte in Tabellen einzubinden. Die TeilnehmerInnen sind in der Lage, ein fertiges Dokument nach ihren eigenen Wünschen auszudrucken.
Theoretische Grundlagen Vor- und Nachteile von Textverarbeitungsprogrammen, Fensterbestandteile, Menüleiste, Symbolleiste etc., Texte erstellen, Texte öffnen und speichern, Anwendung und Erweiterung der Rechtschreibprüfung, Nutzen von Thesaurus und Autokorrektur, Individuelles Gestalten des Seitenlayouts, Zeichen- und Absatzformatierung, Silbentrennung, Aufzählungen/Nummerierungen, Blocksatz/Flatterrand, Briefstruktur in Anlehnung an DIN 5008 für Geschäftsbriefe, Tabellen erstellen und bearbeiten, Ausgabegerät Drucker.
Praxis, Vertiefung, Projekte Die Teilnehmer wissen um die Probleme einer EDV-gestützten Textverarbeitung. Sie kennen die Benutzeroberflächen.
Alltags- und Lebenswelt-bezug Bewerbungsschreiben formulieren und ausdrucken, Lebenslauf erstellen und ausdrucken
Lernkontrolle praktische Aufgaben, Planungs- und Problemlösungsaufgabe, Projektarbeit, mündliche Abfrage.
Materialien Qualifizierungsbaustein "Software optimal einrichten", IFA-Verlag Microsoft Office, Schulungspaket, HERDT-Verlag Online-Lernen bei www.younguser.de
Qualifizierungselement 3:

Internet und Kommunikation
 
Gelernte Kenntnisse und Fertigkeiten Die TeilnehmerInnen kennen die Aufgaben der Provider und sind in der Lage, ihre Kosten und ihren Nutzen einzuschätzen. Sie wissen über den Browser als Werkzeug Bescheid. Die Jugendlichen kennen die Oberfläche und Funktionen eines oder mehrerer Browser. Die TeilnehmerInnen sind in der Lage, die vielfältigen Möglichkeiten zur Information im Netz zu nutzen. Sie können Adressen selbstständig abfragen und interpretieren sowie verschiedene Suchdienste nutzen. Die TeilnehmerInnen sind fähig, Webseiten zum späteren Offline-Aufruf abzulegen und ausgewählte Web-Informationen auszudrucken. Die TeilnehmerInnen sind in der Lage, einen E-Mail-Account einzurichten und über E-Mails zu kommunizieren. Die TeilnehmerInnen können die verschiedenen Möglichkeiten nutzen, im Internet zu diskutieren.
Theoretische Grundlagen Aufgabe der Provider und des Browsers, Funktionen des Browsers, Möglichkeiten im Netz, Adressen, Suchdienste, Lesezeichen, Seriosität der Information im Internet, Webseiten in eigenen Dateien speichern, Webseiten drucken, E-Mail verschicken, mit Anhang versenden und abholen, Newsgroups, Mailinglisten, Chatten.
Praxis, Vertiefung, Projekte Die TeilnehmerInnen können Geschichte und Struktur des Internets in groben Zügen darstellen. Die Jugendlichen wissen um die Chancen und Risiken des Internets.
Alltags- und Lebenswelt-bezug Versenden und Abholen von persönlichen oder geschäftlichen E-Mails, Suchen von Information zu Ausbildungsberufen im Internet, Internetrecherche zu geeigneten Verkehrsverbindungen zum Ort eines Vorstellungsgespräches
Lernkontrolle Praktische Aufgaben, Planungs- und Problemlösungsausgaben, mündliche Abfrage, Projektarbeit am PC
Materialien Qualifizierungsbaustein "Internet effektiv nutzen", IFA-Verlag, Online-Lernen bei www.younguser.de

Erfahrungen bei der Umsetzung

Ausstattung, Aufwand, Kooperationspartner, Lernformen, -orte, methodische Umsetzung, Probleme bei der Bewertung, Zertifizierung

Die Umsetzung des Qualifizierungsbausteins ist noch nicht abgeschlossen. Gegenwärtig erproben wir die Umsetzung in den G-Lehrgängen (Angermünder Bildungswerk, Bremer Arbeiter-Bildungs-Centrum, Jugendbildung Hamburg) und einem BBE-Kurs beim Schweriner Ausbildungszentrum. Probleme gab es bei der Anwendung der stark audiovisuell konzipierten Lernsoftware des IFA-Verlages, da die PCs in den Übungsräumen in der Regel nachgerüstet werden müssen (Soundkarten, Head-Sets, Umstellung der Nutzungsberechtigungen etc.).

Bei den Qualifizierungsbausteinen zum IT-Basiswissen handelt es sich um solche zur allgemeinen Grundqualifizierung. Um Sie in den berufsvorbereitenden Maßnahmen flächendeckend einsetzen zu können, darf ein bestimmtes Zeitbudget nicht überschritten werden. Die 80 Stunden sind da für einige Kurse bereits eine Zumutung, wenn wir neben den betrieblichen Praktika die Verweildauer in den außerbetrieblichen Bildungseinrichtungen als Grundlage nehmen. Aus diesem Grund haben wir
die Thematik der Tabellenkalkulation (Excel) und Präsentation
(PowerPoint) aus dem Kanon der Lerninhalte herausgenommen.

Bei der Umsetzung des Zertifizierungsprozesses stehen wir noch am Anfang. Das Bremer Arbeiter-Bildungs-Centrum hat immerhin erreichen können, dass die berufsständischen Körperschaften das Zertifizierungsverfahren mit ihrem Namen unterstützen.

Ergänzende Informationen zum Qualifizierungsbaustein

Lehr- und Lernmaterialien:
Internetverweis: http://www.dernordverbund.de/html/qualifizierungsbausteine.htm
 
Name der Einrichtung: Jugendbildung Hamburg GmbH
Region: Hamburg, Hamburg
Ansprechpartner/in: Herrn Dr. Jörg Hutter