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Schulbesuch, Ausbildung, Berufseinstieg und Familiengründung - der "normale" Weg von Jugendlichen im Übergang ins Erwachsenendasein verliert immer mehr an Kontur. Neue Umfragen des Deutschen Jugendinstituts (DJI) belegen die These von der "Auflösung der jugendlichen Normalbiographie"- und zwar nicht nur für "Benachteiligte" . Ein wachsender Anteil Jugendlicher geht Umwege, sucht oder findet also nicht den direkten Weg in die Ausbildung. Der DJI-Survey "AID:A" gibt Aufschluss über Verlierer und Gewinner in der Übergangsphase.
Das Regionale Übergangsmanagement in Görlitz will Jugendliche in der Region halten. Der Landkreis, der durch Abwanderung und eine alternde Bevölkerung gekennzeichnet ist, braucht neue Ideen, um Ausbildung und Fachkräftenachwuchs zu sichern. INSIDER, ein sehr ansprechender Ausbildungsatlas, macht jungen Menschen Mut, in der Region Ausbildungschancen zu sehen und zu nutzen.
Mit "Berufseinstiegsbegleitung" sind hohe Erwartungen verbunden: Die individuelle Begleitung, eingebunden in regionale Netzwerke, gilt oft als Schlüssel zur Erhöhung der Zahl der Schulabschlüsse und der Einmündungen in Ausbildung. Wie die Umsetzung klappt, hat die soeben erschienene GPC-Expertise "Berufseinstiegsbegleitung - Unterstützung individueller Wege in den Beruf" genauer betrachtet. Die Expertise zeigt Stolpersteine und Erfolgsfaktoren auf. Ihre zentrale Botschaft: Berufseinstiegsbegleitung braucht eine konzeptionelle Verankerung und mehr Professionalität.
Das Projekt "EU fit" in Recklinghausen holt (langzeit-)arbeitslose junge Leute aus ihrem Umfeld heraus. Über das Progamm "IdA - Integration durch Austausch" gehen sie für drei Monate nach Irland, arbeiten in einem realen Betrieb und lernen, sich selbst und die Welt mit anderen Augen zu sehen. Danach finden fast alle eine Ausbildungsstelle.
Beispiel Guter Praxis - ein Projektbericht
Viele Schülerinnen und Schülern können außerschulische Unterstützung gut gebrauchen; Beratung und Begleitung helfen ihnen, Umwege und Fehlschläge zu vermeiden. Individuelle Hilfen aber reichen nicht aus, um das Problem "zu wenig Ausbildung, zu viel Übergangsystem" zu lösen. In Nürnberg wurde das erkannt: Das Projekt SCHLAU kombiniert individuelle Hilfen mit strukturellen Verbesserungen. Es schafft Verbindungen zwischen Jugendlichen und Betrieben. Um erforderliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen, wertet es zudem systematisch Daten des Übergangsgeschehens aus und leitet in Kooperation mit anderen erforderliche Maßnahmen daraus ab.
Die Zielgruppen werden erreicht, aber noch nicht angemessen gefördert. Dies ist eines der Ergebnisse eines Zwischenberichts zur Evaluation der Berufseinstiegsbegleitung. Das Förderinstrument bringt mit Beratung und Begleitung eine neue Perspektive in die Schule. Da bislang ein eigenständiges Konzept mit gezieltem Blick auf benachteiligte Jugendliche fehlt, bleibt es aber noch zu sehr am System Schule verhaftet.
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Beispiel guter Praxis aus Rostock
Berufseinstiegsbegleitung - eine neue Aufgabe, für die an vielen Standorten erstmal ein Weg gefunden werden muss. In Rostock arbeitet Jana Hoffmann an einer Schule im sozialen Brennpunkt. Das Beispiel der engagierten Berufseinstiegsbegleiterin veranschaulicht, wie gute Praxis im Rahmen von BerEb gelingen kann. Einen wichtigen Anteil am Erfolg haben Erfahrung des Trägers, gewachsene Kooperationsstrukturen und eine behutsame Annäherung an das System Schule. Die Berufseinstiegsbegleitung bildet die Klammer für verschiedene Stationen der Berufsorientierung und bindet diese Aufgabe in eine ganzheitliche und lebensweltsorientierte Betreuung ein.
Für viele junge Menschen ist das Ende der Schulzeit der Beginn einer Odyssee durch verschiedene berufsvorbereitende oder berufsbildende Maßnahmen. Laut dem Nationalen Bildungsbericht 2008 entwickelt sich ein zunehmend "individualisiertes Übergangssystem". Die Übergänge in eine Ausbildung sowie anschließend in den Arbeitsmarkt verlaufen oftmals kompliziert und langwierig.
Der Zwölfte Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung fordert eine kommunale Bildungslandschaft für Kinder und Jugendliche. Ein lokales Gesamtsystem für Bildung, Betreuung und Erziehung soll die Verengungen und Begrenzungen der Teilsysteme Kinder- und Jugendhilfe sowie Schule überwinden. Zentraler Ort einer solchen Bildungsplanung soll die Kommune sein.
Der 12. Kinder- und Jugendbericht "Bildung, Betreuung und Erziehung vor und neben der Schule" untersucht, wie allen Kindern und Jugendlichen die Chance auf die bestmögliche Bildung eröffnet werden kann. Er wurde jetzt von der Bundesregierung vorgelegt.
Unterschiedliche Institutionen, wie z.B. allgemein bildende Schulen, die Berufsberatung der Agenturen für Arbeit oder Jugendhilfeträger, begleiten Schulabgänger auf ihrem Weg in eine Berufsausbildung.