Der Arbeitsmarkt im Mai 2010: Frühjahrsbelebung lässt Arbeitslosenzahl weiter sinken
Die Arbeitslosigkeit ist im Mai im Zuge der anhaltenden Frühjahrsbelebung, aber auch saisonbereinigt erneut deutlich gesunken. "Der Frühjahrsaufschwung auf dem Arbeitsmarkt hat sich auch im Mai fortgesetzt", sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Die aktuelle Entwicklung zeige bei den wichtigsten Indikatoren nochmals eine merkliche Besserung. Die Arbeitslosenquote sank mit 7,7 Prozent auf einen Wert, der deutlich unter dem des Vorjahresmonats liegt.
Die Zahl der Arbeitslosen ist von April auf Mai um 165.000 auf 3.242.000 gesunken. Das Saisonbereinigungsverfahren errechnet für den Mai ein Minus von 45.000, nach -67.000 im April und im -40.000 im März. Im Vergleich zum Vorjahr waren im Mai 217.000 oder 6 Prozent weniger Arbeitslose registriert. Die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit), die die gesamte Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik sowie den Sondereffekt infolge der Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente umfasst, hat im Vorjahresvergleich um 87.000 oder 2 Prozent abgenommen. Dass der Rückgang weniger stark war als bei der Arbeitslosigkeit, hängt mit dem Sondereffekt zusammen.
In Ostdeutschland nahm die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat um 60.000 auf 1.017.000 ab. Saisonbereinigt errechnet sich ein Minus von 11.000, nach -25.000 im April. In Westdeutschland sank die Arbeitslosigkeit um 105.000 auf 2.224.000. Saisonbereinigt verringerte sie sich um 34.000, nach -43.000 im April. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit in Westdeutschland um 110.000 oder 5 Prozent gesunken, im Osten lag sie um 107.000 oder 9 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Die Arbeitslosenquote lag im Mai bei 7,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr nahm sie um 0,5 Prozentpunkte ab. In Ostdeutschland war die Quote mit 12,1 Prozent deutlich größer als in Westdeutschland mit 6,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Quote in Westdeutschland um 0,3 Prozentpunkte und in Ostdeutschland um 1,2 Prozentpunkte verringert.
Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren sank im Mai um 28.040 oder 8,4 Prozent auf 306.840; im Vergleich zum Vorjahresmonat nahm sie um 59.820 bzw. 16,3 Prozent ab. Insgesamt liegt der Anteil der jüngeren Menschen ohne Arbeit nun bei 6,5 Prozent. Im Vorjahresmonat hatte er noch bei 7,6 Prozent gelegen.
Detaillierte Informationen der Bundesagentur für Arbeit zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen.
Letzte Änderung: 01.06.2010