Sie befinden sich hier: Startseite | Strukturen | Fakten und Zahlen
Die Zahl der Arbeitslosen ist im November überraschend gesunken. Experten hatten für diesen Monat mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit gerechnet. "Auch nach rund einem Jahr Wirtschaftskrise zeigt sich der Arbeitsmarkt verhältnismäßig robust", sagte der BA-Vorstandsvorsitzende Frank-Jürgen Weise, "die Auswirkungen auf Arbeitslosigkeit und Beschäftigung sind weit weniger dramatisch als zunächst von vielen befürchtet". Nach wie vor stabilisiert die Kurzarbeit den Arbeitsmarkt deutlich.
Die Zahl der Arbeitslosen hat sich um 13.000 auf 3.215.000 verringert. Das Saisonbereinigungsverfahren errechnet für den Oktober einen Rückgang von 7.000, nach -26.000 im Oktober und -14.000 im September. Für die Entwicklung ab Mai hat ein Sondereffekt infolge der Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente eine Rolle gespielt. Berücksichtigt man die gesamte Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik - deren aktuelle Veränderung von dem Sondereffekt bestimmt wird - wäre die Arbeitslosigkeit saisonbereinigt im November schätzungsweise um 10.000 gestiegen, nach -19.000 im Oktober und +18.000 im September.
In Ostdeutschland blieb die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat unverändert bei 1.000.000. Auch saisonbereinigt ergibt sich keine Veränderung. In Westdeutschland sank die Arbeitslosigkeit um 13.000 auf 2.216.000. Saisonbereinigt hat sich die Arbeitslosenzahl hier um 7.000 verringert. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit in Westdeutschland um 230.000 oder 12 Prozent gestiegen, im Osten lag sie geringfügig unter dem Vorjahreswert, und zwar um 3.000 oder 0,3 Prozent.
Die Arbeitslosenquote lag im Oktober bei 7,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr nahm sie um 0,5 Prozentpunkte zu. In Ostdeutschland war die Quote mit 11,8 Prozent deutlich größer als in Westdeutschland mit 6,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Quote in Westdeutschland um 0,6 Prozentpunkte erhöht, in Ostdeutschland blieb sie unverändert.
Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren sank im Oktober um 15.840 oder 4,7 Prozent auf 322.750; im Vergleich zum Vorjahresmonat nahm sie um 31.750 bzw. 10,9 Prozent zu. Insgesamt liegt der Anteil der jüngeren Menschen ohne Arbeit nun bei 6,7 Prozent. Im Vorjahresmonat hatte er noch bei 6,1 Prozent gelegen.
Detaillierte Informationen der Bundesagentur für Arbeit zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen.
Letzte Änderung: 01.12.2009 eMail-direkt » Seite empfehlen »
Noch keine Kommentare vorhanden
Erstellt am: 01.12.2009 Kommentare hinzufügen »